Stadtteilschule Wilhelmsburg
Hier leben wir. Hier lernen wir. Hier starten wir.

News und Projekte aus der Sekundarstufe 1 und 2

Maritime Berufsorientierung - konkret

Schülerinnen und Schüler der Stadtteilschule Wilhelmsburg besuchen die internationale Leitmesse der maritimen Wirtschaft.

Das passt zu unserer maritimen Ausrichtung unserer Schule: Am 7. September machten sich 12 interessierte Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 10 und 11 auf den Weg zu den Messehallen, um der internationalen Leitmesse der maritimen Wirtschaft einen Besuch abzustatten.

Ziel war es zum einen, die vielfältigen Berufsbilder der maritimen Wirtschaft hautnah kennen zu lernen. Weiterhin nutzten viele die einmalige Chance, mit den Ausstellungsakteuren direkt ins Gespräch zu kommen und wichtige Kontakte zu knüpfen. Gern nahmen unsere Schülerinnen und Schüler an den umfangreichen Informationsveranstaltungen über die maritimen Berufsbilder und -perspektiven teil und erhielten bleibende Eindrücke über Schiffbau, Logistik auf den Weltmeeren bis hin zu Offshore-Anlagenbau. Die Teilnahme an einem maritimen Abschlussquiz brachte allen Spaß und vertiefte Gelerntes.

Besonders freuen konnte sich Mertkan Demirel aus der Klasse 10c. Er erhielt einen Preis in der Kategorie „Modellbau“. Mertkans großartige Arbeit im Bereich Schiffbau war im vergangenen Jahr ausschlaggebend für den Gewinn des Daniel-Düsentrieb-Preises, den unsere Schule einstreichen konnte. Herzlichen Glückwunsch!

„Mit dem Besuch der Ausstellungsmesse wollen wir unsere Oberstufenschülerinnen und -schüler für naturwissenschaftlich-technische Studiengänge zu begeistern und ihnen zugleich die vielfältigen Berufsfelder der maritimen Wirtschaft schmackhaft machen. Das hat richtig gut geklappt“, resümiert Tutor Martin Münning nach dem Besuch zufrieden.

Interessante Vorträge zu den maritimen Berufsfeldern wurden gerne von unseren Schülerinnen und Schülern angenommen.

Sternekoch Stefan Marquard schwingt den Kochlöffel in unserer Kantine und ist begeistert

„Das Konzept Schüler kochen für Schüler ist genial!“

(Ha) Rundblick: Wer am vergangenen Freitag (19. Oktober) zur Mittagszeit unsere Kantine am Perlstieg betrat, traute seinen Augen nicht. Die Kantine glich einem Bienenstock: Ein geschäftiges Summen erfüllte den Raum, jeder Platz war besetzt und ein fleißige Koch-Team aus Schülerinnen und Schülern versorgten die Hungrigen mit feinen Speisen.

Teamplayer Stefan Marquard kocht, gibt Essen aus und wäscht zwischendurch auch mal ab.
Der Nachtisch schmeckte allen außerordentlich gut.
Unsere Kantine war bis auf den letzten Platz gefüllt.

Rückblick: Unsere Schulleiterin Katja Schlünzen hatte vor einem halben Jahr auf einer Schulleitertagung einen ersten Kontakt zum prominenten Sternekoch Stefan Marquard herstellen können. Mit seinem Projekt „Sterneküche macht Schule“ setzt Marquard sich in Kooperation mit der Krankenkasse „Knappschaft“ für ein gesundes Schulkantinenessen ein, indem er sein Wissen praktisch an die Schulkantinen weitergibt. Das Kantinenteam war von der Idee begeistert, und Nina Köhler (Hauswirtschaftslehrerin) schrieb einen sehr überzeugenden Antrag. 

Die Stadtteilschule Wilhelmsburg erhielt daraufhin als erste Hamburger Schule den Zuschlag: Ein Aktionstag mit Kochen in der Kantine mit Stefan Marquard, eine Schulung der Mitarbeiter, eine Nachschulung und die Aufnahme in einem Portal mit Hinweisen auf Rezepte und guten Kochmethoden sind das Ergebnis.

Unsere Schulleiterin Katja Schlünzen war selbst tatkräftig dabei.

Überblick: Jetzt ging die Organisationsarbeit richtig los: Genaue Absprachen mit Stefan Marquard über die Küchenausstattung, Lebensmittelbestellungen und Ablaufpläne erfolgten. Mit allen Kräften legte das Küchenteam der Schule mit Nina Köhler, Lea Engel und Thomas Bieser los.

