Stadtteilschule Wilhelmsburg
Hier leben wir. Hier lernen wir. Hier starten wir.

News und Projekte aus der Sekundarstufe 1

Ausbildungsmesse an der STSW

Stadtteilschule Wilhelmsburg und Kooperationspartner Joblinge gAG Hanse richten Azubi-Messe aus

Am 18. November hatten rund 180 Schülerinnen und Schüler verschiedener Schulen die Chance sich über berufliche Anschlüsse zu informieren, sich Firmen zu präsentieren und wichtige Kontakte für den individuellen, beruflichen Weg zu knüpfen.

Betriebe der Region und überregionale Firmen haben sich somit, gemeinsam mit unseren Schüler:innen, auf den Weg gemacht, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Ein breites Spektrum medizinischer Berufe, anderer Dienstleister, handwerklicher Betriebe und der Industrie zeigte, welche Wege sich mit unterschiedlichen Abschlüssen bieten.

Neben Ausbildungsangeboten nach Klasse 9/10 wurde so aufgezeigt, welche Chancen sich anschließend an erfolgreiche Ausbildungen in den jeweiligen Branchen und Betrieben eröffnen. Auch die Gastronomie-Branche war vertreten und hätte am liebsten gleich Auszubildende in den Profilen aus Jahrgang 8 gefunden.

Die Profile “Wir drehen am Rad” und “Zu Gast in Hamburg” boten fantastische Messe-Verpflegung!

Die Profile “Wir drehen am Rad” und “Zu Gast in Hamburg” boten fantastische Messe-Verpflegung und haben so die Veranstaltung für ihre berufliche Orientierung genutzt.

Die Ausrichtung war nur mit unserem Kooperationspartner Joblinge gAG Hanse möglich. Für die Besucher:innen sagen wir:

Herzlichen Dank an die Joblinge und alle ausstellenden Betriebe.

Bunte Profilangebote in der Abteilung 8-10

Die 10a zeigt was sie kann!
Alle Jahrgänge stellten tolle Moderator:innen.
Herr Schreiter, Abteilungsleiter 8-10, begrüßt alle Jahrgänge herzlich.

Unsere Profile stellen ihre vielfältige Arbeit vor!

Modern, kreativ, divers und digital up-to-date zeigten sich unsere Schüler:innen zur diesjährigen Profilpräsentation in der Abteilung 8-10. Dazu versammelten sich die Jahrgänge jeweils in unserer „schmucken“ Aula und zeigten, was sie in den letzten Jahren dazu lernen konnten. Vielfältig wie die Inhalte waren auch die von den Schüler:innen eingesetzten Methoden – Moderationen, flüssige Übergänge in digitale Präsentationen – hier beherrscht jemand das Handwerk!

Die Profile des achten, neunten und zehnten Jahrgangs der Stadtteilschule Wilhelmsburg stellten ihre Arbeit gegenseitig vor. Wie? Mit Moderationen, Präsentationen, Quiz und Videosequenzen, die unsere Schüler:innen selbst drehten und in Nachtschichten mit wenig Unterstützung ihrer Tutorinnen und Tutoren zusammenschnitten.

Die Videopräsentationen wurden untermauert durch begleitende Anmoderationen und natürlich „fresher“ Musik. Danait und Princilla aus unserer 10a moderierten gekonnt die Profilpräsentationen des zehnten Jahrgangs, nachdem Herr Schreiter, Abteilungsleiter 8-10, wie gewohnt die Zuschauer:innen begrüßte und stellvertretend für die Stadtteilschule Wilhelmsburg das große Lob für die tollen Produkte der Schüler:innen anbrachte.

Besonders hervorhebenswert ist die Fülle an Projekten in allen Jahrgängen, die sich mit tollen Angeboten an jüngere Schüler:innen, die älteren Generationen in Seniorenheimen, hilfsbedürftige Menschen oder an das Umweltbewusstsein und die Nachhaltigkeit im Allgemeinen richten. Hier ist ein starkes WIR und eine Identität zu erkennen, die ihresgleichen sucht.

Jahrgang 8

Nach etwa zwölf Wochen Profilarbeit hatten unsere neuen achten Klassen schon viel zu berichten. Auch in ihrer Präsentationskompetenz können sie sich sehen lassen.

Profil der Klasse 8a: Wir drehen am Rad
In diesem Profil steht das Fahrrad im Mittelpunkt. Nach einem erfolgreichen Fahrtraining wurden Radtouren und Rundkurse ausarbeit und durchgeführt. Schwerpunkt ist auch die Sicherheit im Verkehr, die Begleitung anderer interessierter Gruppen, die Wartung und Reparatur der Räder, sowie das Angebot von Reparaturhilfen an Schüler:innen und Lehrer:innen.

Profil der Klasse 8b: Zu Gast in Hamburg
Mit wechselnden Gruppen in Kochen und Theorie wird hier zielorientiert auf das nächste „Maritime Stadtteildinner“ als Großevent am 14.6.2023 hingearbeitet. Das Menü soll ein vielfältiges internationales Angebot sein. In diesem Profil lernen die Schüler:innen von Beginn an die Hygienevorschriften kennen, erproben internationale Rezepte und wählen sie für das Dinner aus. Im Sinne der Berufsorientierung fanden Besichtigungen und Diskussionen in Hotels (Gastgewerbe) und der Gastronomie statt.

Profil der Klasse 8c: MINT Klasse
In diesem Profil dreht sich alles um die MINT-Fächer. Roboter werden gebaut, mit Hilfe von Bricks programmiert, getestet und mit dem Computer Colliope Mini erweitert. Damit lassen sich Features wie Farben, Lichter und Musik ergänzen. In einer  Kreativgruppe widmet man sich dem Hausdesign. Die Schüler:innen modellierten ihr eigenes Traumhaus aus Pappe, welches später technisch gezeichnet werden soll. Zudem wurden Raketen aus Flaschen gebaut und erprobt.

Profil der Klasse 8d: Elbinseldetektive
Die Elbinseldetektive haben das Hausboot Fried im Wilhelmsburger Spreehafen kennengelernt und über politische Themen debattiert. Der Fried ist sozusagen unser schwimmendes Klassenzimmer und außerschulischer Lernort in vielen Projektzusammenhängen. Im Wälderhaus wurde das Hotel besichtigt und Kunstwerke betrachtet, wie im Mini-Museum dazu gelernt. Im deutschen Klimarechenzentrum haben die Schüler:innen erfahren wie Klimaentwicklungen prognostiziert werden und damit das Problem der Erderwärmung genauer verstanden. Natürlich wurde auch die Umweltbehörde in unserem Stadtteil besichtigt und die Aufgaben der Behörde genauer kennengelernt. Spannend sind auch die Entdeckungen im Naturschutzgebiet Bunthäuserspitze. Ein Quiz rundete die Vorstellung dieses Profils ab.

Profil der Klasse 8e: Zu Gast in Hamburg 2
Dieses Profil kocht für sich, für Schüler:innen der Schule und für Feste. Es wird ein großes Familien-Dinner für Freunde und Familienmitglieder geplant. Dazu werden Rezepte nachgekocht und Gänge eines Menüs kennengelernt. In einer Koch- und Rezeptwoche werden Küchenregeln thematisiert und die Auswahl von Gerichten für dasFamilien-Dinner getroffen. Das Profil hat das Laternenfest der Vor- und Grundschule begleitet und unterstützt mit einem großen Angebot beim diesjährigen Winterfest.

 

Jahrgang 9

Nachdem Herr Schreiter, Abteilungsleiter 8-10, die Präsentationen der neunten Klassen eröffnet begann eine von der Profilklasse „Sports and Reports“ geplante Show der Extraklasse.

Eslem und Melissa, Schüler:innen der 9b moderierten die Veranstaltung und stimmten die Zuschauer:innen mit einer Mitmachaktion und einem gemeinsamen „We will rock you“ auf die folgenden Präsentationen ein. Abwechselnd wurden nun Präsentationen gezeigt und Mitmachaktionen durchgeführt: Armdrücken, Plankchallenge, Tauziehen gegen die Lehrer:innen oder Ballhochhalten waren die Disziplinen. Meist sahen die Schüler:innen dabei besser aus!

Profil der Klasse 9e: Planen und Bauen am Wasser
In dieser Profilklasse arbeiten die Schüler:innen meist am außerschulischen Lernort im „Haus der Projekte“. Neuestes Projekt it der Bau eines SUP. Videoaufzeichnungen und professionelle Projektpläne unterstützen dieses Vorhaben von der Modellierung bis hin zur Testung auf dem Wasser in naher Zukunft.

Profil der Klasse 9c: Global Creator
Die Schüler:innen dieses Profils arbeiten in Interessengruppen an unterschiedlichen Projekten. So wurden internationale Studenten interviewt, Ausstellungen angeschaut, die Peking im Hafenmuseum begutachtet oder Projekten mit den Zinnwerken in Wilhelmsburg geschmiedet. Eine Gruppe setzte sich mit der Programmierung von VR Brillen auseinander, eine andere Gruppe erforschte die Geschichte von bekannten Seefahrerinnen unter dem Projektnamen „Frauen an Bord.“

Profil der Klasse 9d: Musik, Kultur und Challenges
Diese Profilklasse arbeitet in Gruppen, in denen eigenständig an Herzensprojekten gearbeitet wurde. Es fanden ausgearbeitete Radtouren, ein Fussballturnier mit Nachbarklassen oder Kochen für die eigene Klasse statt. Zwei Gruppen setzten sich mit der Komposition eines eigenen Songs auseinander. Diese lassen sich schon gut „hören“.

Profil der Klasse 9b: Sports and Reports
Wie an diesem heutigen Tag zu sehen sind diese Profilschüler:innen engagiert dabei, Bewegungsaktionen in den Schulalltag zu implementieren. Sie planen Events, leiten Training und Kleingruppen an, berichten teilweise zweisprachig in digitalen Medien von ihren Erlebnissen und führen selbstgesetzte Challenges durch. Dazu gehört die Teilnahme am kommenden Insellauf oder die Ausbildung zum Jugendgruppenleiter/in.

Profil der Klasse 9a: Blick über den Tellerrand
Der Tagesablauf ist sehr standardisiert und die Arbeit im Profil scheint den Schüler:innen sehr viel Spaß zu machen. Morgens wird mit der Planung gestartet, Theorie oder Lehrküche, Backen oder Kochen. Die Rezepte werden dann in Gruppen bearbeitet, Zutaten zubereitet und nebenbei die Hygiene und die Sicherheit in der Großküche thematisiert. Schwerpunktthemen waren zudem Milchersatzprodukte, Haltungsformen von Kühen oder Fleischersatzprodukte. Abschließend kündigte diese Klasse ein für den Jahrgang erstelltes Probierbuffet an: Fingerfood im Foyer des Jahrgangsgebäudes.

Jahrgang 10

Profil der Klasse 10a: Rund um die Bühne
Die Profilschüler:innen beschäftigen sich umfassend mit dem Eurovision Songcontest (ESC), planen eigene Events, haben ihren eigenen Song geschrieben und professionell aufgenommen. Mit diesem Song wurden sogar Preise gewonnen. Im Fokus stand auch die schulweite Aktion gegen den Krieg in der Ukraine. Mit dem Song „Wir sagen Stopp“ und weiteren Aktionen gegen den Krieg, für Gleichbehandlung und die Gemeinschaft betreffenden Themen engagierten sich die Schüler:innen in diesem Profil.

Profil der Klasse 10b: Culture in Motion
Wieder einmal beindruckten uns diese Profilschüler:innen mit einer traumhaften Darbietung, dieses Mal mit Bezug zum Yoga. Theater mit Gesellschaftskritik und Anregung von Bewusstwerdungsprozessen mit Hilfe darstellender Kunst sind nur kleine Einblicke in diese Profilklasse. Nourhen, Schülerin des Profils sagt: “Wir haben uns durch Yoga beruhigt und konnten uns besser konzentrieren. Das hat Spaß gemacht. Unsere Klasse ist durch die Profilaktionen toll zusammengewachsen.”

Profil der Klasse 10c: Fit for future
Ernährung, Bewegung sowie Gesundheitsprävention stehen in diesem Profil im Mittelpunkt. Die Schüler:innen setzen sich in Projekten für die gesamte Schule ein und erlernen das Anleiten von Sportspielen sowie sozialem Training.

Profil der Klasse 10d: Wir für Hamburg
In verschiedenen Gruppen werden in diesem Profil Projekte von Herzen angegangen. So wurde ein Tierschutzverein kennengelernt und der Frage nachgegangen warum man sich für Tiere einsetzen sollte. Es wurden Spenden für unterschiedliche soziale Anlässe gesammelt, Workshops zur Nachhaltigkeit durchgeführt und ein Actionbound für unsere Internationale Vorbereitungsklasse entwickelt, um den Stadtteil besser kennenzulernen. In Zukunft soll die Zusammenarbeit mit Pflegeheimen gestärkt werden. Dafür wird Kontakt aufgenommen. Der Bedarf an Austausch ist in jedem Fall da. Unsere Profilschüler:innen möchten Bücher vorlesen und viele Gespräche durchführen. Eine Gruppe unterstützt die Grundschule immer montags, bastelt und hilft. Es besteht ein großes Interesse in dieser Berufssparte.

Profil der Klasse 10f: Smart Gaming
Mit Hilfe von Softwareprogrammen wie Scratch oder Python wird hier das Geschick der Schüler:innen erprobt. Durch die Zusammenarbeit mit der Hackerschool werden dafür die Grundlagen gelegt. Es wurden bereits Mini-Spiele programmiert. Programme wie Pixel-Art und Robot Karol halfen dabei. Im zentralen Fokus steht das Kennenlernen der Berufsfelder im IT-Bereich und die Frage „Wie könnte unser weiterer Weg aussehen?“.

Die Einblicke in die Arbeit unserer Profile zeigten das enorme Potential der Profilarbeit, in der sich unsere Schüler:innen mit dem gewählten Profilthema identifizieren und Stärken durchblicken lassen, von denen sie selbst nie gedachte hätten diese zu besitzen. Selbstbewusst und authentisch repräsentierten unsere Schüler:innen ihre Profile. Wir sind stolz! Ihr könnt stolz sein!

Rollstuhlbasketball mit den BG Baskets des HSV

Ali Ahmadi (BG Baskets) erklärt die Ballmitnahme mit Hilfe des Rollstuhls - das sieht richtig cool aus!

8. Jahrgang der Stadtteilschule Wilhelmsburg nimmt an Aurubis Inklusionstag teil.

Wie es ist, sich in einem Rollstuhl auf dem Basketballfeld zu bewegen und in einer Mannschaft zu agieren, das durfte unser achter Jahrgang erfahren.

Ali Ahmadi und Kai Möller, professionelle Rollstuhlbasketballer der BG Baskets (HSV) haben unseren Schüler:innen das Dribbeln und Werfen im Rollstuhl eindrucksvoll in einer abwechslungsreichen Trainingseinheit nähergebracht. Inken Pfeiffer, Mitarbeiterin des Hamburger Sportbundes und der BG Baskets des HSV unterstützte bei den Trainingseinheiten und organisierte wiederholt den Inklusionstag an der Stadtteilschule Wilhelmsburg.

Efe A. aus der Klasse 9b, Sportprofil, erinnert sich an letztes Jahr und daran hat sich nichts geändert: „Ali war im Rollstuhl sehr schnell und wendig. Einmal sollten wir ihn ticken. Das war wirklich schwer. Obwohl wir in der Überzahl waren, haben wir es nicht einfach geschafft.“

Der Austausch über das Leben im Rollstuhl und mit Behinderung stand in den Zwischenreflexionen im Fokus. Die Schüler:innen zeigten sich sehr interessiert wie auch einfühlsam und hatten sichtlich Spaß bei der Veranstaltung. Damit gehen sie gestärkt und mit neuen Perspektiven in das neue Schuljahr in einer neuen Profilklasse.

Zum krönenden Abschluss hat unser achter Jahrgang Freikarten für ein Heimspiel der BG Baskets in der edel-optics Arena in Wilhelmsburg erhalten.

Wir freuen uns auf eine Wiederholung dieser gewinnbringenden Veranstaltung und bedanken uns herzlich bei den BG Baskets des HSV und der Firma Aurubis für den erfolgreichen Inklusionstag!

Über das Leben im Rollstuhl ging es in den Zwischenreflexionen.
Unttericht im Rollstuhl versetzt die Schüler:innen in eine neue Perspektive.
Kai Möller (BG Baskets) gibt Hilfestellung bei dem herausfordernden Positionswurf aus dem Rollstuhl.
 

Tosender Applaus für Akrobatik aus Palästina

Nablus Circus School im Bürgerhaus Wilhelmsburg – ein Schülerinnenbericht aus der 9b

Ende August sind wir mit der Klasse zum Bürgerhaus gegangen, um uns eine Circus Show von einer Gruppe aus Palästina anzuschauen. Herr Kelber-Bretz, ehemaliger Lehrer an unserer Schule, hatte uns eingeladen an der Show teilzunehmen.
 
Als wir angekommen sind haben Frau Schlünzen, unsere Schulleiterin, und Herr Kelber-Bretz noch ein paar Worte gesagt. Dann hat die Vorführung angefangen. Sie präsentierten eine spannende Fashion Show, in der es zu einer unerwarteten Wendung kam. Die erste Vorstellung war das Jonglieren mit Bällen, danach kam die zweite Person mit Diabolo Tricks. Zwischendurch gab es immer wieder Akrobatiktricks. Ihr Schauspiel war auch sehr toll. Das Licht und die Musik haben die Show sehr spannend gemacht, wir haben tolle Effekte gesehen. Am Ende gab es riesigen Applaus und danach konnte jeder noch ein paar Fragen stellen, auf Englisch selbstverständlich.

Wir fanden die Vorstellung sehr cool, das Schauspiel und die Akrobatik haben uns am meisten gefallen. Wir finden es auch sehr toll, dass die fünf Artist:innen trotz der jetzigen Situation in Palästina so eine glückliche Ausstrahlung hatten. Deren Familiengeschichten und wie sie zusammengekommen sind waren auch sehr interessant. Es lohnt sich sehr, sich die Nablus School anzuschauen, es ist witzig und spannend für Groß und Klein.

- Ein Bericht von Kifayatou Alidou aus der 9b -

„Der geheime Garten“ – unsere 8d mit einer Premiere im Theater

"Die Cholera geht rum..."

Ihre Eltern sind an Cholera gestorben, nun soll die Tochter Mary Lennox nach England in ein entlegenes Herrenhaus geschickt werden. Moor weit und breit, ein spannendes Setting, tolle Hauptrollen und das Geheimnis um einen sich später wieder in voller Pracht schmückenden Gartens zeigen die Geschichte von Mary und Collin, dem am Ende Unglaubliches geschah.

Stimmen der Hauptrollen:

„Mir hat gefallen, dass wir ein Schulprojekt durchgezogen haben und so viel Zeit investiert haben. Es gab Höhen und Tiefen, aber am Ende haben wir es geschafft.“ (Ana Pinto Pereira)

„Das Schöne an dem Stück war, dass wir so etwas erleben konnten. Wir haben erfahren, was man alles für ein Theaterstück brauch und dass es auch schwer werden kann. Aber wir haben es geschafft. Es wird eine sehr schöne Erinnerung bleiben.“ (Hatice Aydin)

„Was ich besonders schön fand war, dass wir das Theaterstück zu Ende bringen konnten. Obwohl es viele Hindernisse gab, konnten wir es als Klasse schaffen!“ (Chanice F. Tavares)

Impressionen aus dem Theaterstück:

 




Mit dem Bike nach Poppenbüttel!

Fahrradroute „2. Grüner Ring“

Schüler:innen der Stadtteilschule Wilhelmsburg und der Schule auf der Veddel machten sich auf den Weg nach Poppenbüttel

50km bei Hitze und 30°C sind kein Zuckerschlecken. Gut vorbereitete Schüler:innen der Stadtteilschule Wilhelmsburg und der Schule auf der Veddel nahmen sich trotzdem dieser Herausforderung an. Unsere Biker:innen nutzen die Fahrradroute „2. Grüner Ring“, um mit den schuleigenen Fahrrädern ihr Ziel, die Stadtteilschule Poppenbüttel, zu erreichen. In Poppenbüttel erwartete man unsere Schüler:innen mit einem verdienten Abspann, Austausch und gemeinsamen Abendessen. Leider kam es nicht zu diesem Treffen, da wir nach knapp 35 Kilometern einen unerwarteten Unfallsturz zu verzeichnen hatten. Der Schülerin geht es den Umständen entsprechend gut und die Tour wie auch die Initiative für einen schulübergreifenden Austausch haben allen Beteiligten sehr gut gefallen.

So haben wir uns vorbereitet:


Im Ganztagskurs „Beckers STSW radelt los!“ (Name an der Stadtteilschule Wilhelmsburg) ging es darum sich ein Jahr lang einmal pro Woche für zwei Schulstunden mit dem Fahrrad und einer Fahrradtour zu beschäftigen. Hauptinhalte waren der Erwerb grundlegender Fähigkeiten, um ein Fahrrad zu reparieren, sowie die Planung und Durchführung einer mehrtägigen Fahrradtour zur Umrundung Hamburgs (Grüner Ring Hamburg). Dabei wurde der Kurs von Teach First Fellow, Jens Becker, an der STS Wilhelmsburg geleitet. Gleichzeitig fand der Kurs in Jahrgang 8 an der „Schule auf der Veddel“ statt, angeleitet durch Teach First Fellow, Ann-Christin Krohn.

Jens Becker, Teach First Deutschland Fellow an der Stadtteilschule Wilhelmsburg fasst zusammen: „Trotz des nicht erreichten Ziels ist es für die Schüler:innen eine wichtige und besondere Lebenserfahrung gewesen in einer schwierigen Situation nach dem Sturz zu lernen nicht die Nerven zu verlieren und den Kopf hängen zu lassen, sondern die Situation zusammen neu zu bewerten und somit handlungs- und entscheidungsfähig zu bleiben und am Ende die schwierige Entscheidung zu treffen – das Aufgeben der Tour. Das sind wichtige Lebenserfahrungen, die sie nur in praxisnahen Situationen in der Schule bekommen können.“

Die Zusammenarbeit klappte hervorragend und es konnten trotz des Ausfalls des Finales in Poppenbüttel bereits Freundschaften geschlossen werden. So hatten Wilhelmsburger und Veddeler Lehrer:innen wie auch Schüler:innen nach dem Sturz eine ausgiebige Pause und wuchsen bei einer Wasserschlacht am Ojendorfer See eng zusammen. Auch auf dem Rückweg war unser Lastenrad ein treuer Begleiter dieser Initiative und bewährte sich als Gepäck- und Verpflegungsfahrzeug. Nun freuen wir uns auf weitere schulübergreifende Aktionen nach der Sommerpause!

 

 

Wir bauen Boote!

MINT-Profil der Stadtteilschule Wilhelmsburg präsentiert selbstgebaute Boote

Bei strahlendem Sonnenschein versammelten sich im Laufe des Tages viele Klassen der Stadtteilschule Wilhelmsburg neben dem Bürgerhaus am Aßmannkanal, um die Arbeit des MINT-Profils unserer Schule zu bestaunen. Denn heute war die große Präsentation, passend zur maritimen Projektwoche der Stadtteilschule Wilhelmsburg. In diesem dreijährigen Profil wurden Boote gebaut und mit Technik ausgestattet, der Klimawandel unter die Lupe genommen, Wettermessungen durchgeführt und Workshops zur Nachhaltigkeit im außerschulischen Klassenzimmer im Spreehafen durchgeführt.

MINT-Profiler:innen bei der Präsentation ihrer zwei lüttIng-Projekte im Wilhelmsburger Bürgerhaus. Foto: Nils Heit

Heute war also der große Tag der Profilschüler:innen der 10c. Ihre Boote wurden ins Wasser gelassen und vielen interessierten Schüler:innen und ihren Lehrer:innen präsentiert. Der Zuspruch und die Wertschätzung waren groß, die Bootsrennen kamen gut an. Das Angebot an konstruierten Booten ist vielfältig: ein imposanter Katamaran, ein Partyboot mit Drohnenlandeplattform oder Rennboote mit ordentlich Dampf! Da steckt viel Know-How aus dem mathematisch-naturwissenschaftlichem Bereich drin, das sich die Mint-Profiler:innen in ihrem Unterricht angeeignet haben.

