Stadtteilschule Wilhelmsburg
Hier leben wir. Hier lernen wir. Hier starten wir.

News und Projekte aus der Vorschule und Grundschule

Fröhliche Faschingssause am Perlstieg

Darauf hatten sich die Schülerinnen und Schüler der Vor- und Grundschule der Stadtteilschule Wilhelmsburg schon seit langem gefreut: Am letzten Schultag vor den Frühjahrsferien, dem "rußigen Freitag" fand ihre große Faschingsfeier in der Schule statt.

Die Kinder hatten ihre Klassenzimmer liebevoll mit selbstgebastelten Girlanden, Luftballons und Luftschlangen geschmückt, und die Eltern hatten selbstgebackenen Kuchen, Knabberkram und frisches Obst für das Büffet beigesteuert. 

Zu lauter Partymusik tanzten Piraten, rosa Prinzessinnen und Clowns durcheinander. Revolverschüsse der Cowboys knallten beim Zeitungstanz, und Polizisten jagten kleine Marienkäfer quer durchs Klassenzimmer. Wer ergattert bei der „Reise nach Jerusalem“ einen Stuhl? Ausgelassen feierten die verkleideten Jungnarren mit ihren Lehrerinnen in ihren Klassen.

Prinzessinnenparade: Zehra und Anshina aus der Klasse 1b
Tolle Kostüme, tolle Stimmung in der Grundschule am Perlstieg.
Internationale Ordnungshüter: Indischer Polizist salutiert dem amerikanischen Sheriff

Wilhelmsburger Grundschülern ist das Klima nicht egal

Abhinav, 1b, vorne, hat noch Fragen zum Plakat

Grundschule Perlstieg engagiert sich für CO2 Reduktion

Greta Thunberg machte in Schweden den Anfang. Weltweit folgen der Sechzehnjährigen mit den zwei Zöpfen Tausende Schüler und demonstrieren jeden Freitag gegen die Haltung der Politiker in Sachen Klima.

Wilhelmsburger Grundschülern brennt der Klimaschutz ebenfalls unter den Nägeln. Allein zu Demos zu gehen, können sie noch nicht. Aber sie suchen eigene Wege, den Klimaschutz voranzubringen. So an der Grundschule der Stadtteilschule Wilhelmsburg: Seit über einem Jahr trifft sich eine Handvoll Grundschüler aus allen Jahrgängen, um sich für den Klima- und Umweltschutzschutz aktiv einzusetzen. Wöchentlich beratschlagen „Die Umweltbotschafter“ außerhalb des Unterrichts, zu welchem Umweltthema sie lernen wollen und wie sie ihre Mitschüler gezielt informieren können.

Im Dezember besuchten „Die Umweltbotschafter“ alle 17 Vor- und Grundschulklassen ihrer Schule und gaben ihren Mitschülern konkrete Tipps, wie sie im Alltag CO2 einsparen können: Richtiges Lüften während der Heizperiode, Duschen statt baden, zu Fuß zur Schule, Licht aus. Bunte Plakate und Flyer veranschaulichten ihre Hinweise. „Eine wirklich starke Aktion der Umweltbotschafter“, resümierte Kerstin Sachau, Leiterin der Gruppe.

Salma Agouda und Isabel Rennert sind Umweltbotschafter
der Grundschule Perlstieg

Wie kann ich beim Frühstück CO2  sparen? Dieser Frage gingen die Eltern und Schüler der Klasse 4d Anfang Februar im Klassenzimmer nach. Nach einem theoretischen Input über den Zusammenhang von Klima, Wetter und CO2  Ausstoß mussten Eltern und Schüler aktiv werden: Gruppenarbeit zu den Themen Verpackung, tierische Produkte, Anbauarten, regionales Obst und Gemüse. Plakate mussten zum gewählten Thema erstellt und präsentiert werden, und die Gruppe musste einige Lebensmittel für das gemeinsame Frühstück zubereiten. Kindgerechte und handlungsorientierte Aufgaben sorgten für den Spaß an der Sache: Sahne so lange im Marmeladenglas schütteln bis sie zu Butter wird oder mit der Flockenquetsche aus Haferkörnern flache Flocken herstellen.

