Stadtteilschule Wilhelmsburg
Hier leben wir. Hier lernen wir. Hier starten wir.

News und Projekte aus der Vorschule und Grundschule

Fröhliche Faschingssause am Perlstieg

Darauf hatten sich die Schülerinnen und Schüler der Vor- und Grundschule der Stadtteilschule Wilhelmsburg schon seit langem gefreut: Fasching feiern in der Schule. Erstmalig feierten die Grundschüler in ihrem Neubau.

Die Kinder hatten ihre Klassenzimmer liebevoll mit selbstgebastelten Girlanden, Luftballons und Luftschlangen geschmückt, und die Eltern hatten selbstgebackenen Kuchen, Knabberkram und frisches Obst für das Büffet beigesteuert. Die Lehrerinnen brachten Discokugel und heiße Tanzmusik mit.

Zu lauter Partymusik tanzten Spidermen, rosa Prinzessinnen und Clowns durcheinander. Revolverschüsse der Cowboys knallten beim Zeitungstanz, und Katzen jagten kleine Mäuse quer durchs Klassenzimmer. Wer kann am schnellsten einen Schokokuss ohne Hände verputzen? Eine lange Polonäse führte durch die Klassenzimmer. Ausgelassen feierten die verkleideten Jungnarren mit ihren Lehrerinnen in ihren Klassen.

Eine lange Polonäse führte durch die Klassen.
Ausgelassene Stimmung: Rahaf und Lisa tanzen gerne.
Der Zeitungstanz in der Klasse 2b verlangt Gleichgewicht und Teamarbeit.

Schule gegen Schulden

Das Thema Schulden wird für die Präsentation aufgearbeitet. (Foto Peter Seifert)

Grundschulklasse der STS Wilhelmsburg steigt in Finanzwelt ein

Jeder zehnte Erwachsene ist in Deutschland trotz guter Konjunktur und geringer Arbeitslosigkeit überschuldet. Ein wesentlicher Grund für die Überschuldung ist eine unzureichende finanzielle Bildung. Der kompetente und bewusste Umgang mit Geld kann jedoch schon früh gelernt werden.

Ende Januar nahm die Klasse 4a der STS Wilhelmsburg an einem ganztägigen Workshop zum Thema Finanzkompetenz teil. Gruppenweise tauchten die neun- und zehnjährigen Kinder in Finanzthemen wie Bargeld, Bank, Geldautomat und Schulden ein. Mithilfe von Laptops, bunten Klebeblättern und großen Pappen erstellten die Gruppen Wissensplakate zu ihrem Finanzthema. Kaum war das Plakat fertig, mussten die „Experten“ ihre Ergebnisse den Klassenkameraden vorstellen sowie sich von ihren Fragen löchern lassen. Woran erkenne ich Falschgeld? Wo ist das Wasserzeichen? Kann man die Geldscheine einfach auf den Kopierer legen? Zu diesen Fragen stand zum Beispiel die Gruppe „Bargeld“ Rede und Antwort. Anschließend konnten die Kinder ihr Wissen bei einer spielerischen Aufgabe anwenden.

Workshopleiter Thomas Schmidt, der für die didaktisch-methodische Aufarbeitung des Themas Finanzbildung verantwortlich ist, hat mehrere Ziele im Visier: „In einer Gesellschaft, die stark vom Geld geprägt ist, ist es wichtig, dass der rationale Umgang mit dem Geld gelernt wird und Finanzfehler vermieden werden. Das fängt schon im jungen Alter an.“

Hochmotiviert arbeiteten sich die Kinder in ihr Spezialthema Bargeld ein. (Foto Iris Hahn-Möller)
Gruppenarbeit bringt Spaß. (Foto Peter Seifert)
Witzige Idee: Das Plakat ist zugleich ein „Geldautomat. (Foto Peter Seifert)
In der letzten Phase wird das Gelernte spielerisch angewendet. (Foto Peter Seifert)

Mit der abwechslungsreichen Aufarbeitung des abstrakten Themas hatte das Team von Manomoneta den Nerv der Schülerinnen und Schüler voll getroffen. „Das hat total viel Spaß gebracht, und alle haben richtig toll mitgearbeitet“, erklärte Josefine in der Pause.

Klassenlehrerin Maike Eggerstedt resümierte: "Ich bin begeistert von dem Projekt, Kindern frühzeitig den Umgang mit Geld beizubringen und auf Gefahren des unkontrollierten Geldausgebens zum Beispiel bei Online-Computerspielen aufmerksam zu machen.“

Die Bildungsinitiative „Manomoneta“ befindet sich zurzeit noch in der Pilotphase. Die Klasse 4a war die zweite Testgruppe. Ab dem Herbst geht „Manomoneta“ dann offiziell an den Start. Interessierte Schulen können das hochwertige Material dann kostenlos anfordern. Finanziert wird „Manomoneta“ von der finlit foundation gGmbH, die sich seit November 2019 für eine bessere Finanzkompetenz im Alltag und damit gegen die private Überschuldung einsetzt.

Mit Tanz und Gesang einen Preis gewonnen!

Übergabe des Preises im Ernst-Deutsch-Theater Mitte Januar.

Vorschüler präsentierten ihre Ideen zum Thema Inklusion

An dem von der Stadt Hamburg ausgelobten Schülerwettbewerb „Klasse inklusiv-Gemeinsam stark“ hat die Vorschulklasse a der Stadtteilschule Wilhelmsburg im Dezember begeistert teilgenommen und für ihren Beitrag einen Preis gewonnen.