Trotz der intensiven Vorbereitung standen alle unter Spannungen, ob der großen Herausforderung. „Eine Woche vorher flatterten meine Nerven. 450 Essen bestehend aus Vorspeise, Hauptgericht und Nachtisch innerhalb von drei Stunden zuzubereiten, ist kein Pappenstiel“, erklärt Nina Köhler und zurrt ihre Schürze etwas enger. „Aber dank meines Teams und der wunderbaren Schülerinnen und Schüler klappte alles wie am Schnürchen. Viertel vor zwölf standen wir mit dem Essen parat! Eine starke Leistung.“

Es gab reichlich zu tun!
Nina Köhler zeigte sich nervenstark: „Dank unserer Planung klappte alles wie am Schnürchen.“

Kennerblick: Sternekoch Stefan Marquard, der im Team mit seinem Bruder (ebenfalls Profikoch), drei Stunden lang mit 20 Jugendlichen aus unserem WP Kurs aus dem Jahrgang 8 nicht nur Berge von Gemüse geschnippelt hatte, findet unser Konzept „Schüler kochen für Schüler“ klasse. „Das Kochen hat an dieser Schule einen hohen Stellenwert. Alle haben hier Bock auf Kochen. Und die jungen Leute lernen mit dem Kochen etwas fürs Leben. Toll ist auch der Umgang der Schüler miteinander. Jeder hilft jedem“, resümiert Marquard und wäscht in rasender Geschwindigkeit dringend benötigte Tabletts ab.

Ausblick: Nachdem die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte satt die Tische verlassen hatten, begann für das Kantinenpersonal die Phase zwei: Jetzt drückten die Erwachsenen die Schulbank und lernten vom Sternekoch Marquard neue Garmethoden, optimale Verwertung von Lebensmitteln und kurze Garzeiten. „Wir haben viele gute Anregungen erhalten. Ich versuche auf jeden Fall, in Zukunft mehrere Gänge in der Kantine ROS anzubieten“, verspricht Thomas Bieser.

Lecker und frisch!
Thomas Bieser am Gemüsestand unseres Gemüselieferanten Marker oHG.
Lutz Woltemate von der Firma Marker am Mixer.

Seitenblick: Die Stadtteilschule Wilhelmsburg bedankt sich bei der Firma Marker oHG, die dieses Ereignis mit 500 € und Manpower unterstützten; Herr Lutz Woltemate bereitete Smoothies zu. Die Firma METRO Harburg sponsorte die kompletten Lebensmittel, die für den Nachtisch benötigt wurden, und Tim Mälzers „Bullerei“ lieh der Kantine Küchenequipment für den Tag aus. Unterstützung erhielt die Stadtteilschule Wilhelmsburg zudem vom Handelshof und der Caterer Passage, die kurzfristig mit Blechen aushalf. Vielen Dank für die starke Unterstützung!

Vorbildliche Berufsorientierung: Wir sind Botschafterschule!

(schr). Die Stadtteilschule Wilhelmsburg wurde im Sommer 2018 erneut als „Schule mit vorbildlicher Berufsorientierung“ ausgezeichnet, damit sind wir eine sogenannte Siegelschule. Innerhalb der Siegelschulen wurden wir als Botschafter für die Stadt Hamburg ausgewählt, um am bundesweiten Netzwerktreffen „Inklusion in der Berufsorientierung“ am 21.09.2018 in Berlin teilzunehmen. Schulen aus allen Bundesländern präsentierten ihre Projekte, Schülerfilme zu Berufsfeldern wurden präsentiert und Vertreter der Kultusministerkonferenz sowie von Arbeitgebern standen Rede und Antwort. Für die Stadtteilschule Wilhelmsburg sind Abteilungsleiter Florian Schreiter, Inklusionsbeauftragte Melanie Magoltz sowie Sonderpädagoge Fabian Smarz (der gerade in Jahrgang 10 in der inklusiven Berufsorientierung tätig ist) nach Berlin gereist und nahmen dort auch die Auszeichnung als Botschafterschule entgegen. Sie waren begeistert von schulischen Strukturen sowie besonderen Projekten und wollen einiges auch bei uns erproben.