Für Erstaunen sorgten die Ergebnisse der aufgebauten Klimawaage: Chilenischer Spargel und Rindfleisch ließen den Zeiger der Waage in den dunkelroten Bereich (CO2   hoch belastet) schnellen. Um 10 Uhr endete die Veranstaltung, Eltern und Schüler waren begeistert. „Das war eine sehr informative Unterrichtsstunde, die Kinder konnten viel mitnehmen“, bestätigte Herr Kuhlmann, Vater von Isabel Rennert.

Adrian Nieländer, Malvin Fehling, Ana Sacipovic, Leunita Zuka, Herr Kuhlmann
Emine Aylap bedient die Klimawaage

Das ist kein Karton

Passend zum Thema „Spiele und spielen“ ließen die Schülerinnen und Schüler der Klasse 1a ihre Phantasie spielen:

Saliha im Flugzeug
Fourquane und Aleksandra in ihren Rennautos
Wer ist wohl der Roboter?

Projektwoche für alle Klassen an der Stadtteilschule Wilhelmsburg

Maritime Projektklasse 1c: Wir basteln unser eigenes Angelspiel.

Selber handeln anstelle Filme gucken

(Ha) Kürzlich monierte Schulsenator Ties Rabe, dass an vielen Hamburger Schulen kurz vor den Zeugnissen nur noch Filme während des Unterrichts gezeigt würden. An der Stadtteilschule Wilhelmsburg ist es hingegen gute Tradition, die Woche vor der Zeugnisausgabe projektorientiert zu arbeiten. Von der Vorschule bis zur 13. Klasse arbeiteten die Schülerinnen und Schüler weitgehend losgelöst vom 45 Minuten-Takt und Klassenraum.

Genügend Zeit, sich einem Thema gründlich und von verschiedenen Seiten zu nähern: Die Projektwoche in der letzten Januarwoche verlief in der Grundschule arbeitsintensiv und freudvoll zugleich. Jeder Jahrgang hatte sich ein Projektthema vorgenommen. Das Spektrum reichte von "Spiel und spielen" im Jahrgang 1 über "Freundschaft" (Jg. 2), „Kinderrechte“ (Jg. 3) hin zu „Weltreligionen“ (Jg. 4). „Die Projektwoche bot den Kindern im besonderen Maße die Möglichkeit, selbstbestimmt und selbsttätig zu arbeiten sowie Erfahrungen außerhalb des Klassenzimmers zu sammeln“, erklärte Thomas Halbrock, Schulleiter der Grundschule.

Neue Körpererfahrungen sammeln und mutig sein: Wania Sarwar Klasse 1b.

Auf das Leben nach der Schule bereitete sich der Jahrgang 10 vor: Die Jugendlichen machten sich während der Projektwoche "Fit fürs Leben“, indem sie vier Tage lang ihre Zukunft simulierten: Wohnung suchen, Nebenjob finden, Internetvertrag abschließen und vieles mehr. Jeden Tag kamen neue Ereignisse auf die in Gruppen agierenden Schüler zu, so zum Beispiel das Ereignis „Renovierung“, wo Löcher gebohrt und Wände gestrichen wurden. Am Ende der Projektwoche waren sich Schüle und Lehrer einig: „Das war eine wirklich intensive und sinnvolle Projektwoche.“

Stammbaum von Abdullah (4a)
Serkan, Zeynep, Ceyda: Schriftrolle (4a)
Zilan: Schriftrolle (4a)
Aya Sleman und Ana Sacipovic (4d)

Erfolgreiche Teilnahme unserer Grundschule an der 58. Mathematik-Olympiade

Seyitcan (4d) und Saskia Kleinen freuten sich: Er schrieb in der zweiten Runde die beste Klausur unserer Grundschule.