Die Kinder mussten sich im Vorfelde zu den Fragen „Wie funktioniert das Miteinander in eurer Schule?“ oder „Wie versteht ihr euch mit Kindern unterschiedlicher Herkunft?“ Gedanken machen. Für den Wettbewerb hatte sich die Vorschulklasse einen kreativen Beitrag zum Thema ,,Inklusion“ der vielfältigen Kulturen überlegt: Englischsprachige Einleitung, Präsentation ihrer Herkunftsländer in der Muttersprache sowie Lieder und Tänze, die zeigten, wie einfach es ist, gemeinsam stark zu sein.

Für ihren großartigen Einsatz wurde die Vorschulklasse a belohnt: Die Kinder durften an einer Führung vor und hinter den Kulissen des Ernst-Deutsch-Theaters teilnehmen und erhielten freien Eintritt für eine Vorstellung ihrer Wahl. Darüber freuten sich die Kinder, aber auch die Verantwortlichen Annika Gleißenberg und Daniela Schulz.

Die Vorschulklasse freut sich über ihren Preis.

Vorschullehrerin Annika Gleißenberg weiß: „Schon in der Vorschule arbeiten wir intensiv zum Thema ,,Inklusion“. Der musische Bereich bietet sich dafür besonders an, denn Tanz und Musik verbindet die Menschen miteinander.“

Erfolgreiche Teilnahme unserer Grundschule an der 59. Mathematik-Olympiade

Mathematikinteressierte Schülerinnen und Schüler aus unseren Jahrgängen 3 und 4 nahmen am bundesweiten Mathematik-Wettbewerb teil und schafften es bis in die zweite Runde. Arian Haliti aus der Klasse 3c verpasste die 3. Runde ganz knapp.

"Bereits zum vierten Mal in Folge haben unsere dritten und vierten Klassen an der Mathematik-Olympiade erfolgreich teilgenommen. Die meisten Teilnehmer und Teilnehmerinnen haben es bis in die zweite Runde geschafft", freute sich Saskia Kleinen, langjährige Mathematiklehrerin der Grundschule. Leider verpasste Arian Haliti, 8 Jahre, mit nur einem Punkt den Sprung in die Landesrunde. „Aber nächstes Jahr mache ich auf jeden Fall wieder mit“, beteuerte Arian. „Denn es hat unheimlich viel Spaß gemacht!“

Doch was verbirgt sich hinter der Mathematik-Olympiade?

Die Mathematik-Olympiade ist ein jährlich bundesweit angebotener Wettbewerb, an dem über 200.000 Schülerinnen und Schüler teilnehmen. Bei der Olympiade haben sie die Möglichkeit, ihre Leistungsfähigkeit auf mathematischem Gebiet unter Beweis zu stellen.

Begonnen hatte der "Mathe-Battle" bereits im September 2019. Mathebegeisterte Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen drei und vier beteiligten sich an der ersten Runde, der Schulrunde: Unsere kleinen Mathe-Cracks mussten diverse Aufgaben lösen, die logisches Denken, Kombinationsfähigkeit und einen kreativen Umgang mit mathematischen Fähigkeiten erforderten. Diese Knobelaufgaben konnten in der Schule oder zu Hause erledigt werden.

In die zweite Runde, die Regionalrunde, hatten es dann 6 Kinder geschafft. In einer zweistündigen Klausur mussten sie Ende November zeigen, ob sie schwierige Aufgaben auch allein lösen können. Arian erinnert sich: „Wenn ich mal nicht weitergekommen bin, habe ich es halt immer wieder versucht.“ Das bestätigte Saskia Kleinen: „Die Kinder waren sehr motiviert und haben sich durch die Klausur durchgekämpft.“

Mert, Teilnehmer aus der vierten Klasse, rechnet zu Hause gern mit seinem Vater. Vielleicht ist Mathematik deshalb sein Lieblingsfach. „Das Rechnen bringt mir einfach Spaß.“

Alle Schülerinnen und Schüler, die an der Regionalrunde teilgenommen haben, erhielten eine Anerkennungsurkunde und von der Schule einen Preis; ein Kinogutschein. „Wir sind unheimlich stolz auf unsere Mädchen und Jungen“, erklärte Thomas Halbrock bei der Übergabe.

Kirsten Dall, Fachkoordinatorin Mathematik/Grundschule erklärte: "Unserer Grundschule ist es wichtig, die leistungsstarken Schülerinnen und Schüler schon früh für die Mathematik zu begeistern. Die Matheolympiade ist ein Baustein unseres Forderprogramms."

Mit der S-Bahn nach Amerika!

Klasse 2b nähert sich dem amerikanischen „way of life“

Vier hochkarätige amerikanische Künstler, die alle auf ihrem künstlerischen Gebiet Pioniere waren: Walt Disney, Norman Rockwell, Jackson Pollock und Andy Warhol. In der Ausstellung Amerika! im Bucerius Kunstforum waren 170 ihrer Werke zu sehen.

Im November besuchte die Klasse 2b die Ausstellung. Walt Disneys Mickey Mouse erkannten die Grundschüler sofort und freudig; der Zugang zu den abstrakten Werken Pollocks brauchte Erklärung. Derrick staunte: „Das sieht aus wie Krickelkrackel. Das ist doch keine Kunst.“ Hilfreich war in diesem Fall für die Wilhelmsburger Kunstnovizen, dass Kunstprofiler des Hamburger Wilhelm Gymnasiums ihre Fragen beantworteten. „Schüler führen Schüler“, heißt das Konzept und bedeutet, dass immer zwei ältere, belesene Kunstprofil-Schüler zwei junge fragende Schüler durch die Ausstellung führen. Das Quartett kommt über Kunst ins Gespräch und tauscht sich aus. Alles darf gefragt werden, Tempo und Weg durch die Ausstellung bestimmen die Kleinen.

