Stadtteilschule Wilhelmsburg
Hier leben wir. Hier lernen wir. Hier starten wir.

News und Projekte aus der Sekundarstufe 1

Stadtteilschule Wilhelmsburg erhält wieder Gütesiegel Klimaschule

Bereits zum fünften Mal in Folge hat die Stadtteilschule Wilhelmsburg das begehrte Gütesiegel "Klimaschule" von der Stadt Hamburg erhalten. Mit dieser Auszeichnung, die lediglich alle zwei Jahre verliehen wird, ehrt die Stadt Hamburg Schulen, die systematisch und gemeinsam mit der Schulgemeinschaft nachweislich an der Reduktion der schulischen CO2-Emissionen arbeiten.

Die Stadtteilschule Wilhelmsburg, die bereits seit 2012 das Gütesiegel „Klimaschule“ trägt, beschäftigt sich basierend auf ihrem schuleigenen Klimaschutzplan vielfältig mit dem Klimaschutz.

Bemerkenswert: Bereits ab der Vorschule arbeiten die Schüler*innen der Stadtteilschule Wilhelmsburg aktiv bei der Umsetzung des schuleigenen Klimaschutzplans mit. Wie ein roter Faden spinnen sich die verschiedenen Klimaschutzprojekte durch die aufsteigenden Jahrgänge bis hin zur Oberstufe.

„Damit tragen wir den Klimaschutzgedanken wiederkehrend in die Köpfe unserer Schüler*innen und Lehrer*innen“, erklärt Angela Kobahn, Klimaschutzbeauftragte der Schule.

In der Vor- und Grundschule fand beispielsweise im September 2020 ein Projekttag „Zu Fuß zur Schule“ statt, es gab eine Fortbildung zum Thema Nachhaltigkeit durchgeführt von den Jahrgänge 9 und 10 und die Schüler*innen erstellten eigenes Waschpulver. „Dass wir trotz des turbulenten Corona-Schuljahrs die Auszeichnung Klimaschule erhalten haben, zeigt, dass unser Klimaplan auf sehr soliden Füßen steht. Wir freuen uns alle sehr!“, strahlt Kerstin Sachau, die 2. Klimaschutzbeauftragte.

Ein herzlicher Dank allen aktiven Helfer*innen!

Ankündigung: RADIO 2050 goes Tide 96.0

WO DIE NEWS VON MORGEN SCHON HEUTE GEMACHT WERDEN
Profil Culture in Motion, Jahrgang 8, STS WILHELMSBURG


Charlotte Pfeifer und Pascal Fuhlbrügge erfanden in den vergangenen Wochen, im Rahmen des Projektes RADIO 2050, mit unserer achten Klasse Schlagzeilen aus der Zukunft: das fliegende Klassenzimmer, der Mond und die Umgehungsstraße, unglaubliche Zukunftsperspektiven. Radiomachen ist aber leichter gesagt als getan: Jede Stimme erzeugt bestimmte Vorstellungen bei der Hörer*in. Wie rede ich also so, dass andere mich ernst nehmen? Und wann rede ich trotzdem genau so, wie ich will? In einer Reihe von Videos erarbeiteten Charlotte Pfeifer alias Boy H. Werner mit den Schüler*innen im Online-Unterricht, wie man sich eine schöne Radiostimme aneignet.

Link zu VIMEO

Am 16. März 2021, um 16 Uhr, wird die Radiosendung aus der Zukunft, als Abschluss unseres Fernunterricht-Projekts bei Tide Radio 96.0 ausgestrahlt. Nicht verpassen!

Kunst und Kultur: Modelle des Fernunterrichtens in Zeiten von Lockdown und Homeschooling

Ein Projekt der Klasse acht Culture in Motion in Kooperation mit dem Bucerius Kunst Forum

Ich, am Fenster. Mein Rahmen zur Welt. Perspektiven erforschen, Raum wahrnehmen und Blickwinkel wechseln.

Die Achtklässler des Profils CULTURE IN MOTION der Stadtteilschule Wilhelmsburg arbeiten zu den zentralen Fragen im Werk George Braques und übertragen diese auf die eigene Lebenswirklichkeit in Zeiten der Pandemie. Der alltägliche Blick aus dem Fenster wird neu entdeckt und zum Ausgangspunkt einer eigenen freien Auseinandersetzung mit dem Raum. Durch Beobachtung und Übungen wird die Wahrnehmung geschult und der Raum zerlegt in Flächen, Formen, Farben, Licht und Körper. Wir nehmen sie an, die räumliche Enge, und durchbrechen sie real mit virtuellen Hilfen. Mit einer exklusiven Führung durch die Ausstellung „Tanz der Formen“ im Bucerius Kunstforum nähern sich die Schülerinnen und Schüler im Distanzunterricht dem (Mit-)Begründer des Kubismus.

Sie verharren aber nicht in bloßer Bewunderung, sondern öffnen gemeinsam mit uns den Experimentierkasten der Kreativität. Mit einem analog-digitalen Zukunftsformat des Kunstunterrichts werden alle Teilnehmer zu Künstlerinnen und Künstlern!

Finale: Die entstanden Arbeiten werden als Projektionsmapping an der Fassade des leergefallenen Klöpperhauses (Galeria Karstadt Kaufhof) präsentiert und in einer filmischen Dokumentation archiviert.

Das Bucerius Kunst Forum widmet ab Herbst 2020 Georges Braque eine retrospektive Ausstellung. Erstmals seit über 30 Jahren wird sein malerisches Werk in Deutschland umfassend präsentiert. Braque gilt als der Initiator des Kubismus und ist einer der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts. Die chronologisch aufgebaute Ausstellung spürt seiner erstaunlichen schöpferischen Vielfalt nach: vom fauvistischen Frühwerk, über die Entwicklung des Kubismus bis zu den letzten, nahezu abstrakten Serien der Nachkriegszeit.

In Deutschland wurde sein Werk vor allem in den 1930er bis 1960er Jahren und zuletzt 1988 umfangreich ausgestellt. Während ihn jüngst der Pariser Grand Palais (2013) und das Guggenheim Bilbao (2014) mit großen Schauen würdigten, war es seit Ende der 1980er Jahre hierzulande eher still um den wichtigen französischen Maler. Mit 80 hochkarätigen Leihgaben, größtenteils aus dem Pariser Centre Pompidou, wird das malerische Werk dieses bedeutenden Künstlers nun erstmals seit über 30 Jahren wieder umfassend in Deutschland präsentiert. Die Ausstellung Georges Braque. Tanz der Formen wurde konzipiert von Brigitte Leal, Kubismus-Expertin und stellvertretende Direktorin des Centre Pompidou. Chronologisch in insgesamt sieben Kapiteln zeigt sie die Vielfalt Georges Braques, der trotz stilistischer Veränderungen und formaler Brüche seiner Linie stets treu blieb – ganz anders etwa als sein Weggefährte Pablo Picasso.

Kommen wir mit dem blauen Auge davon?

"Blaues Auge": Die 10e der Stadtteilschule Wilhelmsburg nimmt für eine bessere Welt nicht nur die 17 Nachhaltigkeitsziele ins Visier.

Wir sind die Klasse 10e der Stadtteilschule Wilhelmsburg in Hamburg. Vor ungefähr drei Jahren haben wir das Profil WELTVERBESSERER gewählt...

Das Foto „Blaues Auge“ entstand nach dem ersten Lockdown während der Corona-Pandemie. In der Corona-Krise konnten wir beobachten, dass einige Ziele wie z.B. Ziel 13 ein wenig Erfolg feiern konnten, da die Menschen nicht mehr geflogen sind und sich das positiv auf die CO2 Bilanz auswirkte.

Uns ist dabei aufgefallen, dass wir Menschen wohl immer erst etwas Schlimmes erleiden müssen, bis wir merken, was wir der Erde und damit uns, wirklich antun.
Die Verletzungen und die blauen Augen lassen zunächst eine freie Interpretation des Betrachters zu. Unser ursprünglicher Name ‚Weltverbesserer’ könnte auf eine Interpretationsmöglichkeit verweisen. Wenn die Erde nicht krank wäre, würden wir sie dann verbessern wollen?

Wir wollten mit dem Foto ausdrücken, dass WIR Kinder im Fokus der Zeit stehen, denn es ist unsere Generation, die mit den Folgen, z.B. des Nichteinhaltes zum Klimaabkommen, zu leben hat, und natürlich die Welt an sich, wie wir Menschen mit ihr und wie wir miteinander umgehen.

Durch unsere Verhaltensweisen lassen wir den Blick auf die Zukunft immer schlechter aussehen und haben uns schon genug Verletzungen zugefügt.

Immer wieder sind wir mit einem blauen Auge davongekommen.
Aber wie lange geht das noch gut?

Was hat dir am Fotoprojekt „Blaues Auge“ so gut gefallen?
„Mir gefällt die Zusammenarbeit mit der Klasse und dass wir uns für eine „bessere Welt“ einsetzen. Die Vorbereitung und die Kreativität zu diesem Foto waren bemerkenswert. Durch tolle Unterstützung von Lehrkräften und Fotografen konnten wir am Ende sehen, was wir geschaffen haben und ein Zeichen setzen.“ (Fahissal, 10e)

Wer wir sind?

Wir sind die Klasse 10e der Stadtteilschule Wilhelmsburg in Hamburg. Vor ungefähr drei Jahren haben wir das Profil WELTVERBESSERER gewählt. Unsere Lehrerin verriet nicht viel. Wir wussten, dass wir uns mit Nachhaltigkeit, insbesondere mit den 17 Zielen der Agenda 2030 beschäftigen wollen. Aber wie genau, war offen. Anfangs stand besonders der Klimawandel, die Problematik rund um den Plastikmüll und die weltweiten Kriege im Fokus unseres Unterrichts.

Warum hast du dich für dieses Profil entschieden?
„Bei der Vorstellung der Profile passten mir die angesprochenen Fächer. Ich war neugierig auf die Inhalte und wie man etwas für die Umwelt tun kann.“ (Fahissal, 10e)

Im September 2018 besuchten wir im Zuge der Klimawoche in Hamburg einen Workshop, bei dem wir uns ausschließlich mit den 17 Zielen auseinandersetzten. Schnell wurde uns klar, dass wir die Ziele nicht getrennt voneinander betrachten können, sondern dass sich alles gegenseitig bedingt.

Ab diesem Zeitpunkt widmeten wir uns unterschiedlichen Zielen, die wir genauer besprachen und uns vor allem Handlungsmöglichkeiten überlegten, um zu zeigen, dass jeder ein kleines bisschen tun kann, um diese Ziele zu erreichen. Dazu machten wir zahlreiche Ausflüge, nahmen an Workshops teil, schauten uns interessante Dokumentationen an und durften sogar an einer App CHOIZ mitwirken, die sich ausschließlich mit den 17 Zielen beschäftigt - genaueres dazu findest du auf unserer Homepage, die derzeit noch in Arbeit ist.

Zusammengefasst geht es uns nicht nur darum, Menschen über unsere Arbeit im Profil zu informieren, sondern auch zu inspirieren, die Welt, auf der wir leben ein wenig besser zu behandeln. Es gilt, daran zu denken und auf keinen Fall zu übersehen, dass jeder etwas tun kann, damit wir die Ziele bis 2030 erreichen können. Und es keine Utopie bleibt.

Unseren Namen haben wir im Laufe der letzten Jahre angepasst, denn wir wollen nicht die Welt verbessern, sie ist so wunderschön. Wir sind die, die sich zu verbessern haben.
Auch wenn wir einzeln nicht viel ausrichten können, können wir gemeinsam umso mehr erreichen.

Im Juni 2021 planen wir eine kleine Kunstausstellung, auf der wir präsentieren, was wir die letzten Jahre erarbeitet haben. Genauere Infos darüber und über den Stand der Dinge findest du auf unserer Homepage, die derzeit noch aufgebaut wird.

