News und Projekte
Grundschule
Chancen ermöglichen für leistungsstarke Schülerinnen und Schüler
Die ausgewählten besonders leistungsbereiten Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klassen an der Grundschule der Stadtteilschule Wilhelmsburg haben seit Mitte April einen besonderen „Lehrplan“: Jeden Freitag nach der zweiten Stunde machen sie sich auf den Weg, um besondere Ziele in Hamburg anzusteuern.
Grundschule der Stadtteilschule Wilhelmsburg belohnt sehr gute Leistungen
Hamburg hat viel zu bieten, und die Stadtteilschule Wilhelmsburg ermöglicht gemeinsam mit der Stiftung Dimicare lernwilligen und leistungsstarken Kindern den Besuch vielfältiger Kulturstätten in der Hansestadt. So können die Kinder ihren Horizont erweitern und offen für die Möglichkeiten in unserer Gesellschaft werden. Ausgewählt wurden Kinder, die diese Möglichkeiten aus unterschiedlichen Gründen sonst nicht haben. Somit sorgen Stiftung und Schule gemeinsam für ein Stück mehr Chancengerechtigkeit.
Die ausgewählten besonders leistungsbereiten Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klassen an der Grundschule der Stadtteilschule Wilhelmsburg haben seit Mitte April einen besonderen „Lehrplan“: Jeden Freitag nach der zweiten Stunde machen sie sich auf den Weg, um besondere Ziele in Hamburg anzusteuern. Jedes Ziel - ein Highlight für sich: Hagenbecks Tierpark, Maritimes Museum, Ballettzentrum John Neumeier, Miniatur Wunderland. Ist die Fahrtzeit zu lang, werden die Kinder von einem Reisebus gefahren. Und da Kultur hungrig macht, erhalten sie stets ein schmackhaftes Mittagessen, bevor es wieder zurück zur Schule geht.
Rougi Jalloh, 9 Jahre, aus der Klasse 3b zeigt besonders gute Leistungen in den Fächern Deutsch und Sport. Ihr bringen diese Ausflüge richtig Spaß. „Ich finde es gut, außerhalb der Schule etwas zu lernen. Ich lerne Museen kennen, die ich nicht kenne. Außerdem spornen mich diese Ausflüge an, weiterhin gut in der Schule zu sein.“
Ende Mai stand wieder ein starkes Ziel auf dem Programm. Mit dem HVV reisten die 18 Kinder starke Gruppe mit drei Betreuer:innen zum Hauptbahnhof, um in der Hamburger Kunsthalle die deutsche Malerei des 19. Jahrhunderts sowie klassische Moderne zu studieren. Sehr aufgeschlossen und neugierig bestaunten sie die Farben bei Max Beckmann oder den Goldfisch von Max Klee. Sie machten sich gegenseitig auf Einzelheiten aufmerksam oder erklärten sich die Bilder. Einen echten Picasso oder Munch zu sehen, genossen sie sichtlich. Hanna, 9 Jahre, die sich sehr für Kunst interessiert, hat viele Anregungen mitnehmen können, die sie praktisch umsetzen will. „Ich werde mal ein Stillleben ausprobieren“, erklärt sie ernsthaft. Ihr waren viele Künstlernamen ein Begriff. „Ich habe zu Hause ein Buch mit den 100 bekanntesten Kunstwerken. Darin lese ich sehr gerne.“
Im Restaurant der Kunsthalle war nach dem Rundgang bereits der Tisch für die Nachwuchskunstkritiker*innen gedeckt. Beim Essen blieben die Kinder allerdings klassisch: Nudeln mit Tomatensoße. Und zum Nachtisch Vanilleeis.
Weitere interessante Ziele werden noch bis zu den Ferien angesteuert: Elbphilharmonie, Rickmer Rickmers, Hafenrundfahrt.
Finanziert wird dieses Projekt von der Dimicare-Anneliese-Langner-Stiftung, die auch die Organisation vor Ort in den Kulturstätten übernimmt. Die Schule stellt die begleitenden Pädagog:innen. Zur Umsetzung dieser Maßnahme hat maßgeblich Wilhelm Kelber-Bretz beigetragen, der vielen in der Region als ehemaliger Lehrer der STS-Wilhelmsburg und als Organisator der Wilhelmsburger Lesewoche und des Zirkus Willibald in Erinnerung sein dürfte.