Im Kunstunterricht beschäftigte sich die 2b im Nachgang mit dem Popart Künstler Andy Warhol. Inspiriert von dem Bilderbuch „Der Löwe, der nicht schreiben konnte“ gestalteten sie im Stil Warhols eine Briefmarke. Sind die Marken nicht druckreif?

Pop-Art und abstrakte Kunst können auch Grundschüler begeistern und inspirieren. Ende November genoss die Klasse 2b die Ausstellung Amerika! im Bucerius Kunstforum.

„Mensch, pass auf, sonst hast du Plastik im Bauch!“

Klasse 4a fischt in Bauwiesenwettern und zeigt die erschreckenden Funde den Wilhelmsburgern

Kurz vor Weihnachten machten unsere WETTERNkieker der Klasse 4a mit einer Aufräumaktion der besonderen Art die Wilhelmsburger Bürgerinnen und Bürger auf den Zustand der Bauwiesenwettern aufmerksam. (Die Bauwiesenwettern ist ein Entwässerungskanal, der hinter unserer Schule fließt und in den Aßmannkanal führt.)

Erst säuberten die WETTERNkieker die Bauwiesenwettern von allerhand Unrat: Tretroller, Teppich, Schuhe und viel Plastikmüll zogen Josefine, Tomme, Nusaiban und weitere Kinder der 4a aus dem Wasser. In einem zweiten Schritt konfrontierten unsere WETTERNkieker die Wilhelmsburger Öffentlichkeit mit den erschreckenden Funden. Auf der Georg-Wilhelm-Straße bauten unsere jungen Umweltaktivisten einen Info-Stand auf. Dort präsentierten sie den gesammelten Müll, informierten über ihr Projekt und appellierten auf ihren Plakaten: „Wir möchten das Gewässer pflegen. Deshalb bitten wir euch: Werft keine Abfälle in die Gegend oder ins Wasser!“ „Mensch, pass auf, sonst hast du Plastik im Bauch!“

Bereits seit der ersten Klasse befasst sich die maritime Profilklasse 4a mit „ihrer“ Bauwiesenwettern. Während sie zunächst nur am Wettern „gekiekt“ (plattdeutsch: geguckt) haben, erweiterten sie nach und nach ihr Blickfeld. Gern wurde geschaut, welche Tiere sich im Gewässer finden. „Frösche, Fische und Krebse stehen dabei immer hoch im Kurs, aber die Schüler ziehen auch mit Keschern, Lupe und Binokular los, um die Kleinstlebewesen, die Wirbellosen zu finden“, erklärt Projektleiter Timm Geissler vom Büro WasserLand.
 Beim Kieken und Untersuchen wurde leider auch viel Abfall im Gewässer gefunden. „Für die ökologische Verbesserung müssen wir den Müll los werden, und da auch die WETTERNkieker inzwischen sensibilisiert sind, haben wir für den Abschluss des Jahres 2019 die Müll-Sammel-und-Ausstell-Aktion durchgeführt“, berichtet Timm Geissler.

Die WETTERNkieker sind ein wöchentliches Angebot für unsere Schülerinnen und Schüler der vierten Klassen. Unsere Siebtklässler können sich bei den WETTERNmachern engagieren. Eingebettet sind beide Gruppen in das Gesamtprojekt WETTERNkooperation Wilhelmsburg, einer Kooperation zwischen unserer Schule und der Abteilung Wasserwirtschaft des Bezirksamts Hamburg-Mitte, das das Projekt finanziell unterstützt.

Winterfest traf viele Besucher

Stadtteilschule Wilhelmsburg zeigte am Nikolaustag ihr vielfältiges Angebot

Diese herrlichen Liebesäpfel wurden von Raihaan und Diana gemacht.
Die Mütter des Elterncafés kümmerten sich um den Kuchenverkauf.
Unsere Kantine war prall gefüllt, die Stimmung großartig!

„Ich denke, wir hatten ähnlich viele Besucher wie im vergangenen Jahr, die Stimmung war wieder äußerst harmonisch, und alle Klassen hatten unheimlich tolle Dinge angeboten“, resümierte Schulleiterin Katja Schlünzen am späten Abend des Nikolaustages.

Das erfolgreiche Konzept des letzten Jahres, das Winterfest mit dem Tag der offenen Tür zu kombinieren, wurde erfolgreich wiederholt. Viele Familien genossen am Nachmittag die gemütliche, weihnachtliche Stimmung bei Gebäck und Schmaus in der Kantine Perlstieg oder nahmen an den zahlreichen Bastel- und Spielangeboten teil. In der Sporthalle zeigten die „Großen“ ihr Musik- und Tanztalent, und die „Kleinsten“ aus der Vorschule überzeugten mit ihrem Theaterstück. Im Kreuzbau Perlstieg bestand die Möglichkeit, sich über den fast fertigen Neubau, die Vor- und Grundschule sowie die Oberstufe zu informieren. Kulturfans erklommen den zweiten Stock, um sich mit dem großartigen kulturellen Angebot der Stadtteilschule Wilhelmsburg vertraut zu machen.