Die Initiative „lüttIng – Technik trifft Schule“ hat die Profilklasse 10c und Schüler:innen aus der Parallelklasse 10f über zwei Jahre materiell und in vielen Workshops unterstützt. Ohne diese Unterstützung hätten diese tollen Produkte nicht zustande kommen können. Vielen Dank!

Herr Münning und Herr Reinstorf erklären den interessierten Schüler:innen die Bauweise einzelner Boote.
Unsere Grundschüler:innen sind besonders beeindruckt von den facettenreichen Booten!

Der Profil- und Klassenlehrer Martin Münning erzählt mit strahlenden Augen: „Es ist total schön zu sehen, wie stolz meine Schüler:innen auf ihre Arbeit sind und die Boote präsentieren. Der Zuspruch ist groß. Einige Elemente des Bootbaus sind sehr langwierig und erfordern große Ausdauer. Das war auch mal eine lange Durststrecke, die jedoch gemeinsam bewältigt wurde. In Zukunft werden wir diese Projekte auch runterskalieren, um sie in kürzeren Zeiträumen in der Breite anbieten zu können.“

Deria, Schülerin der 10c, sagt zum blauen Partyboot: „Die Steuerung der Lichtanlage ist von der Programiergruppe extra für das Boot gebaut und programmiert worden. Ich musste auch lernen es zu lenken, Herr Münning hat uns dabei gut unterstützt. Ich freue mich, dass die Kinder heute einen schönen Tag bei uns haben.“

Deria, MINT-Profilschülerin, erklärt die Lenkung der Boote.
Nayim, Hasancan und Mohamad fahren sichtlich gerne ihre Boote und präsentieren diese den Zuschauer:innen.

Das Partyboot hat LED‘s, die man dimmen kann, eine integrierte Musikbox und es kann eine Drohne darauf starten und landen. Mit Hilfe des Calliope-Mini-Computers wird eine Software programmiert mit der man Funktionen des Bootes steuern kann. Fabian aus der 10c erklärte den Zuschauer:innen dieses Highlight.

Herr Reinstorf, noch Student an der Universität Hamburg, unterstützt Herrn Münning im Profil und erklärt interessierten Grundschüler:innen die Bootbauweisen. Er bemühte sich um die Implementierung der Programmierschritte in die Profilarbeit:

„Ich schätze die Verbindung von Theorie und Praxis. Die Ergebnisse sind an den Eventtagen und in der praxisorientierten Profilzeit sichtbarer sowie erlebbarer.“

Mohamad, Hasancan und Nayim sind begeistert und stolz auf ihre Boote. Das Rennboot ist ihr Favorit. Nayim in Aktion: „Ich lenke gerade das Rennboot. Sait hat das Boot gebaut und die Steuerung eingerichtet. Aufgrund der hohen Geschwindigkeit sollte man nicht zu schnell in die Kurven, da das Boot sonst übersteuert und kippt.“

Per Klick vergrößern!
aquaSENSE - Wassertiefenmessung im Aßmannkanal

Nayim hat das MINT-Profil gewählt, da er mathematisch interessiert und leistungsstark ist. Seine Erwartungen an das dreijährige Profil wurden erfüllt. Es ist besonders stolz auf das Spreehafen-Event zum Thema Klima und Nachhaltigkeit und die heutige Präsentation zum Bootsbau.

Das Gewässer rund um das Bürgerhaus wurde von den Schüler:innen vorab untersucht. Dazu haben die Fachbereiche Biologie und Chemie  Messgeräte und Know-how zur Verfügung gestellt, um die Wasserqualität im Kanal zu überprüfen. Mit der Deeper-Boje, eine Art Echolot mit eingebautem GPS-Empfänger, das auch Angler verwenden, wurde mit Hilfe des selbstgebauten Katamarans die Struktur des Gewässerbodens vermessen, um ein Tiefenprofil des Sees zu erstellen. Zusätzlich wurde durch Photogrammmetrie mit spezieller Software aus 2D-Fotos ein 3D-Modell des Uferbereichs erstellt.

Viele Klassen unserer Grundschule besuchten die Präsentation, jubelten den schnellen Booten zu oder sangen zur Musik des Partybootes. Frau Dalli, Grundschullehrerin an der Stadtteilschule Wilhelmsburg hält dazu fest:

„Wilhelmsburg ist eine Insel, das ist unser Thema in der ersten Klasse. Wir gucken uns die Boote der Zehntklässler:innen an und lassen uns erklären, wie diese gebaut werden. Wir freuen uns nun auf unsere eigene Barkassenfahrt und gehen jetzt weiter Wilhelmsburg erkunden.“

Unsere Klasse 1a und Frau Dalli finden die Boots-Präsentation 1A!!
Vorstellung der zwei lüttIng-Projekte bei der offiziellen lüttIng-Abschlussveranstaltung im Wilhelmsburger Bürgerhaus. In grünen Shirts: Herr Becker (Fellow STSW), Herr Büchler (Lehrer STSW), Herr Münning (Lehrer STSW), Herr Reinstorf (Mitarbeiter STSW). Foto: Nils Heit

In der vorangegangenen Woche haben die Schüler:innen des MINT-Profils ihre zwei lüttIng-Projekte auch bei der offiziellen lüttIng-Abschlussveranstaltung im Wilhelmsburger Bürgerhaus zusammen mit 5 weiteren Hamburger Schulen vorgestellt. Beim ersten Projekt „Maritimer KOSMOS“ ging es darum „KOnzepte des Schiffbaus im MOdell für Schüler:innen“ erfahrbar zu machen. Das zweite Projekt unserer Schule „AQUASENSE“ nutzt die gebauten Boote um die Gewässer auf verschiedene Arten zu erforschen.

Profil- und Klassenlehrer Christoph Büchler, auch zuständig für die Schiffbauwerkstatt am MINTarium, ist von den Ergebnissen der letzten zwei Jahre begeistert:

"Mit unseren selbst entworfenen Bausätzen zu verschiedenen Schiffstypen, waren die Schüler:innen selbst im Lockdown in der Lage, mit der „Stitch and Glue Technik“ ihre Schiffsrümpfe zu fertigen. Die weitere Ausrüstung der ferngesteuerten Modellschiffe mit unterschiedlichsten Sensoren, war nach dem Bau der Schiffe, der nächste logische Schritt, um sie in Forschungsplattformen zu verwandeln.“

Wir leben eine Schule

Achtklässler bereiten Viertklässler einen grandiosen Sporttag

„Mir hat gefallen, dass die Kinder, die gerade nicht spielten, die anderen angefeuert haben“, meint Safwan. „Und ich fand gut, dass die Schiris fair gepfiffen haben und coole Musik gespielt wurde“, ergänzt Brandon. „Und dann gab es auch noch umsonst frisches Obst und Wasser!“, weiß David. Alle drei Jungen des Jahrgangs vier der Stadtteilschule Wilhelmsburg schwärmen vom großen Funino-Turnier, das vergangenen Donnerstag auf dem Sportplatz Rotenhäuser Straße stattfand. Funino ist der neue Trend im Fußball. Beliebt ist diese Spielform besonders bei Kindern. Es gibt vier kleine Tore, zwei Mannschaften à vier Kindern, ein kleines Spielfeld und jede Menge Spaß. Das gibt es nicht: Torwart, Abseits oder Ecken und Einwurf, wie man es kennt.

Vollkommen selbständig organisiert wurde das Sportevent von der Sportprofilklasse 8b der Stadtteilschule Wilhelmsburg. In nur fünf Sitzungen haben die Jugendlichen einen klasse Sporttag organisiert, der seinesgleichen sucht: Begrüßungsschilder, Turnierplanerstellung, Spieldurchführung, Catering, Musik, Siegerehrung, uvm. Bei Kaiserwetter traten die Mannschaften der vierten Klassen gegeneinander an. Zahlreiche Eltern feuerten ihre Kinder an oder spielten in den Pausen Fußballtennis mit ihren Kindern. Damit die Kinder ein Gefühl für Funino bekommen, führte die 8b sogar im Vorfelde ein Infotraining im Sportunterricht durch.

Wir spielen Fair Play: Ousman (4b) und Effi (4c) zu Spielbeginn.
Die 8b hat das Turnier fest im Griff. Alles läuft wie am Schnürchen in der Kommandozentrale.

Klassenlehrer Torben Freitag lobt seine 8b: „Ich habe mich bei der Planung bewusst zurückgehalten. Die ganze Projektplanung lag in der Hand der Schüler*innen. Flyer erstellen, Sponsorensuche, Turnierplan, mit allem drum und dran. Genial.“

Derick hat das Auge fest am Ball.
Das Catering stimmte: Frisches Obst, Wasser und kaum Verpackungsmüll.
Die Siegerehrung wurde von der 8b selbstständig durchgeführt.
Ob wir Spaß hatten? Aber richtig! David, Eduard, Brandon und Safwan.

Und damit ist klar, dass es vollkommen gleich ist, wer das Turnier gewonnen hat: Die Jugendlichen haben gezeigt, dass sie organisieren können, die Grundschüler hatten einen tollen Bewegungstag und das Schulgemeinschaftsgefühl war groß und warm. Mehr davon!

Unterstützt wurde das Event von Sportjobs GmbH und Alex Jamil.

CGI spendet digitale Geräte und gibt RPA Workshops

Gut ausgebildete Lehrkräfte und begeisterungsfähige Schüler:innen auf der einen Seite sowie eine angemessene technische Ausstattung auf der anderen Seite sind das Lernen der Zukunft. Mit der Unterstützung der Firma CGI können wir unserem Ziel weiter näher rücken. 12 Laptops und zwei Bildschirme erweitern nun das breit aufgestellte digitale Equipment der Stadtteilschule Wilhelmsburg.

Die Firma CGI ist eines der größten Unternehmen für IT und Business Consulting und bietet in unseren höheren Klassen Workshops zu RPA an.

Die Firma CGI übergibt die Geräte an unsere Schulleiterin, Katja Schlünzen.

Mit Hilfe von Robotic Process Automation und unterstützt durch künstliche Intelligenz, können Softwareroboter Aufgaben erledigen, die zuvor von Menschen ausgeführt wurden.

Wir bedanken uns bei der Firma CGI für die Sachspenden und das Angebot von Workshops.

Polarstern funkt in Klassenräume der Stadtteilschule Wilhelmsburg

Als maritime Schule arbeiten wir ganzjährig in allen Klassen zum Thema Weltmeere. Aber am World Ocean Day, der weltweit am 8. Juni stattfindet, arbeiten alle Schüler*innen zeitgleich zu einem ausgewählten Meeresthema.

Dieses Jahr hatten sich unsere älteren Schüler*innen bereits Wochen vorher auf den Tag vorbereitet: Das Forschungsschiff Polarstern stand im Zentrum ihres Unterrichts, und es wurden Fragen an den Kapitän formuliert.

Am World Ocean Day um 10:45 Uhr blickten hunderte unserer Schüler*innen auf digitale Boards oder Tablets, um beim Videocall mit dem Polarsternkapitän, Herrn Langhinrichs, dabei zu sein. Der freundliche Kapitän beantwortete sehr lebendig die vorgetragenen Fragen. Nun verstehen wir, warum man lieber auf einem Forschungsschiff als auf einem Containerriesen arbeitet. Welchen Gefahren man ausgesetzt ist, welche Tiere man sehen kann und wie dick das Eis sein muss, damit es die Polarstern zum Halten zwingt, erfuhren wir direkt von der Brücke der Polarstern.

Das Thema Mikroplastik wurde ebenfalls in den Klassen am World Ocean Day behandelt.

Wir danken Kapitän Langhinrichs und der Rederei Laeisz.

Schüler*innen verfolgen gebannt den Antworten des Kapitäns der Polarstern

Endlich wieder ein Musikfest!

Stadtteilschule Wilhelmsburg singt und feiert vor voller Hütte

„Wir freuen uns unendlich über dieses Musikfest und begrüßen euch in der Aula der Stadtteilschule Wilhelmsburg... - endlich wird wieder gesungen“, waren die ersten Worte der Moderatorinnen Zehra Anil (10e) und Melanie Osei (9a) aus unseren Musikprofilen. Da fiel auch schon der erste große Applaus! Endlich sind wir wieder zusammen, endlich sind unsere Eltern in der Schule und feiern mit uns ein Musikfest!

Volle Hütte und Gänsehaut pur in der stimmungsvollen Aula der Stadtteilschule Wilhelmsburg
Melanie Osei (9a) und Zehra Anil (10e) führten die Gäste mit ihrer äußerst professionellen Moderation durch die Veranstaltung.

Was für ein Mut der Sängerinnen und Sänger, was für eine Stimmung in der Aula. Die Nachfrage war groß und die Aula der Stadtteilschule Wilhelmsburg bis auf den letzten Platz voll und ausgebucht. An einem Donnerstagabend wurde nun in der Schule gesungen, gefeiert, bestaunt und applaudiert. Lehrer:innen, Schüler:innen und Eltern rückten an diesem Abend eng zusammen und genossen die Songs.

Zehra Anil, eine der Moderatorinnen hält fest: „Ich persönlich fand das Sommerkonzert unglaublich toll. Durch Corona haben wir sehr viel an solchen coolen Aktionen verloren und das war der Beginn, um unsere Schule wieder erlebnisvoll und spaßig zu machen. Ich hoffe in Zukunft wird es sowas öfter geben, da ich als Oberstufenschülerin gerne nicht nur in die Schule zum Lernen kommen will, sondern auch, um Erinnerungen zu schaffen. Das Konzert werde ich niemals vergessen und das wollen wir erreichen!“

Schnell wurde klar, hier wird mit Niveau gesungen. Die Sängerinnen und Sänger waren professionell vorbereitet und fühlten sich Stück für Stück in ihren Song ein. Der Funke sprang sofort auf das Publikum über. Die Zuschauer standen auf, klatschten und waren stolz auf ihre Freunde, Kinder und Schützlinge, die den Mut hatten vor diesem tollen Publikum aufzutreten.

Ben Lobgesang, Musiklehrer an der Stadtteilschule Wilhelmsburg und Mitorganisator der Veranstaltung, gab sich sehr positiv und macht Lust auf mehr:

„Nach fast zweieinhalb Jahren Zwangspause durften wir am 09.06.2022 endlich wieder ein Schulkonzert veranstalten. Unsere Kolleg:innen und Schüler:innen haben dafür ihre Corona-Lethargie abgeschüttelt und zusammen für einen feinen Kreis von 150 Zuschauern ganz viel Musik auf die Bühne gebracht. Bei fast jedem Stück hat das Publikum mitgeklatscht und die Sängerinnen durch lautes Zurufen bestärkt und nach vorne gepeitscht. Das war ein sehr schönes Gefühl. Für uns Musikkolleg:innen bedeutet dieses Konzert eine Menge und wir freuen uns schon auf das Nächste: „The Voice of Wilhelmsburg“ im Februar 2023!“

Zum Ende der Veranstaltung wurde die Leistung aller Sängerinnen und Sänger gebührend gefeiert. Die Zeit verging zu schnell und viele Gäste sangen noch in den Fluren der Schule auf dem Weg nach Hause die eben vorgetragenen Hits.

Ein besonderer Dank gilt den mutigen Sängerinnen und Sängern, den Musikkolleginnen und Musikkollegen, die dieses Musikfest organisierten und den Profilklassen von Herrn Lobgesang und Herrn Fendler, die das Event mit Filmaufnahmen, Einlasskontrollen und Bedienung der Technik tatenreich unterstützten.

Unsere Klasse 2b eröffnete das Musikfest!

Wilhelms-Burger auf dem Stübenplatz

Stadtteilschule Wilhelmsburg veranstaltet Stadtteildinner und zeigt zwischen den Gängen kulturelle Highlights

Am 17. Mai kämpft sich die Sonne am Nachmittag auf dem Stübenplatz gegen die Wolken durch. Nachdem es wochenlang warm und trocken war, regnete es noch am Vormittag kräftig. „Wegen des Wetters hatten heute Morgen noch ein paar Gäste abgesagt“, erklärt Wolf Gölz, Organisator des Stadtteildinners, Kulturbeauftragter und Lehrer der Stadtteilschule Wilhelmsburg und lächelt in die Sonne.

Junglehrer Denny Hermann-Schuster, vierter von rechts, ist glücklich: „Meine Schüler haben eine Top-Leistung abgeliefert. Alles lief wie am Schnürchen.“ © Miguel Ferraz (alle Fotos)

Nach mehrjähriger Pause fand das beliebte Maritime Stadtteildinner wieder wie gewohnt statt: Schüler:innen der Stadtteilschule Wilhelmsburg bereiten in Kooperation mit der Kochburg (Restaurant des Wilhelmsburger Bürgerhauses) ein Drei-Gänge-Menü vor und kümmern sich um Service und Deko.  Dieses Jahr sorgten die Schüler:innen zudem für gute Unterhaltung zwischen den Gängen. Ihr Gesang und Theater befördern das bisherige Maritime Stadtteildinner zum Kulturell-maritimen Stadtteildinner. An der langen Tafel unter dem Glasdach des Stübenplatzes ist Platz für 90 geladene Gäste; es werden aber bewusst Plätze für Wilhelmsburger freigehalten, die spontan am Stadtteildinner teilnehmen möchten. Unkompliziert kommen die Gäste bei Aperitif und amuse gueule ins Parlieren und nehmen an der maritim dekorierten Tafel Platz.

Während die Gäste noch dem 1. Gang -einem raffiniert zubereiteten Salat- nachschmecken, wird ihnen mit beeindruckenden Solo-Gesangseinlagen zweier Schülerinnen der Stadtteilschule Wilhelmsburg die Wartezeit zum Hauptgang verkürzt: Veggie-Burger mit Strohkartoffeln. Und weiter geht’s mit einem Theaterstück, das zum Dessert schnürt: Junge Liebe zur Zeit der Sturmflut ´62 gespielt von Schüler:innen der Oberstufe. Hinter den Kulissen lief derweil alles nach Plan. Die Schüler:innen der Klasse 9e belegten konzentriert 100 Teller, die elfte Klasse servierte diese flott in weißem Hemd und Schürze. Eine starke logistische Performance.

Schülerinnen unserer 11. Klasse übernehmen den Service © Miguel Ferraz
Die Jugend bereitet den Gästen genussvolle Stunden © Miguel Ferraz
Abdul Semi (7e) grillt den Grünkernpattie für den Wilhelmsburger © Miguel Ferraz

Beim Erdbeer-Rhabarber Crumble tauschen sich die Gäste aus: Wie sieht moderner Unterricht aus? Was benötigt die Jugend, um in der heutigen aber auch zukünftigen Arbeitswelt erfolgreich bestehen zu können? Schulleiterin Katja Schlünzen weiß: „Neben engagierten Lehrer:innen braucht es auch starke Partner, die die Schule unterstützen. In unsere Jugend zu investieren bedeutet, in unsere Zukunft zu investieren.“

Schulleiterin Katja Schlünzen greift gern beim amuse gueule zu. "Schule braucht starke Partner an ihrer Seite.“ Semih aus dem Jahrgang 11machte einen guten Job im Team Service © Miguel Ferraz

Noch lange sitzen die Gäste an der Tafel, die untergehende Sonne wärmt den Rücken. Als Erinnerung an die schönen Stunden wird die Menükarte in die Tasche gesteckt- anbei ein dezenter Pappstreifen, auf dem die Kontodaten des Schulvereins der Stadtteilschule Wilhelmsburg notiert sind.

Der letzte monetäre Gang darf von den Gästen an die Schule gereicht werden. Schulverein der Stadtteilschule Wilhelmsburg. DE 92 2005 0550 1266 1210 43 „Kulturelle Bildung“.

///ein stück von wessen kuchen

eine deutsche Tragödie über Integration, Wildgänse, Kühe und Türen
Premiere: war am Donnerstag, 19. Mai 2022

Trailer ///ein stück von wessen kuchen

Die neunte Klasse der Stadtteilschule Wilhelmsburg hat sich in den vergangenen Wochen intensiv mit Themen wie Bildungsgerechtigkeit, Chancengleichheit, Integration, Migration und Assimilation auseinandergesetzt. Wer darf in unserer transkulturellen Gesellschaft eigentlich aktiv partizipieren? Wer bekommt ein Stück des Kuchens und wer entscheidet eigentlich welches Rezept verwendet wird? Wie frei sind wir als Menschen über unsere eigene Zukunft zu entscheiden, oder wie sehr entscheidet das unsere eigene Sozialisation, unsere Hautfarbe, unsere Eltern, die Herkunft und nicht zuletzt unser Zugang zu Bildung?

Begleitet wird das Projekt der Profilklasse CULTURE IN MOTION vom gemeinnützigen Convenit e.V..

Unterstützt wurde das Projekt vom Projektfonds Kultur und Schule.

Song gegen Krieg: Wir sagen stopp! – Profil „Rund um die Bühne“ feat. Ties Rabe

Der Krieg in der Ukraine bewegt die Welt. Auch die Schüler:innen des Profils „Rund um die Bühne“ (Klasse 9a) haben sich damit beschäftigt und in 1,5 Wochen diesen Song gegen Krieg geschrieben und aufgenommen. In einer gemeinsamen Aktion hat die ganze Stadtteilschule Wilhelmsburg zu diesem Video beigetragen und es sind Schüler:innen und Personal aus allen Abteilungen zu sehen. Auch Bildungssenator Ties Rabe hat sich von Schüler:innen der 9a filmen lassen. Die Botschaft ist klar gegen jeden Krieg auf der ganzen Welt gerichtet:

WIR SAGEN STOPP!


Vielen, vielen Dank an alle Beteiligten!

Schüler:innen der Stadtteilschule Wilhelmsburg formen gemeinsam eine riesige Botschaft gegen den Krieg.

Wir sagen stopp! – Profil „Rund um die Bühne“ feat. Ties Rabe

Hier der komplette Text:

Egal wer Recht hat, Krieg ist scheiße
Menschen sterben, alle leiden
Flucht, Vertreibung, Familien zerrissen
Ob sie sich wiedersehen, keiner kann es wissen
 
Egal warum, Krieg ist scheiße
Wir haben es so satt, alle Stricke reißen
Bomben fallen, Häuser stürzen ein
Wir halten das nicht aus,  wie kann das bitte sein?
 
Wenn ich meine Augen schließe (o wie wär‘ das schön)
Sehe ich die Welt wie im Traum (komm schließ die Augen)
Wenn alle so träumten wie wir (träume mit mir)
Würde die Liebe regier‘n
 
Wir sagen Stopp zu dem Krieg! Du und ich
Was gerade passiert ist fürchterlich
Wir wollen Frieden für alle, dass alle sich lieben
Gemeinsam können wir den Krieg besiegen
 
Wir sagen Stopp zu dem Chaos! Hört einfach auf
Packt die Waffen ein und geht nach Haus
wir wollen eine Welt für alle, doch ihr stört ihren Lauf
Komm, wir packen an und, bauen sie wieder auf
 
Wenn ich meine Augen schließe (o wie wär‘ das schön)
Sehe ich die Welt wie im Traum (komm schließ die Augen)
Wenn alle so träumten wie wir (träume mit mir)
Würde die Liebe regier‘n
 
Wir sehen die Bilder, hören die News
Es wird höchste Zeit, dass du etwas tust
Deswegen stehen wir gemeinsam hier
Halten uns‘re Schilder und rufen mit dir:
 
Wir sagen Stopp zu dem Krieg ! Du und ich
Was gerade passiert ist fürchterlich
Wir wollen Frieden für alle, dass alle sich lieben
Gemeinsam können wir den Krieg besiegen
 
Wir sagen Stopp zu dem Chaos! Hört einfach auf
Packt die Waffen ein und geht nach Haus
wir wollen eine Welt für alle, doch ihr stört ihren Lauf
Komm, wir packen an und, bauen sie wieder auf

Wer liest, träumt mit offenen Augen!

Die neue Bücherei lädt zum Erholen ein.