Herr Schreiter, Frau Magoltz und Herr Smarz nehmen die Auszeichnung für unsere Schule entgegen.
Foto: Christian Lietzmann | Netzwerk Berufswahl-SIEGEL
Foto: Christian Lietzmann | Netzwerk Berufswahl-SIEGEL

Ersten Preis gemacht und Literatur-Workshop gewonnen

Erfolgsautorin Isabel Abedi besuchte Klasse 6a der Stadtteilschule Wilhelmsburg

(Ha) Am 20. September besuchte die mehrfach preisgekrönte „Lola“-Erfolgsautorin Isabel Abedi die Klasse 6a der Stadtteilschule Wilhelmsburg. Knapp zwei Stunden lauschte die Klasse aufmerksam, als Isabel Abedi ihre eigene Familiengeschichte erzählte, den Bogen zu ihrer Erfolgsreihe Lola schlug und aus dem ersten Lola-Band vorlas. Dass die Lesung die Klasse 6a in den Bann zog, merkte Frau Abedi gleich: Die Jugendlichen lachten an lustigen Stellen und stellten im Anschluss viele Fragen zum Buch aber auch zu dem Beruf der Schriftstellerin. Nur zu gut, dass Isabel Abedi den neugierigen Schülerinnen und Schülern zahlreiche private Fotos auf der Leinwand zeigen konnte, die verdeutlichten, wie umfassend das Arbeitsfeld einer Erfolgsautorin aussieht. Erstaunt stellten die Jugendlichen fest, wie Isabel Abedi ihre eigene Herkunftsgeschichte sowie ihre Reisen nach Brasilien in die Lola-Bücher geschickt einwob. Interessant war für die Klasse ebenfalls, hinter die Kulissen der Verfilmung des ersten Lola-Bandes schauen zu dürfen.

Isabel Abedi gratulierte zum ersten Platz und lies die Klasse 6a hinter die Kulissen ihrer Buchreihe Lola schauen.

Hintergrund des Besuchs war der 1. Platz der Klasse 6a der Stadtteilschule Wilhelmsburg bei dem Hamburger Schülerwettbewerb AUDIOYOU, den die Klasse vor den Sommerferien gewonnen hatte. Hamburger Kinder und Jugendliche waren damals aufgefordert, ihre Audiobeiträge zu der Frage „Wie klingt Fairness?“ einzureichen. Die Musikprofilklasse der Stadtteilschule Wilhelmsburg konnte die Jury mit ihrem knapp dreiminütigen Audiobeitrag überzeugen und den Hauptgewinn, einen Workshop mit Isabel Abedi einstreichen.

Die Jugendlichen nahmen gebannt an dem Workshop teil.

Die Erkenntnis der Schülerinnen und Schüler „Fairness ist total kompliziert“, die sie in ihrem Audiobeitrag zum Ausdruck brachten, griff Isabel Abedi zu Beginn des Workshops auf. „Der Satz hat mir total gut gefallen. Wie seid ihr darauf gekommen?“ Großes Interesse zeigte die „Halbiranerin“ Abedi zudem an der Herkunft der Schülerinnen und Schüler. „Ich finde die Vielfalt an Nationalitäten in dieser Klasse faszinierend. Die Kinder waren aufmerksam und zugleich lebendig. Ihr Klassen- und Musiklehrer Herr Fendler ist einfach cool.“

Faszinierend für die Schülerinnen und Schüler war die schillernde Persönlichkeit Abedis, die ihnen Lust auf mehr Lola bereitete. 

Die Klasse 6a genoss ihren 1. Preis des AUDIOYOU Wettbewerbs: Einen Workshop mit der Erfolgsautorin Isabel Abedi.
Isabel Abedi und Klassenlehrer Christopher Fendler sind sich einig: Die Klasse 6a ist lebendig und besitzt reichlich Potential.

Wilhelmsburger Wetterfrösche auf Beobachtungsmission

Ismail, Mehmet und Fabio montieren die Wetterstation, die ab sofort Messwerte liefern soll.

Stadtteilschule Wilhelmsburg verschiebt Klassenzimmer in den Spreehafen – Lernen real und konkret.

(Brecht/Ha) Jeden Dienstagmorgen machen sich neun „Wetterfrösche“ von der Stadtteilschule Wilhelmsburg zum Spreehafen auf, um dort Wetteruntersuchungen mithilfe einer professionellen Wetterstation und Naturbeobachtungen mittels eines Fernglases durchzuführen. Wetterfest gekleidet, Schreibutensilien und Proviant im Rucksack - so betreten die sechzehnjährigen Schülerinnen und Schüler gegen 8:30 Uhr ihre im Spreehafen schwimmende Pontonanlage. Auf der Pontonanlage befindet sich ein kleines Häuschen, in dem alle für den Unterricht notwendigen Gerätschaften gelagert werden. Gern tauschen die Frischluftfans für einen Tag in der Woche das gewohnte Klassenzimmer gegen einen besonderen Lernort außerhalb der Schule. 