Frohe Winter- und Weihnachtsstimmung auch im GWS-Gebäude

In den Fluren und Klassen des GWS-Gebäudes wurde die Vorfreude auf die winterliche Zeit nicht nur versüßt, sondern auch über viele Bereiche der Schule informiert. Das Maritime Zentrum Elbinseln stellte sich vor und die vielen Exkursionen und Sprachreisen wurden vorgestellt. Was bedeutet es genau, dass die STS Wilhelmsburg sich Umweltschule nennen darf und welche Klimaprojekte gibt es? Die Schulsprecher standen für viele interessante Gespräche parat und das Chancenwerk präsentierte Möglichkeiten der Lernförderung.

Die Gäste konnten sich an Mitmachaktionen zu physikalischen Experimenten und einem Sinnesgarten erproben und ihre Sinne schärfen. Ein kulinarisches Angebot leckerer Naschecken, liebevoll gestalteter Verkaufsplätze und Cafés sorgte für das Wohl der vielen Besucher.

Tanzen macht Spaß, besonders in der Gruppe.
Enes Sarikaya (Klasse 1) bastelt gern.
Leckereien durften natürlich nicht fehlen.
Bastel- und Mitmachangebote gab es in vielen Klassenräumen.
Unsere Schulsprecher Fabio und Joana informierten über ihre wichtige Arbeit an der Schule.

So sehen Sieger aus!

Jungen – Fußballkurs gewinnt Inselcup gewonnen

Am 21. November 2019 fand am Stübenhofer Weg der diesjährige Fußball-Inselcup statt. Teilgenommen haben acht Wilhelmsburger Schulmannschaften mit zwei Gruppen à vier Teams. Wie bei einer Erwachsenen- Meisterschaft mussten die beiden Gruppensieger in den Viertel- und Halbfinalen ihr Fußballkönnen beweisen. Das Finale hatte unsere Mannschaft dann 3:2 grandios gewonnen und konnte den Pokal mit zum Perlstieg nehmen. Einer unserer beiden engagierten Kursleiter Tarik Ersan lobte seine Jungs: „Die Kinder haben fair gekämpft und zeigten sich am Ende nervenstark“. Herzlichen Glückwunsch.

Von links: Soydan Ceylan 4c, Muhamet Chatty 4d, Ensar Can 4a, Elias Keita 4d,
Donell Fosuaa 4c, Mehmet Musab Celik 4a, Mert Bülent Ceylan 4c, Yavuz Selim Tuzan 4a

Grundschüler gehen auf Traumreise

Tanztheatervorstellung in der Grundschule der STS Wilhelmsburg

Kultur ist nicht nur etwas für die Großen: Die Grundschüler der STS Wilhelmsburg kamen Mitte November in den Genuss, an einem Tanztheater teilnehmen zu können. Das Tanztheaterstück Lusco Fusco von Regina Rossi nahm die acht- und neunjährigen Kinder für eine Stunde mit in die Welt der Träume. Es ging um Traumphantasien, an die sich jeder Erwachsenen noch zurückerinnern kann. „Fliegen zu können“ oder „unsichtbar zu sein“, davon träumen wohl viele als Kinder. „Ich möchte gern der beste Fußballspieler der Welt sein“, davon träumt der achtjährige Alen Celikovic, „weil ich dann wichtig bin, viele Pässe zugespielt bekomme und Tore schießen kann.“ Alen hat das Tanztheater gefallen, denn die Träume wurden gut dargestellt.

Alen Celikovic bewertet das Tanztheater so: „Alles war gut“.

Lusco Fusco an der Stadtteilschule Wilhelmsburg

Wenn Roboter zum Lesen verführen …

Kinderbuchautor Michael Petrowitz liest an der STS Wilhelmsburg. Grundschule bietet zahlreiche, interessante Angebote rund ums Lesen.

Wer träumte als Kind nicht auch davon, einen Roboter zu haben, der lästige Hausarbeiten übernimmt, einen verhassten Mathelehrer in die Schranken weist oder auf dem schulischen Sportfest alles durcheinanderwirbelt? 

Im Rahmen der 16. Wilhelmsburger Lesewoche Anfang November fand an der Stadtteilschule Wilhelmsburg eine Lesung mit dem bekannten Kinderbuchautoren Michael Petrowitz statt. In der bis auf den letzten Platz gefüllten Aula in der Rotenhäuser Straße las der Gewinner des Preuschhofpreises 2017 aus seinem Buch „Mein Onkel, der Roboter“ vor. Mit wechselnder Vorlesestimme und vollem Körpereinsatz fesselte Petrowitz über 100 Kinder aus den Jahrgängen 3 bis 5 und sorgte zugleich an den richtigen Stellen für Entspannungspausen: Schritt für Schritt brachte Bewegungsfreund Petrowitz den Schülerinnen und Schülern einen Robot-Dance bei. Dass Petrowitz mit seinem lustigen Buch den Nerv der Kinder getroffen hatte, bestätigte der achtjährige Luis Freytag: „Das war meine erste Lesung, und mir haben besonders gut die beiden letzten Kapitel und das Roboterlied am Ende gefallen.“

„In dieser Woche dreht sich in unserer Schule alles ums Lesen“, erklärte Organisatorin Christin Kellermann. „Wir machen unseren Schülerinnen und Schülern auf vielfältige Weise Appetit aufs Lesen. Die Lesung heute ist nur ein Baustein neben vielen anderen: Vorlesewettbewerb, Bücherhallenbesuche und ganz viel eigene Lesezeit.“

Den schulinternen Vorlesewettbewerb der vierten Klassen konnte Fitim Bajrami aus der 4b für sich entscheiden. Er las aus dem Buch „La-Ola! Die Miniweltmeisterschaft“ von Herbert Friedmann und wird die Grundschule der STS Wilhelmsburg beim zentralen Wilhelmsburger Vorlesewettbewerb im Bürgerhaus vertreten. Damit der Lesestoff den Leseratten nicht ausgeht, erhielten alle Grundschulkinder ein Buch vom Rotary Club Buxtehude geschenkt.