Profil „Wir für Hamburg“ eröffnet Bücherei für Jahrgang 9

Wir wollen träumen! Lesen kann befreiend sein. Bücher beflügeln unsere Fantasie und unterhalten uns.
Es erweitert unseren Horizont und verhilft uns zu mehr Kreativität und sozialer Teilhabe. Einen ruhigen Ort, einen Ort, an dem man Lesen und Gedanken baumeln lassen kann – „das brauchen wir für uns!“, hat sich das Profil 9d „Wir für Hamburg“ gedacht.

Mit großem Engagement gestaltete unsere Profilklasse eine Jahrgangsbücherei für ihren neunten Jahrgang. Vom Streichen bis zum Kategorisieren der Bücher und Einrichten eines Verleihsystems wurde im Prozess an alles gedacht. Sagenhafte 800 Bücher erhielt das Profil als Sachspende für die Grundausstattung der Bücherei, von Abenteuergeschichten bis hin zu Liebesromanen.

Frau Vollmer, Klassenlehrerin der Profilklasse 9d:
„Die Schüler:innen sind selbst auf die Idee gekommen. Der Raum war ungemütlich und wurde nicht genutzt. Zuerst stand nur das Aufräumen und Gestalten im Fokus, wir wollten es gemütlich machen. Die Schüler:innen des Jahrgangs vermissten eine Lesezeit und einen Ruheraum. Das griff das Profil „Wir für Hamburg“ auf und machte daraus ein Lockdown-Projekt, das wir digital mit Hilfe von Raumplaner App und Co. durchführten. Ich bin stolz auf die Arbeit meiner Schüler:innen.“

Joel, Muzzamel und Efe, Profilschüler der 9d, organisierten den Einlass und führten die Gäste durch die Eröffnungsfeier. Die Gäste erfuhren, wie es zu dieser Idee kam, was es zu beachten gab und stellten sich noch einem Tabu-Spiel, welches das Profil „Wir für Hamburg“ selbst gestaltet hatte. Die Stimmung war gut, aber das Beste kam noch!

vlnr: Efe, Muzzammel, und Joel begrüßten die Gäste und moderierten das Fest.
Herr Schreiter eröffnet die neue Bücherei.

Im Anschluss eröffnete unser Abteilungsleiter 8-10, Herr Schreiter, stilgerecht mit einer Schere den neuen Raum. Dahinter verbarg sich ein bis ins kleinste Detail aufwendig und mit viel Liebe gestalteter Raum, den wir so nicht wiedererkannten.

Herr Schreiter, Abteilungsleitung 8-10: „Lesen ist eine Grundkompetenz, lesen macht gesund und kreativ und ist Grundlage für soziales Miteinander. Ich war selbst gerne in der Bücherei und freue mich über das Engagement dieser motivierten Schüler:innen.“

Darauf galt es anzustoßen. Für das leibliche Wohl war gesorgt. Bei Kaffee, Wasser und selbst gebackenen Kuchen konnten die Gäste das Meisterwerk des Profils bestaunen: eine Bücherwand mit einer Vielzahl an Büchern aus verschiedensten Rubriken, gemütliche Sitzecken und Sitzplätze und eine insgesamt sehr schmackhafte wie auch beruhigende Gestaltung laden zum Verweilen und Entspannen mit Büchern ein.

Die Gäste verschaffen sich einen Überblick.
Herr Becker genießt den leckeren selbst gebackenen Kuchen. Hannan und Feye betreuen das Buffet.
Acelya erklärt die Regeln für die Nutzung des Raumes.
Die Bücher der Bücherei decken viele beliebte Rubriken ab.
Auch die Bilder aus Fotowettbewerben werden hier ausgestellt.
 

Katja Schlünzen, Schulleiterin: „Bücher lesen und einen bestmöglichen Schulabschluss erlangen – das hängt eng miteinander zusammen.  Das Profil leistet mit diesem Projekt einen großen Beitrag für diesen Weg an unserer Schule. Es war die Idee der Schüler:innen, sie haben selbst gestrichen und den Raum toll gestaltet. Sie können sich auf die Schulter klopfen.“

Jens Becker, Teach First Deutschland Fellow: „Uns war wichtig, dass die Schüler:innen ihre Idee verwirklichen konnten. Daher begleiteten wir den Prozess des Projektes. Die Schüler:innen präsentierten am Ende des wöchentlichen Profilunterrichts Meilensteine aus ihrer Gruppenarbeit. Das tolle Ergebnis stärkt das Selbstwirksamkeitsgefühl der Profilschüler:innen der 9d. Während des Projektes hat sich die Klasse mehr und mehr mit dem Projekt verbunden und identifiziert.“

vorher...
...nachher.

Acelya und Ezana: „Wir sind stolz auf das, was wir geschafft haben. Unser Jahrgang kann den Raum als Leseraum, aber auch als Pausen- und Ruheraum unter der Beachtung der Regeln nutzen!“

Wir sagen: Danke für dieses tolle Engagement, den Beitrag zu unserer Gemeinschaft und den Zugang zu tollen Büchern. Herzlich bedanken möchten wir uns neben dem gesamten Profil „Wir für Hamburg“ auch bei der Projektbegleitung, der Klassenlehrerin Frau Vollmer und unserem Teach First Fellow Jens Becker.

Ausgezeichnet!

Beim ScienceCafè werden die Gäste aufgefordert, aktiv den eigenen CO2 Rucksack zu packen.

Stadtteilschule Wilhelmsburg erhält wieder Exzellenzsiegel „MINT-Schule Hamburg“

Die Stadtteilschule Wilhelmsburg erhält wegen ihrer hervorragenden Arbeit und Weiterentwicklung im Bereich MINT erneut das begehrte Exzellenz-Siegel „MINT-Schule Hamburg“. Damit gehört die Stadtteilschule Wilhelmsburg zum Netzwerk für Schulen mit einem überdurchschnittlichen Engagement im Bereich Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Seit 2018 ist die Stadtteilschule Wilhelmsburg Trägerin des Siegels „MINT-Schule Hamburg“.

Die insgesamt sechs Hamburger MINT- Schulen wirken in der Bildungslandschaft als Leuchttürme, deren Strahlkraft durch die Aufnahme in das Netzwerk gefördert wird. „MINT-Schule Hamburg“ hilft den Schulen, ihre Vorbildfunktion für andere Einrichtungen zu steigern, Eltern und Schülern Orientierung bei der Schulwahl zu geben und Unternehmen der Region auf die Chancen guter Zusammenarbeit aufmerksam zu machen.

Die Stadtteilschule Wilhelmsburg, einzige zertifizierte MINT-Schule in Hamburgs Süden, punktete bei der Rezertifizierung mit ihrer konsequenten Weiterentwicklung des Schwerpunktes MINT: Erfolgreiche Einführung eines ScienceCafès sowie Optimierung des Curriculums. Weiterhin würdigte die Jury die intelligente Nutzung des im Hause ansässigen Maritimen Zentrums Elbinseln (MZE), insbesondere die Kooperationen und der Austausch mit Externen für eine Bildungsoffensive. Die aktive Mitarbeit der Stadtteilschule Wilhelmsburg im Exzellenz-Netzwerk MINT-Schulen Hamburg sorgte darüber hinaus für die Rezertifizierung.

Konstanze Dammann, Koordinatorin des MINT-Bereichs, freut sich über die erneute Auszeichnung: „Sie ist eine Würdigung der ausgezeichneten Arbeit unserer MINT-Lehrer mit ihren Wettbewerbsprojekten bei lüttIng oder MINTPrax. Ich bin gespannt auf die zukünftigen Projekte mit unseren außerschulischen Partnern.“

Schulleiterin Katja Schlünzen erklärt: „Die Rezertifizierung unserer Schule als MINT-Schule ist Lohn und Ansporn unserer Arbeit zugleich. In unserem 2020 bezogenen Neubau befinden sich hochmoderne Lern- und Forschungsräume, die einen modernen, naturwissenschaftlichen Unterricht ermöglichen. Bereits in der Grundschule starten wir mit maritimen Profilklassen, die bis zum Abitur fortgeführt werden.“

Stadtteilschule Wilhelmsburg nutzt VR-Brillen für digitale Berufsvorbereitung

Okan Arslan (9f) nutzt die VR-Brillen, um in die Welt der Berufe einzutauchen.

Virtual-Reality Brillen von „Dein erster Tag“ für Jahrgang 8 und 9

Wie fühlt es sich an als Polizist über Stock und Stein zu springen und Ganoven zu jagen? Wie ist ein modernes Auto verkabelt oder wie setzt man die Säge als Tischler richtig an?

Das und tausende andere spannende Dinge kann man mit den Virtual-Reality Brillen von „Dein erster Tag“ hautnah miterleben. Unser Fellow, Jens Becker, von Teach First Deutschland, zögerte nicht lange, als er diese Möglichkeit auf einer Netzwerkmesse kennenlernte und lotste nun schon zum wiederholten Mal die Brillen direkt in unseren Unterricht für die Berufsorientierung.
Schüler:innen der achten und neunten Klassen informierten sich mit Hilfe von Tablets zuerst individuell über die Berufe und schauten dann eine Auswahl verschiedener Filme auf den VR-Brillen an.

"Dein erster Tag" ist eine Projektidee, deren Ziel es ist neue Lernmedien rund um die Berufsorientierung in die Schulen in ganz Deutschland zu bringen und die Chancengleichheit bei der Berufswahl für alle Schülerinnen und Schüler voranzubringen.

Wir, die Stadtteilschule Wilhelmsburg, haben die Brillen schon in mehreren Durchgängen genutzt und die Rückmeldungen aus den teilnehmenden Klassen waren durchweg sehr positiv. Unsere Schule wird das Erlebnis mit den Virtual-Reality-Brillen in den Jahrgängen 8-10 im Fach „Berufsorientierung“ fest verankern. Gerade in Zeiten, in denen man nicht eben einen Betrieb besichtigen kann, ist es umso wertvoller, auf digitalem Wege möglichst authentische Einblicke in die Berufswelt zu erhalten.

Okan informiert sich vorab im Tablet über die Möglichkeiten der Nutzung der VR-Brillen.
Alpay und Taylan (beide 9f) besuchen die Welt der Berufe.
Jaden (9f) ist fasziniert von der Möglichkeit, Berufe digital zu erleben.

Stimmen der Schüler:innen

Samed: „Super interessant und cool so etwas über Berufe zu lernen!“


Arda: „Es war sehr realistisch und informativ und hat mir gut für etwas für mein Praktikum gebracht.“

Alpay: „Das hat viel Spaß gemacht und ich habe gleichzeitig noch was gelernt.“

Endam: „Das war echt gut erklärt und jetzt weiß ich viel besser über Berufe Bescheid.“



Modernes Lernen in modernen Räumen

Yoan und Melike präsentieren die neuen Geräte und freuen sich über noch mehr digitale Unterrichtsphasen.

APL Logistics und „Das macht Schule“ helfen bei der Umgestaltung des PC Raumes an der Stadtteilschule Wilhelmsburg

Modernes Lernen erfordert neben gut ausgebildeten Lehrkräften und begeisterungsfähigen Schüler:innen auch eine angemessene technische Ausstattung, die es allen Beteiligten erlaubt, nach ihren Bedürfnissen und Fähigkeiten zu lernen. Um dies zu gewährleisten stand Ende 2021 die Modernisierung des PC-Raums an der Stadtteilschule Wilhelmsburg an, in dem bis dato noch ältere Standrechner ihren Dienst verrichteten. Die Geräte sollten durch schnellere und vor allem mobile Endgeräte ersetzt werden, die den Anforderungen eines individualisierten Lernens gerecht werden.

Die Firma APL Logistics übergibt die Geräte an unseren Beuaftragten für Digitales, Felix Köhn.

Möglich wurde dieses Projekt durch eine PC-Spende der Firma APL Logistics, die im Rahmen der Aktion „Das macht Schule“ 20 Laptops samt Zubehör bereitstellte.

Im Dezember konnten die Firmengeräte abgeholt werden. Dabei beschränkte sich die Unterstützung der Firma APL Logistics nicht nur auf das Bereitstellen der Hardware, sondern man half auch fleißig beim Einladen und Verräumen der Ware. Zusätzlich gab es noch den ein oder anderen IT-Tipp zum Umgang mit den Geräten. Man merkte: hier hat sich jemand wirklich Mühe gegeben und möchte der Schule und deren Schüler:innen eine Freude bereiten.

Wir wollen unseren Schüler:innen Bildungschancen eröffnen. Die Transformation in eine digitale Bildung ist eines der Ziele, welches wir laut unserer Schulleiterin, Frau Schlünzen, verfolgen. Neben einer Weiterentwicklung der Pädagogik ist hierzu zwingend eine technisch innovative Grundausstattung nötig.

Im Januar konnte dann der umgestaltete PC-Raum eingeweiht werden, in dem die gespendeten Laptops nun zum Einsatz kommen. Durch die Unabhängigkeit von Strom- und LAN-Dosen und dem Einsparen von Monitoren, Tastaturen und Mäusen konnte der neue Raum offener gestaltet werden. Wo früher Reihen angestaubter PCs standen, laden nun Gruppentische zum Lernen ein, ergänzt durch zwei Arbeitsstationen zum Drucken. Bei Bedarf holt man sich dann die passende Anzahl Laptops zum Arbeiten aus dem Ladeschrank heraus und bringt sie dorthin nach erfolgreicher Arbeit zurück. Durch die Lernplattform IServ sind die Rechner in das Schulnetzwerk eingebunden, mit passenden Programmen versorgt und ermöglichen den Lernenden die Arbeit in ihren individuellen Profilen – Modernes Lernen in modernen Räumen.

Wir danken der Firma APL Logistics und den Unterstützer:innen von der Aktion „Das macht Schule“ für die erfolgreiche Begleitung und Umsetzung dieses Projektes.

Text und Bilder: Felix Köhn, Koordination für Digitales an der STSW

Simply good in English – Sprachen öffnen Türen!

Sprachen öffnen Türen!

Schüler:innen der Stadtteilschule Wilhelmsburg überzeugen im TOEFL Test Junior

Dass Sprachen uns Türen öffnen, wissen wir schon lange. Besonders im Englischen gilt es sicher aufzutreten und sprachliche Fertigkeiten auf dem streng umkämpften Ausbildungs- und Studienmarkt vorweisen zu können. Wir, die Stadtteilschule Wilhelmsburg, kommen diesem Ziel ein Stück näher. Neben dem Angebot mehrerer Fremdsprachen wie Spanisch, Französisch, Türkisch oder Arabisch führen wir ganz gezielt den „TOEFL Junior® Test“ in Englisch durch.

Besondere Leistungen erzielten in diesem Schuljahr zwei Schülerinnen der Stadtteilschule Wilhelmsburg. Mit der Auszeichnung „Superior“ gelang es Precious Atsivi, Klasse 10e, und Aminata Kassama, Klasse 7b, besonders gute Ergebnisse zu erreichen. Ihre Leistungen waren im Leseverstehen, der Grammatik und dem Hörverstehen überdurchschnittlich gut. Herzlichen Glückwunsch!

Aminata ist stolz auf ihre Englischkenntnisse!
Precious präsentiert ihr Ergebnis: Superior!

TOEFL JUNIOR TEST – WAS IST DAS?
„Der TOEFL Junior® Test misst lehrplanunabhängig den allgemeinen Leistungsstand der schulischen und alltäglichen Englischkenntnisse bei Schüler*innen im Alter von 12 bis 16 Jahren. Der TOEFL Junior® hat als Besonderheit die Kennzahl Lexile Measure, die auf dem Score Report ausgewiesen ist.“
Quelle: Go for goal https://go4goal.eu

Unser Ziel ist es, nicht nur die Englisch-Skills der Schüler:innen pro Jahrgangsstufe zu vergleichen, sondern eine Grundlage für gezieltes Fordern zu schaffen. Wir haben sehr sprachbegabte Schüler:innen, die motiviert sind ihre Sprachkenntnisse auszubauen. Daher legen wir uns ans Herz ihnen für ihre weitere Laufbahn einen international anerkannten Sprachnachweis an die Hand zu geben.

Aminata, Klasse 7b: 
„Ich habe am Toefl Junior Test teilgenommen, um zu sehen wie gut meine Kenntnisse sind. Außerdem wird es mir sicherlich helfen, weil ich in der Zukunft gerne mal ein Auslandsjahr machen möchte. Zuhause schaue ich TV auf Englisch, lese Bücher und spreche mit meiner Schwester Englisch, weil sie es auch verbessern möchte."

Precious, Klasse 10e: 
„Meine Englischlehrerin, Frau Deutschmann, sprach mich auf meine Leistungen an und hat mir den Toefl Junior Test vorgeschlagen.
Ich bin stolz auf meine Leistung und möchte das Zertifikat dafür nutzen, um es in Bewerbungen anzuführen. Jetzt ist mein Ziel das Abitur an unserer Schule!
Ich möchte gerne für den höheren Dienst der Polizei arbeiten. Ich lerne noch weitere Sprachen wie Japanisch oder Französisch und spreche auch meine Geburtssprache Ewe. Sprachen helfen mir tagtäglich mit meiner Familie, im Internet und in der Schule.“

Im Rahmen der Talentförderung werden, auch digital, Kleingruppen gebildet, um sich auszutauschen und gezielt auf die TOEFL Testungen hinzuarbeiten. Besonders gute Leistungen werden honoriert und zertifizierte Nachweise können unter Anderem in Bewerbungen für Praktika, Ausbildungen und der gymnasialen Oberstufe angebracht werden.

In diesem Schuljahr haben 10 Schüler:innen aus Jahrgang 7 bis 10  an dem TOEFL Junior® Test teilgenommen. Wir bereiten uns schon jetzt auf die nächste Runde vor, denn wir sind „simply good in English“.

Wir leben Europa

Stadtteilschule Wilhelmsburg avanciert zum Zentrum des internationalen Austausches

Welche Ereignisse aus der eigenen Schulzeit bleiben nachhaltig in Erinnerung? Alle, die während ihrer Schulzeit an einem „Schüleraustausch“ teilnehmen durften, erinnern sich an ihre vielfältigen Erlebnisse im Ausland. Manche haben sogar noch immer Kontakte zu den Austauschfamilien.

Schulleiterin Katja Schlünzen (1. Reihe, 4.v. links): „Wir leben Europa.“ Empfang im Hamburger Rathaus.

Die Stadtteilschule Wilhelmsburg führt seit einigen Jahren erfolgreich internationale Austauschprojekte durch. Schulleiterin Katja Schlünzen betont: „Positive Geschichten und Verbindungen zu anderen Ländern und Kulturen lassen Verbindungen entstehen. Die Schülerinnen und Schüler entwickeln Verständnis für und Verbundenheit mit den Austauschländern. Einfach gesagt: Wir leben Europa.“

Prager Besuch an der Stadtteilschule Wilhelmsburg: Viktor Veséle, Hana Napravniková, Jitka Boučková

Ende November empfing die Stadtteilschule Wilhelmsburg sechs Lehrkräfte zweier internationaler Austauschprojekte.

Zum einen besuchten drei Prager Lehrkräfte im Rahmen der Projektreihe „Fortbildung für Prager LehrerInnen in der Partnerstadt Hamburg“ bereits zum 5. Mal die Stadtteilschule Wilhelmsburg. Erstmalig nahmen zwei Grundschullehrerinnen teil, die mehrere Tage den Unterricht der Grundschule am Perlstieg hospitierten, kollegiale Gespräche führten und außerunterrichtlichen Aktivitäten beiwohnten. Hana Napravniková, Schulleiterin der 'Grundschule der deutsch-tschechischen Verständigung' in Prag, war sichtlich beeindruckt vom Unterricht. „Die Kinder arbeiten sehr selbstständig und konzentriert an einer Aufgabe. Die Lehrerin geht zu den Kindern und hilft. Eine sehr entspannte Stimmung. Diese Eindrücke werde ich mit nach Prag nehmen und kommunizieren.“ Viktor Veséle vom Prager Gymnasium Nad Alej war besonders vom Profilunterricht in den Jahrgängen 9 und 10 begeistert, denn die fächerübergreifenden Inhalte und kompetenzorientierten Methoden beeindruckten ihn.

v.l.n.r. Heidi Hertell aus Finnland, Christina Paouni aus Griechenland, Ana Bebič aus Kroatien wurden im Hamburger Rathaus empfangen.

Zum anderen reisten drei Lehrkräfte des Erasmus+ - Projektes „lecker & gesund“ zur Vorbereitung der einzelnen Mobilitäten nach Hamburg. Gastgeberin der Planungstagung war die Stadtteilschule Wilhelmsburg. Zusammen mit der finnischen Schule Kaarilan Koulu (in Tampere), der kroatischen Schule Gimnazija Metkovič (in Metkovič) und der griechischen Schule Mousiko Gymnasio Kastorias (in Kastoria) arbeitet die Stadtteilschule Wilhelmsburg am Thema „gesunde Ernährung“. Ziel des Projektes ist, den Schülerinnen und Schülern ein Bewusstsein für gesunde Lebensmittel zu vermitteln, das schlussendlich zu einer ausgewogenen Ernährungsweise führen soll. Dabei spielen regionale Produkte und Nachhaltigkeit eine große Rolle. Alle Teilnehmenden drücken die Daumen, dass die ersten Austausche im Frühling 2022 stattfinden können. „Ende März erwarten wir Schülerinnen und Schüler aus Finnland, Kroatien und Griechenland. Das Obstanbaugebiet 'Altes Land' ist unser regionales Thema und das 'Spicy Gewürzmuseum' in der Speicherstadt unser Kooperationspartner, beide werden wir besuchen“, verrät Austauschorganisatorin Ursula Schulz.

Im Mai sollen dann Wilhelmsburger Schülerinnen und Schüler zum Gegenbesuch nach Griechenland reisen.

Abgerundet wurde der Besuch der ausländischen Gäste durch einen offiziellen Empfang im Hamburger Rathaus. Finnin Heidi Hertell empfand es als große Ehre, dass sie ins Hamburger Rathaus kommen durfte: „Ich bin begeistert und dankbar zugleich!“

Die Stadtteilschule Wilhelmsburg hat sich zum Zentrum für den internationalen Schüler- und Lehreraustausch entwickelt: In 2022 werden außer diesen beiden Projekten Lehrkräfte der Stadtteilschule Wilhelmsburg nach Norwegen, Island und La Reunion zu Schulbesuchen reisen!

 

 

Spielerisch programmieren lernen zusammen mit der Hackerschool

Was sind grundlegende Fähigkeiten für das Leben im 21. Jahrhundert? Kreativ zu denken, systematisch zu schlussfolgern und miteinander zusammenzuarbeiten, analog, wie auch digital, sind Schlüsselkompetenzen für die Zukunft. Diese wollen wir unseren Schüler:innen mitgeben.

Deshalb konnten einige Schüler:innen aus dem MINT Profil der Klasse 10c genau das kurz vor Weihnachten im Scratch Programmierworkshop erleben, entdecken und verbessern. Unterstützt im Klassenraum durch unseren Teach First Fellow, Jens Becker, und kompetente Anleitung durch die Hackerschool in einer Videokonferenz wurden in Kleingruppen verschiedene Spiele und Animationen programmiert und dann mit den anderen Teilnehmenden geteilt. Die Hackerschool arbeitet in Programmierworkshop nun schon zum wiederholten Mal mit der Stadtteilschule Wilhelmsburg zusammen.

Den Schüler:innen hat es sehr viel Freude bereitet, was die Abschlussrunde mit Antworten auf die Frage „Beschreibe den Workshop in einem Wort“ klar machte: Wörter wie „erfrischend“, „strategisch“ und „cool“ wurden von den Schüler:innen genannt. Das beschreibt die Stimmung im Workshop sehr gut.

Munan: „Es hat echt Spaß gemacht etwas Neues zu lernen und auszuprobieren.“

Nayim: „Es war cool etwas Neues auszuprobieren.“

Link: Infos zur Hackerschool!

Waffeln für den guten Zweck

Profil „Wir für Hamburg“ sammelt Geld für Weihnachtsüberraschungen für die Wilhelmsburger Tafel

Sich für andere einsetzen und Hamburg noch lebenswerter machen – das ist das Leitziel der Profilklasse „Wir für Hamburg“ des neunten Jahrgangs unserer Schule. Weihnachten ist natürlich immer ein geeigneter Anlass, um anderen eine Freude zu machen und etwas Gutes zu tun.


