Stadtteilschule Wilhelmsburg
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ScienceCafé Zirkel endet mit Besucherrekord

Stolz präsentieren Arda und Kaan aus der 6c ihre platzsparende Mülltonne.

Stadtteilschule Wilhelmsburg erweitert mit wissenschaftlichem Zirkel ihren MINT-Schwerpunkt

Das Thema Mikroplastik ist neben dem Klimawandel in aller Munde und beschäftigt viele Menschen. Am 19. Mai lud die Stadtteilschule Wilhelmsburg zu ihrem 5. ScienceCafé  zum Thema „Mikroplastik - wir brauchen eine Strategie“ ein. Über 60 Jugendliche und Erwachsene versammelten sich abends im blauen Salon des MZE, um am ScienceCafé teilzunehmen. Beim ScienceCafé handelt es sich um einer von der Schule neu initiierten Veranstaltungsreihe: Ein Zirkel gespickt aus wissenschaftlichem Vortrag, Mitmachprogramm und Vorstellung von Schulprojekten zu einem MINT-Thema.

Frau Prof. Dr. Dr. Karin Lochte von der Deutschen Meeresforschung erläuterte die Auswirkungen von Mikroplastik für die Ozeane in einem eindrücklichen Vortrag. „Wir wissen alle, dass Plastik nicht aus unserem Leben verschwindet, aber wir können versuchen, den Gebrauch zu minimieren und die Entsorgung zu regulieren.“ Zum einen wird an biologisch abbaubarem Plastik aus Löwenzahnmilch geforscht und zum andern an der Reduktion der Verbundsysteme von Plastik, sodass das Recyceln einfacher wird.

Mit dem Recyceln hatten sich Kaan und Arda aus der 6c der Stadtteilschule Wilhelmsburg beschäftigt. Sie hatten festgestellt, dass nur sehr wenige Haushalte aus ihrer Klasse recyceln. Der Grund ist zu wenig Platz in der Küche für so viele Mülleimer. Ihr selbstgebauter Recycel-Eimer aus Holz auf zwei Rollen hat Platz für Altpapier, Plastikmüll und Bioabfälle.

Den Weg des Plastiks in die Meere und die Zeiträume des Verfalls (650 Jahre braucht eine Angelschnur) stellten Schülerinnen der 6c mit wunderschönen Plakaten vor. Tomme, Josefine und Finja präsentierten das Projekt „MIKROPLASTIKDETEKTIVE“ des Alfred-Wegner-Instituts. In der Maritimen Profilwoche der Schule werden die Schülerinnen und Schülern des Jahrgangs 6 Sandproben an unterschiedlichen Strandabschnitten der Elbe nehmen. Die Proben werden dann vom AWI auf Meso- und Mikroplastik untersucht und ausgewertet. Die Jugendlichen leisten damit einen Beitrag zur Erhebung vergleichbarer wissenschaftlicher Daten zur Verschmutzung deutscher Küsten. Ein beeindruckender Vortrag der jungen Forscherinnen aus der 6c.

Die Schüler der 9. Klasse der Erich-Kästner-Schule haben untersucht, wieviel Mikroplastik sich in Shampoo und Duschgel befindet. Die schwere Aufgabe der Jury (Klasse 11 a) den besten Schüler:innenbeitrag auszuwählen, lösten sie pragmatisch: Da sie sich nicht zwischen den drei formidablen Beiträgen entscheiden konnten, bekamen alle Gruppen den ersten Preis.

Das ScienceCafé lockte mit dem Thema Mikroplastik besonders viele Besucher in den blauen Salon des MZE.

Fünfmal fand das ScienceCafé in diesem Schuljahr statt und wird wegen des großen Erfolgs im nächsten Schuljahr fortgesetzt werden. Organisatorin Konstanze Dammann ist zufrieden:
„Wir hatten großartige wissenschaftliche Vorträge, sehr ansprechende Mitmachprogramme und tolle Schülerbeiträge. Schüler:innen verschiedenster Hamburger MINT-Schulen sind unserer Einladung gefolgt und haben sich aktiv eingebracht – und das alles unter Coronabedingungen. Einfach klasse!“

Die Ausstellung Mikroplastik ist noch bis Ende des Jahres im blauen Salon des MZEs zu bewundern.

Wir danken unseren Sponsoren der Joachim Herz und der Nordmetallstiftung für ein tolles Forscherjahr an der Stadtteilschule Wilhelmsburg.