Mathematikinteressierte Schülerinnen und Schüler aus unseren Jahrgängen 3 und 4 nahmen am bundesweiten Mathematik-Wettbewerb teil und schafften es bis in die zweite Runde. Seyitcan Ceylan (4d) hatte die Nase vorn.

"Unsere Grundschule hat bereits zum dritten Mal in Folge an der Mathe-Olympiade teilgenommen, und viele unserer Schülerinnen und Schüler sind bis in die zweite Runde gekommen", freute sich Saskia Kleinen, Mathematiklehrerin unserer Grundschule. "Das ist ein bemerkenswertes Ergebnis." 

Doch was verbirgt sich eigentlich hinter der Mathematik-Olympiade?

Die Mathematik-Olympiade ist ein jährlich bundesweit angebotener Wettbewerb, an dem über 200.000 Schülerinnen und Schüler teilnehmen. Sie hat eine bis in das Schuljahr 1961/62 zurückreichende Tradition. Die Mathematik-Olympiade bietet allen interessierten Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, ihre besondere Leistungsfähigkeit auf mathematischem Gebiet unter Beweis zu stellen.

Begonnen hatte der "Mathe-Battle" bereits im September 2018. Mathebegeisterte Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen drei und vier beteiligten sich an der ersten Runde, der Schulrunde: Unsere kleinen Mathe-Cracks mussten diverse Aufgaben lösen, die logisches Denken, Kombinationsfähigkeit und einen kreativen Umgang mit mathematischen Fähigkeiten erforderten. Diese Knobelaufgaben konnten in der Schule oder zu Hause erledigt werden.

In die zweite Runde, die Regionalrunde, hatten es dann 8 Kinder geschafft. In einer zweistündigen Klausur mussten sie Mitte November zeigen, ob sie auch schwierigere Aufgaben lösen können. Isabel (9 Jahre) erinnert sich gern an die Klausur: „Mir hat es richtig Spaß gebracht, ohne Pause an den schweren Aufgaben zu knobeln.“ Das bestätigen auch Seyitcan (10) und Jessika (10): „Das Knobeln war richtig toll. Da ging die Zeit schnell um.“

Die beste Klausur der Grundschule schrieb Seyitcan (4d). Darüber freute er sich sehr: "22 Punkte von 40". Auch wenn Seyitcans Punktzahl leider nicht reichte, um sich für die dritte Runde (Landesrunde) zu qualifizieren, so will er jedoch beim nächsten Mathematikwettbewerb unbedingt wieder teilnehmen. 

Alle Schülerinnen und Schüler, die an der Regionalrunde teilgenommen haben, erhielten eine Anerkennungsurkunde und von der Schule einen Preis; ein Mathematikrätselheft.

Kirsten Dall, Fachkoordinatorin Mathematik/Grundschule erklärt: "Unserer Grundschule ist es wichtig, die leistungsstarken Schülerinnen und Schüler schon früh für die Mathematik zu begeistern. Die Matheolympiade ist ein Baustein unseres Forderprogramms."

v.l.n.r. Jessika (4d), Seyitcan (4d), Isabel (4d). Auf dem Bild fehlen Berkant (4c), Mary (3b), Soydan (3c), Mert (3c), Jasmin (3d)

2000 Jahre europäische Kunstgeschichte am Vormittag

Wilhelmsburger Erstklässler gehen Hand in Hand mit Harvestehuder Kunstprofiler durch Beltracchi-Ausstellung

(Ha). Am Ende der Kunstführung bedankten sich die sechsjährigen Kinder mit Handschlag bei den Kunstprofilern vom Hamburger Wilhelm-Gymnasium. Eine dreiviertel Stunde hatten je zwei große siebzehnjährige Schüler zwei Erstklässler durch die Kunstausstellung „KAIROS-Der richtige Moment“ in Barlach Halle K geführt, Fragen beantwortet, Gespräche über Kunst initiiert und auch mal ein Kind hochgehoben, damit es das Bilddetail besser sehen kann. Ein eher ungewöhnlicher erster Ausflug für eine erste Klasse.

Eduard (6 Jahre) ist fasziniert von Beltracchis Gemälde gemalt in der Handschrift William Turners.
Asiye fragt nach Details.