Zitat: Was wir wissen ist ein Tropfen. Was wir nicht wissen ist ein Ozean. Isaac Newton

Weitere Projekte:

Workshop auf dem schwimmenden Klassenzimmer zur Hamburger Klimawoche

Im Zuge des Hamburger Klimawoche 2018 besuchten wir das schwimmende Klassenzimmer (Alsterdampfer der ATG). Das war irgendwie der Anfang unseres Projektes. Dort wurden uns die 17 Ziele auf einzelnen Holzklötzchen gegeben. Unsere Aufgabe bestand darin, die Ziele nach ihrer Wertigkeit in eine Art Rangliste einzuordnen. Das fiel uns schwer, denn es kristallisierte sich schnell heraus, dass alle Ziele miteinander verknüpft sind und sich untereinander bedingen. Wie bei Ziel 4 und Ziel 5: hätten alle Menschen gleichberechtigt Zugang zu Bildung – ohne zwischen Mädchen und Jungen oder arm oder reich zu unterscheiden – so gäbe es vielleicht weniger Hunger und es könnte mehr für den Klimaschutz getan werden, da die Menschen einfach durch die Schule lernen könnten, was gut oder was eben schlecht ist für unseren Planeten und für sich selbst.
Somit beschlossen wir alle Ziele als gleichwertig zu betrachten und uns einem nach dem anderen zuzuwenden. Vor allem den Zielen, die direkt mit uns zu tun haben, wie Ziel 4, Ziel 7 oder Ziel 8 und Ziel 16.

Was konntest du im Workshop auf der Barkasse während der Klimawoche lernen?
„Ich habe die 17 SDGs kennen gelernt und wurde umfangreich aufgeklärt.“ (Fahissal, 10e)

Es heißt, dass die Ziele bis 2030 umgesetzt werden sollen, aber was ist, wenn sich die UN-Staaten nicht daran halten. Müssen sie dann eine Strafe zahlen? Leider bekamen wir auf diese Fragen keine Antwort.
Wir haben verstanden, dass die Länder die Ziele schon umsetzen sollen, aber nicht müssen. Und wenn die Regierungen nicht genug dafür tun, dann werden wir etwas tun. Und das haben wir...

Upcycling von getragenen T-Shirts

Im Zuge der Schulkinowochen in Hamburg besuchten wir den Film ‚True Cost’. Diese Dokumentation zeigt die Abgründe hinter der schillernden Kulisse der Modeindustrie. Sie beschäftigt sich überwiegend mit FAST FASHION. Wir waren sehr schockiert ob der darin enthaltenen Informationen rund um die Modeindustrie, z.B. die Auswirkungen auf die Umwelt, auf die Gesundheit der Arbeiter und die menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen - auch für Kinder. Und dass es vor allem die Firmen betrifft, bei denen wir regelmäßig einkaufen.

Natürlich haben wir uns schon gefragt, wie es sein kann, dass ein T-Shirt für 5 Euro in Hamburg verkauft werden kann, welches irgendwo in Asien produziert wurde. Aber wir haben uns nie weiter damit beschäftigt. Bis jetzt. Wir haben überlegt, welche Ziele damit in Zusammenhang stehen: Ziele 3, 6 und 8. Diese haben wir dann inhaltlich aufgearbeitet. Und letztlich sind wir zu dem Schluss gekommen, dass es grausam ist, was wir mit unserer Shoppingsucht auslösen. Und wir haben in Interviews festgestellt, dass viele Menschen nichts über die Textilproduktion wissen. Daher haben wir ein Quiz erarbeitet, worin alles aufgegriffen wird, was die Produktion eines T-Shirts betrifft.

Wie seid ihr auf das Thema T-Shirts gekommen?
Da ich kennengelernt habe wie Kleidung hergestellt wird und unter welchen schlimmen Arbeitsbedingungen das geschieht, ist mir wichtig, dass sich jeder beim Kauf hinterfragt. Unsere Privilegien sollten wir nutzen, um Menschen darüber aufzuklären. (Fahissal, 10e)

Darüber hinaus haben wir für das damals bevorstehende Winterfest ein Upcycling getragener T-Shirts beschlossen. Dazu ließen wir Schablonen der 17 Ziele anfertigen und starteten erste Versuche, für unser Projekt ein Logo zu finden. Alle brachten alte getragene T-Shirts von zuhause mit. Wir besprühten sie mit unserem ‚Logo’ und mit den 17 Zielen. Andere wandelten wir zu praktischen Taschen um und verschönerten sie. Zusammen mit den T-Shirts boten wir den Gästen des Winterfests einen Flyer mit den wichtigsten Informationen über die Herstellung unserer Kleidung an.

Wir haben den Besucherinnen und Besuchern und auch uns selbst eine alternative Möglichkeit aufgezeigt, neues Leben in alte T-Shirts einzuhauchen und gleichzeitig unsere Mitmenschen informiert.

Wenn wir nichts wissen, können wir nicht handeln. Wir haben viele Menschen erreicht und wollen dies weiter tun.

Was wünschst du dir von den Menschen auf der Welt?
„Viele Menschen haben noch nicht gesehen, wie kaputt unsere Erde ist. Ich möchte, dass die Menschen ihr Fehlverhalten einsehen, mehr darüber lernen und sich verändern wollen.“ (Fahissal, 10e)

Eine ungewöhnliche Brieffreundschaft

Maryam (Klasse 10e) ist sichtlich gerührt von den Antworten der Seniorenheimbewohner.

Schülerinnen und Schüler des Kurses Service Learning schreiben Briefe an Seniorenheime

Normalerweise führen die Schülerinnen und Schüler des WP I Kurses „Service Learning“ selbst geplante soziale, kulturelle oder ökologische Projekte durch und versuchen durch ihr Engagement, die Welt ein kleines bisschen besser zu machen.

Die Corona-Pandemie stellte den Kurs nun aber vor eine große Schwierigkeit: Wie soll man Gutes tun, wenn man sich nicht sehen darf? Da hatten die Schülerinnen und Schüler eine Idee:  Sie wollten sich mit selbstgestalteten Postkarten und kleinen Briefen an die Bewohnerinnen und Bewohner von Seniorenheimen in Wilhelmsburg wenden, die in dieser Situation besonders schwer betroffen sind, weil viele ihre Verwandten nicht mehr sehen können und die sozialen Kontakte sehr eingeschränkt sind. Diese Idee kam bei den Heimleitungen gut an, und so machten sich die Jugendlichen an die Arbeit. Sie berichteten von sich selbst und erzählten davon, was sie sich wünschen, was sie bewegt, was sie gerne tun. Sie stellten aber auch Fragen nach den Biographien der Menschen, für die die Briefe bestimmt waren. Die fertigen Briefe wurden mit selbst gebastelten Origami-Kaninchen versehen und  dann an drei verschiedene Seniorenheime in Wilhelmsburg gebracht, wo sie mit großer Freude angenommen wurden. Allerdings hieß es zumeist, dass nicht unbedingt mit Antworten zu rechnen sei, weil viele der Bewohner sehr alt seien und teilweise gar nicht mehr selbst schreiben könnten.

Die Schülerinnen und Schüler schreiben ihre Briefe.
Belfin mit ihren 5 Briefen (10f): „Ich bin sprachlos und sehr glücklich.“

Einige Wochen lang war tatsächlich nichts zu hören, dabei gab es ein Seniorenheim, das einige Antwortschreiben hatte und diese natürlich den Schülerinnen und Schülern zukommen lassen wollte. Allerdings hatte das Seniorenheim die Kontaktdaten von Frau Bader, der Lehrerin des Wahlpflichtkurse Service Learning, verlegt und konnte sich nicht melden. Da fiel aber einer aufmerksamen Mitarbeiterin auf, dass die Briefe von der Stadtteilschule Wilhelmsburg kamen, an der ihre Tochter die 9. Klasse besucht. Also wandte sie sich an den Klassenlehrer, der den Kontakt herstellen konnte. Als dann
nach den Ferien jedoch die Schulen nicht öffneten, konnten die Briefe wieder nicht übergeben werden. Wieder ist es der Mutter der Neuntklässlerin zu verdanken, dass die Briefe doch noch in den richtigen Händen landen konnten. Sie brachte die Briefe persönlich zur Schule und überreichte sie dort Frau Bader. Was für ein Engagement, vielen Dank!

Auch aus den anderen Seniorenheimen kamen immer mehr Antwortbriefe zurück, die nun in die Hände ihrer Adressaten gelangten. Die Schülerinnen und Schüler waren über die Antwortschreiben sichtlich gerührt und wussten gar nicht so recht, was sie sagen sollten. Mit so einer großen Reaktion hatte niemand gerechnet.

Es ist erstaunlich, was mit wenig Engagement zu erreichen ist. Viele Bewohnerinnen und Bewohner bedankten sich von Herzen und schrieben, wie schön es sich anfühlt, dass die junge Generation an sie denkt. Einige schrieben sogar kleine Gedichte in die Briefe und erzählten von Erinnerungen aus ihrer Kindheit.
Die Schülerinnen und Schüler haben sich nun daran gemacht, die Briefe zu beantworten. Das Projekt soll auf jeden Fall weitergeführt werden. Auf beiden Seiten besteht der Wunsch, dass man sich irgendwann treffen darf und sich die ungewöhnlichen Brieffreunde persönlich kennenlernen können!

Text und Bilder: Frau Bader und der Wahlpflichtkurs Service Learning

Weristhans.com gewinnt den Bertini Preis 2021

Geschichte ist dröge, grau und hat nichts mit dem Leben von heute zu tun. Irrtum! Das außerschulische Projekt »Weristhans.com«, realisiert von Wilhelmsburger Schülerinnen und Schülern der Stadtteilschule Wilhelmsburg, gewinnt als einer von 5 Preisträgern den Bertini-Preis 2021. Die 21 Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse machten die Spuren des Widerstandskämpfers Hans Leipelt und seiner Familie in ihrem Stadtteil sichtbar. Sie gestalteten einen digitalen Rundgang, der Informationen an Geschichtsorten im Stadtteil über das Schicksal der Familie Leipelt anhand von Zeitzeugenvideos, Audiospuren und Bildern über QR Codes bereitstellt und leisten so einen aktiven Beitrag gegen das Vergessen.

Das Projekt ist entstanden auf Initiative der Wilhelmsburgexperten der Hirn und Wanst GmbH in Kooperation mit der Stadtteilschule Wilhelmsburg, der Geschichtswerkstatt Wilhelmsburg & Hafen und mit freundlicher Unterstützung der Initiative Gedenken in Harburg und Weiße Rose Stiftung e.V.. Umgesetzt und medienpädagogisch begleitet wurde das Projekt von Sören Koswig in Kooperation mit Studio Ding.

Es ist ein Kultur Macht Stark Projekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, gefördert von der Türkischen Gemeinde in Deutschland e.V. im Rahmen des Programmes »MeinLand - Zeit für Zukunft«.

WERISTHANS.COM - Eine digitale Spurensuche zum Schicksal der Familie Leipelt

Projektbericht Schnitzeljagd: Mit QR-Codes und GPS-Daten auf digitaler Jagd nach Hans Leipelt

Unser Profil „Hamburg entdecken und erforschen (9d)“ der Stadtteilschule Wilhelmsburg begab sich auf eine digitale Schnitzeljagd, um mehr über die Person Hans Leipelt herauszufinden.

Das Profil von Frau Zeeck und Herrn Häusler hat die Schnitzeljagd in Zusammenarbeit und unter Anleitung von Sören Koswig und weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Hirn und Wanst entwickelt. Die Klasse 9b konnte anschließend als erste Klasse überhaupt die digitale Jagd testen.

Mit QR-Codes und GPS-Daten ausgerüstet haben die Schülerinnen und Schüler das einstige Leben des Hans Leipelt unter die Lupe genommen. Das war erfolgreich und hat den Stimmen der Schülerinnen und Schüler nach zu beurteilen viel Spaß bereitet. Digitales Lernen hat in diesen Zeiten einen hohen Stellenwert. Die Herausforderung der praktischen Umsetzung wurde hier gekonnt gemeistert.

Das Projekt konnte mit freundlicher Unterstützung unseres Kooperationspartners „Wilhelmsburger Zinnwerke – Hirn und Wanst“ durchgeführt werden.

Stimmen zum Projekt

Brahim: „Ich finde gut, dass wir mit moderner Technik Schnitzeljagd machen, mit GPS, QR-Codes und so weiter..“

Abeer: „Mir gefällt die Schnitzeljagd, weil wir Fragen beantworten mussten und Sachen suchen mussten.“

Tayip: „An dieser Station hat mir besonders gut gefallen, dass wir zusammengearbeitet haben und die Frage mit einem Pinsel malen mussten, mit schwarzer Farbe, und das Einkleben. Jetzt habe ich mehr über Hans Leipelt, seinen Vater, seine Schwester und seine Mutter herausgefunden.“

Herr Häusler: „Wir konnten ein Projekt durchführen, das thematisch genau den Profilgedanken, nämlich HH bzw. in dem Fall sogar Wilhelmsburg erforschen und entdecken in Verbindung mit dem beteiligten Unterrichtsfach Gesellschaft aufgreift. Die SuS haben in Gruppen sehr engagiert und mit Begeisterung gearbeitet und haben viel gelernt über ein wesentliches Stück Wilhelmsburger Geschichte.“

Oguzhan aus 9b: „Das Projekt ist sehr kreativ gemacht, aber es gibt ein paar Stellen an denen man arbeiten könnte.“

Sokol: „Eigentlich gefällt mir die Schnitzeljagd sehr gut. Es macht viel Spaß mit dem Handy zu arbeiten. Das ist sehr modern und sehr kreativ auch die QR-Codes zu scannen und ein paar kleine Rätsel zu lösen. Als Gruppe zu arbeiten macht auch immer viel Spaß.“

Am Eingang der blauen Schule ist er in Erinnerung in die Wand gemeißelt:
Wer ist eigentlich Hans Leipelt?