Gespannt lauschen Erst- und Zweitklässler der Autorin von „Bifi und Bops“.
Fitim Bajrami,4b, überzeugte mit seinem Lesetalent die Jury.
Luis Freytag, 8, Kinderbuchautor Michael Petrowitz und Rihanna Yildiz, 9.
Wie bewegt sich eigentlich ein Roboter? Michael Petrowitz übt zusammen mit den Kindern.

Bücher auf vier Rädern

Vorlesen macht Kinder schlau, kreativ und sportlich 

Die neue, repräsentative Studie der Wochenzeitung „Die Zeit“ kommt zu klaren Ergebnissen: Wenn Kindern vorgelesen wird, regt das ihre Fantasie an und verbessert ihr Leseverständnis. Aber noch mehr: "Vorlese-Kinder" sind weitaus aktiver als ihre Altersgenossen, denen niemand vorliest.

Damit das Vorlesen nicht nur in der Schule sondern auch zu Hause stattfindet, nimmt die Grundschule der STS Wilhelmsburg seit diesem Schuljahr an der Vorleseaktion „Hamburger Bücherkoffer“ teil. Jeder ersten Klasse stehen für ein Jahr zwei hellblaue Rollenkoffer zur Verfügung. In dem Koffer befinden sich 12 gute Kinderbücher in unterschiedlichen Sprachen. Immer freitags ziehen je zwei Kinder mit dem Koffer nach Hause. Eine Woche verbleibt der Koffer in der Familie, damit genug Zeit bleibt, die Bücher vorzulesen. Dann rollt der Koffer wieder in die Klasse, und das Kind berichtet über sein Lieblingsbuch. Damit die Eltern Ideen bekommen, wie man interessant vorliest, war sogar eine Schauspielerin in die Schule gekommen und hatte den Eltern in einem Workshop praktische Tipps gegeben. Ein Vater teilte nach dem Vorleseworkshop mit, er habe wichtige Tipps zum Vorlesen bekommen, die er bisher noch nicht kannte und nun zu Hause gerne umsetzen wolle.

Nurcan Aras, Klassenlehrerin der 1a und Koordinatorin des Hamburger Bücherkoffers hat von Eltern und Kindern positive Rückmeldung erhalten: „Die Kinder erzählen, ihnen sei zu Hause viel vorgelesen worden, und die Bücher hätten ihnen und ihren Eltern sehr gefallen. Einige Kinder freuen sich darauf, den Koffer erneut ausleihen zu dürfen.“

Thomas Halbrock, Schulleiter der Grundschule am Perlstieg, resümiert: „Der Hamburger Bücherkoffer ist ein weiterer wichtiger Baustein zur Stärkung der Lesekompetenzen unserer Schülerinnen und Schüler. Der Baustein „Vorlesen in der Familie“ schließt nun eine Lücke in unserem Lesekonzept.“

Der Hamburger Bücherkoffer ist eine Initiative des Vereins coach@school.

Klasse 1a freut sich auf den Lesestoff im Koffer.
15 gute Kinderbücher in vielen verschiedenen Sprachen sollen Lust aufs Vorlesen machen.
Frau Ellenberg von coach@school stellt den Kindern der Grundschule am Perlstieg den Bücherkoffer vor.
 

Laterne! Sonne, Mond und Sterne!

Seit 15 Jahren findet Laternenlauf an der Vor- und Grundschule am Perlstieg statt.

Schon seit Wochen hatten die Kinder und Lehrkräfte der Vor- und Grundschule der Stadtteilschule Wilhelmsburg am Perlstieg auf diesen Tag hingearbeitet: Laternen-Lieder wurden fleißig eingeübt, die Martinsgeschichte wurde erzählt, und alle Kinder hatten eine eigene Laterne im Unterricht gebastelt. Am Martinstag, dem 11. November wurden die selbstgebastelten Laternen dann das erste Mal zum Leuchten gebracht - selbstverständlich ganz traditionell mit Kerzenlicht. 

Über 400 Kinder, Eltern und Lehrerinnen und Lehrer fanden sich mit Beginn der Dämmerung zunächst auf dem Schulhof am Perlstieg ein, wo alle gemeinsam die ersten Laternenlieder anstimmten. Wie in jedem Jahr unterstützten Reena Osterwald (Vorschullehrerin) und Andreas Hinrichs (Jugendmusikschullehrer) mit ihren Akkordeons die hellen Stimmen. Stolz trugen die Kinder ihre leuchtenden Sonnen, Gänse und Monde am Stecken vor sich her. In einem langen Zug ging es dann singend und leuchtend durch den Stadtteil. Für die Sicherheit sorgte Verkehrspolizist Thorsten Pagel. Da der Laternenzug in diesem Jahr so groß wie noch nie war, benötigte Thorsten Pagel sogar noch eine weitere Unterstützungskraft.

Nikol Bocheva und Asli Nedhzati, beide VSKb zeigen stolz ihre Laternen, Hintergrund: Melek Kurtulbas.
Andreas Hinrichs und Reena Osterwald sorgten für die Musik.
Anshina, Tuana und Nisa singen kräftig mit.
Laterne, Laterne...

Um die kalten Hände am Ende wieder aufzuwärmen, schenkte das Erzieherteam selbstgemachten Kinderpunsch aus, und einige Eltern hatten hausgemachte Speisen mitgebracht. „Toll, dass Eltern und Schule eng zusammenarbeiten“, freute sich Schulsekretärin Britta Schütt, die wie in jedem Jahr gerne mitging.