Nachdem die Klasse 9d letztes Jahr im Lehrer:innenkollegium um Spielzeugspenden für soziale Einrichtungen gebeten hatte, haben sich die Schülerinnen und Schüler dieses Mal überlegt, kleine Weihnachtsüberraschungen an die Wilhelmsburger Tafel zu spenden. Die „Tafel“ versorgt bedürftige Menschen mit Lebensmitteln und anderen Artikeln des täglichen Bedarfs. Das funktioniert vor allem durch Spenden.

Weil die Klasse in erster Linie Familien mit Kindern eine Freude zum Fest zu machen wollte, entstand schnell der Plan, Päckchen mit Süßigkeiten zu packen. Das Geld hierfür sammelte die 9d bei zwei Waffelverkäufen in der Vorweihnachtszeit - vor der Gesamtkonferenz für die Lehrerinnen und Lehrer sowie in der Pause auf dem Schulhof für die Schülerinnen und Schüler. Beide Aktionen waren ein voller Erfolg! Ganze 40 Päckchen konnten von dem Erlös zusammengestellt werden. Außerdem wurden noch Einweghandschuhe und Desinfektionsmittel besorgt – Utensilien, die, wie die Jugendlichen bei einem Besuch bei der Tafel in Erfahrung brachten, dort derzeit knapp sind.

Efe, Schüler der 9d, erklärt die Idee, warum die Päckchen für Familien bestimmt waren: „So können wir Kindern eine Freude machen, die zu Weihnachten sonst vielleicht nicht viel bekommen.“

Kurz vor den Weihnachtsferien konnten die Spenden nun überreicht werden. Die Freude bei den ehrenamtlichen Helfer:innen der Einrichtung war groß und die Päckchen werden in den nächsten Tagen an Familien mit Kindern verteilt werden.

 

 

Wir fahren nach Berlin! – mit dem Song „Aus demselben Blut“!

Ein Hit unseres Profils „Rund um die Bühne“ gewinnt im Wettbewerb „Dein Song für eine Welt“ einen Platz auf der CD.

Song Contest „Dein Song für EINE WELT“:

„The RS“ (Racism Stop) aus der Klasse 9a, Profil „Rund um die Bühne“, der Stadtteilschule Wilhelmsburg, zählt zu den Gewinnerinnen und Gewinnern! Mit ihrem Song „Aus demselben Blut“ konnten sie die Jury der aktuellen Runde des Song Contests überzeugen.

Die Songs der Profilschüler:innen der Klasse 9a haben Herz und Verstand. Man muss nicht lange zuhören, um zu bemerken, dass die Schüler:innen in ihrem Profil ihr Handwerk gelernt haben, professionell auftreten, hinter dem Mikrofon wie auch vor der Kamera. Die Texte und die Musik kommen aus einem Guss und fordern nachhaltig zum Nachdenken, Hinterfragen und vor allem zum Mitmachen auf. Das hat auch die Jury des Wettbewerbs „Dein Song für deine Welt“ mitbekommen. Sie war begeistert von dem Song „Aus demselben Blut“ und katapultierte unsere Profilklasse auf einen Gewinnerplatz.

Zur aktuellen Runde des Song Contests „Dein Song für EINE WELT!“ wurden rund 600 Songs quer durch alle Genres komponiert und Texte zu verschiedensten globalen Themen geschrieben. Leichtmachen konnte sich die Jury die Entscheidung bei diesem vielfältigen Angebot daher nicht. Nun aber stehen 20 Songs, die einen Platz auf dem EINE WELT-Album Vol. 4 ergattern konnten, fest und werden Anfang 2022 professionell in den Studios der „Kreuzberger Musikalische Aktion e.V.“ produziert.

Anfang Dezember fuhr ein Teil der Klasse 9a mit ihrem Tutor und Projektbegleiter Christopher Fendler nach Bonn, wo sie an Workshops und der Finalshow teilnahmen. 4 Tage und 3 Nächte konnten sie sich ganz ihrem Lieblingshobby widmen und nebenbei etwas ihr Fernweh trösten.

Paulo aus der 9a meint: „In Bonn konnten wir mit sehr erfahrenen Musikern zusammenarbeiten und sogar Kontakte knüpfen. Es gab tolle Workshops, zum Beispiel zu Vocals!“

Beyonce: „Am Anfang war ich ängstlich mitzumachen, aber die Workshops waren dann richtig gut und alle Menschen sehr nett.“

Das Interesse an Musik und Allem was dazugehört ist in dieser Profilklasse besonders groß. Mit dem Song „Aus demselben Blut“ betonen die Profilschüler:innen, dass es aber nicht nur um eine fette Melodie und Rap geht, sondern auch um die Botschaft hinter dem Song!

„Aus demselben Blut“ von „The RS“ aus der Stadtteilschule Wilhelmsburg ist einer der diesjährigen Gewinnersongs! Und das mit einer klaren Botschaft für die Welt:

„Die halbe Welt ruft "Black Lives Matter" 

Wir sehen Posts, Graffitis und Flugblätter 

Was wir aber nicht sehen ist Veränderung

Änderst du dich? Wir verändern uns!“




Zitat aus dem Song "Aus demselben Blut"

Und das Beste kommt zum Schluss: Im Frühjahr fährt die Klasse 9a nach Berlin, um im Studio in Kreuzberg den Song professionell aufzunehmen. Wow!

Princilla glaubt, dass ihre Klasse unter den ersten 20 von 600 gelandet ist, weil „wir über aktuelle Themen singen und rappen und die Melodie, wie auch der Gesang und die einzelnen Texte die Jury überzeugt haben.“

Wir sind es auch – überzeugt, von diesem Song:


Hier der Link zu dem Song auf soundcloud!

Vielfältige Profillandschaft im Stream

Die Klassen der Abteilung 8-10 präsentierten ihre Profilangebote digital in Videostreams.

Corona-Bedingungen hin oder her – dann machen wir es wieder digital! Und darin sind wir erprobt und mittlerweile auch richtig gut.
Die Profile des achten, neunten und zehnten Jahrgangs der Stadtteilschule Wilhelmsburg stellten ihre Arbeit gegenseitig vor. Wie? Mit aneinandergereihten Videosequenzen, die unsere Schüler:innen selbst drehten und in Nachtschichten dank großer Unterstützung ihrer Tutor:innen zusammenschnitten.

Die Videopräsentationen wurden untermauert durch begleitende Anmoderationen und Feedbackmethoden in den Klassen. Es wurden Fragebögen zu den Videos beantwortet oder Briefe mit warmen Regen und konstruktiver Kritik verfasst und verteilt.

Die Einblicke in die Arbeit unserer Profile zeigten das enorme Potential der Profilarbeit, in der sich unsere Schüler:innen mit dem gewählten Profilthema identifizieren und Stärken durchblicken lassen, von denen sie selbst nie gedacht hätten diese zu besitzen. Selbstbewusst und authentisch repräsentierten unsere Schüler:innen ihre Profile. Wir sind stolz! Ihr könnt stolz sein!

Profile des Jahrgangs 8:

Das Profil „Blick über den Tellerrand“ beschäftigt sich mit den Dingen, die in und um die Küche herum passieren und legt besonderes Augenmerk auf die Nutzung regionaler Lebensmittel, nachhaltiger Produktion sowie klimaneutraler Fußabdrücke.

Im Profil „Sports and Reports“ lernen die Schüler:innen, wie sie Berichte schreiben, Interviews führen und richtig recherchieren – gerne auch in englischer Sprache. Im Bereich Sports stehen Teambuilding, neue Sportarten und Ausrichtung von Events auf dem Plan.

Das Profil „Musik, Kultur und Challenges“ drückt mit Leidenschaft Emotionen und Drama in eigenen Theaterstücken aus und widmet sich darüber hinaus tollen Musikprojekten und dem Thema der Herausforderungen.

Die „Global Creators“ beginnen ihre Profilarbeit mit Projekten und Workshops zum Teamspirit sowie der inhaltlichen Bearbeitung von Klimazielen. Über das Dreamcatcher-Projekt wird auch an anderer Stelle berichtet.

Unser Profil „Lernen am Wasser“ arbeitet eng mit dem Haus der Projekte und Get the Kick e.V. zusammen. An diesem außerschulischen Lernort erlernen die Schüler:innen den Umgang mit Werkzeugen, Grundlagen zur Filmproduktion und beteiligen sich in allen Schritten an der Restaurierung eines Bootes.

Profile des Jahrgangs 9:

Das Profil „Rund um die Bühne“ beschäftigt sich mit den Dingen vor und hinter den Kulissen rund um Musik und Event, tanzt selbst, singt selbst und führt Regie. Sie sind Preisträger bei „Schreib deinen Song“ und setzen sich thematisch in ihren Projekten für Respekt, Gleichberechtigung und gegen Rassismus ein.

Improvisationstalente, Schauspieler:innen, Bühnenbildner und Vieles mehr sind die Schülerinnen und Schüler des Profils „Culture in Motion“. Ihre Wirksamkeit erkennen sie im darstellenden Spiel und kultureller Vielfalt. Aktuell kooperieren sie mit der Hamburger Oper und stellen an der Fassade der Schule „den Blick aus dem Fenster während des Lockdowns“ aus.

Was es heißt fit und gesund zu leben lernt man im Profil „Fit for Future“. Auf dem täglichen Speiseplan steht gesundes und nahrhaftes Essen und die tägliche Portion an Fitness. Sie schlüpfen in die Anleiterrolle und lernen wie man ein Team richtig motiviert.

Im Profil „Wir für Hamburg“ setzen sich unsere Schüler:innen besonders für unsere Umwelt und unsere Mitmenschen ein. Gemeinsame Klimaprojekte, Müllsticker für korrekte Mülltrennung oder Spielzeugspenden waren die ersten tollen Aktionen. Darauf folgte als Highlight das „Spreehafenfest“ und die Entwicklung eines Actionsbounds sowie Vieles mehr.

Lieblingsessen und gesundes Essen gehen nicht immer miteinander einher. Wichtige Hygieneregeln beim Kochen, was gut schmeckt und auch gesund ist, das lernen die Schüler:innen im Profil „Schmeckt gut, is(s)t gut!“.

Alles über sicheres Surfen im Netz, Soft- und Hardware, Datenschutz, die richtige Passworterstellung und die Entwicklung von spannenden Spielen lernen die Schüler:innen des Profils „Smart Gaming“.

///FarbTon

Alle Sinne sind am Ende ein Sinn. Ein Sinn führt wie eine Welt allmählich zu allen Welten.
Novalis, Heinrich von Ofterdingen


Eine 10. und 11. Klasse begeben sich in diesem Schuljahr in einem besonderen Projekt auf eine Reise durch verschiedene Kunst- und Musikströmungen der westeuropäischen Kunstgeschichte. In verschiedenen Etappen setzen sie sich mit jeweils zwei Themen auseinander: Surrealismus, Historismus, Romantik und Expressionismus.

Das Projekt „FarbTon“ betrachtet Kunst und Musik nicht getrennt, sondern als Einheit. Statt einer rein intellektuellen oder historischen Herangehensweise erfahren die Schüler:innen einen Zeitgeist durch ihre Sinne: hören, sehen, erfahren, fühlen.

Die Schüler:innen der teilnehmenden Klassen beschäftigen sich an vier Terminen in enger Zusammenarbeit mit Kunstvermittler:innen Melas Eichhorn und Jana Pfort und Musikerinnen Anna Berwanger und Maria Emmi Franz mit den Kunst- und Musikströmungen.

Dabei entstehen ihre eigenen Interpretationen, die am Ende des Schuljahres in einer Ausstellung an der Stadtteilschule Wilhelmsburg zu sehen sein werden. In dieser Zeit haben die Schüler:innen die Möglichkeit ein tiefes eigenes Verständnis zu den Themenbereichen zu bilden.

Durch die Kooperation zwischen der Hamburger Kunsthalle und dem Musikerinnen-Kollektiv Fleurus.27, werden erstmals die Räumlichkeiten der Hamburger Kunsthalle geöffnet, um ein neues Konzertformat vorzustellen. Anders als bei gewöhnlichen Konzerten steht hier nicht das Ensemble im Vordergrund, sondern die Gemälde, Skulpturen, die Kunstwerke und eben auch die Klangwelten aus der Vergangenheit. In diesen Räumen wird der spezifische Zeitgeist reanimiert, wird durch Musik und Exponat sichtbar und erlebbar gemacht und ermöglicht somit den Schuler:innen tiefe Einsicht und Verständnis in historische Realitäten. Eine Reise in künstlerische Vergangenheiten.

Das Konzertprogramm wird auf die ausgewählte Ausstellung genau abgestimmt um den Zeitgeist und künstlerische Philosophie widerzuspiegeln.

In diesem spannenden Projekt haben die Schüler:innen den Raum sich dieser Art von Musik und Kunst anzunähern und umzuinterpretieren. Möglicherweise könnte dies eine Inspiration für die Zukunft bieten!

Zudem werden die Schüler:innen der Klasse 10a sich selbst mit der Methode des nonlinearen Storytellings in Form eines Computerspieles innerhalb der einzelnen Epochen selbst inszenieren.

Das Projekt wird unterstützt durch Mittel der Claussen-Simon- Stiftung.

Fächerübergreifendes Projekt „uMINTerpretieren“

Proben für die Aufführung.

Im Rahmen des Projektes „uMINTerpretieren“ hat sich die Profilklasse „Global Creator“ mit dem Klimawandel beschäftigt. Der Masterstudent der Integrated Climate System Sciences, Kilian Seidl, informierte die Schüler:innen über die grundlegenden Zusammenhänge des Klimasystems und unseren menschlichen Einfluss. In mehreren praktisch orientierten Unterrichtsreihen wurde hierzu gearbeitet.

Kilian Seidl zum Projekt: “Ich fand das Projekt eine großartige Idee, da der Klimawandel meiner Meinung nach das derzeit wichtigste gesamtgesellschaftliche Thema ist. Dementsprechend fand ich die Möglichkeit den Schüler:innen faktenbasiertes Wissen zu vermitteln sehr wertvoll. Außerdem habe ich für mich selbst sehr viel aus dem Projekt mitnehmen können und hatte viel Spaß daran."

An einem Profiltag durften die Schüler:innen ihr neu erworbenes Wissen anwenden, indem sie Fragen an Professoren:innen und Mitstudent:innen von Kilian Seidl stellen durften.

Zusammen mit der indischen Gruppe Dreamcatcher wurde viel getanzt und sich spielerisch mit dem Thema Klimagerechtigkeit ausgetauscht. Einige Schüler:innen haben dies mit Mitarbeitern der Kulturkarawane filmisch festgehalten. Hierzu standen Fairtrade Handys und Equipment zur Verfügung. Am Donnerstag fand die große Aufführung vor Mitschüler:innen des 8. Jahrgangs und Eltern statt. Der eingeübte Tanz wurde ebenso bejubelt wie die Bollywood-Aufführung der Dreamcatcher. Ein schöner Abschluss des Projekts den Klimawandel aus physikalischer und kultureller Sicht zu betrachten.

Aufwärmübungen mit den Dreamcatchern aus Indien.
Kilian Seidl erklärt die Auswirkungen des Verkehrs auf den Klimawandel.

Havar: “Ich fand es toll, wie Frau Baehr uns erklärt hat, das die Erwärmung des Ozeans so einen großen Einfluss auf den Klimawandel hat, da Wasser die Wärme so gut speichert.“

Attila ergänzt: „ Ich fand es auch spannend mal im Max-Planck-Institut für Meteorologie gewesen zu sein und mit Studierenden reden zu können. Lena Nicola hat uns von Ihrer Forschungsreise nach Spitzbergen und der Gletscherschmelze erzählt. Da möchte ich auch mal hin.“

„Ich hatte Spaß den neuen Tanz mit den Dreamcatchern zu üben und ein bisschen Englisch zu sprechen,“ beschreibt Elena die Tage mit den Dreamcatern.

Kunstblicke im Lockdown - Ausstellung an der Fassade der Stadtteilschule Wilhelmsburg

Wenn Blicke aus dem Fenster zu Kunst werden / Kunstblicke vor dem Fenster in Zeiten des Lockdown

Am Montag, den 22.11.2021, wird das Projekt »Vor dem Fenster« in Form einer öffentlichen Ausstellung an der Fassade der Stadtteilschule Wilhelmsburg, Rotenhäuser Straße 67, präsentiert.

Die Ausstellung ist das Ergebnis eines Projektes von Wilhelmsburger Jugendlichen der Klasse 9B, die während der Coronapandemie im Frühjahr dieses Jahres ihre alltägliche Aussicht aus dem Fenster als Vorlage für eine künstlerische Auseinandersetzung genutzt haben.

Inspiriert von der Ausstellung »Georges Braque - Tanz der Formen« im Bucerius Kunstforum, setzten sie sich in mehreren online Workshops mit dem Leben und dem Werk Georges Braques auseinander und begaben sich auf die Spuren des Kubismus. Ihr Blick aus dem Fenster diente dabei als gestalterischer Rahmen um sich mit künstlerischen Themen wie Abstraktion, Beobachtung, Perspektive und Farbe auseinander zu setzen.

So entstand eine abstrakte und dennoch lebendige Serie an Motiven, die gleichzeitig eine Dokumentation des Zustands der Isolation während der Pandemie und das lebendige Träumen über die Freiheiten und Möglichkeiten jenseits des Fensterrahmens ist. Idee des Pilotprojektes war, den Jugendlichen einen Zugang zu Kultur auch in Zeiten der Pandemie zu ermöglichen und selber aktiv in die Rolle des Künstlers zu schlüpfen.

Die entstandenen Kunstwerke der Jugendlichen wurden als Postkartenserie gedruckt und sind als öffentliche Ausstellung an der Fassade der Stadtteilschule Wilhelmsburg ab dem 22.11.2021 für eine Woche sichtbar.

Das »Kultur macht stark« Projekt aus der Reihe »Museum macht stark« wurde gefördert vom Deutschen Museumsbund e.V. und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung und entstand mit dem Profil »Culture in Motion« der Stadtteilschule Wilhelmsburg, dem Bucerius Kunstforum und der Hirn und Wanst GmbH.

Smart gaming - Digitalität im Vormarsch

In der Profilklasse 9f „Smart gaming“ haben die Hackerschool und die IT-Beratungsfirma CGI in die Programmierung eingeführt. An zwei Tagen wurde auf verschiedenen Plattformen getüftelt, gebaut und umgesetzt. Die Schüler:innen haben erfahren, welche kleinen Programmiertools einem die Arbeit erleichtern, wie man kleine Spiele programmiert und wozu RPA dient. Vorab wurden hierzu Lehrer:innen in einem Workshop von CGI gebrieft.

"RPA: Robotic Process Automation" bezeichnet die automatisierte Bearbeitung von Prozessen durch digitale Software-Roboter.

„Wir freuen uns, die Schüler:innen auf spielerische Weise in die digitale Zukunft zu begleiten“, so einer der Inspirer der Hackerschool, Dr. Tobias Rybka von IBEO.

Den O-Tönen der beteiligten Schüler:innen nach zu urteilen kam dieser Workshop besonders gut an:

„Die Mitarbeiter von CGI waren sehr nett und haben sich Zeit genommen uns alles genau zu erklären.“,
„Wir haben Neues über das Programmieren erfahren.“,
„Mit Scratch haben wir ein Spiel programmiert. Wir konnten unserer eigenen Ideen einbringen.“,
„Die Mitarbeiter von CGI haben sehr viel Verständnis für Fehler gezeigt, sich Zeit für uns genommen und alles genau erklärt.“

Im Rahmen des sozialen Engagements hat CGI schon zwei RPA-Projekte mit der StSW durchgeführt.
Per Video haben die Inspirer der Hackerschool die Schüler:innen beim Programmieren unterstützt.
Programmieren leicht gemacht.

Actionbound App in Wilhelmsburg – jetzt auch zwischen unserer Schule und dem Spreehafen!

Übersicht: Actionbound zwischen Schule und Spreehafen

Ein Bericht von Efe und Hülya aus unserer 9d

Wir sind die Profilklasse 9d „Wir für Hamburg“. Unser Ziel war es, einen Actionbound zu erstellen und den Actionbound mit der 7c und der 9b zu testen. Actionbound ist eine App, in der man durch den Stadtteil läuft und ihn erkundet.

Actionbound ist eine game-based Learning-Methode. Beispielsweise werden Bounds zur Ausarbeitung von Unterrichtsinhalten von Lehrerinnen und Lehrern erstellt und somit der klassische Frontalunterricht aufgebrochen. Ebenso können Schülerinnen und Schüler selbst aktiv Bounds erstellen.

Die Erstellerinnen und Ersteller des Actionbounds sind Muzzammel, Efe, Sandra, Feye, Narin und Doganay. Wir haben den Actionbound erstellt, indem wir durch den Stadtteil gelaufen sind und verschiedene Orte gesucht haben, um dort Aufgaben zu erstellen. Der Start des Actionbounds ist auf dem Schulhof unserer Stadtteilschule Wilhelmsburg.

In der ersten Aufgabe muss ein Sticker fotografiert werden, der zum Beispiel dazu auffordert Müll richtig zu trennen. Weitere Aufgaben sind zum Beispiel, dass man einen QR-Code finden und scannen muss, Parkplätze zählen muss, tanzen muss und Sachen fotografieren muss. Der Actionbound endet im Spreehafen.

Damit verbindet der Actionbound perfekt die Stadtteilschule Wilhelmsburg mit ihrem außerschulischen Lernort, dem schwimmenden Klassenzimmer „Fried“ am Spreehafen.

Am meisten Spaß macht es durch Wilhelmsburg zu laufen. Sandras Meinung ist: “Mir hat es Spaß gemacht die Actionbound App für die jüngeren Schülerinnen und Schüler und für die 9b zu machen.“ Narins Meinung ist: „Mir hat es Spaß gemacht die Bilder für den Actionbound zu machen.“ Efe sagt: “Mir macht es Spaß durch Wilhelmsburg zu laufen.“

Wenn ihr selber einmal den Actionbound spielen wollt, ladet euch die Actionbound App herunter und sucht nach „Erlebniswelt Spreehafen“. Dann könnt ihr schon loslegen. Viel Erfolg!

Schulprojekt „:refresh“: Stadtteilschule Wilhelmsburg goes Elbphilharmonie

Ein Projekt der 9B „Culture in Motion“ in Kooperation mit der historischen Oper am Gänsemarkt und den Bremer Künstler*innen von URBAN SCREEN.

Musik ist eine universelle Sprache, die jeder versteht. Gleichsam steckt in jedem Menschen eine Künstler*in. Gemeinsam machen wir die Schüler*innen des neunten Jahrgangs zu Bühnenarchitekt*innen, Dramaturg*innen und Bühnenmaler*innen.

Im Schulprojekt „:refresh“ zur Opernaufführung „Die Geduld des Sokrates“, die am 20.11.2021 in DIE WIESE und am 6.12.2021 in der Elbphilharmonie aufgeführt wird, werden unsere Schüler*innen kreativ und entwerfen und erstellen das Bühnenbild zur Opernaufführung. Bei den Aufführungen sind unsere Schüler*innen dann als Ehrengäste geladen.

Zudem finden am 18. und 19. November 2021 ganztägig zwei für die Schüler*innen zugängliche Proben des Opernorchesters (Ensemble Schirokko Hamburg) und der acht Opernsänger in unserer Aula in der Rotenhäuser Straße statt. Die Schüler*innen der Mittel- und Oberstufe dürfen die Orchesterprobe geordnet besuchen. Bei Interesse bitte eine kurze E-Mail an: kultur@ich-will-keinen-spamstsw.hamburg.de.

Das gesamte Bühnenbild wird für jede Opernproduktion aufwändig konzipiert und als ein Unikat hergestellt, um auf die Bühnenrück- und Seitenwände im Großformat projiziert zu werden.

Zum Teil erhaltene oder rekonstruierte Original-Bühnendekorationen, die in der Zeit des Barock durch Bühnenmaschinen und viel körperlichen Einsatz bewegt wurden, werden ein Teil der digital wiederhergestellten und neu kombinierten Szenen und Landschaften.

Die bei den Schüler*innen-Workshops komplett neu entwickelten visuellen Geschichten und Räume erweitern und verändern das bildliche Erlebnis.