Dass die Bilder der Ausstellung vom bekannten Kunstfälscher Wolfgang Beltracchi gemalt wurden, der vor einigen Jahren durch seine meisterhaften Fälschungen für starke Verunsicherungen am Kunstmarkt sorgte, interessiert die Erstklässler höchstens am Rande. Unverkrampft und ohne (Ehr-) Furcht sagten die Wilhelmsburger Kinder ihre Meinung zu Farbe und Motive der Bilder, fragten nach scheinbar nebensächlichen Details. Kunststile und -epochen sind ihnen unbekannt, und dennoch machten die Kinder erste Schritte in die Kunstwelt. 

Bereits seit einigen Jahren besteht zwischen den Kunstprofilern des Wilhelm-Gymnasiums und der Grundschule der Stadtteilschule Wilhelmsburg ein regelmäßiger Kunstkontakt. „Schüler führen Schüler“ heißt das Projekt des Gymnasiums und bietet schülergerechte Führungen durch das Bucerius Kunstforum an. „Schöner und unverkrampfter kann der Einstieg in die Kunstwelt für meine Schülerinnen und Schüler nicht sein: Die Kinder werden wortwörtlich von den Kunstprofilern an die Hand genommen. An die Stelle eines Kunstvortrags eines Erwachsenen für die gesamte Klasse tritt das Gespräch über das Bild zwischen einem Jugendlichen und dem Kind,“ berichtete Iris Hahn, Klassenlehrerein der 1b.

Uwe Niemann, Kunstlehrer der Kunstprofiler, hofft, dass die Erstklässler durch den Besuch der Ausstellung gute Ideen für ihre eigenen Bilder erhalten haben. Durchaus: Zwei Stunden später im Klassenzimmer malte Eduard bereits ein Bild mit Schiffen à William Turner.

Rückblick Laternenlauf: "Geh auf mein Licht!"

Traditioneller Laternenlauf der Vor- und Grundschule der Stadtteilschule Wilhelmsburg  

(Ha). Schon seit Wochen hatten die Kinder und Lehrerinnen der Vor- und Grundschule der Stadtteilschule Wilhelmsburg auf die Laternenzeit hingearbeitet: Laternen-Lieder wurden fleißig eingeübt, die Martinsgeschichte wurde erzählt, und natürlich hatte jedes Kind seine eigene Laterne im Unterricht gebastelt. Am 12. November wurden dann die Laternen das erste Mal zum Leuchten gebracht - selbstverständlich ganz traditionell mit Kerzenlicht. 

Mehr als 300 Kinder, Eltern, Lehrer und Erzieher fanden sich zur Dämmerung auf dem Schulhof am Perlstieg ein, wo alle gemeinsam die ersten Laternenlieder einstimmten. Wie in jedem Jahr unterstützten Reena Osterwald (Vorschullehrerin) und Andreas Hinrichs (Jugendmusikschullehrer) mit ihren Akkordeons die hellen Stimmen. Wer von den Eltern nicht textsicher war, nahm die „Elternlaterne“ zur Hand, auf der die Texte geschrieben waren.

Stolz trugen die Kinder ihre leuchtenden Sonnen, Sterne, Monde und Transparentkugeln am langen Stecken vor sich her. In einem langen Zug ging es dann singend und leuchtend entlang des Kanals. Für die Sicherheit sorgte wie in jedem Jahr der für die Stadtteilschule Wilhelmsburg zuständige Verkehrslehrer Herr Pagel. Zum Abschluss gab es für alle noch eine Runde heißen Kinderpunsch, den das Erzieherteam vorbereitet hatten.

Nicht nur die Eltern waren vom Laternenumzug sehr begeistert. Vorschullehrerin Reena Osterwald schwärmte: "Es war wie jedes Jahr ganz großartig: Fast alle Eltern und Kinder waren da, die Musik und die vielen Laternen waren toll, und sogar Petrus stand uns zur Seite."