Der leckere Kinderpunsch wärmte die kalten Hände wieder auf.

"Meine Klasse ist 1a!"

Stimmungsvolle Einschulungsfeiern und großer Schülerzuwachs in der Vor- und Grundschule der Stadtteilschule Wilhelmsburg

Am Dienstag, dem 13.8.2019 fanden in allen Hamburger Grundschulen die Einschulungen der Erstklässler statt.  Mit prall gefüllten Schultüten, bunten Ranzen und vor allem leuchtenden Augen traten die ABC-Schützen dem sogenannten "Ernst des Lebens" entgegen.

Auch in der Vor- und Grundschule der Stadtteilschule Wilhelmsburg sammelten sich am Einschulungstag festlich angezogene Familien in der bunt geschmückten Turnhalle. Begrüßt wurden die Schülerinnen und Schüler sowie ihre Eltern von der Schulleiterin Katja Schlünzen und von Thomas Halbrock, dem Abteilungsleiter der Vor- und Grundschule. Mit fröhlichem Gesang, einer Trommeleinlage und internationalem Tanz hieß der Jahrgang drei die Jüngsten herzlich willkommen. 

Aufgrund der vielen Anmeldungen wurden in diesem Schuljahr vier Vorschulklassen und fünf erste Klassen gebildet. Schulleiterin Katja Schlünzen freut sich über das entgegengebrachte Vertrauen der Eltern gegenüber der Schule. „Ich bin zufrieden mit der Schule. Hier ist alles in Ordnung. Enes ist unser drittes Kind hier an der Grundschule,“ strahlt Frau Sarikaya.

Bereits zum vierten Mal bietet die Grundschule eine maritime Profilklasse an: Die Klasse 1c wird verstärkt im Sachunterricht zum Thema „Maritime Welten“ arbeiten. „Damit ist dieses Projekt nun in der Grundschule fest verankert. Sehr viele Eltern sind von dem Konzept überzeugt und melden ihr Kind für diese Klasse an“, erklärt Thomas Halbrock.

Die Klasse 1c ist die maritime Klasse der STS Wilhelmsburg.

Nach der Feier marschierten die Kinder mit ihrer Klassenlehrerin ins Klassenzimmer, um schon mal ein wenig Schulluft zu schnuppern. Das Klassenlehrerteam der maritimen Klasse Christoph Heinz (Mitte) und Johanna Happe (rechts) freuen sich sehr auf die Arbeit mit den neuen Schülern: "Eine erste Klasse zu übernehmen ist immer aufregend und sehr schön", meint Johanna Happe.

Einen Tag zuvor wurden in der Aula der Stadtteilschule Wilhelmsburg im Rahmen einer Einschulungsfeier die 108 Schülerinnen und Schüler der neuen fünften Klassen begrüßt. Die Kinder sind auf fünf Klassen aufgeteilt. Dabei ist die Klassenzusammensetzung keineswegs zufällig: Gabriella Krause, Abteilungsleiterin der Jahrgänge 5 bis 7, hat durch Gespräche mit Eltern und Kollegen viele Informationen über ihre Schützlinge erhalten. In diesem Schuljahr haben alle fünften Klassen einen besonderen thematischen Schwerpunkt: zum Beispiel Musikklasse, maritime Klasse, Serviceklasse.

1+1=2 Die Zwillinge Melek und Medine Kurtulbas kommen in die Vorschule.
„Meine Klasse ist 1a!“ Sürreya Demerova (6 Jahre) möchte unbedingt das Lesen lernen.

Junge Tiefseefische glänzten in der Schulaula

Wo ist die Glitzerflosse? Der rote Leuchtkalmar ist bei der Suche behilflich.

Die Vorschulklasse A der STS Wilhelmsburg tauchte maritim ab.

Das ist eine gute Tradition an der Stadtteilschule Wilhelmsburg: Im Rahmen der alljährlich vor den Sommerferien stattfindenden "Maritimen Projektwoche" beeindruckten die jüngsten Schülerinnen und Schüler der Schule, die Vorschulklasse A, ihre Mitschüler und Eltern mit einem grandiosen Theaterstück. Die meist fünfjährigen Kinder verzauberten das Publikum mit Sprechkunst, Gesang, selbstgenähten Glitzerkostümen und grazilem Tanz. Hochkonzentriert und mit lauter Stimme zeigten die Kinder eine halbe Stunde, woraufhin sie viele Monate gearbeitet hatten. Mit langanhaltendem, donnerndem Applaus würdigte das Publikum die hervorragenden Leistungen der Vorschulklasse.

Annika Gleißenberg, langjährige Vorschullehrerin der STS Wilhelmsburg, tauchte bereits Mitte Januar mit ihrer Klasse in die buntschillernde Tiefseewelt ein. Vorlage für ihr Theaterstück bildete das Kinderbuch „Der Regenbogenfisch entdeckt die Tiefsee“ von Marcus Pfister. Der Regenbogenfisch schwimmt im Ozean umher und verliert seine Glitzerschuppe. Um sie zurückzubekommen, muss er in die gefahrvolle, dunkle Tiefsee hinabtauchen. Nicht nur ein Leuchtkalmar ist ihm bei der Suche behilflich.