Zwei Schülerinnen und sieben Schüler der Profilklasse „Technik“ der Stadtteilschule Wilhelmsburg machen sich mit ihrem Junglehrer Fabian Brecht auf dem Ponton sofort an die Arbeit. Die von der Wetterstation erfassten Klimadaten wie Temperatur, Niederschlagsmenge, Luftdruck, Luftfeuchtigkeit, Windrichtung und -geschwindigkeit der letzten Woche wollen abgelesen, protokolliert und ausgewertet werden. Diese Werte werden mit den Ergebnissen anderer Messstationen von Hamburger Schulen verglichen. Das Thema Klimawandel schwingt dabei immer mit.

Neben den Wetteruntersuchungen spielen die Naturbeobachtungen eine große Rolle: Gesichtete Tiere werden fotografiert, bestimmt und protokolliert. Zum Einstieg erhielten die Jugendlichen eine Einführung in die Vogelkunde von einem versierten Ornithologen. Fabian Brecht: „Es ist schon etwas anderes, einen Kampf zweier Vögel um einen Fisch live zu beobachten, als dieses in einem Biologiebuch nachzulesen. Die Tierbeobachtung hatte meine Schüler richtig beeindruckt und natürlich Interesse bei ihnen geweckt. Wir bieten unseren Schülerinnen und Schülern hier einen realen Lernort. Das kann das Klassenzimmer so real nur selten leisten.“

Die Jugendlichen hatten sich vor den Sommerferien bewusst für dieses Profil entschieden: Ausschlaggebend für ihre Wahl war der interessante Lernort Spreehafen und die Abwechslung zum Klassenzimmer.

Geplant ist für dieses Schuljahr, eine Feinstaubmesssonde zu beschaffen und fest zu installieren, um die Abhängigkeit der Feinstaubbelastung von der Windrichtung zu belegen. Die Ergebnisse sollen zum Beispiel an interessierte Wilhelmsburger Gruppen weitergereicht werden.

Junglehrer Fabian Brecht ist von Haus aus Diplom-Ingenieur, hatte aber vor einem Jahr die Entscheidung getroffen, sich über die gemeinnützige Organisation „Teach First Deutschland“ für ein gerechteres Bildungssystem einzusetzen und Jugendliche beim Lernen und beim Schulabschluss zu unterstützen. „Mir bereitet die Arbeit mit den jungen Menschen viel Spaß. Sie sind sehr lebendig, neugierig und zugleich herausfordernd. Eine wirklich starke Truppe!“

Das Projekt „Erlebniswelt Spreehafen“ ist eine Kooperation mit der Edmund-Siemers Stiftung, die das Projekt finanziell unterstützt. Was im Spreehafen gerade passiert, kann regelmäßig unter https://www.foerderwerk-elbinseln.de/erlebniswelt_spreehafen/ oder auf facebook unter @ErlebnisweltSpreehafen verfolgt werden.

Enhar beobachtet durch das Spektiv die Vogelwelt im Spreehafen.
Fabio und Ismail präsentieren stolz die aufwendig vormontierte Wetterstation.

Technovation – Schülerinnen entdecken ihre technische Seite

Mädchen der STS Wilhelmsburg werden geschult, aktuelle Probleme mittels Technologie zu lösen.

(Ha & Lu) „Das hat uns richtig Spaß gemacht“, resümierten die Mädchen des „Technovation-Kurses“ der STS Wilhelmsburg nach dem Besuch des Hamburger Firmensitzes des IT-Konzern Adobe Inc.

Mitte Juni besuchten fünf Schülerinnen aus dem Jahrgang sieben mit ihrem Lehrer Moritz Lund das amerikanische Softwareunternehmen Adobe am St. Pauli Fischmarkt. Für mehrere Stunden tauchten die dreizehnjährigen Mädchen ab in die Berufsfelder und Lebensläufe von Softwareentwicklerinnen und Designerinnen. Es fand ein lebhafter Austausch über Arbeitsbedingungen und notwendige Qualifikationen, wie Kreativität und Teamfähigkeit statt. 

Lehrer Moritz Lund lernte ebenfalls dazu: “Interessant war, dass für die Firma Adobe hauptsächlich das tatsächliche Interesse und Fachwissen der Mädchen zählt und nicht die Noten und Abschlüsse. Durch das Gespräch auf Augenhöhe fühlten sich die Mädchen gewertschätzt. Das wirkt. Zusätzlich haben die Mädchen die hochmodernen Arbeitsplätze kennengelernt.“

Seit einem Halbjahr nimmt die STS Wilhelmsburg als eine ausgewählte Schule Deutschlands aktiv an dem weltweiten Projekt „Technovation Challenge“ teil. Ziel des weltweiten Projekts ist es, in Kooperation mit IT-Unternehmen bei jungen Mädchen den technischen Unternehmergeist zu entdecken und ihre Programmierfähigkeiten zu fördern.