Mit selbstgebastelten Laternen am langen Stecken und Kerzenlicht ging es in einem langen Zug durch Wilhelmsburg.
Vlnr: Kayra, Ella, Elif, Elda und Sakir

Umweltralley bei Greenpeace

(Sachau) Am Dienstag, den 30.9.2018, konnten die Umweltbotschafter*innen endlich wieder einen Ausflug zusammen machen. Bei Greenpeace hatten wir eine Umweltralley gebucht. „Frau Sachau, was ist Greenpeace eigentlich?“, wollte Fitim aus der 3b wissen. Greenpeace ist eine 1971 gegründete Non-Profit-Organsisation, die sich international mit verschiedenen Kampagnen für den Umweltschutz einsetzt und sich durch Spenden finanziert. In der Hongkongstraße 10 in der Hamburger Hafencity hat Greenpeace ein großes Bürohaus gemietet, in dem im Erdgeschoss eine öffentliche Ausstellung aufgebaut wurde, die von Dienstag bis Freitag von 10-17 kostenlos besucht werden kann. Wir wurden gleich freundlich von der Umweltpädagogin Dagmar begrüßt. Im Schlauchboot wurden wir in die Rally eingeführt, die fünf Umweltbotschafter*innen teilten sich in 2 Gruppen auf und erhielten ein Klemmbrett mit vier verschiedenen Stationen.

Fitim, Tjark, Carolin, Salma und Isabel im Schlauchboot

An der ersten Station ging es um den Meeresschutz: „Meere schützen und nachhaltig nutzen“ Es ging unter anderem um Mikroplastik, das in vielen günstigen Kosmetikartikeln enthalten ist. Auf einem großen Plakat wurden einige Kosmetikmarken dargestellt, die Mikroplastik beinhalten. Mikroplastik gelangt durch den Abfluss ins Abwasser und landet irgendwann im Meer, da keine Filteranlagen es aufhalten können. Die Fische essen es durch Planktonaufnahme und der Mensch wiederum isst die Fische. Eine Lösung wäre ein Verbot des Gesetzgebers Mikroplastik in Kosmetika verarbeiten zu lassen, doch auch der Verbraucher kann handeln, indem er darauf achtet, solche Marken zu vermeiden.  

Auch der immer größer werdende Plastikmüllstrudel in den Weltmeeren birgt große Gefahren für die Menschheit, im Jahre 2050 könnte der Plastikmüll in den Meeren größer sein, als die Menge an Meerestieren. 

Desweiteren ging es um die Überfischung der Meere. Wir sollten bewusster Fisch essen, denn die meisten Fischarten sind vom Aussterben bedroht, da die Menschheit seit Jahrzehnten mit riesigen Fangnetzen die Weltmeere leerfischt. Ohne schlechtes Gewissen essbar sind fast nur noch Heringe und Fische aus nachhaltiger Zucht.

Die nächste Station hieß: „Schützt die Wälder für Artenvielfalt und Klima“. Leider werden immer noch Regenwälder abgeholzt, da die Industriegesellschaften einen hohen Fleischkonsum haben und Kraftfutter (Soja) für die Viehherden benötigen. Durch weniger Fleischkonsum und Verwendung von Recyclingpapier sowie wenig Versandbestellung (für die vielen Pakete wird ebenfalls viel Holz benötigt) kann jeder Bürger etwas für den Erhalt der Wälder tun.  

An Station 3 „Für eine weltweite Energiewende“ konnten die Kinder viel über CO² Sparen lernen. Dieses Wissen werden wir auch noch im November an die Grundschüler weitergeben, indem wir durch die Klassen gehen und Tipps geben, wie wir alle CO² sparen können (richtig lüften, Zimmer nicht überheizen, keine Geräte auf Stand-by lassen, Licht aus machen usw.).  