... Hans Leipelt ist 1936 mit seiner Familie nach Wilhelmsburg gezogen. Er war Mitglied der Widerstandsgruppe der „Weißen Rose“ in Hamburg und setzte sich mit seinen Freunden wie den Geschwistern Scholl für die Freiheit und gegen die Verfolgung der Juden ein. Er brachte Flugblätter nach Hamburg und vervielfältigte sie, um die Bevölkerung auf die Greueltaten des nationalsozialistischen Regimes aufmerksam zu machen. Hans Leipelt wurde am 29. Januar 1945 in München hingerichtet ... Weitere Infos findest du hier!

Digitale Präsentation unserer vielfältigen Profillandschaft in Abteilung 8-10

Nach einigen coronabedingten Verschiebungen war es endlich soweit. Anders als sonst, aber gewiss nicht schlechter, vielfältig und vor Allem – digital. Die Profile des achten und neunten Jahrgangs der Stadtteilschule Wilhelmsburg stellten ihre Arbeit gegenseitig vor. Wie? Mit aneinandergereihten Videosequenzen, die unsere Schülerinnen und Schüler selbst drehten und in Nachtschichten dank großer Unterstützung ihrer Tutorinnen und Tutoren zusammenschnitten.

Die Videopräsentationen wurden untermauert durch begleitende Anmoderationen in Jahrgang 8 und natürlich „fresher“ Musik. Das war sehr mutig, da die Moderation live in die anderen Klassen übertragen wurde. In Jahrgang 9 mussten die Schülerinnen und Schüler einen Fragebogen zu den Videos beantworten, der vorher jeweils von den Profilen erstellt wurde. Die drei Klassenbesten wurden im Anschluss geehrt.

Die Einblicke in die Arbeit unserer Profile zeigten das enorme Potential der Profilarbeit, in der sich unsere Schülerinnen und Schüler mit dem gewählten Profilthema identifizieren und Stärken durchblicken lassen, von denen sie selbst nie gedachten hätten diese zu besitzen. Selbstbewusst und authentisch repräsentierten unsere Schülerinnen und Schüler ihre Profile. Wir sind stolz! Ihr könnt stolz sein!

Die Präsentationen und Moderationen werden dann in die Räume übertragen.
Unser Abteilungsleiter 8-10, Herr Schreiter, begrüßt alle Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs.

Sedef Tatar, 8c, zu den Profilvideos: „Wir haben viele Extrastunden gebraucht, um die Präsentationen zu machen. Aber es hat sich gelohnt!“

Profile des Jahrgangs 8 der Stadtteilschule Wilhelmsburg:

Das Profil „Rund um die Bühne“ beschäftigt sich mit den Dingen vor und hinter den Kulissen rund um Musik und Event, tanzt selbst, singt selbst und führt Regie.

Improvisationstalente sind die Schülerinnen und Schüler des Profils „Culture in Motion“. Ihre Wirksamkeit erkennen sie im darstellenden Spiel und kultureller Vielfalt.

Was es heißt fit und gesund zu leben lernt man im Profil „Fit for Future“. Auf dem täglichen Speiseplan steht gesundes und nahrhaftes Essen und die tägliche Portion an Fitness.

Im Profil „Wir für Hamburg“ setzen sich unsere Schülerinnen und Schüler besonders für unsere Umwelt und unsere Mitmenschen ein. Gemeinsame Klimaprojekte, Müllsticker für korrekte Mülltrennung oder Spielzeugspenden waren die ersten tollen Aktionen.

Lieblingsessen und gesundes Essen gehen nicht immer miteinander einher. Wichtige Hygieneregeln beim Kochen, was gut schmeckt und auch gesund ist, das lernen die Schülerinnen und Schüler im Profil „Schmeckt gut, is(s)t gut!“.

Alles über sicheres Surfen im Netz, Soft- und Hardware, Datenschutz, die richtige Passworterstellung und die Entwicklung von spannenden Spielen lernen die Schülerinnen und Schüler des Profils „Smart Gaming“.

Profile des Jahrgangs 9 der Stadtteilschule Wilhelmsburg:

Das Profil „Fit und Fun“ zeigte eine beeindruckende Nachrichtenshow mit Interviews vor dem für die Profilarbeit geschlossenen Groß-Sand-Krankenhaus, ein Kooperationspartner der leider coronabedingt abspringen musste. Die Umorientierung des Profils zeigt die Flexibilität und Kreativität der Schülerinnen und Schüler dieses Profils. In einem „Museum“ thematisieren die Profilschüler Krankheiten von damals und stellen Zusammenhänge und Unterschiede zu der heutigen Pandemie heraus. Zudem üben sich die Schülerinnen und Schüler als Reporter während des Sports im Inselpark.

Unser Profil „Schülerfirma VeddelErleben“ kümmert sich um die Vermarktung, Vermietung und Belegungsplanung einer Sporthalle auf der Veddel. Dabei bauen die Schülermitarbeiter nicht nur kaufmännische Grundkenntnisse in der Buchhaltung, des Kundenservice, dem Marketing und Management auf, sondern bringen ihre eigenen kreativen Ideen in Fülle ein. Über Stiftungen soll ein Lastenrad angeschafft werden, welches zu einem mobilen Kiosk umgebaut werden soll. Zudem wurden Helme für die Verwendung im Sportunterricht angeschafft. Diese werden designt, an Lerngruppen und Lehrerinnen und Lehrer ausgegeben.

Unser MINT-Profil arbeitet parallel in zwei Gruppen. Auf der einen Seite führen die Schülerinnen und Schüler Klimaprojekte, Vogel- und Wetterbeobachtungen im Praxislernort Spreehafen auf dem Bauhüttenschiff „Fried“ durch. Auf der anderen Seite baut eine Gruppe akkubetriebene Boote mit ausgefeilter Technik, schnellen Motoren und Spezialeffekten.

Im Profil „Hamburg entdecken und erforschen“ widmen sich die Schülerinnen und Schüler der Entwicklung und Erprobung digitaler Schnitzeljagden, stellen sich aber auch die Frage welche schönen Orte unsere Elbinsel Wilhelmsburg hat und wie man Interessierte für diese Orte gewinnt. Dazu gehören Routenpläne, Wegbeschreibungen und Geschichten rund um diese Orte.

Es lärmt und kracht im Profil „Musik- und Videoproduktion“. Selbstkomponierte Songs, Flashmobs, Songbattles und Projekte zu Rassimus und Diskriminierung stehen auf der Tagesordnung. Beats werden mit dem Ipad produziert und Songs auch vor der Kamera geschmettert. Wir haben viele tolle Videos gesehen und es folgen noch Projekte, dank der Unterstützung durch die Konrad-Adenauer-Stiftung.

Wie baut man eigentlich ein Longboard und wie kommt ein selbstsdesigntes Logo auf das Griptape. In dem Profil „Boardbau“ werden Boards gebaut, Rollen verschraubt und Logos geschmiedet. Natürlich werden die Boards im Inselpark auf unserer schönen Elbinsel getestet. Desweiteren entwerfen die Schülerinnen und Schüler Bauchtaschen und Taschen für die Boards, alles mit freundlicher Unterstützung durch Firmen und Experten.

Das Profil „Ernährung und Gesundheit“ kocht nicht nur in unserer eigenen Lehrküche für Mitschüler und Mitarbeiter der Schule, sondern hat eine eigene Firma „Brainfood“, in der Snacks und Soßen wie „Chili-Jam“ abgefüllt und Banner dafür entworfen werden. Wie man das im Anschluss gewinnbringend betreibt wird in Kalkulationsprogrammen mit eigener Hand errechnet. Zudem besuchten die Profilschüler das Freilichtmuseum am Kiekeberg und lernten wie Getreide früher angebaut und verarbeitet wurde.
Im Schulgarten wurden Gewächshäuser errichtet und es folgen Kochworkshops, ein Kochbuch und weitere Ausflüge.

Weihnachtsgruß

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern und Freunde,

nun sind sie endlich da, die wohlverdienten Ferien.
Hinter uns liegt ein Jahr voller neuer Herausforderungen und Ereignisse.
Viele davon haben wir nur mittelmäßig gemeistert, viele aber auch herausragend gut – darauf können wir alle sehr stolz sein.
Jede schlechte Situation bringt auch eine gute hervor – und so war es auch hier.
Wir sind zusammengewachsen, unsere Kontakte zueinander sind trotz der Distanzvorgaben intensiver geworden und wir alle haben davon profitiert.
Aus diesem Grund blicken wir voller Zuversicht auf das kommende Jahr.
Nichts kann uns diesen Zusammenhalt nehmen.
In diesem Sinne wünschen wir allen erholsame Ferien, ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches, gesundes neues Jahr 2021.

Eure/Ihre Schulleitung und das gesamte Kollegium der Stadtteilschule Wilhelmsburg.

Ein weihnachtlicher Gruß aus unserer Vorschule.

Ready for take-off with the (long-) board case

Taschenproduzent Marc Finsterlin erklärt die einzelnen betriebswirtschaftlichen Schritte.

Profilklasse 9f startet Produktionsprojekt von Taschen mit Unternehmer aus der Praxis

„Wir müssen jetzt einen Meilenstein setzen, welche Schritte wir bis zu den Weihnachtsferien geschafft haben wollen, sonst ist die Tasche in zwei Jahren noch nicht fertig“, macht Marc Finsterlin der Klasse 9f klar.

Es ist Ende November, draußen zeigt sich der Wilhelmsburger Himmel in mausgrau, doch von einem Nachmittagstief ist in der Klasse 9f nichts zu spüren. Gebannt lauschen 20 Jugendliche, alle um die 15 Jahre, dem ehemaligen Werber Finsterlin, der vor vier Jahren Hongkong den Rücken kehrte, sein Leben „auf links drehte“ und eine Firma gründete, die aus recyceltem Plastikmüll stylische Taschen produziert. Verwoben ist die Taschenproduktion mit Bildungsprojekten in Kambodscha.

Vor über einem Jahr haben die Schülerinnen und Schüler begonnen, ihre eigenen Longboards an ihrem Profiltag zu bauen. Longboards sind die coolere Variante der Skateboards. Diese sind seit Oktober einsatzbereit, und im Englischunterricht wurde darüber sinniert, durch welche angesagten Städte die Jugendlichen mit ihren Boards am liebsten rollen würden. Strittig war die Städtefrage, einig waren sich alle, dass für den Transport des Longboards im Flugzeug eine passende Tasche notwendig sei: Die Geburt einer neuen Projektidee. Englischlehrerin Gundi Wiemer stellte den Kontakt zu Freund und Taschenproduzent Finsterin her. Nun sollen mit seiner Expertise Taschen geplant und hergestellt werden.

Warum Marc Finsterlin neben seinem Job sowie seinen Bildungsprojekten in Kambodscha noch in die Schule geht und einen Crashkurs in BWL für Nichtökonomen auf Augenhöhe gibt? „Mit jungen Menschen zu arbeiten eröffnet mir neue Perspektiven. Ich möchte wissen, was sie antreibt.“ In sechs Wochen wird er die Klasse wieder besuchen, um mit ihr die nächsten Meilensteine und Schulterblicke zu setzen.

Klassenlehrer Phillipp Fenske sieht neue Entwicklungsmöglichkeiten für seine Schülerinnen und Schüler: „Beim Bau des Longboards hatten wir Pädagogen viel vorgegeben. Planung, Materialauswahl und Vorgehensweise stammten von uns.  Nun sind die Schülerinnen und Schüler am Prozess beteiligt und durchlaufen den gesamten Werdegang der Taschenproduktion von Zielgruppe über Funktion und Arbeitsaufteilung. Neu ist auch der Werkstoff, letztes Jahr Holz - nun textiler Stoff. Und wir waren alle überrascht, dass in der Klasse 7 Leute nähen können.“ Englischlehrerin Wiemer möchte das Projekt fächerübergreifend auf Englisch begleiten. Geht noch mehr?