Die fünf Wilhelmsburger Schülerinnen erhielten die Aufgabe, eine App zu entwickeln, um mit dieser App soziale oder ökologische Probleme in ihrem Stadtteil zu lösen. Wöchentlich kommen die technikaffinen Mädchen der STS Wilhelmsburg nun seit einem halben Jahr zusammen und entwickeln mit der Unterstützung ihres Lehrers Moritz Lund und Adobe eine App zur Prävention von häuslicher Gewalt sowie zum Upcycling von Müll im eigenen Stadtteil. Bettina Reinemann und Andreas Wurf sind die ehrenamtlichen Experten von Adobe. „Die Begeisterung und Kreativität der Mädchen war ansteckend“ berichteten Frau Reinemann und Herr Wurf begeistert.

„Besser als Unterricht“, meint Sila. „Ich lerne einfach so mit dem Tablet das Programmieren mit dem MIT App-Inventor“ erklärt Hewan. „Das Zeichnen der Icons war richtig toll“ berichtet Belfin. „Dank des Kurses lernen wir auch, wie wir unsere App später verwenden und verkaufen“ freuen sich Cennet und Khadijah.

Bis Ende August sollten die fünf Tüftlerinnen ihre beiden Apps fertig haben, dann findet die Abschlussveranstaltung aller teilnehmenden Schulen statt, auf der sie ihre bisherigen Ergebnisse präsentieren dürfen.

Die Mädchen des Technovation-Kurses der STS Wilhelmsburg besuchten den Softwareriesen Adobe am Fischmarkt und erhielt wertvolle Impulse. V.l.n.r.: Hewan, Cennet, Khadijah, Belfin, Frau Reinemann, Sila, Herr Lund, Herr Wurf

Wie klingt Fairness?

Die Klasse 5a der STS Wilhelmsburg war während der Preisverleihung auf Klassenfahrt an der Nordsee. Gefreut haben sie sich riesig!

Musikklasse 5a der STS Wilhelmsburg gewinnt ersten Platz des Schülerwettbewerbs AUDIYOU

(Ha & Fen) Was tun, wenn die Gewinner des Schülerwettbewerbs AUDIYOU der Hamburger Obdachlosenzeitung Hinz & Kunzt genau am Tag der Preisverleihung auf Klassenfahrt sind? Ganz klar: Eine Live-Schaltung an die Nordsee machen. Und so konnten die über 100 Teilnehmer der Preisverleihung Ende Juni im Goldbekhaus in Winterhude die Gewinnerklasse 5a der STS Wilhelmsburg auf einer Leinwand sehen, die sichtlich aus dem Häuschen war, als sie erfuhren, dass sie mit ihrem Beitrag „Wo wir sicher sind“ ganz vorne gelandet sind.

Bereits zum achten Mal hatte Hinz & Kunzt einen Schülerwettbewerb ausgelobt. Dieses Jahr wurden die Hamburger Kinder und Jugendlichen aufgefordert, ihre Audiobeiträge zu der Frage „Wie klingt Fairness?“ einzureichen. Über zwanzig Beiträge wurden bei der Jury eingereicht.

Die Wilhelmsburger Schülerinnen und Schüler merkten in der Vorbereitungsphase schnell, dass es sich hierbei um ein vielschichtiges Thema handelt und jeder eigene Vorstellungen von Fairness hat: „Wir, die Musikklasse 5a, haben uns in sechs Doppelstunden mit dem Thema „Wie klingt Fairness“ beschäftigt. Dabei haben wir gemerkt, wie kompliziert dieses ist. Die Hälfte der Zeit haben wir damit verbracht, kurze Situationen als Hörspiele zu vertonen. Die andere Hälfte der Zeithaben wir kurze Liedtexte zu dem Thema geschrieben und daraus eigene Lieder gemacht. Weil es so viele und unterschiedliche waren, mussten wir uns auf vier Zeilen einigen. Diese sind quasi die Zusammenfassung unserer Ideen." Gewonnen haben die jungen Schülerinnen und Schüler der STS Wilhelmsburg mit ihrem knapp dreiminütigen Audiobeitrag nicht nur einen Workshop mit der prominenten Kinderbuchautorin Isabel Abedi. Ihre Erkenntnis „Fairness ist total kompliziert“ sowie der faire Umgang mit den Ideen der Mitschüler bei der Erstellung des Audiobeitrags sind sicherlich nachhaltig und lehrreich.