An der letzten Station „Nachhaltig leben-ohne Gift und Gentechnik“ ging es um Lebensmittel und Kleidung. Häufig kaufen wir unbedacht ein. Warum muss ich im Winter Erdbeeren essen? Besser ist es regional und saisonal einzukaufen. Auch beim Einkaufen von Kleidung können wir nachhaltig handeln. Lieber hochwertigere und langlebigere Bekleidung erwerben, als billig und von schlechter Qualität. Ebenso lohnt es sich vieles Second Hand zu kaufen, das ist günstiger und schont gleichzeitig die Umwelt.

Als Belohnung für die Arbeit durfte sich jeder Umweltbotschafter noch einen Film (Antarktis oder Regenwald) mit Hilfe der VR Brille anschauen, das war ein großer Spaß.

Abschließend waren alle froh, bei Greenpeace gewesen zu sein. Wir wurden sehr herzlich aufgenommen und haben sehr viel gelernt. Dieser Ausflug lohnt sich für jede Klassenstufe, auch Familien sind herzlich eingeladen sich die Ausstellung anzuschauen. „Am besten gefielen uns die Filme mit der VR-Brille“, waren sich alle Kinder einig.

"Ich möchte unbedingt das Rechnen lernen!"

Stimmungsvolle Einschulungsfeiern und stabile Schülerzahlen an der Stadtteilschule Wilhelmsburg

(Ha) In dieser Woche fanden in allen Hamburger Grundschulen die Einschulungen der Erstklässler statt.  Mit prall gefüllten Schultüten, bunten Ranzen und vor allem leuchtenden Augen traten die ABC-Schützen dem sogenannten "Ernst des Lebens" entgegen.

Auch in der Grundschule der Stadtteilschule Wilhelmsburg sammelten sich am Einschulungstag festlich angezogene Familien in der bunt geschmückten Turnhalle. Begrüßt wurden die Schülerinnen und Schüler sowie ihre Eltern von der Schulleiterin Katja Schlünzen und von Thomas Halbrock, dem Abteilungsleiter der Grundschule. Mit fröhlichem Tanz, lautem Gesang und englischen Songs hieß der Jahrgang drei der Grundschule die Jüngsten freudig und herzlich willkommen. 

Nicole Fortunato und ihre Tochter Mia (6 Jahre) freuen sich beide auf die erste Klasse. Mia möchte unbedingt das Rechnen lernen.

Insgesamt wurden drei neue Vorschulklassen und drei erste Klassen gebildet. Bereits zum dritten Mal bietet die Grundschule der STS Wilhelmsburg eine maritime Profilklasse an: Die Klasse 1c wird verstärkt zum Thema „Maritime Welten“ arbeiten. „Damit ist unser Großprojekt Maritimes Zentrum Elbinseln nun in der Grundschule fest verankert“, freut sich Thomas Halbrock. Die maritime Profilklasse hatte auch Mutter Nicole Fortunato überzeugt. „Am Informationstag habe ich mir die tollen Arbeitsergebnisse der maritimen Profilklassen angesehen. Das war sehr interessant. Mia ist bereits mein drittes Kind, das hier zur Schule geht. Hier sind tolle Lehrer und die Vorschule ist top.“ Tochter Mia weiß zwar bereits, dass zwei und zwei gleich vier ist, will aber in der ersten Klasse endlich das Rechnen lernen.

Nach der Feier marschierten die Kinder mit ihrer Klassenlehrerin ins Klassenzimmer, um schon mal ein wenig Schulluft zu schnuppern. Die Klassenlehrerinnen der 1a, Frau Busch und Frau Folkers freuen sich sehr auf die Arbeit mit den neuen Schülern: "Eine erste Klasse zu übernehmen ist immer aufregend und sehr schön."  

Am Montag zuvor wurden in der Aula der Stadtteilschule Wilhelmsburg im Rahmen einer Einschulungsfeier die knapp 120 Schülerinnen und Schüler der neuen fünften Klassen begrüßt. Die Kinder sind auf fünf Klassen aufgeteilt. Dabei ist die Klassenzusammensetzung keineswegs zufällig: Gabriella Krause, Abteilungsleiterin der Jahrgänge 5 bis 7, hat durch Gespräche mit Eltern und Kollegen viele Informationen über ihre Schützlinge erhalten und hat diese bei der Zusammensetzung der neuen Klassen einfließen lassen, um ausgeglichene Strukturen zu erhalten. Bereits zum dritten Mal wird eine Musikklasse angeboten. Erstmalig gibt es ab diesem Schuljahr auch eine fünfte Klasse, die maritim ausgerichtet ist.