Plappernd verlassen die Jugendlichen am Stundenende die Klasse. Yusuf Dogan (15 Jahre) hat richtig Lust auf das Projekt. „Ich hoffe auf eine richtig gute Kooperation mit Herrn Finsterlin.“

Ready for take-off.

Die Longboards wollen nach Kalifornien fliegen. Es fehlt die passende Tasche.
Yusuf Dogan braucht eine Tasche für sein selbstgebautes Longboard.

Unsere Klasse 10c berichtet: Besuch der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Ein Bericht von Ilayda, Klasse 10c, Stadtteilschule Wilhelmsburg

Wir als Klasse haben einen Ausflug nach Neuengamme in die KZ-Gedenkstätte gemacht. Uns wurde dort Vieles über das Konzentrationslager und die Inhaftierten erzählt. Wir waren die einzige Klasse aus Jahrgang 10, die das Konzentrationslager noch besuchen konnte. Wir wollten den anderen Klassen einen kleinen Einblick gewähren und haben eine Ausstellung zum Konzentrationslager vorbereitet. Wir haben Präsentationen vorbereitet und wir haben viele Biografien der Inhaftierten angefertigt. Viele Klassen sind gekommen und haben sich die Biografien durchgelesen und im Anschluss haben wir noch kleine Präsentationen gehalten. Wir haben den Schülerinnen und Schülern Einiges über das Konzentrationslager und über die Reichspogromnacht erzählt. Als die anderen Klassen unseren Klassenraum betreten haben wurden sie dazu aufgefordert ihre Handys abzugeben und sie haben eine Nummer bekommen. Die Gefangenen in den Konzentrationslagern haben ebenfalls Nummern bekommen. Somit wollten wir ihnen ein wenig zeigen, wie es damals in den KZ-Lagern war. Anschließend haben wir die Fragen beantwortet.
Die Idee, dass die Schüler ihre Handys abgeben sollten hat mir sehr gut gefallen und ich fand es sehr toll, dass die meisten Interesse gezeigt haben und uns aufmerksam zugehört haben.
- Ilayda

O-Töne aus der Klasse 10c:

Ajie: "Am Besten fand ich, dass wir den anderen Klassen zeigen konnten was die Gefangenen damals erleben mussten und dass sie so vielleicht ein Gefühl bekommen haben wie schlimm es damals war."

Anatoli: "Mir hat es sehr gut gefallen, dass fast jeder Besucher sehr aufmerksam zugehört hat und wie sie mtgefühlt haben."

Larissa: "Ich fand es gut wie die Besucher mitgemacht haben und wie sie Fragen zu unseren Plakaten gestellt haben. Man hat gesehen, wie es Ihnen richtig ans Herz gegangen ist."

Stadtteilschule Wilhelmsburg nutzt VR-Brillen für digitale Berufsvorbereitung

Virtual-Reality Brillen von „Dein erster Tag“ für Jahrgang 9

Wie fühlt es sich an als Polizist über Stock und Stein zu springen und Ganoven zu jagen? Wie ist ein modernes Auto verkabelt oder wie setzt man die Säge als Tischler richtig an? Das und tausende andere spannende Dinge kann man mit den Virtual-Reality Brillen von „Dein erster Tag“ hautnah erleben. Unser Fellow, Jens Becker von Teach First Deutschland, zögerte nicht lange, als er diese Möglichkeit auf einer Netzwerkmesse kennenlernte und lotste die Brillen direkt in unseren Unterricht für die Berufsorientierung.

"Dein erster Tag" ist eine Projektidee, deren Ziel es ist neue Lernmedien rund um die Berufsorientierung in die Schulen in ganz Deutschland zu bringen und die Chancengleichheit bei der Berufswahl für alle Schülerinnen und Schüler voranzubringen.


Die Rückmeldungen aus den teilnehmenden Klassen war durchweg sehr positiv. Unsere Schule wird versuchen das Erlebnis mit diesen Virtual-Reality Brillen auch für weitere Jahrgänge zu realisieren.

Hussein Hasan interessiert sich für den Beruf eines Polizisten und erlebt hautnah welche Arbeitstätigkeiten zum beruflichen Alltag eines Polizisten gehören.

So kamen die Brillen in der 9b an:

Sokol Mustafi: „Es gibt eine große Auswahl an Berufen und ich habe schnell drei Berufe gefunden, die ich mir ansehen möchte. Ich bin gespannt.“

Emir Sherifi: „Mich interessieren handwerkliche Berufe. Leider fand ich nicht den Beruf Tischler. Die Auswahl ist trotzdem gut. Von den drei Berufen finde ich Elektroniker für Betriebstechnik sehr interessant.“

Hussein Hasan: „Ich habe mir den Beruf Polizist rausgesucht. Man hat das Gefühl, dass man selber dabei ist. Die machen Sport in der Ausbildung und mit der Brille ist man direkt dabei.“

Sokol Mustafi kann es kaum erwarten die Brille zu testen.
Emir Sherifi zeigt die Berufe, die er sich ansehen möchte.
Wie arbeitet ein Industriemechaniker? Was sind die Voraussetzungen für die Bewerbung?

MINT-Tag 2020: Die ganze Schule im MINT-Fieber

Am 26.11. hat das MINTforum den MINT-Wettbewerb durchgeführt. Wir haben mit der gesamten Schule daran teilgenommen. Dieses Jahr ging es um den Klimaschutz und wieviel wir an CO2-Emissionen einsparen können, wenn wir unsere Lebensweise ein bisschen ändern. Die Schülerinnen und Schüler errechneten in Gruppen die Einsparungsergebnisse. Zum Schluss durfte jede Gruppe noch einen Werbeslogan zum Klimaschutz mit entsprechendem Logo zeichnen.

Diese kreative Aufgabe hat uns so gut gefallen, dass wir daraus noch einen schulinternen Wettbewerb ausgerufen haben. Zuerst wurden die Klassensieger gekürt, danach die Jahrgangssieger, die sich alle im MZE - Maritimen Zentrum Elbinseln trafen. Dort wurden von der Jury aus der Schulleiterin Katja Schlünzen und den Schulsprechern die drei Schulsieger gekürt. Alle Jahrgangssieger freuten sich über ihre Urkunde und einen Turnbeutel mit dem Schullogo. Die drei Siegerteams haben darüber hinaus auch noch Kinogutscheine gewonnen.

Preisübergabe des Schulsprecherteams an die Gruppe aus der 7b, die den 3. Preis gewonnen hat.
Aufgregt warten die Jahrgangssieger auf die Preisverleihung.
Klasse 7 überlegt sich einen Slogan für den Klimaschutz.
Der Französischkurs des Jahrgangs 9 rechnet.
Linn und Adis aus der 10e haben den 2. Preis gemacht.
1. Platz für Adi, Ali und Efe aus der Klasse 11a.

„uMINTerpretieren“: 45.000 Euro für Projekt der StS Wilhelmsburg

Artikel aus dem Neuen Ruf S.13 oben: Per Klick zur Ausgabe! (Text: Neuer Ruf, STSW Pressemitteilung)

Eine Umsetzung plant unser Bereich "Kulturelle Bildung"

Das Projekt uMINTerpretieren schlägt vor, einen dezidierten Profilkurs einzurichten, der von vornherein und ganz grundsätzlich als hybrider Kurs arbeiten soll: als Kurs, der gleichzeitig MINT und Kulturelle Bildung ist, als Kurs, der künstlerische und naturwissenschaftliche Forschung übereinanderlegt und neue Formen der Erkenntnisproduktion erzeugt. Ausgehend von den guten Erfahrungen, die wir mit der Begleitung durch externe Künstler*innen und Theaterpädagog*innen im Bereich der Kulturellen Bildung gewonnen haben, wollen wir diese Form der Zusammenarbeit jetzt auch auf externe Wissenschaftler*innen und Forscher*innen erweitern.

Das Projekt uMINTerpretieren schlägt vor, den neu zu schaffenden Profilkurs jedes Halbjahr im Umfang von sechs Wocheneinheiten von je einer Künstler*in und einer Wissenschaftler*in begleiten zu lassen. Das Projekt strebt eine umfassende Zusammenarbeit zwischen Künstler*in, Wissenschaftler*in und beteiligten Lehrer*innen an – eine gemeinsam entwickelte Unterrichtskonzeption. Dazu gehört auch, die jeweiligen Curricula übereinander zu legen und die jeweils geeigneten Schnittstellen zu identifizieren. Besonders wichtig ist dem Projekt, geeignete Präsentationsformen zu entwickeln, um die Ergebnisse des neuen Profils der Schulöffentlichkeit nahezubringen. Die Erfahrungen des ersten Projektjahres werden in die Ausformung des zweiten und dritten Projektjahres einfließen.

Wir hoffen, zum Ende des dritten Projektjahres, also nach einem kompletten Zyklus des ersten Profilkurses, die Validität unseres Ansatzes nachdrücklich unter Beweis gestellt zu haben – so dass wir die Verbindung von MINT und Kultureller Bildung an der Stadtteilschule Wilhelmsburg dann auch dauerhaft implementieren können.

„Wir reparieren die Welt!“

KünstlerInnengruppe w9 überrascht eigene Schule mit Werken aus Lockdown-Zeit

Quasi über Nacht überraschte die KünstlerInnengruppe w9 die Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte der Stadtteilschule Wilhelmsburg nach den Herbstferien. Unter der Leitung des Schul-Kuratorenteams installierte die w9 ihre Kunstwerke, die im Frühling während des Lockdowns entstanden sind während der Herbstferien im Treppenhaus der Stadtteilschule Wilhelmsburg in der Rotenhäuser Straße. Die Überraschung gelang vollständig: Staunend standen Jugendliche nach den Ferien gruppenweise vor den großformatigen, überwiegend schwarz-weiß gehaltenen Werken.

Die Werke, die unter dem Jahresthema „Die Reparatur der Welt“ stehen, zeigen geheime Orte und Ideen zum Thema „Happiness“- alles aus der Sicht von Jugendlichen aus Wilhelmsburg.

Energiebündel und Kunstlehrerin Gundi Wiemer erklärt: „Während des Lockdowns im April haben unsere Schülerinnen und Schüler selbstständig und total engagiert an ihren Bildern weitergearbeitet. Entstanden sind fantastische Produktionen von Texten, Pforten, Schlupflöchern, also geheimen Orten, die wir alle stärker nutzen sollten. Diese Überraschungsausstellung ist der Auftakt von weiteren Kunstaktionen.“

KünstlerInnengruppe w9

Geplant ist eine Schaufensterausstellung im Dezember zum Thema „Wenn du willst, kannst du fliegen“ und weitere Ausstellungen im kommenden Jahr.Die Schaufensterausstellung bietet der w9 die Möglichkeit, in Corona-Zeiten der Öffentlichkeit ihre Werke zu zeigen. Dazu nutzt die w9 das Atelier TWNTY4SVN hinterm Fischmarkt und rettet von dort die Welt mit ihrer ART. Zwischen dem 05.12. und 12.12.20 lädt die w9 zum „Window-Shopping“ ein, es lohnt sich, denn

die w9 betreibt KULTURenlargement und tut Gutes. Mehr dazu: w-neun.de

Stadtteilschule Wilhelmsburg festigt Zusammenarbeit mit BürgerStiftung Hamburg

Lernen durch Engagement, das wird bei uns an der Schule großgeschrieben. In verschiedenen Projekten sowie den regelmäßig angebotenen Wahlpflichtkursen „Service Learning“ setzen sich die Schülerinnen und Schüler für Menschen in ihrer Umgebung ein und lernen, Verantwortung für ihr eigenes Lebensumfeld zu übernehmen.

Seit vielen Jahren werden wir dabei schon beratend durch das Programm [‘You:sful] der BürgerStiftung Hamburg unterstützt.

Durch einen Kooperationsvertrag ist diese Zusammenarbeit nun noch einmal gefestigt worden. Darüber freuen sich vor allem Carmen Astorga und Gesa Vollmer. Die beiden Lehrerinnen leiten gemeinsam die neue Profilklasse „Wir für Hamburg!“ des achten Jahrgangs.

Es wurden Sticker produziert, die auf dem Schulhof und im Stadtteil auf korrekte Abfallentsorgung hinweisen sollen.
Per Kanu wurde die Umwelt erkundet und nebenbei von Müll befreit.

„Es ist toll, dass nicht nur wir Lehrkräfte, sondern auch unsere Schülerinnen und Schüler sich bei der Umsetzung der Projekte beraten und sogar finanziell unterstützen lassen können. Damit werden wir viele tolle Ideen verwirklichen können“, so Astorga.