Mit der Entwicklung ihrer Schützlinge zeigte sich Annika Gleißenberg sehr zufrieden: „Jedes Kind hatte in dem Stück eine Sprechrolle, obwohl einige Kinder ohne Deutschkenntnisse in die Vorschule eingeschult wurden. Über das Theaterspielen lernten die Kinder die Sprache, sowie Ausdruck und das Spielen einzelner Rollen. Wir konnten ihr Selbstbewusstsein deutlich stärken. Hier zeigt sich die erfolgreiche und effektive Synergie von Sprachförderung und darstellendem Spiel." Ihre eigenen Tanzerfahrungen ließ Annika Gleißenberg in die Choreographie einfließen: Anmutige Armbewegungen der Quallen, Taschenlampentanz des Leuchtkalmars und grazile Tanzeinlagen der Meeresbewohner rissen das Publikum mit in die Tiefsee. 

Co-Theatertrainerin Daniela Schulz erklärt: „Klassische Jazzstücke aber auch Stücke der regionalen Jazzband „Hamburger Band Horny Jazz Union“ bildeten den musikalischen Klangteppich für unsere Tänze. Wirklich stark finde ich, dass die Kinder die Texte zu der Musik selber entwickelt haben.“ Stolz winkten die Kinder am Ende dem Publikum zu und fiebern nun der Einschulung in die erste Klasse nach den Sommerferien entgegen.

Er will seine Glitzerflosse zurückhaben. Lucas Brandes spielte die Hauptrolle in dem Stück.
Tuana Yalcin beeindruckte mit grazilen Tanzeinlagen.

Frühling lässt sein blaues Band …

Vor- und Grundschüler der STS Wilhelmsburg begrüßen den Frühling mit Gesang und Spiel

Das passte: Draußen zeigte sich der Frühling von seiner schönsten Seite und warf helles Licht in die voll besetzte Aula der STS Wilhelmsburg. Drinnen begrüßten die Vor- und Grundschüler vom Perlstieg den Frühling mit bunten, fröhlichen Auftritten. 

 „Ich bin sehr begeistert, wie facettenreich unsere Schülerinnen und Schüler das Thema Frühling aufgegriffen haben. Es ist ein sehr abwechslungsreiches und qualitativ hochwertiges Programm. Die musikalischen Darbietungen sind top und die Kostüme bunt und liebevoll gestaltet“, stellt Andrea Folkers, Musikfachleiterin der Grundschule der STS Wilhelmsburg, fest.

Schon Wochen vor dem großen Aufführungstag Anfang Mai hatten die fleißigen Vor- und Grundschüler begonnen, Frühlingslieder zu singen, kleine Theaterstücke einzustudieren, Tanzschritte zu wagen und Instrumente zu spielen. Nebenbei wurden hübsche Requisiten gebastelt. Die Mühe hatte sich gelohnt.

Vorschüler zeigten ein Singspiel über eine Marienkäferfamilie.
Zu Xylophonmusik wurde gesungen (Klasse 1c)

Sehr viele Eltern und Großeltern beobachteten und filmten stolz ihre Kinder auf der Bühne. Da viele Vor- und Grundschulklassen etwas vorbereitet hatten, fanden die Aufführungen in zwei Blöcken statt.  Die Aula war bis auf den letzten Platz besetzt, weil es sich in den letzten Jahren herumgesprochen hat, wie schön die Aufführungen der Kleinen aus der Stadtteilschule Wilhelmsburg sind. Trotz der vollen Reihen und Ränge ließen sich die Kinder nicht aus der Ruhe bringen und hatten große Freude, sich zu präsentieren.

Annika Gleißenberg, Theaterfachleiterin, lobte die Leistungen der Kinder: „Es ist toll zu sehen, mit welcher Freude und Engagement die Kinder ihre großartigen Darbietungen dem Publikum vorspielten. Das macht Lust auf mehr!“

Die Klasse 4b begrüßte den Frühling mit Gesang und Spiel.

„Wir lassen unsere Schule aufblühen“

Grundschüler der Stadtteilschule Wilhelmsburg legen einen Schulgarten an.

Jeden Mittwochnachmittag treffen sich 8 Grundschüler der Stadtteilschule Wilhelmsburg nach dem Unterricht und tauschen Stift und Buch gegen Handschuh, Hacke und Spaten. Zwischen Kantinengebäude, Bauzaun und dem Schulhaus haben die Kinder dem Schulhof ein beachtliches Stück Fläche abgetrotzt. Diese Fläche bearbeiten sie seit dem Sommer 2018 unter der fachkundigen Leitung von Anja Wangemann, Hobbygärtnerin und Naturliebhaberin. Die 8 bis 10 Jahre alten Kinder sind Mitglieder des Nachmittagskurses „Schulgarten“.

Seit dem Sommer hat sich durch die kontinuierliche Arbeit der Kinder viel auf der eingezäunten Fläche getan. Anja Wangemann, verantwortlich für Planung und Durchführung des Schulgartens, präsentiert gern die Arbeit der Kinder: „Im vergangenen Herbst haben wir die Erde vorbereitet, Beete angelegt und Frühblüher gesetzt. Dieses Insektenhotel und diese Nistkästen haben wir im Winter gebaut.“ Wangemanns Finger zeigt auf die Rückwand des Gerätehauses, wo gestapeltes, totes Holz Insekten und bunt beklebte Milchtüten Meisen anlocken sollen. „Im Winter konnten wir im Garten ja nicht viel machen.“

Engagiert im Einsatz - der Frühling kann kommen!

Jetzt im Frühling hat der Kurs „Schulgarten“ alle Hände voll zu tun: Man sieht die Kinder Unkraut jäten, Muttererde mit der Schubkarre bewegen und Beete vorbereiten. Eine Kräuterspirale erinnert an ein großes Schneckenhaus. Anja Wangemann hat dem Schulgarten einen leicht urbanen Look gegeben, und so sprießen aus gestapelten Autoreifen rote Tulpen und aus zu klein gewordenen Gummistiefeln gelbe Osterglocken.

