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News und Projekte

Abteilung 8 - 10

Klassenzimmer im Spreehafen

| Abteilung 8-10

Klassenzimmer im Spreehafen - Stadtteilschule Wilhelmsburg engagiert sich für Klima und Umwelt

Spreehafenfest und ein schwimmendes Klassenzimmer

Klima und Umwelt sind uns als Klimaschule ein wichtiges Anliegen. So ist es kein Wunder, dass sich unsere Schülerinnen und Schüler im Rahmen ihrer Profilklassen, Unterrichtsprojekten oder in Nachmittagskursen diesem Thema widmen und überlegen wie wir die Welt für die Zukunft sauberer und nachhaltiger aufstellen können. Übergeordnetes Ziel dabei ist, dass ein Beitrag für unsere Umwelt geleistet wird!

In unserem Langzeitprojekt und außerschulischen Lernort Erlebniswelt Spreehafen führen unsere Profilschülerinnen und –schüler an einer Forschungsstation Messungen zur Wetterlage und Feinstaubbelastung sowie Tierbeobachtungen durch. Einige Schülergruppen entwickeln Spiele und Quizaufgaben zum CO2 -Ausstoß, andere beschäftigen sich mit der Müll- und Verschwendungsproblematik oder bauen eigenständig unterschiedliche Typen von Modellbooten, die sie dann am Spreehafen auf dem Wasser ausprobieren. Das Ganze wird laufend im Spreehafeninstagram Account dokumentiert und reflektiert. Hier geht es zum Account!

Bei diesen vielen Angeboten und Projekten musste das Spreehafenfest unbedingt stattfinden, nachdem es letztes Jahr coronabedingt ausgefallen war. Unter strengen Hygieneauflagen stellten die Schülerinnen und Schüler ihre Produkte vor und luden zum Mitmachen ein. Dafür wurden extra Werbe- und Aktionsplakate digital im Unterricht erstellt und für das Fest ausgedruckt. Die Besucher konnten zum Beispiel an einem selbstentwickelten Kahoot mit Quizfragen zur Veranstaltung teilnehmen, in einer interaktiven Schnitzeljagd die Ausstellung erleben, den CO2-Rucksack von Beispielpersonen packen oder ihr eigenes Barometer bauen.

Jens Becker, Teach First Fellow an der Stadtteilschule Wilhelmsburg hält fest:
„Durch eine Veranstaltung, wie diese im Spreehafen, erfahren die Schülerinnen und Schüler Wertschätzung und Anerkennung insbesondere von Menschen, die sie nicht aus dem schulischen Kontext kennen. Schule wird für den externen Betrachter erlebbar und stärkt die Selbstwirksamkeit der beteiligten SchülerInnengruppen. Das klassische Klassenzimmer und der ausschließliche fachliche Unterricht haben im schwimmenden Klassenzimmer wenig Bedeutung. Im Team haben die Schülerinnen und Schüler Großes geschaffen. Als Einzelperson hätten sie es niemals für möglich gehalten diese Projektvielfalt auf die Beine zu stellen und das auch noch unter Coronabedingungen. In diesem besonderen Schuljahr waren Problemlösungsorientierung, Teamfähigkeit, Selbstorganisation und Kreativität entscheidende Kompetenzen, um die Projekte zum Erfolg zu führen. Alles Schlüsselkompetenzen in einer Welt von morgen.“

An diesem Nachmittag im September war auch der Bundestagsabgeordnete Metin Hakverdi zu Gast und nahm symbolisch Flaschenposten der Schülerinnen und Schüler der Stadtteilschule Wilhelmsburg entgegen. Insbesondere für die Schülerinnen und Schüler war das ein Highlight, da sich eine Person aus dem öffentlichen Leben die Zeit nahm sich mit ihren Projekten zu beschäftigen.

In dieser Post wünschten sich die Jugendlichen eine Erhöhung des Benzinpreises, mehr und bessere Fahrradwege, das kostenlose Leihen von E-Scootern mit der HVV Karte, kostenlose mit Bus- und Bahnfahrten, sowie die ausschließliche Nutzung von Wasser-, Sonnen- und Windenergie.

Melisa: „Es ist toll, dass wir Projekte machen und unsere Ergebnisse auf einem Fest zeigen können. Das hat uns bei der Fertigstellung motiviert.“

Mohamad: „Es macht Spaß, weil ich es direkt auf dem Wasser benutzen kann. Die Geschwindigkeitsmessung wollen wir noch integrieren. Ich habe mich für den Katamaran entschieden, weil ich in der Türkei so ein Boot gesehen habe. Das hat in mir Interesse geweckt. Zur Auswahl stand ein Partyboot, ein Katamaran, ein Schnellboot und ein Segelschiff.“

Ohne die Unterstützung durch Kooperationspartner sind diese vielfältigen Projekte und Kooperationen mit Expertengruppen nicht darstellbar. Daher bedanken wir uns herzlich bei der Edmund Siemers Stiftung, der Gisela Bartels Stiftung und dem Verein Förderwerk Elbinseln für die Projektförderung und Organisation des Lernortes „Erlebniswelt Spreehafen“ und bei der Nordmetall Stiftung, der BSB und dem Bildungswerk der Wirtschaft für die Förderung und Organisation des lüttIng-Projektes „Maritimer KOSMOS“. Die SchülerInnengruppen wurden selbstverständlich durch ihre Tutorinnen und Tutoren Carmen Astorga, Gesa Vollmer und Martin Münning, als auch unseren Teach-First Fellow Jens Becker und unserer Lehrkraft Christoph Büchler mit vollem Einsatz motiviert und unterstützt.

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