Kleine Quallen, Krebse und anderes Meeresgetier in Schulaula unterwegs

Die Vorschulklasse A der STS Wilhelmsburg tauchte maritim ab. 

(Ha) Im Rahmen der alljährlich vor den Sommerferien stattfindenden "Maritimen Projektwoche" der Stadtteilschule Wilhelmsburg führten die jüngsten Schülerinnen und Schüler der Schule, die Vorschulklasse A, ein äußerst beeindruckendes Theaterstück vor. Die meist fünfjährigen Kinder verzauberten das Publikum mit Sprechkunst, Gesang, liebevollen Kostümen und Tanz. Hochkonzentriert und vollkommen sicher zeigten sie eine halbe Stunde, woraufhin sie viele Monate gearbeitet hatten. 

Vorschullehrerin Annika Gleißenberg tauchte Mitte Januar mit ihrer Vorschulklasse in die buntschillernde Unterwasserwelt ein. Vorlage für ihr Theaterstück bildete das Kinderbuch „Quentin Qualle - Rock am Riff“ von Heinz Rudolf Kunze. Krebse, Quallen und Fische streiten sich um ein tönendes Kofferradio im Meer. Ein Musikwettbewerb unter den Tieren soll die Entscheidung bringen, wer das Radio bekommen soll.

Gewonnen haben auf jeden Fall die Vorschulkinder. Denn Annika Gleißenberg zeigte sich mit der Entwicklung ihrer Schützlinge sehr zufrieden: „Über das Theaterspielen lernten die Kinder die Sprache, den Ausdruck und das Spielen der einzelnen Rollen. Ihr Selbstbewusstsein wurde über das Theaterspielen gestärkt und der Gruppenprozess gefördert." 

Co-Theatertrainerin Daniela Schulz findet das Theaterspielen für die Entwicklung der Kinder sehr wichtig: "Rollenspiele sind eine altersgerechte und natürliche Methode, um Erfahrungen, Erlebnisse und Erlerntes zu reflektieren. Sie fördern spielerisch den Wortschatz, den Ausdruck und das freie Sprechen von Kindern."

Donnernden Applaus gab es am Ende für die kleinen Meeresbewohner von allen stolzen Eltern und beeindruckten Viertklässlern. „Das war wirklich ganz toll“, meinte Herr Aytac und drückte seine Tochter-Krabbe einmal fest. Und Monawara Noori, 4b, stellte fest: „Die Kinder sind noch so klein, aber haben richtig super gespielt.“ Nun freuen sich alle auf die bald beginnenden Sommerferien.

Musikalisch unterstützt wurde die kleinen Meeresbewohner von der Musikprofilklasse 6d der Stadtteilschule Wilhelmsburg: Sie hatten eine Playbackversion des cup songs „When I´m  gone“ eingespielt und halfen während der Aufführung beim englischen Gesang aus.

Nase zu und abgetaucht: Die Vorschulkinder in der bunten Unterwasserwelt.
Vollste Konzentration bei unseren kleinen Schauspielern.
Diese Meereskinder sind fit für die erste Klasse.
Ein Musikwettbewerb soll über den Verbleib des Kofferradios entscheiden.

Schüler machen sich für die Meere stark

Wilhelmsburger und Helgoländer Kinder machen auf die Verschmutzung der Meere aufmerksam.

Stadtteilschule Wilhelmsburg führt öffentlichkeitswirksame Aktionen auf der Elbinsel aber auch der Hochseeinsel Helgoland zum World Oceans Day 2018 durch.