Musik- und Klassenlehrer Christopher Fendler erklärt: „Dieses Projekt hat uns richtig Spaß gebracht und die Klassengemeinschaft noch stärker werden lassen.“

Dieses ist der Link zu dem Gewinnerbeitrag!

MADD 2018 – Make A Difference Day

Schülerinnen und Schüler des Profils Gesundheit und Ernährung engagieren sich auch dieses Jahr wieder ehrenamtlich beim Make A Difference Day 2018 im Wilhelmsburger Inselpark.

(Ha & Bs) Der Make A Difference Day ist ein großes, interkulturelles Fest, das die Wirtschaftsjunioren Hamburg in Zusammenarbeit mit mittlerweile über 60 Hamburger Sozialeinrichtungen bereits seit 2005 organisieren, um gemeinsam mit benachteiligten Menschen einen außergewöhnlichen Tag zu gestalten. Der diesjährige MADD fand am 17. Juni 2018 im Wilhelmsburger Inselpark statt. Entsprechend des Event-Mottos verbringen alle Menschen gemeinsam – ob jung oder alt, arm oder reich, Familie oder allein, Hamburger oder Flüchtling – einen aktiven und spannenden Tag auf der Wilhelmsburger Sportinsel. Trendsport, Sommer, Sonne, Musik, Park, kulinarische Spezialitäten, das beliebte Unified-Fussballturnier sowie viele weitere sportliche und kulturelle Attraktionen wurden angeboten. 

Auch in diesem Jahr unterstützten wieder Schülerinnen und Schüler der Stadtteilschule Wilhelmsburg mit der Profilausrichtung Gesundheit und Ernährung den MADD 2018 kulinarisch mit einem Live-Cooking-Stand, der in enger Zusammenarbeit mit Niels Vietheer, dem leitenden Küchenchef der Gastronomie Pütter im Anglo German Club Hamburg, im Rahmen des Profilunterrichts gemeinsam vorbereitet und geplant wurde. Geboten wurden dieses Mal variantenreiche Pizza-Spezialitäten und frisch gebackene Crêpes mit verschiedenen Füllungen, die vor Ort von den beiden Schülerinnen Ava Djobo und Ayse Erkan mit viel Liebe und handwerklichem Geschick direkt vor den Gästen zubereitet wurden. Kein Wunder, dass die Schlangen vor ihrem Stand lang waren, und die Kunden zufrieden ihr Essen genossen. 

Alle Tätigkeiten vor, während, nach und rund um den MADD-Aktionstag werden ehrenamtlich bestritten. Mit den Spenden und Erlösen im Rahmen des MADD werden die Event-Kosten für die Musikanlage, Catering, Logistik und das Sportprogramm gedeckt. Zudem fließen die Spenden in das Schwesterprojekt des MADD – das Kunstprojekt für geflüchtete Kinder. Es lohnt sich also auch wieder im nächsten Jahr beim Make A Difference Day 2019 dabei zu sein!

Das Live-Cooking-Team vom MADD 2018 (Von links): Niels Vietheer (Küchenchef im Anglo German Club Hamburg), Thomas Bieser (Lehrer StS Wilhelmsburg), Anna Strauss (Lehrerin StS Wilhelmsburg), Ava Djobo und Ayse Erkan (Schülerinnen) und Frau Dr. Julia Sattler (Wirtschaftsjunioren).
Konzentriertes Arbeiten am MADD-Live-Cooking-Stand. Die Schülerin Ava Djobo bei der gekonnten Zubereitung von französischen Crêpes.

Schüler machen sich für die Meere stark

Wilhelmsburger und Helgoländer Kinder machen auf die Verschmutzung der Meere aufmerksam.

Stadtteilschule Wilhelmsburg führt öffentlichkeitswirksame Aktionen auf der Elbinsel aber auch der Hochseeinsel Helgoland zum World Oceans Day 2018 durch.