Eigentlich sollten in dem Profil die Menschen im eigenen Stadtteil und auch darüber hinaus im Mitteilpunkt stehen. Angedacht waren zum Beispiel Kooperationen mit Kitas und Pflegeeinrichtungen. „Viele unserer Schülerinnen und Schüler interessieren sich für Berufe im sozialen Bereich und haben sich vor allem deswegen für ein Profil mit diesem Schwerpunkt entschieden“, sagt Vollmer. Die derzeitige Pandemie-Situation mache viele dieser Vorhaben aktuell allerdings nicht möglich. „Die Klasse hat darauf aber sehr flexibel reagiert. Unser Fokus liegt jetzt auf dem Umwelt- und Klimaschutz. Hierzu haben wir bereits tolle Aktionen auf die Beine gestellt. Zum Beispiel haben wir Wilhelmsburg per Kanu vom Wasser aus erkundet und dabei die Kanäle von Abfall befreit. Außerdem haben wir Sticker produziert, die auf dem Schulhof und im Stadtteil auf korrekte Abfallentsorgung hinweisen sollen.“

Durch die Kooperation mit der BürgerStiftung werden künftig noch mehr soziale Projekte unter professioneller Begleitung in die Tat umgesetzt werden können.

Über das Programm „['You:sful]  Lernen-durch-Engagement“ der BürgerStiftung Hamburg

Engagiert Gutes tun macht Kinder und Jugendliche selbstbewusst. Es stärkt ihren Sinn für Demokratie und fürs Miteinander. Mit dem Programm ['You:sful] Lernen-durch-Engagement ermutigt die BürgerStiftung Hamburg, Schülerinnen und Schüler, sich für ihre Interessen, ihren Stadtteil und unsere Demokratie stark zu machen – und das mitten im Unterricht.

Lernen-durch-Engagement verbindet den Unterricht mit einem dazu passenden gemeinnützigen Engagement der Schülerinnen und Schüler. In Hamburg engagieren sich so jedes Jahr über 800 Kinder und Jugendliche für ihren Stadtteil, für soziale Einrichtungen oder die Umwelt. Sie vertiefen mit ihrem Engagement Themen wie „Kommunalpolitik“, „Soziale Frage und Sozialstaat“, „Klimawandel“ oder „Artenschutz“ und sie sammeln erste Erfahrungen in der Zivilgesellschaft. ['You:sful] unterstützt Schulen darin, diese Lehr- und Lernform umzusetzen.

Schnitzeljagd: Mit QR-Codes und GPS-Daten auf digitaler Jagd nach Hans Leipelt

Unser Profil „Hamburg entdecken und erforschen (9d)“ der Stadtteilschule Wilhelmsburg begab sich auf eine digitale Schnitzeljagd, um mehr über die Person Hans Leipelt herauszufinden.

Das Profil von Frau Zeeck und Herrn Häusler hat die Schnitzeljagd in Zusammenarbeit und unter Anleitung von Sören Koswig und weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Hirn und Wanst entwickelt. Die Klasse 9b konnte anschließend als erste Klasse überhaupt die digitale Jagd testen.

Mit QR-Codes und GPS-Daten ausgerüstet haben die Schülerinnen und Schüler das einstige Leben des Hans Leipelt unter die Lupe genommen. Das war erfolgreich und hat den Stimmen der Schülerinnen und Schüler nach zu beurteilen viel Spaß bereitet. Digitales Lernen hat in diesen Zeiten einen hohen Stellenwert. Die Herausforderung der praktischen Umsetzung wurde hier gekonnt gemeistert.

Das Projekt konnte mit freundlicher Unterstützung unseres Kooperationspartners „Wilhelmsburger Zinnwerke – Hirn und Wanst“ durchgeführt werden.

Stimmen zum Projekt

Brahim: „Ich finde gut, dass wir mit moderner Technik Schnitzeljagd machen, mit GPS, QR-Codes und so weiter..“

Abeer: „Mir gefällt die Schnitzeljagd, weil wir Fragen beantworten mussten und Sachen suchen mussten.“

Tayip: „An dieser Station hat mir besonders gut gefallen, dass wir zusammengearbeitet haben und die Frage mit einem Pinsel malen mussten, mit schwarzer Farbe, und das Einkleben. Jetzt habe ich mehr über Hans Leipelt, seinen Vater, seine Schwester und seine Mutter herausgefunden.“

Herr Häusler: „Wir konnten ein Projekt durchführen, das thematisch genau den Profilgedanken, nämlich HH bzw. in dem Fall sogar Wilhelmsburg erforschen und entdecken in Verbindung mit dem beteiligten Unterrichtsfach Gesellschaft aufgreift. Die SuS haben in Gruppen sehr engagiert und mit Begeisterung gearbeitet und haben viel gelernt über ein wesentliches Stück Wilhelmsburger Geschichte.“

Oguzhan aus 9b: „Das Projekt ist sehr kreativ gemacht, aber es gibt ein paar Stellen an denen man arbeiten könnte.“

Sokol: „Eigentlich gefällt mir die Schnitzeljagd sehr gut. Es macht viel Spaß mit dem Handy zu arbeiten. Das ist sehr modern und sehr kreativ auch die QR-Codes zu scannen und ein paar kleine Rätsel zu lösen. Als Gruppe zu arbeiten macht auch immer viel Spaß.“

Am Eingang der blauen Schule ist er in Erinnerung in die Wand gemeißelt:
Wer ist eigentlich Hans Leipelt?

... Hans Leipelt ist 1936 mit seiner Familie nach Wilhelmsburg gezogen. Er war Mitglied der Widerstandsgruppe der „Weißen Rose“ in Hamburg und setzte sich mit seinen Freunden wie den Geschwistern Scholl für die Freiheit und gegen die Verfolgung der Juden ein. Er brachte Flugblätter nach Hamburg und vervielfältigte sie, um die Bevölkerung auf die Greueltaten des nationalsozialistischen Regimes aufmerksam zu machen. Hans Leipelt wurde am 29. Januar 1945 in München hingerichtet ... Weitere Infos findest du hier!

„Unsere Zusammenarbeit funktioniert hervorragend!“

Landesschulrat Thorsten Altenburg-Hack lobt Arbeit und Besonnenheit der Lehrkräfte der STS Wilhelmsburg

„Als erstes möchte ich allen Lehrerinnen und Lehrern der Stadtteilschule Wilhelmsburg meinen ausdrücklichen Dank für ihre Arbeit und ihre Besonnenheit aussprechen“, eröffnete Landesschulrat Thorsten Altenburg-Hack die Gesprächsrunde, die am 1. September im Neubau am Perlstieg stattfand. Aus aktuellem Anlass besuchte er die Stadtteilschule Wilhelmsburg, um sich mit der Schulleitung sowie drei Kollegen über die jüngsten Ereignisse auszutauschen. Besonderes Interesse zeigte Thorsten Altenburg-Hack an den Erfahrungen, die die Lehrerinnen und Lehrer in den ersten drei Schulwochen mit dem Corona-bedingt geänderten Schulbetrieb gemacht hatten. In den Bereichen, in denen die Schulbehörde bei Problemlösungen helfen könne, versprach er volle Unterstützung.

Schnell wurde im kooperativen Gespräch deutlich, dass die Zusammenarbeit zwischen Schulbehörde und der Stadtteilschule Wilhelmsburg von Schuljahresbeginn an hervorragend funktionierte.

Im Zentrum der weiterführenden Überlegungen stand, wie weiterhin bestmöglich für die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler sowie des Lehrpersonals gesorgt werden könne. „Unser Ziel ist, dass die Kinder und Jugendlichen zur Schule gehen“, erklärte Landesschulrat Thorsten Altenburg-Hack.

Schulleiterin Katja Schlünzen bedankte sich bei den Kolleginnen und Kollegen sowie dem Landesschulrat für ihren Einsatz im vergangenen halben „Corona-Jahr“ und hob insbesondere die vermehrten Anstrengungen im Kollegium gerade in den letzten drei Wochen hervor. Das Engagement hatte sich gelohnt: „Ich bin froh, dass die Stadtteilschule Wilhelmsburg die Bildung der Kinder und Jugendlichen während der gesamten Zeit immer gewährleisten konnte“, stellte Katja Schlünzen fest.

Die Corona-Infektionen einiger Kinder zeigten jedoch, dass eine zusätzliche Unterstützung der Schule durch die BSB und das Gesundheitsamt notwendig war.

Landesschulrat Thorsten Altenburg-Hack und Schulleiterin Katja Schlünzen besichtigten nach dem Gespräch den Neubau am Perlstieg.

Skypen mit Sambia

Mr. Evans vom Diversity Learning Institute Hamburg.

Zwei Schülerinnen aus der zehnten Klasse der Stadtteilschule Wilhelmsburg berichten über die Skype-Treffen mit Sambia

Wir sind Belfin und Merjem aus der Klasse 10f. Wir haben das Profil „Elbinseljournalisten“ und berichten über unseren Besuch in der ZEBRA-Profilklasse 10c:

Im ZEBRA-Profil machen sie Skype-Treffen mit verschiedenen Ländern und wir werden euch vom Skype-Call mit Sambia berichten.

Meine Partnerin und ich wurden von dem Profil-Lehrer Herrn Kelber eingeladen um zu helfen und um einen Artikel zu schreiben. Wir waren einverstanden und bereiteten uns mit verschiedenen Fragen vor, die uns beim Artikel weiterhelfen konnten.

Am Donnerstag haben wir uns dann in die ZEBRA-Klasse von Herrn Kelber begeben. Er hat uns erzählt, was sie machen, wie wir ihnen helfen können und worüber wir in unserem Artikel schreiben können.

Der Ablauf für den Tag war:

- Vorstellung auf Englsich
- Thema und Lage vorstellen (das Profil und die Corona Krise)
- Fragerunde auf Englisch
- Fragen auf Deutsch

Als erstes haben wir zur Vorbereitung eine Vorstellungsrunde auf Englisch durchgeführt. Ich, Belfin, hatte das Vergnügen, mich auch vorzustellen und etwas über mich auf Englisch zu erzählen. Merjem und ich haben danach vor allem zugehört und wichtige Sachen notiert. Etwa welche Fragen sie den anderen Schülerinnen und Schülern stellen können, welche zwei Schüler sich vorstellen und was über die Lage während der Corona-Krise berichtet wird. Wir bastelten kleine Plakate mit den Aufschriften „Hello“, „Moin“ „goodbye“, „Tschüss“ etc., die wir hochgehalten haben, als der Skypecall anfing und endete.

Zunächst gab es einige technische Probleme, die aber bald gelöst wurden. Nachdem wir mit den Schülerinnen und Schülern aus Sambia kommunizieren konnten, haben sich Mr. Evans (aus Sambia stammender Partner von DLI) und Herr Kelber vorgestellt und den Ablauf erzählt. Dann begannen wir die Fragerunden. Die Schülerinnen und Schüler aus unserer Schule fragten zuerst. Die Fragen betrafen zunächst die Lernmöglichkeiten während der Corona-Situation. Einige der Schülerinnen und Schüler aus Sambia erzählten uns, dass manche Probleme haben mit ihrem Internet, was das Lernen schwerer macht. Das ist ein Grund dafür, dass viele der Schülerinnen und Schüler die Klasse wiederholen müssen.
Uns wurden auch Fragen gestellt über die Masken-Pflicht und wie es bei uns in dieser Krise läuft.
Unsere Schülerinnen und Schüler antworteten, dass wir eine Maskenpflicht haben und sie nur absetzen, wenn wir in der Klasse sind, Sport draußen machen oder essen - sonst müssen wir sie immer tragen.

Insgesamt war es eine interessante und anregende Diskussion, die im Dezember noch einmal zu einem anderen Thema stattfinden soll.

O-Töne zu den Skype-Calls

„Was gefällt dir an dem Austausch mit Sambia besonders?“


1. ... dass sie versucht haben deutsch zu reden. (Enis)

2. ... dass wir uns auf englisch austauschen. (Velat)

3. ... zu sehen, wie die Situation in Sambia ist. (Ayse)

4. ... dass wir gegenseitig von den anderen Kulturen lernen. (Jalda)

„Gibt es Gemeinsamkeiten im Erlebten während der Corona-Zeit?“


1. große Bedeutung des Internets und der Sozialen Medien (Ayse)

2. gegenseitiges Interesse (Hilda)

3. Maskenpflicht fast überall (Maria)

Besuch des Segelschiffes Peking - erste Kooperation startet bald!