In unterschiedlichen kreativen und technisch richtungsweisenden Partnern haben wir im Projekt mit URBAN SCREEN innovative und kompetente Lichtspielgestalter an unserer Seite.

Wählen wie die Großen – Juniorwahl zur Bundestagswahl 2021 an der Stadtteilschule Wilhelmsburg

In den Wochen vor der Bundestagswahl fand an der Stadtteilschule Wilhelmsburg die Juniorwahl statt.
 Die Juniorwahl ist eine Wahlsimulation, in der die Jugendlichen, unter den gleichen Bedingungen wie bei der Bundestagswahl ihre Stimme abgeben können. Wie bei der Bundestagswahl hat auch bei der Juniorwahl die SPD die meisten Stimmen bekommen.



Melissa, Klasse 8b, unterstützt die Juniorwahl in ihrer Klasse.
Efe, ebenfalls Klasse 8b, konnte sich eine Meinung bilden und setzt gleich die beiden Kreuze.

Unser Fachleiter für Gesellschaft in den Jahrgangsstufen 5-10, betont die Wichtigkeit und unser pädagogisches Anliegen:


"Die Juniorwahl fordert die Jugendlichen heraus, sich mit den Parteien und ihren Standpunkten auseinanderzusetzen und leistet so einen wichtigen Beitrag zur politischen Willensbildung der Jugendlichen."

Klassenzimmer im Spreehafen - Stadtteilschule Wilhelmsburg engagiert sich für Klima und Umwelt

Erlebniswelt Spreehafen / Foto: Pieter Pan Rupprecht

Spreehafenfest und ein schwimmendes Klassenzimmer

Klima und Umwelt sind uns als Klimaschule ein wichtiges Anliegen. So ist es kein Wunder, dass sich unsere Schülerinnen und Schüler im Rahmen ihrer Profilklassen, Unterrichtsprojekten oder in Nachmittagskursen diesem Thema widmen und überlegen wie wir die Welt für die Zukunft sauberer und nachhaltiger aufstellen können. Übergeordnetes Ziel dabei ist, dass ein Beitrag für unsere Umwelt geleistet wird!

In unserem Langzeitprojekt und außerschulischen Lernort Erlebniswelt Spreehafen führen unsere Profilschülerinnen und –schüler an einer Forschungsstation Messungen zur Wetterlage und Feinstaubbelastung sowie Tierbeobachtungen durch. Einige Schülergruppen entwickeln Spiele und Quizaufgaben zum CO2 -Ausstoß, andere beschäftigen sich mit der Müll- und Verschwendungsproblematik oder bauen eigenständig unterschiedliche Typen von Modellbooten, die sie dann am Spreehafen auf dem Wasser ausprobieren. Das Ganze wird laufend im Spreehafeninstagram Account dokumentiert und reflektiert. Hier geht es zum Account!

Bei diesen vielen Angeboten und Projekten musste das Spreehafenfest unbedingt stattfinden, nachdem es letztes Jahr coronabedingt ausgefallen war. Unter strengen Hygieneauflagen stellten die Schülerinnen und Schüler ihre Produkte vor und luden zum Mitmachen ein. Dafür wurden extra Werbe- und Aktionsplakate digital im Unterricht erstellt und für das Fest ausgedruckt. Die Besucher konnten zum Beispiel an einem selbstentwickelten Kahoot mit Quizfragen zur Veranstaltung teilnehmen, in einer interaktiven Schnitzeljagd die Ausstellung erleben, den CO2-Rucksack von Beispielpersonen packen oder ihr eigenes Barometer bauen.

Jens Becker, Teach First Fellow an der Stadtteilschule Wilhelmsburg hält fest:
„Durch eine Veranstaltung, wie diese im Spreehafen, erfahren die Schülerinnen und Schüler Wertschätzung und Anerkennung insbesondere von Menschen, die sie nicht aus dem schulischen Kontext kennen. Schule wird für den externen Betrachter erlebbar und stärkt die Selbstwirksamkeit der beteiligten SchülerInnengruppen. Das klassische Klassenzimmer und der ausschließliche fachliche Unterricht haben im schwimmenden Klassenzimmer wenig Bedeutung. Im Team haben die Schülerinnen und Schüler Großes geschaffen. Als Einzelperson hätten sie es niemals für möglich gehalten diese Projektvielfalt auf die Beine zu stellen und das auch noch unter Coronabedingungen. In diesem besonderen Schuljahr waren Problemlösungsorientierung, Teamfähigkeit, Selbstorganisation und Kreativität entscheidende Kompetenzen, um die Projekte zum Erfolg zu führen. Alles Schlüsselkompetenzen in einer Welt von morgen.“

Metin Hakverdi, MdB, nimmt Flaschenposten mit Klimawünschen entgegen.

An diesem Nachmittag im September war auch der Bundestagsabgeordnete Metin Hakverdi zu Gast und nahm symbolisch Flaschenposten der Schülerinnen und Schüler der Stadtteilschule Wilhelmsburg entgegen. Insbesondere für die Schülerinnen und Schüler war das ein Highlight, da sich eine Person aus dem öffentlichen Leben die Zeit nahm sich mit ihren Projekten zu beschäftigen.

In dieser Post wünschten sich die Jugendlichen eine Erhöhung des Benzinpreises, mehr und bessere Fahrradwege, das kostenlose Leihen von E-Scootern mit der HVV Karte, kostenlose mit Bus- und Bahnfahrten, sowie die ausschließliche Nutzung von Wasser-, Sonnen- und Windenergie.

Melisa, Malik und Deria präsentieren ihre Modellbauboote (Klasse 10c).
Mohamad ist stolz auf sein Katamaran-Modellboot und testet es direkt auf dem Fest.

Melisa: „Es ist toll, dass wir Projekte machen und unsere Ergebnisse auf einem Fest zeigen können. Das hat uns bei der Fertigstellung motiviert.“

Mohamad: „Es macht Spaß, weil ich es direkt auf dem Wasser benutzen kann. Die Geschwindigkeitsmessung wollen wir noch integrieren. Ich habe mich für den Katamaran entschieden, weil ich in der Türkei so ein Boot gesehen habe. Das hat in mir Interesse geweckt. Zur Auswahl stand ein Partyboot, ein Katamaran, ein Schnellboot und ein Segelschiff.“

Malik (10c) erklärt die Baupläne für die Bootstypen.
Herr Schreiter, Abteilungsleitung 8-10, erprobt sein Wissen an der Station „Klimawaage“. Joel (9d) leitet an.
Yelda (9d) erklärt die Müllsticker, die ihr Profil entwickelt hat.
Melek und Hannan (9d) stellen die Actionbound App vor. Alle Klassen können diese Schnitzeljagd, die zum Spreehafen führt, durchführen.
Tolle Naturfotos findet man im Fotokalender, den Ramou, Ilayda und Ajla (alle 10c) im Fried ausstellen und verkaufen.
Nayim (10c) erklärt das selbstgebaute Barometer und die Wetterdaten der Wetterstation im schwimmenden Klassenzimmer „Fried“.

Ohne die Unterstützung durch Kooperationspartner sind diese vielfältigen Projekte und Kooperationen mit Expertengruppen nicht darstellbar. Daher bedanken wir uns herzlich bei der Edmund Siemers Stiftung, der Gisela Bartels Stiftung und dem Verein Förderwerk Elbinseln für die Projektförderung und Organisation des Lernortes „Erlebniswelt Spreehafen“ und bei der Nordmetall Stiftung, der BSB und dem Bildungswerk der Wirtschaft für die Förderung und Organisation des lüttIng-Projektes „Maritimer KOSMOS“. Die SchülerInnengruppen wurden selbstverständlich durch ihre Tutorinnen und Tutoren Carmen Astorga, Gesa Vollmer und Martin Münning, als auch unseren Teach-First Fellow Jens Becker und unserer Lehrkraft Christoph Büchler mit vollem Einsatz motiviert und unterstützt.

Weitere Impressionen

Foto: Pieter Pan Rupprecht
Foto: Pieter Pan Rupprecht
Foto: Pieter Pan Rupprecht
Foto: Pieter Pan Rupprecht
Foto: Pieter Pan Rupprecht
Foto: Pieter Pan Rupprecht
Foto: Pieter Pan Rupprecht
Foto: Pieter Pan Rupprecht
Foto: Pieter Pan Rupprecht
Foto: Pieter Pan Rupprecht
Foto: Pieter Pan Rupprecht
Foto: Pieter Pan Rupprecht

Präsentation lüttIng Projekt - Maritimer KOSMOS

Rollstuhlbasketball mit den BG Baskets des HSV

Erste Übungen mit dem Rollstuhl waren für alle Schülerinnen und Schüler eine neue Erfahrung.

8. Jahrgang der Stadtteilschule Wilhelmsburg nimmt an Aurubis Inklusionstag teil.

Wie es ist, sich in einem Rollstuhl auf dem Basketballfeld zu bewegen und in einer Mannschaft zu agieren, das durfte unser achter Jahrgang erfahren.

Ali Ahmadi, professioneller Rollstuhlbasketballer und gleichzeitig Spielertrainer der BG Baskets (HSV) hat unseren Schülerinnen und Schülern das Dribbeln und Werfen im Rollstuhl eindrucksvoll in einer abwechslungsreichen Trainingseinheit nähergebracht. Inken Pfeiffer, Mitarbeiterin des Hamburger Sportbundes und der BG Baskets des HSV unterstützte bei den Trainingseinheiten und organisierte wiederholt den Inklusionstag an der Stadtteilschule Wilhelmsburg.

Efe A. aus der Klasse 8b muss zugeben: „Ali war im Rollstuhl sehr schnell und wendig. Einmal sollten wir ihn ticken. Das war wirklich schwer. Obwohl wir in der Überzahl waren, haben wir es nicht einfach geschafft.“

Der Austausch über das Leben im Rollstuhl und mit Behinderung stand in Zwischenreflexionen im Fokus. Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich sehr interessiert wie auch einfühlsam und hatten sichtlich Spaß bei der Veranstaltung. Damit gehen sie gestärkt und mit neuen Perspektiven aus dieser heraus.

Zum krönenden Abschluss hat unser achter Jahrgang Freikarten für ein Heimspiel der BG Baskets in der edel-optics Arena in Wilhelmsburg erhalten.

Wir freuen uns auf eine Wiederholung dieser gewinnbringenden Veranstaltung und bedanken uns herzlich bei den BG Baskets des HSV und der Firma Aurubis für den erfolgreichen Inklusionstag!

Ali ist einfach schneller. Die Schülerinnen und Schüler können ihn trotz Überzahl nicht "ticken".
Technikbesprechung mit Ali, dem Spielertrainer der BG Baskets.
Ismail übt den Positionswurf aus dem Rollstuhl und trifft.
Atilla zielt genau auf das Rechteck!

Stadtteilschule Wilhelmsburg gedenkt Wilhelmsburger Widerstandskämpfer Hans Leipelt an seinem 100. Geburtstag

Am 11.08.2021 fand die Geburtstagsfeier zum 100. Geburtstag von Hans Leipelt an der Stadtteilschule Wilhelmsburg statt. Die Schule, die Hans Leipelt als Schüler besuchte.

Hans Leipelt war in den 1930er Jahren Schüler der Oberschule Wilhelmsburg, der heutigen Stadtteilschule Wilhelmsburg.

Leipelts Großeltern waren Juden, deshalb wurden seine Familie und er als sogenannte „Halbjuden“ von den Nationalsozialisten verfolgt. Diese Ausgrenzung traf ihn tief und so trat er während seines Chemiestudiums in München der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ bei. Nach der Hinrichtung der Geschwister Scholl durch die Nationalsozialisten setzte Hans Leipelt die Verteilung von Flugblättern fort.

Klassensprecherteams der STSW vertraten ihre Klassen und empfingen die weißen Rosen.

Am Tag des 100. Geburtstags sahen die Schülerinnen und Schüler überall in den Schulgebäuden Bilder von Hans Leipelt. Alle Jahrgänge von Klasse 1 bis zur Oberstufe beschäftigten sich mit der Biographie der Familie Leipelt und möglichen Motiven Leipelts für seine Arbeit im Widerstand gegen das NS-Regime. Dazu gehörte selbstverständlich auch ein Exkurs zu der Widerstandsbewegung „weiße Rose“. Die Schülerinnen und Schüler begegneten dem Thema sehr ernsthaft und am Ende stand die Frage im Vordergrund „Was kann ich persönlich aus den Taten Leipelts lernen?“. Ein wahrhaftiges Gemeinschaftsgefühl in der Schule entstand zum einen, dass alle Schülerinnen und Schüler an exakt den gleichen Fragen zu Hans Leipelt arbeiteten und dazu Plakate erstellten. Aber auch die Erkenntnis, dass Hans Leipelt einst in dem gleichen Klassenraum lernte wie sie heute, berührte die Wilhelmsburger Schülerinnen und Schüler, wie auf der gleichtägigen Präsentation der Ergebnisse deutlich wurde.

Helga aus der 8c meint: „Hans Leipelt ist als Held gestorben. Er hat sich für Menschen eingesetzt. Ich habe erfahren, dass er auf unsere Schule ging. Das macht mich stolz!“

Die Ergebnisse wurden kreativ zusammengetragen.
Ameer, 8b, fasst die Ergebnisse seiner Klasse zusammen.
In allen Gebäuden und Eingängen hingen Bilder von Hans Leipelt. Er war einer von uns!

Besonders emotional wurde es am Ende der Präsentation: Jede Schülerin und jeder Schüler erhielt eine weiße Rose mit dem Auftrag, Familie und Freunde über Hans Leipelts Engagement für Gerechtigkeit zu informieren.

Die Stadtteilschule Wilhelmsburg wird ihre Arbeitsergebnisse der Familie von Hans Leipelt in die USA schicken. Seit einiger Zeit pflegt sie Kontakt zur Familie.

Martin und Princilla präsentieren ein Ergebnis aus ihrer Klasse 9a.
Nasika und Hewan aus der 11a sind von Hans Leipelts Taten sehr berührt.
Christiano und Precious präsentieren Ergebnisse aus der 10e.

Precious aus 10e hält emotional fest:
„Ich fand es heldenhaft und er hat seine Ziele im Auge behalten, obwohl er sein Leben riskiert hat und daran starb. Ich finde bemerkenswert, dass er seine Meinung so laut kundgetan hat.“

Nasika und Hewan aus der 11a:
„Wir werden dich nicht vergessen.“

Schülerinnen und Schüler der sechsten Klasse tragen die weiße Rose und ihr Wissen über Hans Leipelt in den Stadtteil.

Genety - Dein Bildungslotse e.V. Tanzprojekt "We have a Dream! - Tanz für Toleranz!"

"We have a Dream ! - Tanz für Toleranz !

Ahoi zusammen,
"We have a Dream ! - Tanz für Toleranz !
Das war der Titel der erfolgreichen Flashmob-Performanceim Sommer 2021 der Jugendlichen aus Hamburg Wilhelmsburg.Trotz großer Hitze entstanden coole Moves zum Thema Rassismus. Die Klasse 7b der Stadtteilschule Wilhelmsburg führte dieses Projekt mit Genety - Dein Bildungslotse e.V. durch.

Großer Dank für die Unterstützung geht an Genety - Dein Bildungslotse e.V. und den Chance Tanz e.V. im Rahmen des Förderprogramms Kultur macht stark des BMBF.

Stadtteilschule Wilhelmsburg startet mit Schwung und neuen Ideen in das Schuljahr 2021/22

Neu denken, Neues wagen – wenn nicht jetzt, wann dann?! Das denken sich die Fachbereichsleitungen der Stadtteilschule Wilhelmsburg und unser Didaktischer Leiter, Jan Breitenstein.

Wir wissen noch nicht, wann wir ohne Pandemiebedingungen unserer pädagogischen Arbeit nachgehen. Was wir aber wissen, ist, dass sich die Schule im dynamischen Wandel befindet und sich den Gegebenheiten anpassen muss. Im Kontext von Schul- und Unterrichtsentwicklung wollen wir Konzepte überdenken, ausbauen und Neues erproben – den Bedürfnissen unserer Schülerschaft gerecht werden. Das war schon immer unser Anspruch und ist uns eine Herzensangelegenheit. Alle Fachbereichsleitungen unserer Schule bestritten in den ersten Tagen Fortbildungen zur agilen und adaptiven Entwicklung unserer Schule. Die Fortbildung „Design Thinking“ hilft uns neue Wege in der Ideenentwicklung zu gehen. Im Alltag steht häufig der „innere Kritiker“ im Weg.

„Gerade jetzt scheint ein guter Zeitpunkt zu sein, Schule zu „denken“, den Schwung der neuen Motivation des sozialen Zusammenkommens am Ende der Pandemie mitzunehmen. Kreative Techniken helfen uns, Ideenkiller ausfindig zu machen und mit offener Haltung unsere Schule weiterzuentwickeln.“  Beitrag einer Fachleitung

„Design Thinking ist gegenwärtig ein für Schule oftmals noch unbekannter Ansatz, um Entwicklungsaufgaben situations- und interaktionsadäquat lösen zu können. Nicht jedoch an unserer Schule. Durch engagierte Bereichs- und Fachleitungen und deren Teams gelingt es uns, zukunftsweisende Prototypen für das Gestalten von Lernangeboten, in herausfordernden Zeiten zu entwickeln. Was unsere Kolleginnen und Kollegen hier an Engagement zeigen, darf als herausragend bezeichnet werden.“

Jan Breitenstein, Didaktischer Leiter, STSW

Die Stadtteilschule Wilhelmsburg geht den nächsten Schritt zur Transformation der Bildung, im 21. Jahrhundert

Lernen personalisieren? Personalisiertes Lernen mit Digitalen Medien ermöglichen? Die Stadtteilschule Wilhelmsburg startet das Roll Out des digitalen Logbuchs, des Lernlogs der Montag Stiftung „Jugend und Gesellschaft“.

Lernen in digitalen Welten wird, nicht zuletzt auch auf Grund der Corona-Pandemie, zunehmend realer und bedeutsamer. Immer mehr Schulen entdecken die Möglichkeit(en), die ihnen digitale Tools zum zeitgemäßen, personalisierten Lernen bieten können.

So auch die Stadtteilschule Wilhelmsburg. Als eine von bundesweit zwanzig, von der Montag Stiftung „Jugend und Gesellschaft“ ausgewählten Schulen erproben sich in diesem Schuljahr Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer teilnehmender Klassen unserer Schule darin, Lernen digital zu personalisieren. Die Schülerinnen und Schüler der STSW haben dadurch die Chance, als Lernende, ein wachsendes Lernangebot erfahren zu können, durch das sie ihr Lernen selber planen, überprüfen, reflektieren und dokumentieren können; Kompetenzorientiert und selbstgesteuert, gecoacht von Lehrkräften als Lernbegleitende. Durch das Nutzen des Lernlogs bieten sich hierzu zahlreiche Optionen: Lernangebote können von Lehrkräften angelegt und von Schülerinnen und Schülern mitgestaltet werden, Feedback gegeben und genutzt werden, Lernen sowie das Planen von Lernen kann orts- und zeitunabhängig stattfinden und die Lernenden können (in Rücksprache mit ihren Lernbegleitenden) selber entscheiden, zu Was sie, Wie, Wann, mit Wem lernen wollen. Die Möglichkeiten sind vielfältig…

Vielfältig waren auch die ersten Schulungen der Lehrkräfte und Lernenden. Zum Start des Schuljahres haben Katja Anokhina und Lisa Schmidt, Mitarbeiterinnen der Stiftung, zusammen mit Felix Köhn, Koordinator Digitales, zunächst die Lehrkräfte zu Lernlog-Teachers, zwei Wochen später jeweils zwei Schülerinnen und Schüler pro Klasse zu Lernlog-Scouts fortgebildet.

Doch damit nicht genug. Das Projekt „Lernlog“ bietet ein Netzwerk und Unterstützung für bundesweit zwanzig Schulen, welches nun auch von der STSW genutzt werden kann. Gemeinsame pädagogische Impulse, Entwicklungsworkshops, schulübergreifendes Erstellen von Lernmaterialien, Schulungen von Schülerinnen und Schülern zu Lernlog-Scouts, bundesweite Workshops „von Lernlog-Scouts für Lernlog-Scouts“, Barcamps zur Digitalen Bildung und, und, und… In einem ko-konstruktiven Prozess der teilnehmenden Schulen sollen die Software des Lernlogs wie auch die Lernangebote der Schulen, den Bedürfnissen der Lernenden und Lernbegleitenden gerecht(er) werden, weiter entwickelt und erprobt werden. Anders gesagt: Gelebt wird eine partizipative Entwicklung eines Tools für das zeitgemäße Lernen der Schülerinnen und Schüler – von der Basis für die Basis. Die Zukunft des Lernens hat begonnen und die Stadtteilschule Wilhelmsburg ist mit dabei. Wir sind gespannt…!

Das Roll-Out wird von Expertinnen der Montag-Stiftungen begleitet (Bild: Montag-Stiftung „Jugend und Gesellschaft“).
Erste Ansicht des lernlogs (Bild: Montag-Stiftung „Jugend und Gesellschaft“).
Das Kollegium erprobt die ersten Schritte im lernlog (Bild: Montag-Stiftung „Jugend und Gesellschaft“).
Die Fortbildung fand in unserer neuen Kantine statt (Bild: Montag-Stiftung „Jugend und Gesellschaft“).

Link zu weiteren Informationen: Lernlog - Dein digitaler Lernbegleiter


Beitrag der MJG auf #Twitter

Bildrechte: Montag-Stiftung „Jugend und Gesellschaft“

BrieffreundscHHaften: Schreiben lernen durch lebensnahen Bezug

Briefe schreiben, Brieffreundschaften… ist das nicht etwas aus dem letzten Jahrhundert, etwas wovon im besten Fall die Eltern erzählen? Und auf Papier schreiben: Ist das nicht langweilig, weil man doch heutzutage alles digital machen kann? - Nein, dachte sich da unser Teach First Fellow, Jens Becker. Briefe schreiben ist retro und muss man nur wieder als etwas Cooles präsentieren!

Fünf andere Teach First Fellows aus Hamburg machen auch noch mit, denn schließlich wirken die Schülerinnen und Schüler im Wechselunterricht immer gelangweilter von der Flut an Arbeitsaufträgen und Arbeitsblättern. Gleichzeitig scheinen sie sich in der langen Homeschoolingphase nach etwas Abwechslung zu sehnen und soziale Kontakte sind in dieser Zeit rar gesät...

Schnell ist der Projektname gefunden: „BrieffreundscHHaften“. Denn am einfachsten und schnellsten kann die Aktion in der eigenen Stadt umgesetzt werden. So können die Jugendlichen Kontakte zu anderen Stadtteilen knüpfen und wir können zudem auf das Ziel eines persönlichen Treffens am Ende des Schuljahres hinarbeiten. Anfang April ging es also in insgesamt sieben Kursen an fünf Stadtteilschulen in den Jahrgängen 8 und 9 los! In der Stadtteilschule Wilhelmsburg machen sogar gleich drei Kurse mit. Perfekt können die BrieffreundscHHaften in der Profilklasse „Wir für Hamburg“ umgesetzt werden, denn hier geht es ja schließlich um Hamburg und den eigenen Stadtteil. Aber auch im Deutschübungs- und Förderunterricht ist das Projekt gut aufgehoben.

Im ersten Schritt erstellen die Schülerinnen und Schüler Steckbriefe auf einem Padlet, um gegenseitig u.a. von ihren Lieblingsdönersoßen, ihren Superkräften oder ihren Traumschulfächern zu erfahren. Das Interesse bei den Schülerinnen und Schülern ist schnell geweckt, als sie erfahren, dass sie sich im nächsten Schritt eigenständig Brieffreundinnen und -freunde auf den Padlets der anderen Schulen aussuchen dürfen: „Boa cool, die kommen aus Poppenbüttel, da habe ich auch früher gewohnt“ oder “Ich darf mir das selber aussuchen?? Wie cool!”. Außerdem motivieren Gemeinsamkeiten bei Hobbys oder dem Heimatland, sowie die Chance, das Padlet als Datingplattform zu nutzen. Dadurch sind Höchstleistungen in der Produktion von Texten, als auch im Gestalten der Briefe zu beobachten, die bisher im Unterricht noch nicht zum Vorschein kamen.