Seit mehr als 25 Jahren wird am 8. Juni weltweit der World Oceans Day (kurz WOD, Tag der Meere) gefeiert. Ziel des Tages ist es seither, auf die aktuellen Herausforderungen im Zusammenhang mit den Ozeanen aufmerksam zu machen. Die Stadtteilschule Wilhelmsburg, die bereits seit vielen Jahren maritime Themen in ihren Lehrplänen fest verankert hat, nahm in diesem Jahr erstmalig am WOD (World Oceans Day) aktiv teil. In der Grundschule der Stadtteilschule Wilhelmsburg fanden zum Teil spektakuläre Aktionen zum Thema Plastikmüll in den Meeren statt (s. Bericht, Ha).  Darüber hinaus fuhren vier ausgebildete Umweltbotschafter aus der Grundschule und fünf Schülerinnen der Profilklasse „Meer erleben“ (Klasse 8a) mit ihren Lehrerinnen nach Helgoland, um dort am WOD mit Helgoländer Schülern zusammen die Touristen über den Zustand der Meere zu informieren.

Bereits einen Tag vor dem WOD bestiegen die Schüler an der Landungsbrücke einen Katamaran, der sie in dreieinhalb Stunden nach Helgoland katapultierte. Während die Grundschüler an diesem Tag die Flora und Fauna Helgolands erkundeten, bereiteten die Achtklässlerinnen zusammen mit Schülern der Helgoländer James-Krüss Schule öffentlichkeitswirksame Experimente zum WOD vor. Unterstützt wurden sie von Mitarbeiterinnen des Alfred-Wegener-Instituts.

Am World Oceans Day wurde es dann spannend: Das Alfred-Wegener-Institut hatte zusammen mit den Schülern der James-Krüss Schule mehrere Stände mit Experimenten vor dem Helgoländer Aquarium mit Themen rund um unsere Ozeane aufgebaut. Diese Stände wurden von den Helgoländer SEK I Schülern und den Achtklässlern der Stadtteilschule Wilhelmsburg betreut, aber auch die Grundschul-Umweltbotschafter durften tatkräftig mit anpacken. Die Schüler führten mit den Besuchern zusammen Versuche zum Einfluss des CO2  - Anstiegs in der Atmosphäre auf den Ozean durch, betreuten einen Kindermaltisch, einen Bastelwettbewerb zur Sinkgeschwindigkeit von Plankton und ein Quiz zur Zersetzung von Plastikmüll. Nicht nur die Besucher sondern auch die Wilhelmsburger Schüler fanden die Experimente extrem spannend. „Diese Experimente können wir im nächsten Jahr am WOD auch in Wilhelmsburg durchführen und damit die Menschen informieren“, beschlossen sie.

Außer der Nordseeinsel mit ihren brütenden Vogelkolonien, den Seehunden und Kegelrobben, lernten die Achtklässlerinnen auch noch die 8. Klasse der James-Krüss-Schule auf Helgoland kennen. Nach einer vorsichtigen Kennenlernrunde wurde gemeinsam im Internet zur Entstehungsgeschichte des WODs recherchiert und es wurden Ideen für die zukünftige Durchführung entworfen. 

In der Feedbackrunde ging es zudem um die unterschiedlichen Lebenswelten auf Helgoland und auf der Großstadtinsel. Besonders beeindruckt waren die Wilhelmsburgerinnen von den Klassengrößen an der Inselschule: Eine 10. Klasse mit nur 4 Schülern? Und über 1000 Schüler an einer Schule? Das war wiederum für die Helgoländer kaum vorstellbar. Kein Wunder, dass ein Gegenbesuch im nächsten Jahr mit auf die Ideenliste kam! 

Mit vielen neuen Erfahrungen und Ideen zum WOD 2019 verließen die Wilhelmsburger Schüler und Lehrerinnen einen Tag später die Hochseeinsel und kehrten zu ihrer Flussinsel zurück.

Text und Bilder: Sachau und Farnsteiner

Unsere Projekte konnten mit Hilfe freundlicher Unterstützung durchgeführt werden:

Budnianer Hilfe e.V., das Hamburger Abendblatt, Von Mensch zu Mensch‘, Umweltstiftung Michael Otto

Vielen Dank!

Who Killed Mr. White?

Der Fall ist geklärt: Ende gut – alles gut!

Profilklasse 8e „Acting the English World“ zeigt ihre Schauspielkünste: Gorgeous!

(Ha) Was passiert, wenn 21 anglophile Schülerinnen und Schüler und ein theaterbegeisterter, polyglotter Lehrer aufeinandertreffen? Das Ergebnis war Anfang Juni in der Aula der Stadtteilschule Wilhelmsburg zu sehen. Die Englisch- und Theaterprofilklasse 8e der Stadtteilschule Wilhelmsburg präsentierte souverän das Theaterstück „Who Killed Mr. White?“. Mr. White wird tot in seinem Herrenhaus aufgefunden; es gibt viele Verdächtige, lückenhafte Alibis und einen blitzwachen Inspector. Am Ende wurde der Zuschauer überrascht, denn der Mörder war nicht der Gärtner, und der Tote auch nicht mausetot.