Am 27. August besuchte eine Gruppe von Lehrerinnen und Lehrern das Segelschiff "Peking", eines von noch vier erhaltenen Flying P-Linern des Hamburger Reeders Ferdinand Laeisz aus dem Jahr 1911. Die Peking wurde für den Transport von Chilesalpeter gebaut und segelte mit 32 Mann Besatzung bis 1932 zwischen Chile und Hamburg. Nachdem sie Internatsschiff in England und Museumsschiff in New York war, kehrte sie 2017 zur Sanierung nach Norddeutschland zurück und wird ab 2025 das Flaggschiff des Internationalen Hafenmuseums in Hamburg.

Das Museumsschiff bietet viele Möglichkeiten, „Museum“ neu zu denken und einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Die Stadtteilschule Wilhelmsburg hat die einmalige Möglichkeit an diesem Prozess aktiv teil zu haben. Mit der ersten Kooperation unter dem Titel „My Story, My Place, My Museum“, soll gemeinsam mit dem Deutschen Hafenmuseum ein neues Konzept für eine Dauerausstellung mit dem Thema „Diversität im Museum“ erarbeitet werden. Bei dem Besuch der Peking wurden auch weitere Projekte angedacht, wie einen Mast, Wanden/Tauwerk oder Kojen zu bauen. Wir freuen uns auf die Möglichkeit zusammen mit dem Deutschen Hafenmuseum, neue Wege in der Museumspädagogik und musealen Erlebniswelt zu gehen.

Text (Dmn) und Fotos (Sfr)

Die Peking, eine Viermastbark aus dem Jahr 1911, kann man schon während des Softopenings ab Oktober 2020 besuchen.
In dem sechs Meter hohen Lagerraum wurde das Chilesalpeter transportiert.
Sonja Schäfer, Gottfried Eich, Florian Schreiter, Konstanze Dammann, Ursula Richenberger (Deutsches Hafenmuseum)
 

Theaterstück: 'Die Weltreise des Ferdinand Magellan'

Die Stadtteilschule Wilhelmsburg – eine Schule mit maritimem Profil! Was liegt da näher, als ein Theaterstück über einen berühmten Seefahrer zu machen? Die Theaterklasse 10e hat in den vergangenen beiden Schuljahren intensiv an einem Theaterprojekt gearbeitet: 'Die Weltreise des Ferdinand Magellan'. Geplant waren mindestens zwei Aufführungen in der Schule.
… Und dann kam Corona!
Trotzdem haben wir es dank der großartigen Hilfe von Herrn Lobgesang geschafft, das Theaterstück wenigstens zu filmen. Nach vier Monaten ohne Unterricht in der Schule, ohne Proben und in einer Aula, die gerade umgebaut wurde, ist es der 10e gelungen, das Stück mit viel Improvisation dennoch zu spielen.
Wir freuen uns, es nun präsentieren zu können!
Viel Spaß beim Anschauen von 'Die Weltreise des Ferdinand Magellan'!

Magellan

Wie es hätte werden können.

Flex-Theaterfestival 10e

Auf der Bühne sichtbar, ein Kaleidoskop an Wünschen, Träumen und bestehenden Realitäten der Schüler*innen. Sequenzen, in denen die Welt umsegelt wird, in denen man Leben rettet, in denen man auf einem Podest steht in Sieger*innenpose, oder als Reinigungskraft die Bühne fegt. Die Performer*innen erheben ihre Stimmen, beschreiben ihre Wünsche, verwandeln sich in Stars und in Ideale. Aus einem sich auf der Bühne befindenden, konstant transformierendem Gemälde heraus, wechseln und lösen sich die Performer*innen ab, besingen sich gegenseitig, werden zu Kompliz*innen, um die jeweilige Hauptakteurin der Szene zu unterstützen. Die Akteur*innen spielen mit Rollen und Zuschreibungen. Sie verwandeln sich in Familenmitglieder*innen, Sportler*innen, Freund*innen, Psychiater*innen, Ärzt*innen. Das Publikum wird Zeuge kleiner Geschichten und Schauspiele, dessen Autor*innen einzig und allein die Schüler*innen sind. Verbal und körperlich werden die Performer*innen zu Erzähler*innen und gehen das Wagnis ein, mit Abstraktion und Konkretion zu spielen. Eine Möglichkeit, sich von Zuschreibungen ihrer Generation loszusagen und durch theatrale Mittel zu ermächtigen und sich neu zu erfahren. So hätte es werden können!

FLEX Theaterfestival - 10e

Aurubis AG spendet zehn Laptops an unsere Schülerinnen und Schüler

Die neuen Laptops warten auf ihre Nutzerinnen und Nutzer!

Durch die Kontaktsperre hat die digitale Welt an Bedeutung gewonnen. Schule und Arbeit, Kontakt zu Freunden, das Konsumieren von Nachrichten oder die Serie in der Freizeit – in unserem Alltag sind wir mehr denn je auf digitale Lösungen angewiesen. Viele Schülerinnen und Schüler können diese Möglichkeiten lediglich über ihr Smartphone nutzen. Doch digitale Lernplattformen und Textverarbeitungsprogramme sind auf den kleinen Bildschirmen schwer zu benutzen. Und auch einen Film anzuschauen, um für einige Zeit dem Familienalltag zu entfliehen, ist auf dem Handydisplay schwer.

Zehn Schülerinnen und Schüler der Jahrgansstufen 8 und 9 der Stadtteilschule Wilhelmsburg hatten das Glück, einen gespendeten Laptop der Aurubis AG zu erhalten. Dieser Laptop gibt den Jugendlichen in Zeiten des Fernunterrichts die Möglichkeit, ihre Schulaufgaben von zu Hause zu erledigen und am virtuellen Unterricht teilzunehmen. Auch außerhalb des schulischen Computerraums können sie nun im Internet recherchieren oder Texte erstellen und bearbeiten. Bei dem Erhalt des Endgerätes haben sie einen Vertrag unterschrieben. Der Deal: Sie erledigen ihre Schulaufgaben auch während des Fernunterrichts und passen gut auf ihr neues Gerät auf. So werden die Laptops den Jugendlichen auch in Zukunft eine große Unterstützung sein – beispielsweise beim Verfassen ihrer Bewerbungen.

Die Aurubis AG ist Förderer von Teach First Deutschland. Diese Bildungsinitative entsendet Fellows an Schulen, wo sie Schülerinnen und Schülern im Unterricht und durch Projekte begleiten und fördern. Gleich zwei Fellows machen sich an unserer Stadtteilschule für die Jugendlichen stark. In diesen besonderen Zeiten hat die Aurubis AG zusätzlich Hardware für unsere Schule finanziert. Unsere Fellow Janine Schwarzenberg konnte die Laptops in Empfang nehmen und ihre Schülerinnen und Schüler damit überraschen. Durch einen Workshop bei der Übergabe konnten die Jugendlichen den Umgang mit ihren neuen Geräten trainieren.

Die Stadtteilschule Wilhelmsburg dankt der Aurubis AG herzlich für diese Spende.

Janine Schwarzenberg

Der Laptop wurde an Ort und Stelle eingerichtet und begutachtet.
Unsere Schülerinnen und Schüler sind begeistert von ihren neuen digitalen Wegbegleitern.
Ein Vertrag zwischen Nutzer und Spender (Aurubis AG) darf natürlich nicht fehlen.
 

Musik-Highlight „Voice of Wilhelmsburg“ – volle Hütte und Gänsehaut pur

Stadtteilschule Wilhelmsburg veranstaltet zum zweiten Mal „Voice of Wilhelmsburg“. Hohes Niveau und atemberaubende Stimmung in unserer Aula.

Was für ein Mut der Sängerinnen und Sänger, was für eine Stimmung in der Aula. Nach einem Vorentscheid, bei dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihren Song per Sprachnachricht an ihre Musiklehrerinnen und Musiklehrer schickten, stand fest: 18 Schülerinnen und Schüler durften sich auf das große Finale freuen. Begleitet durch unsere Lehrerband und unseren Moderator Sebastian Meyhuber, auch Lehrer an der STSW, ging es auf in die zweite Runde von: VOICE OF WILHELMSBURG!

Slider/Startseite: Connar und Sydney, Klasse 5e

Die Nachfrage war groß, die Karten schnell ausverkauft und die Aula der Stadtteilschule Wilhelmsburg bis auf den letzten Platz voll und ausgebucht. An einem Mittwochabend wurde nun in der Schule gesungen, gefeiert, bestaunt und applaudiert. Lehrer, Schüler und Eltern rückten an diesem Abend eng zusammen und genossen die fulminante Show-Atmosphäre mit „Nebelmaschine“ und „Backgroundband“, deren Gesichter keine geringeren waren als die bekannten Musiklehrerinnen und Musiklehrer unserer Schule. 

Schnell wurde klar, hier wird mit Niveau gesungen und „performt“. Die Sängerinnen und Sänger waren professionell vorbereitet und fühlten sich Stück für Stück in ihre Show, ihren Song, ein. Der Funke sprang sofort auf das Publikum über. Die Zuschauer standen auf, klatschten, kreischten und hatten sichtlich großen Spaß und waren stolz auf ihre Freunde, Kinder und Schützlinge, die den Mut hatten vor diesem tollen Publikum aufzutreten.

„Es ist schon bemerkenswert wie viele Schülerinnen und Schüler so mutig sind hier vor 300 Menschen zu singen und eine satte Performance abzuliefern“, hält der Moderator, Sebastian Meyhuber, fest.

Ben Lobgesang, Musiklehrer an der Stadtteilschule Wilhelmsburg und Mitorganisator der Veranstaltung, gab sich sehr positiv. Die Vorbereitungen hätten sich wirklich gelohnt und die Erwartungen der Musikkolleginnen und Musikkollegen wurden bei weitem übertroffen. 

„Es war ein wunderschöner Abend mit vielen tollen Darbietungen vor einem respektvollen und gutgelaunten Publikum. Eines meiner absoluten Highlights 2020“, lobte Ben Lobgesang, Musiklehrer und Mitorganisator

Das „Jungs gegen Mädchen“ auch mal umgekehrt laufen kann, nämlich „Mädchen gegen Jungs“, bewies das Duett aus Connar und Sydney aus der 5e, die eine tolle Zusammenarbeit leisteten. Die Aufführung stellt nicht nur das Original in den Schatten, in denen sich Jungs und Mädchen duellieren. Sydney und Connar waren sich gar nicht mehr so sicher, wer eigentlich auf die Idee kam, zusammen aufzutreten: „Das war ich“, sagte Connar. Sydney machte mit, obwohl sie es im ersten Moment „nicht so geil fand“. Wir sagen: Toll gemacht. Wir wollen mehr Duetts aus Jungen und Mädchen sehen!

Besonders großen Mut erwiesen auch Göktug (5b) und Djafar aus der Klasse 7e, die Hasan aus dem Vorjahr als männliche Solosänger ehrenvoll vertraten und mutig vor das Publikum traten.

Göktug rappte für seine Mama!
Djafar rockte die Aula!

Göktug präsentierte seinen eigenen Rapsong „Rap für Mama“ und sagt: „Ich rappe seit einem Jahr und singe auch im Projekt Rap for refugees.“ Dröhnende Bässe und laute Gitarren untermalten die besondere Leistung von Djafar. Er sang „Believer“ von den Imagine Dragons und brachte die Aula zum Beben.

Der Moderator Sebastian Meyhuber, Lehrer an der Stadtteilschule Wilhelmsburg und begeisterter Musiker, stellte bei dem Song „I want it that way“ (Backstreet Boys) fest, dass ein Musikkollege im Hintergrund auffällig textsicher war. Der Song war aktuell, „da war ich nicht mal 20“, prahlte der Moderator.

Princilla und Beyonce aus der 7a ließen mit dem Song der Backstreet Boys alte Erinnerungen ihrer Lehrer aufwecken und hatten sichtlich Spaß daran. Eine gelungene Überraschung!

Beyonce und Princilla haben das Herz der Zuschauer und ihrer Musiklehrer im Hintergrund erobert.
Katja Schlünzen (Schulleiterin) freut sich über das Sponsoring des Lions Club. Den Damen hat das Event sehr gefallen!

Zum Ende der Veranstaltung wurde die Leistung aller Sängerinnen und Sänger gebührend gefeiert und die Siegerinnen und Sieger der einzelnen Altersgruppen geehrt. Die Zeit verging zu schnell und viele Zuschauer sangen noch in den Fluren der Schule auf dem Weg nach Hause die eben vorgetragenen Hits.

Die Jury, bestehend aus Schulleiterin Katja Schlünzen, Frau Brandt (Lions Club Hamburg), Gabriella Krause (Abteilungsleitung 5-7), Martina Wegner (Schulbüro), Sidney und Özdenur (ehemalige Schüler) sowie Anne Großjean (Sonderpädagogin STSW) tat sich mit ihren Entscheidungen schwer, zumal jeder Auftritt eine große persönliche Leistung war und sich die Sängerinnen und Sänger mit Bravur verkauften. 

