News und Projekte
Abteilung 8 - 10
Kunst und Kultur: Modelle des Fernunterrichtens in Zeiten von Lockdown und Homeschooling
Ein Projekt der Klasse acht Culture in Motion in Kooperation mit dem Bucerius Kunst Forum
Ein Projekt der Klasse acht Culture in Motion in Kooperation mit dem Bucerius Kunst Forum
Ich, am Fenster. Mein Rahmen zur Welt. Perspektiven erforschen, Raum wahrnehmen und Blickwinkel wechseln.
Die Achtklässler des Profils CULTURE IN MOTION der Stadtteilschule Wilhelmsburg arbeiten zu den zentralen Fragen im Werk George Braques und übertragen diese auf die eigene Lebenswirklichkeit in Zeiten der Pandemie. Der alltägliche Blick aus dem Fenster wird neu entdeckt und zum Ausgangspunkt einer eigenen freien Auseinandersetzung mit dem Raum. Durch Beobachtung und Übungen wird die Wahrnehmung geschult und der Raum zerlegt in Flächen, Formen, Farben, Licht und Körper. Wir nehmen sie an, die räumliche Enge, und durchbrechen sie real mit virtuellen Hilfen. Mit einer exklusiven Führung durch die Ausstellung „Tanz der Formen“ im Bucerius Kunstforum nähern sich die Schülerinnen und Schüler im Distanzunterricht dem (Mit-)Begründer des Kubismus.
Sie verharren aber nicht in bloßer Bewunderung, sondern öffnen gemeinsam mit uns den Experimentierkasten der Kreativität. Mit einem analog-digitalen Zukunftsformat des Kunstunterrichts werden alle Teilnehmer zu Künstlerinnen und Künstlern!
Finale: Die entstanden Arbeiten werden als Projektionsmapping an der Fassade des leergefallenen Klöpperhauses (Galeria Karstadt Kaufhof) präsentiert und in einer filmischen Dokumentation archiviert.
Das Bucerius Kunst Forum widmet ab Herbst 2020 Georges Braque eine retrospektive Ausstellung. Erstmals seit über 30 Jahren wird sein malerisches Werk in Deutschland umfassend präsentiert. Braque gilt als der Initiator des Kubismus und ist einer der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts. Die chronologisch aufgebaute Ausstellung spürt seiner erstaunlichen schöpferischen Vielfalt nach: vom fauvistischen Frühwerk, über die Entwicklung des Kubismus bis zu den letzten, nahezu abstrakten Serien der Nachkriegszeit.
In Deutschland wurde sein Werk vor allem in den 1930er bis 1960er Jahren und zuletzt 1988 umfangreich ausgestellt. Während ihn jüngst der Pariser Grand Palais (2013) und das Guggenheim Bilbao (2014) mit großen Schauen würdigten, war es seit Ende der 1980er Jahre hierzulande eher still um den wichtigen französischen Maler. Mit 80 hochkarätigen Leihgaben, größtenteils aus dem Pariser Centre Pompidou, wird das malerische Werk dieses bedeutenden Künstlers nun erstmals seit über 30 Jahren wieder umfassend in Deutschland präsentiert. Die Ausstellung Georges Braque. Tanz der Formen wurde konzipiert von Brigitte Leal, Kubismus-Expertin und stellvertretende Direktorin des Centre Pompidou. Chronologisch in insgesamt sieben Kapiteln zeigt sie die Vielfalt Georges Braques, der trotz stilistischer Veränderungen und formaler Brüche seiner Linie stets treu blieb – ganz anders etwa als sein Weggefährte Pablo Picasso.