Dann werden die ersten Briefe geschrieben und die Jugendlichen lernen, wie ein Brief aufgebaut ist: Anrede, Datum, Grußformel, Verabschiedung etc.. Sie können das Gelernte im selben Moment mit Realitätsbezug anwenden. Dann geht es an den Inhalt des Briefes. “Herr Becker, was soll ich schreiben...?” Und wie beschriftet man eigentlich einen Briefumschlag? Gar nicht so einfach! Gleichzeitig vernehmen die Fellows erstaunte Rufe, als die Schülerinnen und Schüler erfahren, dass die „80“ auf der Briefmarke für die Kosten steht. Herr Becker ist ganz begeistert von einem Schüler, der plötzlich ohne zu zögern einen freien Text schreibt, womit er sich sonst sehr schwertut und meist sogar die Deutschaufgaben komplett verweigert.

In der nächsten Stunde werden gespannt die Briefe geöffnet: „Wow, der ist richtig cool, Frau Astorga, mein Traumbrieffreund.“ Aber nicht alle Reaktionen sind positiv: „Oh Mann, Frau Astorga… Ich habe mir so viel Mühe beim Schreiben meines Briefes gegeben und jetzt bekomme ich nur so einen kurzen Brief zurück.“ Verständnisvoll erklärt Frau Astorga in der Situation, dass es manchmal so im Leben ist und man enttäuscht wird, dass das aber kein Grund zum Aufgeben ist.

Dann geht’s ans Antworten. Und plötzlich ist Rechtschreibung gar nicht so uninteressant: “Herr Becker, können Sie mal gucken, ob ich das so richtig geschrieben habe?", “Wie schreibt man eigentlich ‘Hobby’?”. Auch Schönschrift ist auf einmal cool und so werden Briefe vor und bis in die Pause hinein sorgfältig abgeschrieben und Blankopapier wird abgelehnt: "Nee, ich nehme lieber liniertes Papier, sonst schreibe ich so krakelig!"

Mittlerweile dürfen die ersten SuS ihre Briefe selbstständig in den Briefkasten werfen und übernehmen somit die Verantwortung für ihre BrieffreundscHHaft.

Mal schauen, wie das Projekt im nächsten Schuljahr weitergeführt werden kann und ob es nicht womöglich auch ins Ausland weiter ausgebaut wird. Eins ist auf jeden Fall klar: Es war eine sehr positive Erfahrung für alle Beteiligten - Fellows, Schülerinnen und Schüler und Kolleginnen und Kollegen zugleich.

Schülerinnen und Schüler setzen sich für den Ocean Day / Klimatag am 8. Juni 2021 ein

Am 8. Juni ist jedes Jahr der weltweite Oceans Day. Als Klimaschule haben sich alle Jahrgänge in den ersten beiden Stunden mit Ocean- und Klimathemen beschäftigt, um das Bewusstsein für den Einfluss des Menschen auf die Umwelt und die Folgen aufmerksam zu machen. Als zentraler Gegenstand dienten die SDGs.

Im Rahmen des Themas „Abfall“ haben die Klassen von der Vorschule bis zur 3. Klasse aus alten Broschüren Geschenktüten gebastelt. Die 4. bis 6. Klasse hat sich rund um den Einfluss unserer Ernährung auf das Klima informiert. Die Mittelstufe hat Tipps für die Schule entwickelt, wie wir noch mehr Plastik vermeiden können, um den Plastikabfall im Meer zu reduzieren. 450 Jahre dauert es bis sich eine Plastikflasche zersetzt hat. Die Oberstufe entwickelte ein Quiz zum globalen Problem der Überraschung der Weltmeere.

Das Interesse der Schülerinnen und Schüler ist groß und alle freuen sich schon auf die MaritimeProfilWoche Ende Juni.

Stolz halten die Schülerinnen und Schüler der 3b ihre selbstgebastelten Geschenktüten aus alten Karten hoch.
Die 6. Klasse hat sich mit der Klimawaage ein Bild über den Einfluss unserer Ernährung auf das Kima gemacht.
Die Klassen 7 und 8 haben den Einfluss des Plastiks auf die Meere erforscht. Am Ende sind Tipps für die Vermeidung von Plastik in der Schule und im Alltag entstanden.

Kommen wir mit dem blauen Auge davon?

"Blaues Auge": Die 10e der Stadtteilschule Wilhelmsburg nimmt für eine bessere Welt nicht nur die 17 Nachhaltigkeitsziele ins Visier.

Wir sind die Klasse 10e der Stadtteilschule Wilhelmsburg in Hamburg. Vor ungefähr drei Jahren haben wir das Profil WELTVERBESSERER gewählt...

Das Foto „Blaues Auge“ entstand nach dem ersten Lockdown während der Corona-Pandemie. In der Corona-Krise konnten wir beobachten, dass einige Ziele wie z.B. Ziel 13 ein wenig Erfolg feiern konnten, da die Menschen nicht mehr geflogen sind und sich das positiv auf die CO2 Bilanz auswirkte.

Vernissage ‚KIDS417’ in der Galerie twnty4svn

Weniger Fleisch essen, auf Plastik achten, mit dem Fahrrad fahren....

Diese Dinge weiß jedes Kind und doch hält sich niemand daran oder nimmt es ernst.

Das wollen wir ändern - am 10. Juni 2021 empfing die Profilklasse zusammen mit ihrer Kunstlehrerin Frau Wiemer und ihrer Klassenlehrerin Kathrin Beilstein Freunde, Mitschüler und Interessierte vor der Galerie twnty4svn zur Vernissage ‚KIDS417’.

In einer szenischen Lesung machten die „KIDS“ aufmerksam auf die Ziele 1, 2 und 4. Das Ganze gab es auch auf Kurzfilmen auf I-Pads zu sehen.
Zwei weitere Schülergruppen haben sich ebenfalls dem Medium Film zugewendet und die Thematik Erdöl sowie den Themenbereich Microplastik unter die Lupe genommen.
Ein Schüler hat sich dem Ziel 5 gestellt und Interviews mit unterschiedlichen Menschen geführt. Diese sind als Kurzfilm und als Podcasts zu sehen und zu hören.
Weitere Gruppen haben sich mit den Themen Lebensmittelverschwendung und der Lieferkette eines T-Shirts beschäftigt, was sie künstlerisch in der Galerie präsentieren.
Und eine Gruppe hat sich dem wohl wichtigsten Ziel gewidmet: Ziel 4 - Gleichwertige Bildung für alle.

Szenerische Lesung zu den Zielen 1, 2 und 4.
Erolcan, Soner und Gerano stellen stolz die Inhalte ihrer Homepage KIDZ417 vor!

Was war dein Highlight im dreijährigen Profil?

Gerano: "Die Fahrt nach Berlin, mir gefällt die Lebensphilosophie von vielen Menschen dort, der Umgang mit Menschen und der Umwelt."

Erolcan & Soner: "Der Besuch des Supermarktes sirplus. Dort werden Sachen verkauft, die noch gut und genießbar sind, auf dem Label aber abgelaufen. Gutes Essen wird nicht weggeschmissen. Und... endlich wissen wir wie es im Bundestag aussieht!"


Fahissal: "Das Fotoprojekt mit Frau Beilstein, Frau Wiemer und der Fotografin Andrea Küppers, in dem wir auch zu Black Lives Matter und Rassismus gearbeitet haben."

Ausstellung "KIDZ417" in der Galerie TWNTY4SVN in der Carsten-Rehder-Str. 37

Die Werke sind selbstverständlich weiterhin zu bestaunen und es lohnt sich:

Wir zeigen euch, was wir in den letzten drei Jahren zu den 17 Zielen der Agenda 2030 gelernt und erarbeitet haben; wie wir mit der Unterstützung von großartigen Künstlern einzelne Ziele aufbereitet haben, um euch zu informieren und vor allem wachzurütteln, dass es so nicht weitergehen kann und keiner die Augen vor den unschönen Dingen verschließen darf, die auf unserer Welt passieren.

Uns ist dabei aufgefallen, dass wir Menschen wohl immer erst etwas Schlimmes erleiden müssen, bis wir merken, was wir der Erde und damit uns, wirklich antun.
Die Verletzungen und die blauen Augen lassen zunächst eine freie Interpretation des Betrachters zu. Unser ursprünglicher Name ‚Weltverbesserer’ könnte auf eine Interpretationsmöglichkeit verweisen. Wenn die Erde nicht krank wäre, würden wir sie dann verbessern wollen?

Wir wollten mit dem Foto ausdrücken, dass WIR Kinder im Fokus der Zeit stehen, denn es ist unsere Generation, die mit den Folgen, z.B. des Nichteinhaltes zum Klimaabkommen, zu leben hat, und natürlich die Welt an sich, wie wir Menschen mit ihr und wie wir miteinander umgehen.

Durch unsere Verhaltensweisen lassen wir den Blick auf die Zukunft immer schlechter aussehen und haben uns schon genug Verletzungen zugefügt.

Immer wieder sind wir mit einem blauen Auge davongekommen.
Aber wie lange geht das noch gut?

Was hat dir am Fotoprojekt „Blaues Auge“ so gut gefallen?
„Mir gefällt die Zusammenarbeit mit der Klasse und dass wir uns für eine „bessere Welt“ einsetzen. Die Vorbereitung und die Kreativität zu diesem Foto waren bemerkenswert. Durch tolle Unterstützung von Lehrkräften und Fotografen konnten wir am Ende sehen, was wir geschaffen haben und ein Zeichen setzen.“ (Fahissal, 10e)

Wer wir sind?

Wir sind die Klasse 10e der Stadtteilschule Wilhelmsburg in Hamburg. Vor ungefähr drei Jahren haben wir das Profil WELTVERBESSERER gewählt. Unsere Lehrerin verriet nicht viel. Wir wussten, dass wir uns mit Nachhaltigkeit, insbesondere mit den 17 Zielen der Agenda 2030 beschäftigen wollen. Aber wie genau, war offen. Anfangs stand besonders der Klimawandel, die Problematik rund um den Plastikmüll und die weltweiten Kriege im Fokus unseres Unterrichts.

Im September 2018 besuchten wir im Zuge der Klimawoche in Hamburg einen Workshop, bei dem wir uns ausschließlich mit den 17 Zielen auseinandersetzten. Schnell wurde uns klar, dass wir die Ziele nicht getrennt voneinander betrachten können, sondern dass sich alles gegenseitig bedingt.

Ab diesem Zeitpunkt widmeten wir uns unterschiedlichen Zielen, die wir genauer besprachen und uns vor allem Handlungsmöglichkeiten überlegten, um zu zeigen, dass jeder ein kleines bisschen tun kann, um diese Ziele zu erreichen. Dazu machten wir zahlreiche Ausflüge, nahmen an Workshops teil, schauten uns interessante Dokumentationen an und durften sogar an einer App CHOIZ mitwirken, die sich ausschließlich mit den 17 Zielen beschäftigt - genaueres dazu findest du auf unserer Homepage, die derzeit noch in Arbeit ist.

Zusammengefasst geht es uns nicht nur darum, Menschen über unsere Arbeit im Profil zu informieren, sondern auch zu inspirieren, die Welt, auf der wir leben ein wenig besser zu behandeln. Es gilt, daran zu denken und auf keinen Fall zu übersehen, dass jeder etwas tun kann, damit wir die Ziele bis 2030 erreichen können. Und es keine Utopie bleibt.

Unseren Namen haben wir im Laufe der letzten Jahre angepasst, denn wir wollen nicht die Welt verbessern, sie ist so wunderschön. Wir sind die, die sich zu verbessern haben.
Auch wenn wir einzeln nicht viel ausrichten können, können wir gemeinsam umso mehr erreichen.

Im Juni 2021 planen wir eine kleine Kunstausstellung, auf der wir präsentieren, was wir die letzten Jahre erarbeitet haben. Genauere Infos darüber und über den Stand der Dinge findest du auf unserer Homepage, die derzeit noch aufgebaut wird.

Warum hast du dich für dieses Profil entschieden?
„Bei der Vorstellung der Profile passten mir die angesprochenen Fächer. Ich war neugierig auf die Inhalte und wie man etwas für die Umwelt tun kann.“ (Fahissal, 10e)

Zitat: Was wir wissen ist ein Tropfen. Was wir nicht wissen ist ein Ozean. Isaac Newton

Weitere Projekte:

Workshop auf dem schwimmenden Klassenzimmer zur Hamburger Klimawoche

Im Zuge des Hamburger Klimawoche 2018 besuchten wir das schwimmende Klassenzimmer (Alsterdampfer der ATG). Das war irgendwie der Anfang unseres Projektes. Dort wurden uns die 17 Ziele auf einzelnen Holzklötzchen gegeben. Unsere Aufgabe bestand darin, die Ziele nach ihrer Wertigkeit in eine Art Rangliste einzuordnen. Das fiel uns schwer, denn es kristallisierte sich schnell heraus, dass alle Ziele miteinander verknüpft sind und sich untereinander bedingen. Wie bei Ziel 4 und Ziel 5: hätten alle Menschen gleichberechtigt Zugang zu Bildung – ohne zwischen Mädchen und Jungen oder arm oder reich zu unterscheiden – so gäbe es vielleicht weniger Hunger und es könnte mehr für den Klimaschutz getan werden, da die Menschen einfach durch die Schule lernen könnten, was gut oder was eben schlecht ist für unseren Planeten und für sich selbst.
Somit beschlossen wir alle Ziele als gleichwertig zu betrachten und uns einem nach dem anderen zuzuwenden. Vor allem den Zielen, die direkt mit uns zu tun haben, wie Ziel 4, Ziel 7 oder Ziel 8 und Ziel 16.

Was konntest du im Workshop auf der Barkasse während der Klimawoche lernen?
„Ich habe die 17 SDGs kennen gelernt und wurde umfangreich aufgeklärt.“ (Fahissal, 10e)

Es heißt, dass die Ziele bis 2030 umgesetzt werden sollen, aber was ist, wenn sich die UN-Staaten nicht daran halten. Müssen sie dann eine Strafe zahlen? Leider bekamen wir auf diese Fragen keine Antwort.
Wir haben verstanden, dass die Länder die Ziele schon umsetzen sollen, aber nicht müssen. Und wenn die Regierungen nicht genug dafür tun, dann werden wir etwas tun. Und das haben wir...

Upcycling von getragenen T-Shirts

Im Zuge der Schulkinowochen in Hamburg besuchten wir den Film ‚True Cost’. Diese Dokumentation zeigt die Abgründe hinter der schillernden Kulisse der Modeindustrie. Sie beschäftigt sich überwiegend mit FAST FASHION. Wir waren sehr schockiert ob der darin enthaltenen Informationen rund um die Modeindustrie, z.B. die Auswirkungen auf die Umwelt, auf die Gesundheit der Arbeiter und die menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen - auch für Kinder. Und dass es vor allem die Firmen betrifft, bei denen wir regelmäßig einkaufen.

Natürlich haben wir uns schon gefragt, wie es sein kann, dass ein T-Shirt für 5 Euro in Hamburg verkauft werden kann, welches irgendwo in Asien produziert wurde. Aber wir haben uns nie weiter damit beschäftigt. Bis jetzt. Wir haben überlegt, welche Ziele damit in Zusammenhang stehen: Ziele 3, 6 und 8. Diese haben wir dann inhaltlich aufgearbeitet. Und letztlich sind wir zu dem Schluss gekommen, dass es grausam ist, was wir mit unserer Shoppingsucht auslösen. Und wir haben in Interviews festgestellt, dass viele Menschen nichts über die Textilproduktion wissen. Daher haben wir ein Quiz erarbeitet, worin alles aufgegriffen wird, was die Produktion eines T-Shirts betrifft.

Wie seid ihr auf das Thema T-Shirts gekommen?
Da ich kennengelernt habe wie Kleidung hergestellt wird und unter welchen schlimmen Arbeitsbedingungen das geschieht, ist mir wichtig, dass sich jeder beim Kauf hinterfragt. Unsere Privilegien sollten wir nutzen, um Menschen darüber aufzuklären. (Fahissal, 10e)

Darüber hinaus haben wir für das damals bevorstehende Winterfest ein Upcycling getragener T-Shirts beschlossen. Dazu ließen wir Schablonen der 17 Ziele anfertigen und starteten erste Versuche, für unser Projekt ein Logo zu finden. Alle brachten alte getragene T-Shirts von zuhause mit. Wir besprühten sie mit unserem ‚Logo’ und mit den 17 Zielen. Andere wandelten wir zu praktischen Taschen um und verschönerten sie. Zusammen mit den T-Shirts boten wir den Gästen des Winterfests einen Flyer mit den wichtigsten Informationen über die Herstellung unserer Kleidung an.

Wir haben den Besucherinnen und Besuchern und auch uns selbst eine alternative Möglichkeit aufgezeigt, neues Leben in alte T-Shirts einzuhauchen und gleichzeitig unsere Mitmenschen informiert.

Wenn wir nichts wissen, können wir nicht handeln. Wir haben viele Menschen erreicht und wollen dies weiter tun.

Was wünschst du dir von den Menschen auf der Welt?
„Viele Menschen haben noch nicht gesehen, wie kaputt unsere Erde ist. Ich möchte, dass die Menschen ihr Fehlverhalten einsehen, mehr darüber lernen und sich verändern wollen.“ (Fahissal, 10e)

Erasmus+ : Die große live-Schaltung!

Die Live-Schaltung zwischen 4 Ländern war für alle ein großer Erfolg.

4 Länder, knapp 100 SchülerInnen, 60 min spannende live-Schaltung

Am 21.05.2021 um 10.30 Uhr war es soweit: 4 Schulklassen aus Finnland, Kroatien, Griechenland und die 10g der STSW, die seit einem Jahr gemeinsam an dem Erasmus+ - Projekt „lecker & gesund“ arbeiten, trafen sich erstmals alle zusammen zu einer einstündigen digitalen live-Veranstaltung. Frank Dienst moderierte professionell diese „Eurovision“, in der jedes Land Beiträge zum Mitmachen und Vorführungen darbot. Johannes Bonin initiierte ein Rhythmusspiel, Thomas Bieser zeigte eine Koch-Show, die griechischen Schülerinnen und Schüler sangen die Europa-Hymne, die Finnen spielten mit allen „Bohuslän“ und die Kroaten ein viersprachiges Kahoot. Nach einer längeren Vorbereitungszeit ist das Innovationslabor Internationales unter der Leitung von Ursula Schulz stolz darauf, dass alles so gut geklappt hat, denn auch die komplizierte Technik spielte mit.
Ein spezieller Dank geht an das Profil Film und Video von Ben Lobgesang, das die Veranstaltung aufgezeichnet hat.

Profil „Wir für Hamburg" übergibt Corona-Paket an unsere Nachbarn im Seniorenheim

Ezana, Acelya und Yelda berichten von ihrer Aktion:

Wir sind Schülerinnen und Schüler aus der Klasse 8d und unser Profil ist „Wir für Hamburg“.

Unser Ziel war es, gemeinsam mit der Klasse ein Corona Paket zu gestalten. Wir wollten den Seniorinnen und Senioren im Altersheim eine kleine Freude machen und da die Corona-Situation sich lange nicht verbessert hatte und viele der Bewohnerinnen und Bewohner nicht Besuch empfangen konnten, kamen wir auf die Idee ein Corona-Paket zu gestalten.

Wir als Klasse haben uns aufgeteilt wer was mitbringt. Es waren Grußkarten, Pralinen, Obst, Bücher, Pflegeprodukte und Spielesammlungen dabei. Diese Geschenke haben wir in einem Paket zusammengepackt und dieses gestaltet. Die Aktion hat uns sehr gefallen und wir würden es gerne wieder tun.

Wir finden: das war eine tolle Aktion! Ihr habt diesen Menschen mit eurer sozialen Geste den Lockdown etwas einfacher gemacht!

Übergabe des Paketes.
Haupteingang des Seniorenheims "Pflegen und Wohnen"

Die Jolle2 ist fertig!

Die Jolle vor unserem Schuleingang am Perlstieg!

Nach sechs Jahren ist es endlich so weit, die Jolle, die Schülerinnen und Schüler der Stadtteilschule Wilhelmsburg zusammen mit dem Hafenmuseum gebaut haben, ist fertig.
Zwei Jahrgänge haben an diesem einzigartigen Projekt mitgearbeitet.

Die Stadtteilschule bietet ab der 8. Klasse verschiedene Profile an. Das Profil Jolle2 hat sich mit Logistik im Hafen und dem Bau einer historischen Jolle aus der Kaiserzeit beschäftigt. „Wir wollen unseren Schülerinnen und Schülern in den Profilklassen theoretische und praktische Berufserfahrungen in Zusammenarbeit mit Partnern unseres Stadtteils ermöglichen“, erläutert Katja Schlünzen, Schulleiterin der Stadtteilschule Wilhelmsburg, das Konzept der Profilklassen 8-10. In der Profilklasse Jolle2 haben die Schülerinnen und Schüler zusammen mit z. T. ehrenamtlichen Schiffbauern in den vier Projektstunden pro Woche geplant, getüftelt und gewerkelt. Die ersten Modelle waren nach einem guten Jahr fertig und die Schülerinnen und Schüler wagten sich an die „große“ Jolle.

Am 22.04.2021 wurde die Jolle das erste Mal zu Wasser gelassen. Auf dem Weg zur Dove Elbe durften die Schülerinnen und Schüler der Stadtteilschule Wilhelmsburg, die Mitarbeiter des Hafenmuseums und die vielen Ehrenamtlichen noch mal ihr fertiges Werk bewundern und Interviews zu diesem außergewöhnlichen Profilkurs geben. Dabei entstand ein ausdrucksstarker Film, der die Besonderheiten der Schule und die Verwurzelung in den Stadtteil darstellen. In Zukunft wird die Jolle sowohl den Schülerinnen und Schülern der Stadtteilschule Wilhelmsburg als auch allen Interessierten für Teambuildingmaßnahmen zur Verfügung gestellt. „Disziplin und reibungslose Zusammenarbeit sind auf dem Boot wichtig. Dies wollen wir mit den Schülerinnen und Schülern üben, sodass sie diese Fähigkeiten auf andere Situationen übertragen können,“ so Jan Stute, der Projektleiter.

Jolle2 - Carsten Jordan (Hafenmuseum), Ursula Richenberger (Peking) Katja Schlünzen (Schulleiterin Stadtteilschule Wilhelmsburg) Jan Stute u. Carla Enchelmaier (Schiffbauer)
Mudi Tibba (Verleimen) und Isaac Cantos Gonzales (Schleifen)

Filme zu diesem Projekt

Profilprojekt: Die Jolle II

Profil Hafenklasse stellt sich vor

Mit Selbstbewusstsein zum Praktikumsplatz – MUT hilft!

Schülerinnen und Schüler unseres Jahrgang 9 nehmen an MUT Workshops teil

Mut, Selbstbewusstsein, Gemeinschaft, Begeisterung, Motivation – dafür steht die MUT Academy, die diese Workshoptage durchführte.

Normalerweise findet das sogenannte MUT Camp für Jahrgang 9 als Präsenzveranstaltung außerhalb der Schule statt. Doch dies war dieses Jahr pandemiebedingt nicht möglich. Das hielt uns aber nicht davon ab nach einer alternativen Umsetzung zu suchen. Unter der Leitung von unserem Teach First Fellow Jens Becker hatten so 10 Schülerinnen und Schüler die Gelegenheit an die Schule zu kommen, um sich an zwei Tagen intensiv mit ihren Träumen, ihren Zielen und ihrem Lauf des Lebens zu beschäftigen.

Die Schülerinnen und Schüler wurden auf vier verschiedene Räume in der Schule aufgeteilt und mit Laptops der MUT Academy ausgestattet, sodass sie dann am digitalen MUT Camp teilnehmen konnten. Zum Ende der digitalen Workshoptage wurde konkret bei Betrieben angerufen, um nach einem Praktikumsplatz zu fragen: Mit Erfolg. Einige Praktikumsplätze wurden ergattert! Zu guter Letzt stand die MUT Probe auf dem Programm, in der die Schülerinnen und Schüler ihre Workshoperfahrungen vor einem MUT Mitarbeitenden und Jens Becker präsentieren mussten.