Ein besonderer Dank gilt dem Lions Club, ohne deren Sponsoring wir diese Veranstaltung nicht in diesem Maße durchführen könnten, den Kolleginnen und Kollegen, die in sämtlichen Funktionen unterstützt haben, den Musikkolleginnen und Musikkollegen, die „The Voice of Wilhelmsburg“ in diesem Großformat organisierten und der Profilklasse von Herrn Lobgesang, die das Event mit Filmaufnahmen und Bedienung der Lichttechnik tatenreich unterstützten.  

Nun freuen wir uns auf eine Fortsetzung mit Voice of Wilhelmsburg in 2021!

Date mit einem Ausbildungsbetrieb

Susann Stahlberg (Lehrerin für Berufsorientierung an der STSW) und Holger Völsch (Geschäftsführer Restaurant TRUDE)

Azubi-Speed-Dating im maritimen Zentrum der Stadtteilschule Wilhelmsburg

Am 20.02. konnten sich Schülerinnen und Schüler unseres zehnten Jahrgangs bei Bewerbungsgesprächen im Neubau unserer Schule unter Beweis stellen. 

Auf dem Programm stand ein Speed-Dating mit regionalen Ausbildungsbetrieben wie HTG/HSE Hoch- und Tiefbau Gadebusch GmbH, Pflegen & Wohnen Wilhelmsburg, Restaurant „TRUDE“ aus Barmbek und PCH Packing Center Hamburg GmbH.

Nachdem unser Abteilungsleiter 8-10, Florian Schreiter, und Susann Stahlberg (Lehrerin für Berufsorientierung an unserer Schule) die interessierten Schülerinnen und Schüler und Ausbildungsbetriebe begrüßten, ging es los in die erste Dating-Runde.

Viele unserer Schülerinnen und Schüler nutzten diesen direkten Draht, um Wissenswertes über die Ausbildungssituationen und –inhalte zu erfahren, aber auch um sich direkt in einem echten Bewerbungsgespräch vorzustellen und so die Chance auf eine wertvolle Ausbildung zu ergattern.

Gespräche mit potentiellen Arbeitgebern und interne Berufsberatung wechselten sich ab, sodass die Schülerinnen und Schüler gestärkt und mit Tipps gewappnet in die Gespräche gehen konnten und ihre Bewerbungen auf Vordermann brachten.

Für Eren Bulut aus der 10f war das Bewerbungs-Date so oder so ein Erfolg. Er sprach mit den Ausbildern von PCH Packing Center Hamburg GmbH, Serkan Koroglu und Tom Laborit, und ging entschlossen in das Gespräch. Wir sind gespannt was daraus wird.

Eren Bulut (10f) im Gespräch mit den Ausbildern von PCH.
Die Ausbilder von PCH stellten ihren Betrieb vor und nahmen sich viel Zeit für das Gespräch mit Eren.

Wir danken den beteiligten Betrieben für ihr Engagement und unseren Kolleginnen und Kollegen aus der Berufsorientierung sowie den Tutorinnen und Tutoren der zehnten Klassen.


Schülerinnen und Schüler der Stadtteilschule Wilhelmsburg veranstalten Fortbildung für das Lehrerkollegium

foodture – Ernährung mit Zukunft 

Worin besteht der Zusammenhang zwischen unserer täglichen Ernährung und dem Klimawandel? Eine Schülergruppe von 14 Schülerinnen und Schülern aus der 8c, 9b und der 9g ging dieser Frage an unserem außerschulischen Lernort im Spreehafen nach und stellte kurzerhand eine tolle Fortbildung für die Lehrerinnen und Lehrer der Stadtteilschule Wilhelmsburg auf die Beine.

Unser außerschulischer Lernort am Spreehafen. Hier fand die Vorbereitung statt.
Nuray (9g) mit einem Modell des Vertical Farming.

In Zusammenarbeit mit unserer Teach First Deutschland Kollegin Janine Schwarzenberg und dem Berliner Verein BildungsCent e.V. erarbeiteten die Schülerinnen und Schüler unserer Abteilung 8-10 wie wir bei einer rasant wachsenden Weltbevölkerung die Ernährung der Zukunft verändern müssen, damit es für alle reicht. Die Hintergründe dieses Themas wie der Ausstoß von Klimagasen durch Massentierhaltung, der Transport von Lebensmitteln, Plastikverbrauch, der Anbau von Obst und Gemüse mit Vertical Farming sowie die Alternativprodukte zu unserer gewohnten Ernährung wurden kontrovers diskutiert und bestaunt.

Es erscheint uns komisch und ungewohnt dabei an Algen oder Insekten zu denken, dabei gibt es schon heute die ersten Start-Ups in der Lebensmittelindustrie die auf Müsliriegel aus Heuschrecken oder Nudeln aus Algen setzen.

Während der zwei intensiven Tage im Lernort Spreehafen haben unsere Schülerinnen und Schüler eine Fortbildung für die Lehrkräfte der Stadtteilschule Wilhelmsburg entwickelt. Diese fand bereits statt und war außerordentlich gut besucht. 

Die Schülerinnen und Schüler haben also die üblichen Rollen getauscht und sind selbst als Lehrende vor eine Gruppe getreten. So konnten sie nicht nur ihr Wissen weitergeben, sondern auch zeigen, wie sie sich Unterricht vorstellen und selbst gerne lernen. Die Fortbildung war durch viele Methoden, wie interaktive Spiele, eine Gruppenarbeit und wertschätzendes Feedback geprägt. Zum Schluss wurden in einem Brainstorming Ideen gesammelt, wie unsere Stadtteilschule selbst nachhaltiger werden kann.

Festzuhalten bleibt, dass dieses Format, in dem die Rollen gewechselt wurden und gleichzeitig an einem für alle wichtigen Thema gearbeitet wurde, allen Spaß, neue Perspektiven und Denkansätze gebracht hat.

Winterfest traf viele Besucher

Stadtteilschule Wilhelmsburg zeigte am Nikolaustag ihr vielfältiges Angebot

Diese herrlichen Liebesäpfel wurden von Raihaan und Diana gemacht.
Die Mütter des Elterncafés kümmerten sich um den Kuchenverkauf.
Unsere Kantine war prall gefüllt, die Stimmung großartig!

„Ich denke, wir hatten ähnlich viele Besucher wie im vergangenen Jahr, die Stimmung war wieder äußerst harmonisch, und alle Klassen hatten unheimlich tolle Dinge angeboten“, resümierte Schulleiterin Katja Schlünzen am späten Abend des Nikolaustages.

Das erfolgreiche Konzept des letzten Jahres, das Winterfest mit dem Tag der offenen Tür zu kombinieren, wurde erfolgreich wiederholt. Viele Familien genossen am Nachmittag die gemütliche, weihnachtliche Stimmung bei Gebäck und Schmaus in der Kantine Perlstieg oder nahmen an den zahlreichen Bastel- und Spielangeboten teil. In der Sporthalle zeigten die „Großen“ ihr Musik- und Tanztalent, und die „Kleinsten“ aus der Vorschule überzeugten mit ihrem Theaterstück. Im Kreuzbau Perlstieg bestand die Möglichkeit, sich über den fast fertigen Neubau, die Vor- und Grundschule sowie die Oberstufe zu informieren. Kulturfans erklommen den zweiten Stock, um sich mit dem großartigen kulturellen Angebot der Stadtteilschule Wilhelmsburg vertraut zu machen.

Frohe Winter- und Weihnachtsstimmung auch im GWS-Gebäude

In den Fluren und Klassen des GWS-Gebäudes wurde die Vorfreude auf die winterliche Zeit nicht nur versüßt, sondern auch über viele Bereiche der Schule informiert. Das Maritime Zentrum Elbinseln stellte sich vor und die vielen Exkursionen und Sprachreisen wurden vorgestellt. Was bedeutet es genau, dass die STS Wilhelmsburg sich Umweltschule nennen darf und welche Klimaprojekte gibt es? Die Schulsprecher standen für viele interessante Gespräche parat und das Chancenwerk präsentierte Möglichkeiten der Lernförderung.

Die Gäste konnten sich an Mitmachaktionen zu physikalischen Experimenten und einem Sinnesgarten erproben und ihre Sinne schärfen. Ein kulinarisches Angebot leckerer Naschecken, liebevoll gestalteter Verkaufsplätze und Cafés sorgte für das Wohl der vielen Besucher.

Tanzen macht Spaß, besonders in der Gruppe.
Enes Sarikaya (Klasse 1) bastelt gern.
Leckereien durften natürlich nicht fehlen.
Bastel- und Mitmachangebote gab es in vielen Klassenräumen.
Unsere Schulsprecher Fabio und Joana informierten über ihre wichtige Arbeit an der Schule.

Podiumsdiskussion zu den Bürgerschaftswahlen an der Stadtteilschule Wilhelmsburg

Interessanter Auftakt der Podiumsdiskussion.
Herr Kelber-Bretz und die Runde der Regionalpolitiker (v.l.n.r.: Herr Weinreich, Frau Stöver, Herr Kelber-Bretz, Frau Lattwesen und Frau Böddinghaus).

Fragen stellen, Wünsche und Sorgen äußern, äußerst erwünscht - 9. Jahrgang diskutiert mit Größen der Regionalpolitik

Zur Podiumsdiskussion in der Aula der Stadtteilschule Wilhelmsburg erschienen Frau Boeddinghaus (Die Linke), Frau Lattwesen (Die Grünen), Frau Stöver (CDU) und Herr Weinreich (SPD). Die AfD wurde eingeladen, hat jedoch nicht reagiert und niemanden geschickt. Unser Kollege Wilhelm Kelber-Bretz moderierte das von der Profilklasse Zebra vorbereitete Event.

Los ging es mit einem kleinen Opener und Murmelrunden in den Reihen der Zuschauer. Daraufhin kamen die Politiker zu Wort und betonten einstimmig ihre Einigkeit hinsichtlich der Frage, welche Gemeinsamkeiten alle anwesenden Personen hätten: Alle würden auf Basis einer freiheitlichen und demokratischen Grundordnung Politik betreiben.

Neben dem Interesse an der Motivation in der Politik tätig zu sein stellten die Schülerinnen und Schüler des neunten Jahrgangs der Stadtteilschule Wilhelmsburg ihre im Unterricht vorbereiteten Fragen zu folgenden Themenfeldern vor:

- Zusammenleben und Verkehr in Wilhelmsburg/Hamburg

- Integration

- Klimawandel

- 17 SDG`s der UN: sustainable development goals (17 Ziele für nachhaltige Entwicklung)

- kostenloser ÖPNV für Jugendliche, Stadtbahn und Ausbau der U4

- Armutsbekämpfung

- Chancengleichheit

- Wohnungs-/Gewerbebau vs. Grünflächen erhalten

In jeweils zwei Minuten und mehreren Runden wurde ein großer Teil der Schülerfragen von den Politikerinnen und Politikern beantwortet.Anschließend wählten unsere Schülerinnen und Schüler die ihrer Meinung nach überzeugendste Person aus der Reihe der Politikerinnen und Politiker.

Wir bedanken uns bei den Politikern für die Teilnahme an unserer Veranstaltung und dem Profil Zebra sowie Herrn Kelber-Bretz für die tolle Organisation. Die Schülerinnen und Schüler gehen begeistert und informiert aus dieser heraus und konnten auf Grund ihrer aktiven Teilnahme eine differenziertere Meinung bilden.

„Die Podiumsdiskussion mit den Politikern war sehr interessant für uns alle. Am besten hat mir gefallen, dass alle Politiker sehr höflich und ausführlich die Fragen der Schüler beantwortet haben. Ich habe gelernt, dass Politiker in wenigen Minuten ganz viel über sich und über politische Probleme erzählen können. Ich verstehe viele Sachen jetzt viel besser.“

Jalda 9c

MINT-Netzwerktreffen an der STS Wilhelmsburg

MINT-Experten staunten bei ihrem Besuch über die vielfältigen MINT-Projekte an der STS Wilhelmsburg

Seit einem Jahr trägt die Stadtteilschule Wilhelmsburg für ihre hervorragende Arbeit im naturwissenschaftlichen Bereich das begehrte Exzellenz-Siegel „MINT-Schule Hamburg“ und gehört damit zum MINT-Netzwerk, dem lediglich vier weitere Hamburger Schulen beiwohnen. Halbjährlich treffen sich die MINT-Lehrerinnen und Lehrer der fünf Hamburger Flaggschiffe, um sich auszutauschen, neue Impulse zu bekommen und voneinander zu lernen.