"Gut gedopt ist halb gewonnen"

Gewinnerin Hewan Zwedie aus unserer 11. Klasse

Das ScienceCafé geht online

Am 24. Februar fand das ScienceCafé unter dem Titel „Gut gedopt ist halb gewonnen“ online statt. Rund 40 Schüler:innen und Lehrer:innen tauschten sich über das Thema aus.  Henry Münster, Vertreter der Nada, stellte die Antidoping Gesellschaft und ihre Arbeit vor. Anhand von Fallbeispielen wurde interaktiv sich dem Thema Doping genähert. Der ehemalige Handballer und Tennisspieler veranschaulichte spielerisch die Gefahren des Dopings und wie sehr die Sportler auf ihre Ernährung achten müssen.

Der erste Schüler:innenbeitrag ging um die Nutzung von alltäglichen Aufputschmitteln bis hin zu Ritalin in der Oberstufe. Eine Befragung unter über 50 Oberstufenschüler:innen ergab, dass viele das Getränk „Durstlöscher“ konsumieren ohne die Zusammensetzung dieses Getränkes zu hinterfragen. Auch Ritalin wurde schon von knapp 5 % der Schüler:innen für eine Leistungssteigerung genutzt. Die meisten Schüler:innen kennen Ritalin nicht. Koffein ist ebenso beliebt wie die Durstlöscher. Dieser Beitrag hat von Hewan Zwedie aus der 11. Klasse hat die Jury so überzeugt, dass sie ihr den Pokal überreichte.

Diema Muhammed aus der 13f hat im Anschluss noch die verheerende Wirkung von Kokain und dessen Konsum erläutert. Hier war vor allem die gute Erklärung der neurologischen Prozesse herausragend. Mit einer ausgiebigen Fragerunde ging die Onlineveranstaltung zu Ende.

2. ScienceCafé: Mobilität der Zukunft?

In unserer globalen Welt spielt die Mobilität eine zentrale Rolle für Waren als auch für uns Menschen. Welche Ideen und Konzepte gibt es für die Zukunft? Diese Fragen stellten sich die Schüler:innen der Stadtteilschule Wilhelmsburg und luden zum 2. ScienceCafé in den blauen Salon des Maritimen Zentrums ihrer Schule ein.

Die beiden Referenten Hanno Holzreiter und Tobias Rybka des Hamburger Unternehmens IBEO erklärten in einem sehr anschaulichen Vortrag, wie Sensoren an einem Auto funktionieren. Schon heute tragen sie einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit auf den Straßen bei und sollen in der Zukunft das autonome Fahren gewährleisten. Das Interesse der Schüler:innen der vertretenden Hamburger MINT-Schulen war so groß, dass die geplante halbe Stunde mehr als verdoppelt wurde.

Hamburger MINT-Schulen haben zum 2. ScienceCafé geladen.

„Ich bin begeistert von dem umfangreichen Wissen und den spannenden Fragen der Schüler:innen und hoffe, dass ich einige noch mehr für das Fach Physik begeistern konnte,“ so Tobias Rybka nach seiner Präsentation der Lasersensoren.

Ein zweites Highlight war das ausgestellte Lastenfahrrad, welches die Besucher testen konnten. Dieses nachhaltige Verkehrsmittel soll zur Mobilität der Menschen anregen, indem es Sportgeräte transportiert, um ein öffentliches Angebot für mehr Mobilität aller Altersgruppen anzubieten.

Sechs Schüler der 10c der Stadtteilschule Wilhelmsburg präsentierten ein mit Wasserstoff betriebenes Modellboot und selbstgebaute Roboter, die Gegenständen aufgrund ihrer Ultraschallsensoren ausweichen können. Nach einer kurzen Pause, in der man die Ausstellungsstücke bewundern konnte und bei den einzelnen Akteuren nachfragen konnte, wurden die weihnachtlichen Preise an die Schülergruppen verteilt.

Preisträger der 11a und 10c der Stadtteilschule Wilhelmsburg.
Punktlaser können die Entfernung messen.
Selbstfahrende Roboter der 10c werden bestaunt.
Wasserstoffbetriebenes Modelboot der 10c.

Elisa Czech Projektkoordinatorin des Exzellenz-Netzwerks der Hamburger MINT-Schulen von der NORDMETALL-Stiftung: „Eine gelungene zweite Veranstaltung, die zeigt, wie viel Freude das forschende Lernen den Schüler:innen bereiten kann und welche Bedeutung die MINT-Fächer in Berufen haben.“

Hanno Holzreiter (IBEO), Elisa Czech (Nordmetall Stiftung), Gewinner Ömer Ermen und Tobias Rybka (IBEO).