Auch digital kann MUT gemacht werden.
Der "MUT Schrei" zum Ende der MUT Tage.
Batuhan arbeitet fleißig an seinen Aufgaben.
Jeder Schüler und jede Schülerin bekam von MUT einen Laptop gestellt. Vor Ort wurden sie von Herrn Becker unterstützt und angeleitet.

Stadtteilschule Wilhelmsburg erhält wieder Gütesiegel Klimaschule

Bereits zum fünften Mal in Folge hat die Stadtteilschule Wilhelmsburg das begehrte Gütesiegel "Klimaschule" von der Stadt Hamburg erhalten. Mit dieser Auszeichnung, die lediglich alle zwei Jahre verliehen wird, ehrt die Stadt Hamburg Schulen, die systematisch und gemeinsam mit der Schulgemeinschaft nachweislich an der Reduktion der schulischen CO2-Emissionen arbeiten.

Die Stadtteilschule Wilhelmsburg, die bereits seit 2012 das Gütesiegel „Klimaschule“ trägt, beschäftigt sich basierend auf ihrem schuleigenen Klimaschutzplan vielfältig mit dem Klimaschutz.

Bemerkenswert: Bereits ab der Vorschule arbeiten die Schüler*innen der Stadtteilschule Wilhelmsburg aktiv bei der Umsetzung des schuleigenen Klimaschutzplans mit. Wie ein roter Faden spinnen sich die verschiedenen Klimaschutzprojekte durch die aufsteigenden Jahrgänge bis hin zur Oberstufe.

„Damit tragen wir den Klimaschutzgedanken wiederkehrend in die Köpfe unserer Schüler*innen und Lehrer*innen“, erklärt Angela Kobahn, Klimaschutzbeauftragte der Schule.

In der Vor- und Grundschule fand beispielsweise im September 2020 ein Projekttag „Zu Fuß zur Schule“ statt, es gab eine Fortbildung zum Thema Nachhaltigkeit durchgeführt von den Jahrgänge 9 und 10 und die Schüler*innen erstellten eigenes Waschpulver. „Dass wir trotz des turbulenten Corona-Schuljahrs die Auszeichnung Klimaschule erhalten haben, zeigt, dass unser Klimaplan auf sehr soliden Füßen steht. Wir freuen uns alle sehr!“, strahlt Kerstin Sachau, die 2. Klimaschutzbeauftragte.

Ein herzlicher Dank allen aktiven Helfer*innen!

Ankündigung: RADIO 2050 goes Tide 96.0

WO DIE NEWS VON MORGEN SCHON HEUTE GEMACHT WERDEN
Profil Culture in Motion, Jahrgang 8, STS WILHELMSBURG


Charlotte Pfeifer und Pascal Fuhlbrügge erfanden in den vergangenen Wochen, im Rahmen des Projektes RADIO 2050, mit unserer achten Klasse Schlagzeilen aus der Zukunft: das fliegende Klassenzimmer, der Mond und die Umgehungsstraße, unglaubliche Zukunftsperspektiven. Radiomachen ist aber leichter gesagt als getan: Jede Stimme erzeugt bestimmte Vorstellungen bei der Hörer*in. Wie rede ich also so, dass andere mich ernst nehmen? Und wann rede ich trotzdem genau so, wie ich will? In einer Reihe von Videos erarbeiteten Charlotte Pfeifer alias Boy H. Werner mit den Schüler*innen im Online-Unterricht, wie man sich eine schöne Radiostimme aneignet.

Link zu VIMEO

Am 16. März 2021, um 16 Uhr, wird die Radiosendung aus der Zukunft, als Abschluss unseres Fernunterricht-Projekts bei Tide Radio 96.0 ausgestrahlt. Nicht verpassen!

Kunst und Kultur: Modelle des Fernunterrichtens in Zeiten von Lockdown und Homeschooling

Ein Projekt der Klasse acht Culture in Motion in Kooperation mit dem Bucerius Kunst Forum

Ich, am Fenster. Mein Rahmen zur Welt. Perspektiven erforschen, Raum wahrnehmen und Blickwinkel wechseln.

Die Achtklässler des Profils CULTURE IN MOTION der Stadtteilschule Wilhelmsburg arbeiten zu den zentralen Fragen im Werk George Braques und übertragen diese auf die eigene Lebenswirklichkeit in Zeiten der Pandemie. Der alltägliche Blick aus dem Fenster wird neu entdeckt und zum Ausgangspunkt einer eigenen freien Auseinandersetzung mit dem Raum. Durch Beobachtung und Übungen wird die Wahrnehmung geschult und der Raum zerlegt in Flächen, Formen, Farben, Licht und Körper. Wir nehmen sie an, die räumliche Enge, und durchbrechen sie real mit virtuellen Hilfen. Mit einer exklusiven Führung durch die Ausstellung „Tanz der Formen“ im Bucerius Kunstforum nähern sich die Schülerinnen und Schüler im Distanzunterricht dem (Mit-)Begründer des Kubismus.

Sie verharren aber nicht in bloßer Bewunderung, sondern öffnen gemeinsam mit uns den Experimentierkasten der Kreativität. Mit einem analog-digitalen Zukunftsformat des Kunstunterrichts werden alle Teilnehmer zu Künstlerinnen und Künstlern!

Finale: Die entstanden Arbeiten werden als Projektionsmapping an der Fassade des leergefallenen Klöpperhauses (Galeria Karstadt Kaufhof) präsentiert und in einer filmischen Dokumentation archiviert.

Das Bucerius Kunst Forum widmet ab Herbst 2020 Georges Braque eine retrospektive Ausstellung. Erstmals seit über 30 Jahren wird sein malerisches Werk in Deutschland umfassend präsentiert. Braque gilt als der Initiator des Kubismus und ist einer der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts. Die chronologisch aufgebaute Ausstellung spürt seiner erstaunlichen schöpferischen Vielfalt nach: vom fauvistischen Frühwerk, über die Entwicklung des Kubismus bis zu den letzten, nahezu abstrakten Serien der Nachkriegszeit.

In Deutschland wurde sein Werk vor allem in den 1930er bis 1960er Jahren und zuletzt 1988 umfangreich ausgestellt. Während ihn jüngst der Pariser Grand Palais (2013) und das Guggenheim Bilbao (2014) mit großen Schauen würdigten, war es seit Ende der 1980er Jahre hierzulande eher still um den wichtigen französischen Maler. Mit 80 hochkarätigen Leihgaben, größtenteils aus dem Pariser Centre Pompidou, wird das malerische Werk dieses bedeutenden Künstlers nun erstmals seit über 30 Jahren wieder umfassend in Deutschland präsentiert. Die Ausstellung Georges Braque. Tanz der Formen wurde konzipiert von Brigitte Leal, Kubismus-Expertin und stellvertretende Direktorin des Centre Pompidou. Chronologisch in insgesamt sieben Kapiteln zeigt sie die Vielfalt Georges Braques, der trotz stilistischer Veränderungen und formaler Brüche seiner Linie stets treu blieb – ganz anders etwa als sein Weggefährte Pablo Picasso.

Eine ungewöhnliche Brieffreundschaft

Maryam (Klasse 10e) ist sichtlich gerührt von den Antworten der Seniorenheimbewohner.

Schülerinnen und Schüler des Kurses Service Learning schreiben Briefe an Seniorenheime

Normalerweise führen die Schülerinnen und Schüler des WP I Kurses „Service Learning“ selbst geplante soziale, kulturelle oder ökologische Projekte durch und versuchen durch ihr Engagement, die Welt ein kleines bisschen besser zu machen.

Die Corona-Pandemie stellte den Kurs nun aber vor eine große Schwierigkeit: Wie soll man Gutes tun, wenn man sich nicht sehen darf? Da hatten die Schülerinnen und Schüler eine Idee:  Sie wollten sich mit selbstgestalteten Postkarten und kleinen Briefen an die Bewohnerinnen und Bewohner von Seniorenheimen in Wilhelmsburg wenden, die in dieser Situation besonders schwer betroffen sind, weil viele ihre Verwandten nicht mehr sehen können und die sozialen Kontakte sehr eingeschränkt sind. Diese Idee kam bei den Heimleitungen gut an, und so machten sich die Jugendlichen an die Arbeit. Sie berichteten von sich selbst und erzählten davon, was sie sich wünschen, was sie bewegt, was sie gerne tun. Sie stellten aber auch Fragen nach den Biographien der Menschen, für die die Briefe bestimmt waren. Die fertigen Briefe wurden mit selbst gebastelten Origami-Kaninchen versehen und  dann an drei verschiedene Seniorenheime in Wilhelmsburg gebracht, wo sie mit großer Freude angenommen wurden. Allerdings hieß es zumeist, dass nicht unbedingt mit Antworten zu rechnen sei, weil viele der Bewohner sehr alt seien und teilweise gar nicht mehr selbst schreiben könnten.

Die Schülerinnen und Schüler schreiben ihre Briefe.
Belfin mit ihren 5 Briefen (10f): „Ich bin sprachlos und sehr glücklich.“

Einige Wochen lang war tatsächlich nichts zu hören, dabei gab es ein Seniorenheim, das einige Antwortschreiben hatte und diese natürlich den Schülerinnen und Schülern zukommen lassen wollte. Allerdings hatte das Seniorenheim die Kontaktdaten von Frau Bader, der Lehrerin des Wahlpflichtkurse Service Learning, verlegt und konnte sich nicht melden. Da fiel aber einer aufmerksamen Mitarbeiterin auf, dass die Briefe von der Stadtteilschule Wilhelmsburg kamen, an der ihre Tochter die 9. Klasse besucht. Also wandte sie sich an den Klassenlehrer, der den Kontakt herstellen konnte. Als dann
nach den Ferien jedoch die Schulen nicht öffneten, konnten die Briefe wieder nicht übergeben werden. Wieder ist es der Mutter der Neuntklässlerin zu verdanken, dass die Briefe doch noch in den richtigen Händen landen konnten. Sie brachte die Briefe persönlich zur Schule und überreichte sie dort Frau Bader. Was für ein Engagement, vielen Dank!

Auch aus den anderen Seniorenheimen kamen immer mehr Antwortbriefe zurück, die nun in die Hände ihrer Adressaten gelangten. Die Schülerinnen und Schüler waren über die Antwortschreiben sichtlich gerührt und wussten gar nicht so recht, was sie sagen sollten. Mit so einer großen Reaktion hatte niemand gerechnet.

Es ist erstaunlich, was mit wenig Engagement zu erreichen ist. Viele Bewohnerinnen und Bewohner bedankten sich von Herzen und schrieben, wie schön es sich anfühlt, dass die junge Generation an sie denkt. Einige schrieben sogar kleine Gedichte in die Briefe und erzählten von Erinnerungen aus ihrer Kindheit.
Die Schülerinnen und Schüler haben sich nun daran gemacht, die Briefe zu beantworten. Das Projekt soll auf jeden Fall weitergeführt werden. Auf beiden Seiten besteht der Wunsch, dass man sich irgendwann treffen darf und sich die ungewöhnlichen Brieffreunde persönlich kennenlernen können!

Text und Bilder: Frau Bader und der Wahlpflichtkurs Service Learning

Weristhans.com gewinnt den Bertini Preis 2021

Geschichte ist dröge, grau und hat nichts mit dem Leben von heute zu tun. Irrtum! Das außerschulische Projekt »Weristhans.com«, realisiert von Wilhelmsburger Schülerinnen und Schülern der Stadtteilschule Wilhelmsburg, gewinnt als einer von 5 Preisträgern den Bertini-Preis 2021. Die 21 Schülerinnen und Schüler der 9. Klasse machten die Spuren des Widerstandskämpfers Hans Leipelt und seiner Familie in ihrem Stadtteil sichtbar. Sie gestalteten einen digitalen Rundgang, der Informationen an Geschichtsorten im Stadtteil über das Schicksal der Familie Leipelt anhand von Zeitzeugenvideos, Audiospuren und Bildern über QR Codes bereitstellt und leisten so einen aktiven Beitrag gegen das Vergessen.

Das Projekt ist entstanden auf Initiative der Wilhelmsburgexperten der Hirn und Wanst GmbH in Kooperation mit der Stadtteilschule Wilhelmsburg, der Geschichtswerkstatt Wilhelmsburg & Hafen und mit freundlicher Unterstützung der Initiative Gedenken in Harburg und Weiße Rose Stiftung e.V.. Umgesetzt und medienpädagogisch begleitet wurde das Projekt von Sören Koswig in Kooperation mit Studio Ding.

Es ist ein Kultur Macht Stark Projekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, gefördert von der Türkischen Gemeinde in Deutschland e.V. im Rahmen des Programmes »MeinLand - Zeit für Zukunft«.

WERISTHANS.COM - Eine digitale Spurensuche zum Schicksal der Familie Leipelt

Projektbericht Schnitzeljagd: Mit QR-Codes und GPS-Daten auf digitaler Jagd nach Hans Leipelt

Unser Profil „Hamburg entdecken und erforschen (9d)“ der Stadtteilschule Wilhelmsburg begab sich auf eine digitale Schnitzeljagd, um mehr über die Person Hans Leipelt herauszufinden.

Das Profil von Frau Zeeck und Herrn Häusler hat die Schnitzeljagd in Zusammenarbeit und unter Anleitung von Sören Koswig und weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Hirn und Wanst entwickelt. Die Klasse 9b konnte anschließend als erste Klasse überhaupt die digitale Jagd testen.

Mit QR-Codes und GPS-Daten ausgerüstet haben die Schülerinnen und Schüler das einstige Leben des Hans Leipelt unter die Lupe genommen. Das war erfolgreich und hat den Stimmen der Schülerinnen und Schüler nach zu beurteilen viel Spaß bereitet. Digitales Lernen hat in diesen Zeiten einen hohen Stellenwert. Die Herausforderung der praktischen Umsetzung wurde hier gekonnt gemeistert.

Das Projekt konnte mit freundlicher Unterstützung unseres Kooperationspartners „Wilhelmsburger Zinnwerke – Hirn und Wanst“ durchgeführt werden.

Stimmen zum Projekt

Brahim: „Ich finde gut, dass wir mit moderner Technik Schnitzeljagd machen, mit GPS, QR-Codes und so weiter..“

Abeer: „Mir gefällt die Schnitzeljagd, weil wir Fragen beantworten mussten und Sachen suchen mussten.“

Tayip: „An dieser Station hat mir besonders gut gefallen, dass wir zusammengearbeitet haben und die Frage mit einem Pinsel malen mussten, mit schwarzer Farbe, und das Einkleben. Jetzt habe ich mehr über Hans Leipelt, seinen Vater, seine Schwester und seine Mutter herausgefunden.“

Herr Häusler: „Wir konnten ein Projekt durchführen, das thematisch genau den Profilgedanken, nämlich HH bzw. in dem Fall sogar Wilhelmsburg erforschen und entdecken in Verbindung mit dem beteiligten Unterrichtsfach Gesellschaft aufgreift. Die SuS haben in Gruppen sehr engagiert und mit Begeisterung gearbeitet und haben viel gelernt über ein wesentliches Stück Wilhelmsburger Geschichte.“

Oguzhan aus 9b: „Das Projekt ist sehr kreativ gemacht, aber es gibt ein paar Stellen an denen man arbeiten könnte.“

Sokol: „Eigentlich gefällt mir die Schnitzeljagd sehr gut. Es macht viel Spaß mit dem Handy zu arbeiten. Das ist sehr modern und sehr kreativ auch die QR-Codes zu scannen und ein paar kleine Rätsel zu lösen. Als Gruppe zu arbeiten macht auch immer viel Spaß.“

Am Eingang der blauen Schule ist er in Erinnerung in die Wand gemeißelt:
Wer ist eigentlich Hans Leipelt?

... Hans Leipelt ist 1936 mit seiner Familie nach Wilhelmsburg gezogen. Er war Mitglied der Widerstandsgruppe der „Weißen Rose“ in Hamburg und setzte sich mit seinen Freunden wie den Geschwistern Scholl für die Freiheit und gegen die Verfolgung der Juden ein. Er brachte Flugblätter nach Hamburg und vervielfältigte sie, um die Bevölkerung auf die Greueltaten des nationalsozialistischen Regimes aufmerksam zu machen. Hans Leipelt wurde am 29. Januar 1945 in München hingerichtet ... Weitere Infos findest du hier!

Digitale Präsentation unserer vielfältigen Profillandschaft in Abteilung 8-10

Nach einigen coronabedingten Verschiebungen war es endlich soweit. Anders als sonst, aber gewiss nicht schlechter, vielfältig und vor Allem – digital. Die Profile des achten und neunten Jahrgangs der Stadtteilschule Wilhelmsburg stellten ihre Arbeit gegenseitig vor. Wie? Mit aneinandergereihten Videosequenzen, die unsere Schülerinnen und Schüler selbst drehten und in Nachtschichten dank großer Unterstützung ihrer Tutorinnen und Tutoren zusammenschnitten.

Die Videopräsentationen wurden untermauert durch begleitende Anmoderationen in Jahrgang 8 und natürlich „fresher“ Musik. Das war sehr mutig, da die Moderation live in die anderen Klassen übertragen wurde. In Jahrgang 9 mussten die Schülerinnen und Schüler einen Fragebogen zu den Videos beantworten, der vorher jeweils von den Profilen erstellt wurde. Die drei Klassenbesten wurden im Anschluss geehrt.

Die Einblicke in die Arbeit unserer Profile zeigten das enorme Potential der Profilarbeit, in der sich unsere Schülerinnen und Schüler mit dem gewählten Profilthema identifizieren und Stärken durchblicken lassen, von denen sie selbst nie gedachten hätten diese zu besitzen. Selbstbewusst und authentisch repräsentierten unsere Schülerinnen und Schüler ihre Profile. Wir sind stolz! Ihr könnt stolz sein!

Die Präsentationen und Moderationen werden dann in die Räume übertragen.
Unser Abteilungsleiter 8-10, Herr Schreiter, begrüßt alle Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs.

Sedef Tatar, 8c, zu den Profilvideos: „Wir haben viele Extrastunden gebraucht, um die Präsentationen zu machen. Aber es hat sich gelohnt!“

Profile des Jahrgangs 8 der Stadtteilschule Wilhelmsburg:

Das Profil „Rund um die Bühne“ beschäftigt sich mit den Dingen vor und hinter den Kulissen rund um Musik und Event, tanzt selbst, singt selbst und führt Regie.

Improvisationstalente sind die Schülerinnen und Schüler des Profils „Culture in Motion“. Ihre Wirksamkeit erkennen sie im darstellenden Spiel und kultureller Vielfalt.

Was es heißt fit und gesund zu leben lernt man im Profil „Fit for Future“. Auf dem täglichen Speiseplan steht gesundes und nahrhaftes Essen und die tägliche Portion an Fitness.

Im Profil „Wir für Hamburg“ setzen sich unsere Schülerinnen und Schüler besonders für unsere Umwelt und unsere Mitmenschen ein. Gemeinsame Klimaprojekte, Müllsticker für korrekte Mülltrennung oder Spielzeugspenden waren die ersten tollen Aktionen.

Lieblingsessen und gesundes Essen gehen nicht immer miteinander einher. Wichtige Hygieneregeln beim Kochen, was gut schmeckt und auch gesund ist, das lernen die Schülerinnen und Schüler im Profil „Schmeckt gut, is(s)t gut!“.

Alles über sicheres Surfen im Netz, Soft- und Hardware, Datenschutz, die richtige Passworterstellung und die Entwicklung von spannenden Spielen lernen die Schülerinnen und Schüler des Profils „Smart Gaming“.

Profile des Jahrgangs 9 der Stadtteilschule Wilhelmsburg:

Das Profil „Fit und Fun“ zeigte eine beeindruckende Nachrichtenshow mit Interviews vor dem für die Profilarbeit geschlossenen Groß-Sand-Krankenhaus, ein Kooperationspartner der leider coronabedingt abspringen musste. Die Umorientierung des Profils zeigt die Flexibilität und Kreativität der Schülerinnen und Schüler dieses Profils. In einem „Museum“ thematisieren die Profilschüler Krankheiten von damals und stellen Zusammenhänge und Unterschiede zu der heutigen Pandemie heraus. Zudem üben sich die Schülerinnen und Schüler als Reporter während des Sports im Inselpark.

Unser Profil „Schülerfirma VeddelErleben“ kümmert sich um die Vermarktung, Vermietung und Belegungsplanung einer Sporthalle auf der Veddel. Dabei bauen die Schülermitarbeiter nicht nur kaufmännische Grundkenntnisse in der Buchhaltung, des Kundenservice, dem Marketing und Management auf, sondern bringen ihre eigenen kreativen Ideen in Fülle ein. Über Stiftungen soll ein Lastenrad angeschafft werden, welches zu einem mobilen Kiosk umgebaut werden soll. Zudem wurden Helme für die Verwendung im Sportunterricht angeschafft. Diese werden designt, an Lerngruppen und Lehrerinnen und Lehrer ausgegeben.

Unser MINT-Profil arbeitet parallel in zwei Gruppen. Auf der einen Seite führen die Schülerinnen und Schüler Klimaprojekte, Vogel- und Wetterbeobachtungen im Praxislernort Spreehafen auf dem Bauhüttenschiff „Fried“ durch. Auf der anderen Seite baut eine Gruppe akkubetriebene Boote mit ausgefeilter Technik, schnellen Motoren und Spezialeffekten.

Im Profil „Hamburg entdecken und erforschen“ widmen sich die Schülerinnen und Schüler der Entwicklung und Erprobung digitaler Schnitzeljagden, stellen sich aber auch die Frage welche schönen Orte unsere Elbinsel Wilhelmsburg hat und wie man Interessierte für diese Orte gewinnt. Dazu gehören Routenpläne, Wegbeschreibungen und Geschichten rund um diese Orte.

Es lärmt und kracht im Profil „Musik- und Videoproduktion“. Selbstkomponierte Songs, Flashmobs, Songbattles und Projekte zu Rassimus und Diskriminierung stehen auf der Tagesordnung. Beats werden mit dem Ipad produziert und Songs auch vor der Kamera geschmettert. Wir haben viele tolle Videos gesehen und es folgen noch Projekte, dank der Unterstützung durch die Konrad-Adenauer-Stiftung.

Wie baut man eigentlich ein Longboard und wie kommt ein selbstsdesigntes Logo auf das Griptape. In dem Profil „Boardbau“ werden Boards gebaut, Rollen verschraubt und Logos geschmiedet. Natürlich werden die Boards im Inselpark auf unserer schönen Elbinsel getestet. Desweiteren entwerfen die Schülerinnen und Schüler Bauchtaschen und Taschen für die Boards, alles mit freundlicher Unterstützung durch Firmen und Experten.

Das Profil „Ernährung und Gesundheit“ kocht nicht nur in unserer eigenen Lehrküche für Mitschüler und Mitarbeiter der Schule, sondern hat eine eigene Firma „Brainfood“, in der Snacks und Soßen wie „Chili-Jam“ abgefüllt und Banner dafür entworfen werden. Wie man das im Anschluss gewinnbringend betreibt wird in Kalkulationsprogrammen mit eigener Hand errechnet. Zudem besuchten die Profilschüler das Freilichtmuseum am Kiekeberg und lernten wie Getreide früher angebaut und verarbeitet wurde.
Im Schulgarten wurden Gewächshäuser errichtet und es folgen Kochworkshops, ein Kochbuch und weitere Ausflüge.

Weihnachtsgruß

Liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Eltern und Freunde,

nun sind sie endlich da, die wohlverdienten Ferien.
Hinter uns liegt ein Jahr voller neuer Herausforderungen und Ereignisse.
Viele davon haben wir nur mittelmäßig gemeistert, viele aber auch herausragend gut – darauf können wir alle sehr stolz sein.
Jede schlechte Situation bringt auch eine gute hervor – und so war es auch hier.
Wir sind zusammengewachsen, unsere Kontakte zueinander sind trotz der Distanzvorgaben intensiver geworden und wir alle haben davon profitiert.
Aus diesem Grund blicken wir voller Zuversicht auf das kommende Jahr.
Nichts kann uns diesen Zusammenhalt nehmen.
In diesem Sinne wünschen wir allen erholsame Ferien, ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches, gesundes neues Jahr 2021.