Ende Oktober fand das zweitägige Treffen erstmalig an der Stadtteilschule Wilhelmsburg statt. Für die 25 MINT-Profi-Lehrkräfte hatten Kathrin Wittmaack (didaktische Leitung) und Uwe Junge (Koordinator der Naturwissenschaften) von der STS Wilhelmsburg ein interessantes und niveauvolles Programm ausgearbeitet: Workshops, Vorträge, Neubaubesichtigung und Erkundung von außerschulischen Lernorten wie dem Spreehafen. Damit die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen umfassenden Einblick in die praktische Arbeit der Stadtteilschule Wilhelmsburg bekommen konnten, präsentierte die Schule die Gesamtheit ihrer Projekte auf dem „Markt der Möglichkeiten“ gleich zu Beginn des Treffens. In der frisch gestrichenen Aula erklärten Schülerinnen und Schüler jeglichen Alters an ihrem „Marktstand“ den fachkundigen Lehrkräften der anderen MINT-Schulen ihre Projekte.

Yusein Ibrahim (17), Rukaiya Myomyon (15) und Yannick Johannsen (16) stehen den MINT-Experten Rede und Antwort.
Netzwerktreffen der fünf Hamburger MINT-Schulen an unserer Schule.
Christoph Blaszk fliegt auf die Raketen.

Manuela Schütt von der Gretel-Bergmann-Stadtteilschule fand die Museumsraum-Exponate der Profilklasse „Meer erleben“ hochinteressant und hatte sofort eine Idee, wie sie diese in ihrer Schule praktisch umsetzen kann. Gern erklärten Leonie Hofmann, Yannick Johannsen und Rukaiya Ibrahim ihr die Idee und Entstehungsgeschichte ihres Werkstücks. Die selbstgebauten Raketen hingegen begeisterten Christoph Blaszk von der STS Lohbrügge:

„Die Raketen sind super. Und man merkt, dass an dieser Schule die Schüler im Mittelpunkt stehen.“

Manuela Schütt findet die Museumsräume klasse.

Schulleiterin Katja Schlünzen freute sich, das MINT-Netzwerktreffen ausrichten zu können. „Die Stadtteilschule Wilhelmsburg ist die einzige ausgezeichnete MINT-Schule im gesamten Süderelberaum. Bei uns findet naturwissenschaftlicher Unterricht nicht erst in der Oberstufe statt, sondern beginnt bereits in unseren maritimen Grundschulprofilklassen. Unsere Schülerinnen und Schüler zeigen heute ihre erlernten Präsentationstechniken, ihre Teamfähigkeit und ihr Expertenwissen – und das vor Profi-Lehrern. Klasse!“

Unterstützt werden die fünf Hamburger MINT-Schulen von der Nordmetall-Stiftung.

Unser Klassenzimmer schwimmt in der Elbe

Gewässeruntersuchung vor dem "schwimmenden Klassenzimmer" mit dem NABU.

Die MINT-Klasse der Stadtteilschule Wilhelmsburg nimmt den Spreehafen unter die Lupe

„Wir leben auf der größten Flussinsel Europas“ – das wissen die Schülerinnen und Schüler der Stadtteilschule Wilhelmsburg. Zwischen Deutscharbeiten und Halbjahreszeugnissen kann dieser Gedanke allerdings schnell in den Hintergrund geraten. Nicht jedoch bei der MINT Klasse 8c: Jeden Dienstag treffen sie sich als Projektgruppe in ihrem schwimmenden Klassenzimmer im Spreehafen. Diesen besonderen Lernort auf der Elbe haben die Schülerinnen und Schüler einen Tag lang mit Unterstützung des NABU erforscht.

Mit Hilfe eines Bewertungsrasters soll der ökologische Zustand des Flusses bestimmt werden. Die Untersuchungskriterien der „Elbforscher“ an diesem Projekttag sind vielfältig und reichen von der Bestimmung des PH-Werts bis hin zum Mikroskopieren von Gewässerproben. Zusammen identifizieren die Schülerinnen und Schüler Wappen-Rädertiere, Flügelkrebse und andere Planktonarten. Sie haben sichtlich Spaß dabei die Wasserorganismen genauer unter die Lupe zu nehmen. 

Auch die Struktur der Elbe und das Gewässerumfeld im Spreehafen wurden von der Klasse untersucht und musste als schlecht eingestuft werden – klar, denn die Renaturierung des ehemaligen Industriehafenbeckens braucht seine Zeit. Ähnliche negative Werte werden bei Uferstruktur und Uferbewuchs vergeben. Auf die Frage des NABU-Teams, woran das liege, erwidert ein Schüler: Der negative Einfluss des Menschen auf den Naturraum Elbe. 

Müll nicht in die Natur werfen, weniger Plastik kaufen und manchmal auf Fleisch verzichten – Wie jeder Einzelne nachhaltig mit seiner Umwelt umgehen kann, ist das Oberthema dieses Projekts. Das reicht von der Diskussion globaler Zusammenhänge bis hin zu konkreten Verhaltenstipps.

Im außerschulischen Lernort Spreehafen, den die Stadtteilschule Wilhelmsburg zusammen mit der Edmund Siemers Stiftung aufgebaut hat, lernen sie in den nächsten Monaten noch einiges mehr über Nachhaltigkeit und werden selbst aktiv.

Text:Janine Schwarzenberg

Fellow an der Stadtteilschule Wilhelmsburg (Teach First Deutschland)

Bestimmung von PH-Werten.

Besuch der Nablus Circus School

Nablus Circus School - Bericht von Leon Leisner, 9c, Profilklasse Zebra

Nablus Circus School

Am 21.10.19 war die Nablus Circus School aus Palästina hier in Hamburg. Wir, die Profilklasse Zebra, haben sie zwei Tage lang begleitet. Zuerst betreuten wir ihren Auftritt im Bürgerhaus. Wir halfen beim Einlass, dem Aufbau und bei der Technik. Der Auftritt vor über 300 Schülern war super, alle waren begeistert.

Nach dem Auftritt durften wir noch kurz nach Hause, um uns für den gemeinsamen Aufenthalt im Naturfreundehaus Maschen vorzubereiten. Um 17:30 fuhren wir mit der S-Bahn von Wilhelmsburg los. In Maschen angekommen mussten wir noch einen 20-minütigen Fußmarsch hinter uns bringen. Im Haus bezogen wir unsere Zimmer und kurz darauf gingen wir in die Küche, um das Abendessen vorzubereiten. Damit wollten wir die Palästinenser empfangen. Als wir mit dem gemeinsamen Abendessen fertig waren, spielten wir noch zusammen. Dabei musste man sich nicht unbedingt über Sprache verständigen können. Das war lustig. Zum Abschluss hat Herr Kelber noch ein paar Zaubertricks gezeigt.

Um 23:00 Uhr gingen wir ins Bett, damit wir am nächsten Morgen ausgeschlafen das Frühstück vorbereiten konnten. Nach dem gemeinsamen Frühstück machten wir Jungs den Abwasch. Als das erledigt war, hatten wir noch etwas Freizeit, konnten unser Zimmer säubern und unsere Sachen zusammenpacken. Danach haben wir einen Spaziergang gemacht, der noch zu einem kleinen Abenteuer wurde. Das "Abenteuer" bestand darin, dass wir einem älteren Mann halfen, sein Auto aus dem Wald zu schieben.

Als wir wieder am Haus waren, war es Zeit zum Mittagessen, das wir schnell essen mussten, denn wir waren unter Zeitdruck, um den Bus noch zu erreichen. Wir zogen sofort los. Wir fuhren die gleiche Strecke zurück, um rechtzeitig in Wilhelmsburg anzukommen. Wir hatten noch eine besondere Aktivität mit den Palästinensern geplant. Um 14:30 Uhr fing der gemeinsame Zirkusworkshop an, bei dem wir Jonglieren und Akrobatik beigebracht bekommen haben. Das hat uns allen viel Spaß gemacht. Danach verabschiedeten wir uns herzlich.

Toll war, dass die jungen Leute aus Palästina so offen waren und wir fast nur auf Englisch geredet haben.

Ich hoffe, dass wir den Kontakt aufrechterhalten können.

Leon Leisner, 9c Profilklasse Zebra

Nablus Circus School

Die Geschichte dahinter: 1999, als die Gewalt und Unruhen vor der zweiten Intifada immer mehr zunahmen, reagierte eine Gruppe kreativer Jugendlicher ganz unerwartet: sie nahmen Clownsnasen und verwandelten lokale Anekdoten in Clowns-Stücke. Vor allem in den ärmsten und am stärksten benachteiligten Gebieten rund um Nablus führten sie Shows für Kinder auf.

 

 

Bilder von der Aufführung

Bilder vom Workshop

Unser Zebra-Profil empfängt die Gäste aus Palästina

Die "Nablus Circus School" betreut derzeit mehr als 100 Schülerinnen und Schüler an einem Standort in Nablus und erreicht über 200 in Workshops außerhalb von Nablus! Mehr als 5000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene besuchen jährlich ihre Veranstaltungen.

Streitschlichtungstag 2019 und wir waren mit dabei!

Zum Streitschlichtertag am 18.09.2019 kamen viele Streitschlichter und Streitschlichterinnen aus sämtlichen Hamburger Schulen zusammen, um sich auszutauschen und geehrt zu werden. Auch die beteiligten Lehrerinnen und Lehrer bekamen die Chance sich mit Kolleginnen und Kollegen anderer Schulen auszutauschen, kritisch zu sein und Fragen zu stellen.

Gemeinsam mit sieben Schülerinnen und Schülern aus dem 8. Jahrgang ist auch die Stadtteilschule Wilhelmsburg zum Streitschlichtungstag ins Lehrerinstitut nach Eimsbüttel gefahren. 

Ein tolles und unterhaltsames Rahmenprogramm hat die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf diesen Tag eingestimmt und fokussiert. Doch die abschließende Ehrung aller Schülerinnen und Schüler war die Krönung des Tages.

Assieb aus der 8f sagte: „Es war sehr cool. Wir haben erzählt bekommen wie die anderen Schüler und Schülerinnen die Konflikte lösen. Es hat mir sehr weitergeholfen. Die Erwachsenen haben uns sehr dafür gelobt, dass wir freiwillig Konflikte lösen. Das hat mich sehr motiviert und mir Spaß gemacht.“

Frau Staade stellte fest: „Es hat die Schülerinnen und Schüler sehr motiviert und auch ich gehe sehr motiviert und mit einer neuen Struktur zur Verbesserung von Schlichtung an unserer Schule nach Hause. Ein toller Tag!“

Rollstuhlbasketball mit den BG Baskets des HSV

8. Jahrgang der Stadtteilschule Wilhelmsburg nimmt an Aurubis Inklusionstag teil.

Mit dem Engagement der BG Baskets und der Firma Aurubis konnte der Inklusionstag auf die Beine gestellt werden.

Wie es ist, sich in einem Rollstuhl auf dem Basketballfeld zu bewegen und in einer Mannschaft zu agieren, das durfte ein großer Teil unseres achten Jahrgangs erfahren. Zwei professionelle Rollstuhlbasketballer der BG Baskets (HSV) haben unseren Schülerinnen und Schülern das Dribbeln und Werfen im Rollstuhl eindrucksvoll in einer abwechslungsreichen Trainingseinheit nähergebracht. Dabei kam der interessierte Austausch über das Leben im Rollstuhl und mit Behinderung nicht zu kurz. Die Schülerinnen und Schüler hatten sichtlich Spaß bei dieser Veranstaltung und gehen gestärkt mit neuen Perspektiven aus dieser heraus. 

Die Firma Aurubis unterstützte den Inklusionstag und stellte ihren Ausbilder Herrn Holstein und Auszubildende der Firma zur Verfügung, wodurch die Schülerinnen und Schüler des achten Jahrgangs ausbildungsrelevante Inhalte erfragen und direkten Kontakt herstellen konnten.

Zum krönenden Abschluss hat jede Klasse Freikarten für ein Heimspiel der BG Baskets in der edel-optics Arena in Wilhelmsburg erhalten. Wir freuen uns auf eine Wiederholung dieser gewinnbringenden Veranstaltung und bedanken uns herzlich bei den BG Baskets des HSV und Aurubis für den Inklusionstag!

Die Firma Aurubis unterstützt die Veranstaltung...
...und informiert über Ausbildungsinhalte und -möglichkeiten im Betrieb.
Positionswurf aus dem Rollstuhl.
Nur im Team geht es richtig voran!