Seit mehr als 25 Jahren wird am 8. Juni weltweit der World Oceans Day (kurz WOD, Tag der Meere) gefeiert. Ziel des Tages ist es seither, auf die aktuellen Herausforderungen im Zusammenhang mit den Ozeanen aufmerksam zu machen. Die Stadtteilschule Wilhelmsburg, die bereits seit vielen Jahren maritime Themen in ihren Lehrplänen fest verankert hat, nahm in diesem Jahr erstmalig am WOD (World Oceans Day) aktiv teil. In der Grundschule der Stadtteilschule Wilhelmsburg fanden zum Teil spektakuläre Aktionen zum Thema Plastikmüll in den Meeren statt (s. Bericht, Ha).  Darüber hinaus fuhren vier ausgebildete Umweltbotschafter aus der Grundschule und fünf Schülerinnen der Profilklasse „Meer erleben“ (Klasse 8a) mit ihren Lehrerinnen nach Helgoland, um dort am WOD mit Helgoländer Schülern zusammen die Touristen über den Zustand der Meere zu informieren.

Bereits einen Tag vor dem WOD bestiegen die Schüler an der Landungsbrücke einen Katamaran, der sie in dreieinhalb Stunden nach Helgoland katapultierte. Während die Grundschüler an diesem Tag die Flora und Fauna Helgolands erkundeten, bereiteten die Achtklässlerinnen zusammen mit Schülern der Helgoländer James-Krüss Schule öffentlichkeitswirksame Experimente zum WOD vor. Unterstützt wurden sie von Mitarbeiterinnen des Alfred-Wegener-Instituts.

Am World Oceans Day wurde es dann spannend: Das Alfred-Wegener-Institut hatte zusammen mit den Schülern der James-Krüss Schule mehrere Stände mit Experimenten vor dem Helgoländer Aquarium mit Themen rund um unsere Ozeane aufgebaut. Diese Stände wurden von den Helgoländer SEK I Schülern und den Achtklässlern der Stadtteilschule Wilhelmsburg betreut, aber auch die Grundschul-Umweltbotschafter durften tatkräftig mit anpacken. Die Schüler führten mit den Besuchern zusammen Versuche zum Einfluss des CO2  - Anstiegs in der Atmosphäre auf den Ozean durch, betreuten einen Kindermaltisch, einen Bastelwettbewerb zur Sinkgeschwindigkeit von Plankton und ein Quiz zur Zersetzung von Plastikmüll. Nicht nur die Besucher sondern auch die Wilhelmsburger Schüler fanden die Experimente extrem spannend. „Diese Experimente können wir im nächsten Jahr am WOD auch in Wilhelmsburg durchführen und damit die Menschen informieren“, beschlossen sie.

Außer der Nordseeinsel mit ihren brütenden Vogelkolonien, den Seehunden und Kegelrobben, lernten die Achtklässlerinnen auch noch die 8. Klasse der James-Krüss-Schule auf Helgoland kennen. Nach einer vorsichtigen Kennenlernrunde wurde gemeinsam im Internet zur Entstehungsgeschichte des WODs recherchiert und es wurden Ideen für die zukünftige Durchführung entworfen. 

In der Feedbackrunde ging es zudem um die unterschiedlichen Lebenswelten auf Helgoland und auf der Großstadtinsel. Besonders beeindruckt waren die Wilhelmsburgerinnen von den Klassengrößen an der Inselschule: Eine 10. Klasse mit nur 4 Schülern? Und über 1000 Schüler an einer Schule? Das war wiederum für die Helgoländer kaum vorstellbar. Kein Wunder, dass ein Gegenbesuch im nächsten Jahr mit auf die Ideenliste kam! 

Mit vielen neuen Erfahrungen und Ideen zum WOD 2019 verließen die Wilhelmsburger Schüler und Lehrerinnen einen Tag später die Hochseeinsel und kehrten zu ihrer Flussinsel zurück.

Text und Bilder: Sachau und Farnsteiner

Unsere Projekte konnten mit Hilfe freundlicher Unterstützung durchgeführt werden:

Budnianer Hilfe e.V., das Hamburger Abendblatt, Von Mensch zu Mensch‘, Umweltstiftung Michael Otto

Vielen Dank!