Eure/Ihre Schulleitung und das gesamte Kollegium der Stadtteilschule Wilhelmsburg.

Ein weihnachtlicher Gruß aus unserer Vorschule.

Ready for take-off with the (long-) board case

Taschenproduzent Marc Finsterlin erklärt die einzelnen betriebswirtschaftlichen Schritte.

Profilklasse 9f startet Produktionsprojekt von Taschen mit Unternehmer aus der Praxis

„Wir müssen jetzt einen Meilenstein setzen, welche Schritte wir bis zu den Weihnachtsferien geschafft haben wollen, sonst ist die Tasche in zwei Jahren noch nicht fertig“, macht Marc Finsterlin der Klasse 9f klar.

Es ist Ende November, draußen zeigt sich der Wilhelmsburger Himmel in mausgrau, doch von einem Nachmittagstief ist in der Klasse 9f nichts zu spüren. Gebannt lauschen 20 Jugendliche, alle um die 15 Jahre, dem ehemaligen Werber Finsterlin, der vor vier Jahren Hongkong den Rücken kehrte, sein Leben „auf links drehte“ und eine Firma gründete, die aus recyceltem Plastikmüll stylische Taschen produziert. Verwoben ist die Taschenproduktion mit Bildungsprojekten in Kambodscha.

Vor über einem Jahr haben die Schülerinnen und Schüler begonnen, ihre eigenen Longboards an ihrem Profiltag zu bauen. Longboards sind die coolere Variante der Skateboards. Diese sind seit Oktober einsatzbereit, und im Englischunterricht wurde darüber sinniert, durch welche angesagten Städte die Jugendlichen mit ihren Boards am liebsten rollen würden. Strittig war die Städtefrage, einig waren sich alle, dass für den Transport des Longboards im Flugzeug eine passende Tasche notwendig sei: Die Geburt einer neuen Projektidee. Englischlehrerin Gundi Wiemer stellte den Kontakt zu Freund und Taschenproduzent Finsterin her. Nun sollen mit seiner Expertise Taschen geplant und hergestellt werden.

Warum Marc Finsterlin neben seinem Job sowie seinen Bildungsprojekten in Kambodscha noch in die Schule geht und einen Crashkurs in BWL für Nichtökonomen auf Augenhöhe gibt? „Mit jungen Menschen zu arbeiten eröffnet mir neue Perspektiven. Ich möchte wissen, was sie antreibt.“ In sechs Wochen wird er die Klasse wieder besuchen, um mit ihr die nächsten Meilensteine und Schulterblicke zu setzen.

Klassenlehrer Phillipp Fenske sieht neue Entwicklungsmöglichkeiten für seine Schülerinnen und Schüler: „Beim Bau des Longboards hatten wir Pädagogen viel vorgegeben. Planung, Materialauswahl und Vorgehensweise stammten von uns.  Nun sind die Schülerinnen und Schüler am Prozess beteiligt und durchlaufen den gesamten Werdegang der Taschenproduktion von Zielgruppe über Funktion und Arbeitsaufteilung. Neu ist auch der Werkstoff, letztes Jahr Holz - nun textiler Stoff. Und wir waren alle überrascht, dass in der Klasse 7 Leute nähen können.“ Englischlehrerin Wiemer möchte das Projekt fächerübergreifend auf Englisch begleiten. Geht noch mehr?

Plappernd verlassen die Jugendlichen am Stundenende die Klasse. Yusuf Dogan (15 Jahre) hat richtig Lust auf das Projekt. „Ich hoffe auf eine richtig gute Kooperation mit Herrn Finsterlin.“

Ready for take-off.

Die Longboards wollen nach Kalifornien fliegen. Es fehlt die passende Tasche.
Yusuf Dogan braucht eine Tasche für sein selbstgebautes Longboard.

Unsere Klasse 10c berichtet: Besuch der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

Ein Bericht von Ilayda, Klasse 10c, Stadtteilschule Wilhelmsburg

Wir als Klasse haben einen Ausflug nach Neuengamme in die KZ-Gedenkstätte gemacht. Uns wurde dort Vieles über das Konzentrationslager und die Inhaftierten erzählt. Wir waren die einzige Klasse aus Jahrgang 10, die das Konzentrationslager noch besuchen konnte. Wir wollten den anderen Klassen einen kleinen Einblick gewähren und haben eine Ausstellung zum Konzentrationslager vorbereitet. Wir haben Präsentationen vorbereitet und wir haben viele Biografien der Inhaftierten angefertigt. Viele Klassen sind gekommen und haben sich die Biografien durchgelesen und im Anschluss haben wir noch kleine Präsentationen gehalten. Wir haben den Schülerinnen und Schülern Einiges über das Konzentrationslager und über die Reichspogromnacht erzählt. Als die anderen Klassen unseren Klassenraum betreten haben wurden sie dazu aufgefordert ihre Handys abzugeben und sie haben eine Nummer bekommen. Die Gefangenen in den Konzentrationslagern haben ebenfalls Nummern bekommen. Somit wollten wir ihnen ein wenig zeigen, wie es damals in den KZ-Lagern war. Anschließend haben wir die Fragen beantwortet.
Die Idee, dass die Schüler ihre Handys abgeben sollten hat mir sehr gut gefallen und ich fand es sehr toll, dass die meisten Interesse gezeigt haben und uns aufmerksam zugehört haben.
- Ilayda

O-Töne aus der Klasse 10c:

Ajie: "Am Besten fand ich, dass wir den anderen Klassen zeigen konnten was die Gefangenen damals erleben mussten und dass sie so vielleicht ein Gefühl bekommen haben wie schlimm es damals war."

Anatoli: "Mir hat es sehr gut gefallen, dass fast jeder Besucher sehr aufmerksam zugehört hat und wie sie mtgefühlt haben."

Larissa: "Ich fand es gut wie die Besucher mitgemacht haben und wie sie Fragen zu unseren Plakaten gestellt haben. Man hat gesehen, wie es Ihnen richtig ans Herz gegangen ist."

Stadtteilschule Wilhelmsburg nutzt VR-Brillen für digitale Berufsvorbereitung

Virtual-Reality Brillen von „Dein erster Tag“ für Jahrgang 9

Wie fühlt es sich an als Polizist über Stock und Stein zu springen und Ganoven zu jagen? Wie ist ein modernes Auto verkabelt oder wie setzt man die Säge als Tischler richtig an? Das und tausende andere spannende Dinge kann man mit den Virtual-Reality Brillen von „Dein erster Tag“ hautnah erleben. Unser Fellow, Jens Becker von Teach First Deutschland, zögerte nicht lange, als er diese Möglichkeit auf einer Netzwerkmesse kennenlernte und lotste die Brillen direkt in unseren Unterricht für die Berufsorientierung.

"Dein erster Tag" ist eine Projektidee, deren Ziel es ist neue Lernmedien rund um die Berufsorientierung in die Schulen in ganz Deutschland zu bringen und die Chancengleichheit bei der Berufswahl für alle Schülerinnen und Schüler voranzubringen.


Die Rückmeldungen aus den teilnehmenden Klassen war durchweg sehr positiv. Unsere Schule wird versuchen das Erlebnis mit diesen Virtual-Reality Brillen auch für weitere Jahrgänge zu realisieren.

Hussein Hasan interessiert sich für den Beruf eines Polizisten und erlebt hautnah welche Arbeitstätigkeiten zum beruflichen Alltag eines Polizisten gehören.

So kamen die Brillen in der 9b an:

Sokol Mustafi: „Es gibt eine große Auswahl an Berufen und ich habe schnell drei Berufe gefunden, die ich mir ansehen möchte. Ich bin gespannt.“

Emir Sherifi: „Mich interessieren handwerkliche Berufe. Leider fand ich nicht den Beruf Tischler. Die Auswahl ist trotzdem gut. Von den drei Berufen finde ich Elektroniker für Betriebstechnik sehr interessant.“

Hussein Hasan: „Ich habe mir den Beruf Polizist rausgesucht. Man hat das Gefühl, dass man selber dabei ist. Die machen Sport in der Ausbildung und mit der Brille ist man direkt dabei.“

Sokol Mustafi kann es kaum erwarten die Brille zu testen.
Emir Sherifi zeigt die Berufe, die er sich ansehen möchte.
Wie arbeitet ein Industriemechaniker? Was sind die Voraussetzungen für die Bewerbung?

MINT-Tag 2020: Die ganze Schule im MINT-Fieber

Am 26.11. hat das MINTforum den MINT-Wettbewerb durchgeführt. Wir haben mit der gesamten Schule daran teilgenommen. Dieses Jahr ging es um den Klimaschutz und wieviel wir an CO2-Emissionen einsparen können, wenn wir unsere Lebensweise ein bisschen ändern. Die Schülerinnen und Schüler errechneten in Gruppen die Einsparungsergebnisse. Zum Schluss durfte jede Gruppe noch einen Werbeslogan zum Klimaschutz mit entsprechendem Logo zeichnen.

Diese kreative Aufgabe hat uns so gut gefallen, dass wir daraus noch einen schulinternen Wettbewerb ausgerufen haben. Zuerst wurden die Klassensieger gekürt, danach die Jahrgangssieger, die sich alle im MZE - Maritimen Zentrum Elbinseln trafen. Dort wurden von der Jury aus der Schulleiterin Katja Schlünzen und den Schulsprechern die drei Schulsieger gekürt. Alle Jahrgangssieger freuten sich über ihre Urkunde und einen Turnbeutel mit dem Schullogo. Die drei Siegerteams haben darüber hinaus auch noch Kinogutscheine gewonnen.

Preisübergabe des Schulsprecherteams an die Gruppe aus der 7b, die den 3. Preis gewonnen hat.
Aufgregt warten die Jahrgangssieger auf die Preisverleihung.
Klasse 7 überlegt sich einen Slogan für den Klimaschutz.
Der Französischkurs des Jahrgangs 9 rechnet.
Linn und Adis aus der 10e haben den 2. Preis gemacht.
1. Platz für Adi, Ali und Efe aus der Klasse 11a.

„uMINTerpretieren“: 45.000 Euro für Projekt der StS Wilhelmsburg

Artikel aus dem Neuen Ruf S.13 oben: Per Klick zur Ausgabe! (Text: Neuer Ruf, STSW Pressemitteilung)

Eine Umsetzung plant unser Bereich "Kulturelle Bildung"

Das Projekt uMINTerpretieren schlägt vor, einen dezidierten Profilkurs einzurichten, der von vornherein und ganz grundsätzlich als hybrider Kurs arbeiten soll: als Kurs, der gleichzeitig MINT und Kulturelle Bildung ist, als Kurs, der künstlerische und naturwissenschaftliche Forschung übereinanderlegt und neue Formen der Erkenntnisproduktion erzeugt. Ausgehend von den guten Erfahrungen, die wir mit der Begleitung durch externe Künstler*innen und Theaterpädagog*innen im Bereich der Kulturellen Bildung gewonnen haben, wollen wir diese Form der Zusammenarbeit jetzt auch auf externe Wissenschaftler*innen und Forscher*innen erweitern.

Das Projekt uMINTerpretieren schlägt vor, den neu zu schaffenden Profilkurs jedes Halbjahr im Umfang von sechs Wocheneinheiten von je einer Künstler*in und einer Wissenschaftler*in begleiten zu lassen. Das Projekt strebt eine umfassende Zusammenarbeit zwischen Künstler*in, Wissenschaftler*in und beteiligten Lehrer*innen an – eine gemeinsam entwickelte Unterrichtskonzeption. Dazu gehört auch, die jeweiligen Curricula übereinander zu legen und die jeweils geeigneten Schnittstellen zu identifizieren. Besonders wichtig ist dem Projekt, geeignete Präsentationsformen zu entwickeln, um die Ergebnisse des neuen Profils der Schulöffentlichkeit nahezubringen. Die Erfahrungen des ersten Projektjahres werden in die Ausformung des zweiten und dritten Projektjahres einfließen.

Wir hoffen, zum Ende des dritten Projektjahres, also nach einem kompletten Zyklus des ersten Profilkurses, die Validität unseres Ansatzes nachdrücklich unter Beweis gestellt zu haben – so dass wir die Verbindung von MINT und Kultureller Bildung an der Stadtteilschule Wilhelmsburg dann auch dauerhaft implementieren können.

„Wir reparieren die Welt!“

KünstlerInnengruppe w9 überrascht eigene Schule mit Werken aus Lockdown-Zeit

Quasi über Nacht überraschte die KünstlerInnengruppe w9 die Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte der Stadtteilschule Wilhelmsburg nach den Herbstferien. Unter der Leitung des Schul-Kuratorenteams installierte die w9 ihre Kunstwerke, die im Frühling während des Lockdowns entstanden sind während der Herbstferien im Treppenhaus der Stadtteilschule Wilhelmsburg in der Rotenhäuser Straße. Die Überraschung gelang vollständig: Staunend standen Jugendliche nach den Ferien gruppenweise vor den großformatigen, überwiegend schwarz-weiß gehaltenen Werken.

Die Werke, die unter dem Jahresthema „Die Reparatur der Welt“ stehen, zeigen geheime Orte und Ideen zum Thema „Happiness“- alles aus der Sicht von Jugendlichen aus Wilhelmsburg.

Energiebündel und Kunstlehrerin Gundi Wiemer erklärt: „Während des Lockdowns im April haben unsere Schülerinnen und Schüler selbstständig und total engagiert an ihren Bildern weitergearbeitet. Entstanden sind fantastische Produktionen von Texten, Pforten, Schlupflöchern, also geheimen Orten, die wir alle stärker nutzen sollten. Diese Überraschungsausstellung ist der Auftakt von weiteren Kunstaktionen.“

KünstlerInnengruppe w9

Geplant ist eine Schaufensterausstellung im Dezember zum Thema „Wenn du willst, kannst du fliegen“ und weitere Ausstellungen im kommenden Jahr.Die Schaufensterausstellung bietet der w9 die Möglichkeit, in Corona-Zeiten der Öffentlichkeit ihre Werke zu zeigen. Dazu nutzt die w9 das Atelier TWNTY4SVN hinterm Fischmarkt und rettet von dort die Welt mit ihrer ART. Zwischen dem 05.12. und 12.12.20 lädt die w9 zum „Window-Shopping“ ein, es lohnt sich, denn

die w9 betreibt KULTURenlargement und tut Gutes. Mehr dazu: w-neun.de

Stadtteilschule Wilhelmsburg festigt Zusammenarbeit mit BürgerStiftung Hamburg

Lernen durch Engagement, das wird bei uns an der Schule großgeschrieben. In verschiedenen Projekten sowie den regelmäßig angebotenen Wahlpflichtkursen „Service Learning“ setzen sich die Schülerinnen und Schüler für Menschen in ihrer Umgebung ein und lernen, Verantwortung für ihr eigenes Lebensumfeld zu übernehmen.

Seit vielen Jahren werden wir dabei schon beratend durch das Programm [‘You:sful] der BürgerStiftung Hamburg unterstützt.

Durch einen Kooperationsvertrag ist diese Zusammenarbeit nun noch einmal gefestigt worden. Darüber freuen sich vor allem Carmen Astorga und Gesa Vollmer. Die beiden Lehrerinnen leiten gemeinsam die neue Profilklasse „Wir für Hamburg!“ des achten Jahrgangs.

Es wurden Sticker produziert, die auf dem Schulhof und im Stadtteil auf korrekte Abfallentsorgung hinweisen sollen.
Per Kanu wurde die Umwelt erkundet und nebenbei von Müll befreit.

„Es ist toll, dass nicht nur wir Lehrkräfte, sondern auch unsere Schülerinnen und Schüler sich bei der Umsetzung der Projekte beraten und sogar finanziell unterstützen lassen können. Damit werden wir viele tolle Ideen verwirklichen können“, so Astorga.

Eigentlich sollten in dem Profil die Menschen im eigenen Stadtteil und auch darüber hinaus im Mitteilpunkt stehen. Angedacht waren zum Beispiel Kooperationen mit Kitas und Pflegeeinrichtungen. „Viele unserer Schülerinnen und Schüler interessieren sich für Berufe im sozialen Bereich und haben sich vor allem deswegen für ein Profil mit diesem Schwerpunkt entschieden“, sagt Vollmer. Die derzeitige Pandemie-Situation mache viele dieser Vorhaben aktuell allerdings nicht möglich. „Die Klasse hat darauf aber sehr flexibel reagiert. Unser Fokus liegt jetzt auf dem Umwelt- und Klimaschutz. Hierzu haben wir bereits tolle Aktionen auf die Beine gestellt. Zum Beispiel haben wir Wilhelmsburg per Kanu vom Wasser aus erkundet und dabei die Kanäle von Abfall befreit. Außerdem haben wir Sticker produziert, die auf dem Schulhof und im Stadtteil auf korrekte Abfallentsorgung hinweisen sollen.“

Durch die Kooperation mit der BürgerStiftung werden künftig noch mehr soziale Projekte unter professioneller Begleitung in die Tat umgesetzt werden können.

Über das Programm „['You:sful]  Lernen-durch-Engagement“ der BürgerStiftung Hamburg

Engagiert Gutes tun macht Kinder und Jugendliche selbstbewusst. Es stärkt ihren Sinn für Demokratie und fürs Miteinander. Mit dem Programm ['You:sful] Lernen-durch-Engagement ermutigt die BürgerStiftung Hamburg, Schülerinnen und Schüler, sich für ihre Interessen, ihren Stadtteil und unsere Demokratie stark zu machen – und das mitten im Unterricht.

Lernen-durch-Engagement verbindet den Unterricht mit einem dazu passenden gemeinnützigen Engagement der Schülerinnen und Schüler. In Hamburg engagieren sich so jedes Jahr über 800 Kinder und Jugendliche für ihren Stadtteil, für soziale Einrichtungen oder die Umwelt. Sie vertiefen mit ihrem Engagement Themen wie „Kommunalpolitik“, „Soziale Frage und Sozialstaat“, „Klimawandel“ oder „Artenschutz“ und sie sammeln erste Erfahrungen in der Zivilgesellschaft. ['You:sful] unterstützt Schulen darin, diese Lehr- und Lernform umzusetzen.

Schnitzeljagd: Mit QR-Codes und GPS-Daten auf digitaler Jagd nach Hans Leipelt

Unser Profil „Hamburg entdecken und erforschen (9d)“ der Stadtteilschule Wilhelmsburg begab sich auf eine digitale Schnitzeljagd, um mehr über die Person Hans Leipelt herauszufinden.

Das Profil von Frau Zeeck und Herrn Häusler hat die Schnitzeljagd in Zusammenarbeit und unter Anleitung von Sören Koswig und weiteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Hirn und Wanst entwickelt. Die Klasse 9b konnte anschließend als erste Klasse überhaupt die digitale Jagd testen.

Mit QR-Codes und GPS-Daten ausgerüstet haben die Schülerinnen und Schüler das einstige Leben des Hans Leipelt unter die Lupe genommen. Das war erfolgreich und hat den Stimmen der Schülerinnen und Schüler nach zu beurteilen viel Spaß bereitet. Digitales Lernen hat in diesen Zeiten einen hohen Stellenwert. Die Herausforderung der praktischen Umsetzung wurde hier gekonnt gemeistert.

Das Projekt konnte mit freundlicher Unterstützung unseres Kooperationspartners „Wilhelmsburger Zinnwerke – Hirn und Wanst“ durchgeführt werden.

Stimmen zum Projekt

Brahim: „Ich finde gut, dass wir mit moderner Technik Schnitzeljagd machen, mit GPS, QR-Codes und so weiter..“

Abeer: „Mir gefällt die Schnitzeljagd, weil wir Fragen beantworten mussten und Sachen suchen mussten.“

Tayip: „An dieser Station hat mir besonders gut gefallen, dass wir zusammengearbeitet haben und die Frage mit einem Pinsel malen mussten, mit schwarzer Farbe, und das Einkleben. Jetzt habe ich mehr über Hans Leipelt, seinen Vater, seine Schwester und seine Mutter herausgefunden.“

Herr Häusler: „Wir konnten ein Projekt durchführen, das thematisch genau den Profilgedanken, nämlich HH bzw. in dem Fall sogar Wilhelmsburg erforschen und entdecken in Verbindung mit dem beteiligten Unterrichtsfach Gesellschaft aufgreift. Die SuS haben in Gruppen sehr engagiert und mit Begeisterung gearbeitet und haben viel gelernt über ein wesentliches Stück Wilhelmsburger Geschichte.“

Oguzhan aus 9b: „Das Projekt ist sehr kreativ gemacht, aber es gibt ein paar Stellen an denen man arbeiten könnte.“

Sokol: „Eigentlich gefällt mir die Schnitzeljagd sehr gut. Es macht viel Spaß mit dem Handy zu arbeiten. Das ist sehr modern und sehr kreativ auch die QR-Codes zu scannen und ein paar kleine Rätsel zu lösen. Als Gruppe zu arbeiten macht auch immer viel Spaß.“

Am Eingang der blauen Schule ist er in Erinnerung in die Wand gemeißelt:
Wer ist eigentlich Hans Leipelt?

... Hans Leipelt ist 1936 mit seiner Familie nach Wilhelmsburg gezogen. Er war Mitglied der Widerstandsgruppe der „Weißen Rose“ in Hamburg und setzte sich mit seinen Freunden wie den Geschwistern Scholl für die Freiheit und gegen die Verfolgung der Juden ein. Er brachte Flugblätter nach Hamburg und vervielfältigte sie, um die Bevölkerung auf die Greueltaten des nationalsozialistischen Regimes aufmerksam zu machen. Hans Leipelt wurde am 29. Januar 1945 in München hingerichtet ... Weitere Infos findest du hier!

„Unsere Zusammenarbeit funktioniert hervorragend!“

Landesschulrat Thorsten Altenburg-Hack lobt Arbeit und Besonnenheit der Lehrkräfte der STS Wilhelmsburg

„Als erstes möchte ich allen Lehrerinnen und Lehrern der Stadtteilschule Wilhelmsburg meinen ausdrücklichen Dank für ihre Arbeit und ihre Besonnenheit aussprechen“, eröffnete Landesschulrat Thorsten Altenburg-Hack die Gesprächsrunde, die am 1. September im Neubau am Perlstieg stattfand. Aus aktuellem Anlass besuchte er die Stadtteilschule Wilhelmsburg, um sich mit der Schulleitung sowie drei Kollegen über die jüngsten Ereignisse auszutauschen. Besonderes Interesse zeigte Thorsten Altenburg-Hack an den Erfahrungen, die die Lehrerinnen und Lehrer in den ersten drei Schulwochen mit dem Corona-bedingt geänderten Schulbetrieb gemacht hatten. In den Bereichen, in denen die Schulbehörde bei Problemlösungen helfen könne, versprach er volle Unterstützung.

Schnell wurde im kooperativen Gespräch deutlich, dass die Zusammenarbeit zwischen Schulbehörde und der Stadtteilschule Wilhelmsburg von Schuljahresbeginn an hervorragend funktionierte.

Im Zentrum der weiterführenden Überlegungen stand, wie weiterhin bestmöglich für die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler sowie des Lehrpersonals gesorgt werden könne. „Unser Ziel ist, dass die Kinder und Jugendlichen zur Schule gehen“, erklärte Landesschulrat Thorsten Altenburg-Hack.

Schulleiterin Katja Schlünzen bedankte sich bei den Kolleginnen und Kollegen sowie dem Landesschulrat für ihren Einsatz im vergangenen halben „Corona-Jahr“ und hob insbesondere die vermehrten Anstrengungen im Kollegium gerade in den letzten drei Wochen hervor. Das Engagement hatte sich gelohnt: „Ich bin froh, dass die Stadtteilschule Wilhelmsburg die Bildung der Kinder und Jugendlichen während der gesamten Zeit immer gewährleisten konnte“, stellte Katja Schlünzen fest.

Die Corona-Infektionen einiger Kinder zeigten jedoch, dass eine zusätzliche Unterstützung der Schule durch die BSB und das Gesundheitsamt notwendig war.

Landesschulrat Thorsten Altenburg-Hack und Schulleiterin Katja Schlünzen besichtigten nach dem Gespräch den Neubau am Perlstieg.