Maike Eggerstedt, Grundschullehrerin der Stadtteilschule Wilhelmsburg ist die Initiatorin und Koordinatorin des Schulgartens. Bevor der erste Spatenstich im Garten getan werden konnte, musste sie Arbeit am Schreibtisch erledigen: Standortsuche, Zaun- und Gartenhausaufbau, Geldgeber finden, Absprachen treffen.  „Schulgärten haben eine lange Tradition. Sie liefern einen wichtigen Beitrag zur Umwelt- und Naturerziehung und bieten zahlreiche Ansätze für fächerübergreifendes und projektorientiertes Arbeiten. Ich freue mich, dass wir unseren Schülerinnen und Schülern diese Naturerfahrungen bieten können“, erklärt Maike Eggerstedt.

Nicht nur der Schulgartenkurs freut sich über das langsame Erwachsen des Schulgartens. Jede zweite Klasse hat ihr eigenes Hochbeet zum Bewirtschaften. Und in den Pausen bleiben Kinder, Jugendliche sowie Lehrer vor dem Zaun des Gartens stehen und freuen sich, wieder etwas Neues entdecken zu können.

Unterstützt wird dieses Projekt von der Homann Stiftung.

Tomme jätet das Unkraut.
Insektenhotel und Meisenkästen wurden im Winter gebaut.
Jeder Handgriff sitzt. Mit Schaufel und Schubkarre wird geholfen.

"Learning by singing"

Viert- und Fünftklässler der Stadtteilschule Wilhelmsburg erarbeiten englische Songs in Zusammenarbeit mit dem kanadischen Musikprofi Paul O´Brien und gaben großartiges Abschlusskonzert.

An einem Musikworkshop der besonderen Art nahmen in der vergangenen Woche rund 40 Schülerinnen und Schüler der Stadtteilschule Wilhelmsburg teil. Eine Woche lang kamen sie in den Genuss, täglich zwei Stunden in Kleingruppen mit dem bekannten kanadischen Sänger und Gitarristen Paul O´Brien zusammen zu arbeiten: Lieder einstudieren, Singtechniken erproben aber auch selber kreativ werden - und das alles auf Englisch! Bereits zum zweiten Mal besuchte Paul O´Brien die STS Wilhelmsburg und da Paul O`Brien ausschließlich Englisch spricht, waren die teilnehmenden Schüler "gezwungen", ihre Englischkenntnisse in einer "echten" Situation anzuwenden. In einer konzentrierten und zugleich sehr entspannten Unterrichtsatmosphäre gelang es dem ehemaligen Lehrer O`Brien, die Kinder zum ständigen Sprechen zu animieren. Neue Vokabeln und Ausdrücke lernten die neun, zehn und elfjährigen Schüler "by doing".

Musik- und Englischlehrerin Elena Deutschmann, die den Workshop organisiert hat, zeigte sich am Ende der Woche hochzufrieden: „Neu war dieses Mal, dass nicht nur Fünftklässler an dem Seminar teilnehmen durften sondern auch Viertklässler. Es war großartig anzusehen, wie sich die Kinder selbstverständlich mischten und neue Freundschaften entstanden.  Und: Spätestens am dritten Tag waren alle Kinder in der englischen Sprache angekommen.“

Nach fünf Tagen Erarbeitungszeit gaben die Schülerinnen und Schüler der STS Wilhelmsburg ein 90-minütiges Konzert in der Schulaula.
Adita Domazeti übt mit Paul O´Brien ihren Solopart.

An dem Workshop nahmen lediglich Schülerinnen und Schüler teil, die sich im Vorfelde um einen Platz beworben hatten. So war sichergestellt, dass sehr interessierte Schüler mitmachten.  Die zehnjährige Vanessea Dimitrova, die Paul O´Brien und Elena Deutschmann mit ihren außergewöhnlich guten Englischkenntnissen tief beeindruckte, meinte: "Ich genieße es, so viel Englisch hören und sprechen zu können.  Hier wird uns etwas ganz Besonderes geboten, und Paul ist richtig nett.“

Gänsehaut! Isabell singt „Girls like you“ von Maroon 5.

Am Ende der Woche präsentierten die Schülerinnen und Schüler ihrer Familie und ihren Freunden, was sie binnen einer Schulwoche gelernt hatten. Ein 90-minütiges, abwechslungsreiches Konzert begeisterte und verzauberte das Publikum. L. Domazeti, Mutter von Ardita strahlte: „Das ist ein richtig tolles Projekt. Erstaunlich, was die Kinder nach nur fünf Tagen auf die Bühne gebracht haben. Ich bin sehr stolz auf meine Tochter.“ Schulleiterin Katja Schlünzen freute sich, dass sehr viele Eltern zum Konzert gekommen waren. „Alle Kinder konnten sich mit ihren Talenten bei diesem Projekt erfolgreich einbringen. Es ist schön zu sehen, wie die Lehrerinnen und Lehrer die Talente ihrer Schülerinnen und Schüler entdecken und diese fördern.“

Ardita Domazetis (vorne links) Schwestern und Mutter waren sehr stolz.
So bringt der Auftritt Spaß: professionelle musikalische Begleitung, Beleuchtung und Nebelmaschine.
Paul O´Brien und Elena Deutschmann unterstützten ihre Nachwuchsstars mit Gitarre und Keyboard.

Paul O'Brien Live at Stadtteilschule Wilhelmsburg