Mit dem CO2 Rucksack zum Wilhelmsburger Science Café

Stadtteilschule Wilhelmsburg vertieft ihren MINT-Schwerpunkt und initiiert wissenschaftlichen Zirkel

Am 23. September lud die Stadtteilschule Wilhelmsburg zu ihrer neu initiierten Veranstaltungsreihe „Science Café“ mit dem Thema „Klimawandel und jetzt?“ ein und erweiterte damit ihren MINT-Schwerpunkt um eine neuartige Facette: Ein Zirkel gespickt aus wissenschaftlichem Vortrag, Mitmachprogramm und Vorstellung von Schulprojekten zu einem gemeinsamen MINT-Thema. Dass die Stadtteilschule Wilhelmsburg mit diesem Mix den Nerv der Jugendlichen traf, zeigte sich nicht nur an der hohen Besucherzahl sondern auch an der konzentrierten und zugleich lockeren Atmosphäre im blauen Salon im Neubau, dem Veranstaltungsort des Maritimen Zentrums Elbinseln (MZE). Geladen waren Schülerinnen und Schüler der fünf Hamburger MINT-Schulen.
Jugendliche, die freiwillig am Abend quer durch Hamburg fahren, um in der Stadtteilschule Wilhelmsburg einem wissenschaftlichen Vortrag über Klima zu lauschen, an Mitmachständen ein Barometer bauen und Schüler*innenprojekten ihre Aufmerksamkeit schenken? Klingt zunächst utopisch und weltfremd.

Schulleiterin Katja Schlünzen eröffnete das Science Café und erklärte: „In diesem Think-tank, zusammengesetzt aus Schule, Wissenschaft und Unternehmen wird die Bildung für unsere Schüler*innen neu gedacht und ist eine großartige Möglichkeit für Jugendliche, sich aktiv einzubringen.“

Strohhalm, Luftballon, Marmeladenglas:
DIY Barometer, von Nayim (10c) erklärt.

Für den wissenschaftlichen Input sorgte Masterstudent der Integrated Climate System Sciences Kilian Seidl mit seinem Vortrag über die grundlegenden Zusammenhänge des Klimasystems und dem menschlichen Einfluss auf das Kima. Aufmerksam folgten die Jugendlichen seinen Ausführungen, zückten ihre Stifte und schrieben fleißig mit. Im Anschluss präsentierten drei Klassen der Stadtteilschule Wilhelmsburg ihre Forschungsprojekte zum Thema Klimawandel und luden die Gastschülerinnen und -schüler herzlich ein, an ihren Ständen mitzumachen und zu experimentieren: Barometerbau, Wolkenschau, Arktiseisschmelze, Eigenen CO2 Rucksack packen. Sofort tummelten sich die interessierten Besucher um die Tische, fragten, bauten, staunten.

Für Nunu (14 Jahre) und Jessica (15 Jahre) von der Erich-Kästner-Stadtteilschule aus Farmsen lohnte sich der lange Anfahrtsweg auf jeden Fall. „Das Science Café ist spannend und informativ. Den Vortrag von Herrn Seidl fand ich gut und ich habe einiges mitgeschrieben. Es ist hier ein cooles Ambiente“, erklärte Jessica. Freundin Nunu liebt die Physik und weiß bereits jetzt: „Beim nächsten Science Café bin ich wieder dabei. Das Thema Mobilität ist interessant.“

Jessica und Nunu (Erich-Kästner-Stadtteilschule) interessieren sich für die MINT-Fächer und erweitern im Science Café ihre Kenntnisse.
Wilhelmsburger und Farmsener Jugendliche tauschen sich aus.
vlnr Jessica Bönsch (NordMetall-Stiftung), Konstanze Dammann (Organisatorin StS Wilhelmsburg), Redner Kilian Seidl, Elisa Czech (NordMetall-Stiftung)

Organisatorin des Science Cafés Konstanze Dammann freute sich über das aktive Nachfragen der Schülerinnen und Schüler während des Vortrags und an den Ständen. „Mit dem Science Café erweitern wir unser schulisches MINT-Programm und kommen in den Austausch mit den anderen MINT-Schulen. Es wird in diesem Schuljahr vier weitere Veranstaltungen an unserer Schule geben.“

Fatoumata Keita und Jan Ibrahim Akhtar aus der 10c gewannen mit ihrem Projekt Co2-Rucksack einen kleinen Preis.

Unterstützt wird das Science Café von NordMetall-Stiftung und der Joachim Herz Stiftung. Jessica Bönsch (NordMetall-Stiftung) sah die Veranstaltungen als gute Gelegenheit, schuleigene Projekte außerhalb der bekannten internen Runden einer größeren, interessierten Öffentlichkeit präsentieren zu können. Elisa Czech (Nordmetall-Stiftung) ergänzte: „Die Kombination von wissenschaftlichem Impuls und „hands on“ macht das Science Café besonders.“

Am Ende der Veranstaltung wurde die beste Schüler*innenpräsentation gekürt.  Gewonnen hatte das Projekt Co2-Rucksack, da hier Forschung und Mitmachaktion besonders anschaulich verbunden waren.