Überrascht wurde der Zuschauer ebenfalls von dem Können der jungen Nachwuchsschauspieler: Eine Dreiviertelstunde zog das Schülerensemble die Zuschauer gekonnt in seinen Bann. Mit großer Spielfreude, Dialogen in feinem Oxfordenglisch und kleinen Tanzeinlagen zeigten die dreizehn- und vierzehnjährigen Jugendlichen, was sie sich über mehrere Wochen in ihrem Englischunterricht erarbeitet hatten. Rui Miguel Moreira Marques, der den Inspector grandios spielte, erklärte: „Im Herbst haben wir bereits mit dem Lesen des Stückes begonnen, wir haben den Inhalt besprochen und Kostüm- und Spielideen erarbeitet. Dann haben wir gemeinsam bestimmt, wer welche Rolle spielt. Dabei ging es völlig fair zu. Wir haben Sprechübungen machen, improvisieren und schauspielern müssen. In unserer Klasse herrscht eine sehr nette Atmosphäre. Alle haben Spaß und trauen sich, frei zu spielen.“ Miriam Gafour, 13 Jahre, ergänzte begeistert: „Ich liebe die englische Sprache und das Theaterspielen. Wir sind alle ein bisschen englischverrückt. Viele von uns schauen zu Hause Filme auf Englisch, lesen englische Bücher oder singen die aktuellen Songs auf Englisch mit.“

Die Gattin von Mr. White (Buğse Sözer, 14 Jahre) öffnet die Tür und die Zahl der Verdächtigen erhöht sich.

Lehrer Frank Dienst, der mehrere Sprachen fließend spricht, gibt die letzten Regieanweisungen vor Beginn gerne noch auf Spanisch, Portugiesisch oder Englisch an seine Schüler weiter. „Seit dem Sommer arbeiten wir zusammen, und es war ein tolles Jahr. Die Jugendlichen spielen im positiven Sinne hemmungslos, sind unheimlich fleißig und haben bei dem letzten hamburgweiten Englischtest überdurchschnittliche Ergebnisse erzielt. Ich bin mehr als zufrieden.“

Frau Dzezairi hofft, dass ihr Sohn Leutrim noch bis zum Abitur beim Theaterspielen bleibt, denn sie findet es sehr gut, dass die Jugendlichen auf Englisch spielen. „Aber bei so einem Lehrer wie Herr Dienst klappt es bestimmt“, meint sie schmunzelnd. 

Das Stück für das kommende Schuljahr steht noch nicht fest. Wir dürfen gespannt sein.

Spielfreude und Liebe zur englischen Sprache zeichnet die Englischprofilklasse 8e aus.
Der Inspektor (Rui Miguel Moreira Marques, 14 Jahre) fühlt den Verdächtigen auf den Zahn. Im Herbst wird Rui sein Praktikum in der Kulturfabrik Kampnagel machen.

Modedesign meets Bollywood

Bunte Kostüme und Kleider, freudige Gesichter und ordentliche Beats der Panjabi-Musik. Eine Präsentation, inszeniert wie bei den Großen, das kann man wohl sagen! Am 31.05.18 führten die Wahlpflichtkurse „Mode Design“ der Jahrgänge 7-10 ihre selbst genähten Werke in der gut gefüllten Kantine am Perlstieg vor. Die Aufregung war den Schülerinnen ins Gesicht geschrieben, denn viele Eltern, Freunde und auch Lehrerinnen und Lehrer sind gekommen, um sich die Performance anzuschauen. Die Dekoration und die Begleitung mit poppig elektronischer Musik – ausgewählt von den Darstellerinnen und der Choreographin Frau Gleißenberg – boten ein Setting, das seinesgleichen sucht. Von orientalischen Tänzen bis hin zu klassischen Laufstegchoreographien wurde den applaudierenden Zuschauern alles geboten.

Sevin aus der 10f, die schon im vierten Jahr in Folge dabei ist, hält nach der Performance fest: „Mit der jährlichen Mode-Design Performance verfolgen wir jedes Jahr ein eigenes Ziel. Wir wollen auch, dass die Modenschau für jeden schön wird und das eigene Kleid uns selbst gefällt.“ Besonders sei, „dass die großen Schülerinnen den kleineren helfen, man sich Ideen abschaut.“

Wir freuen uns, dass die Vorstellung wieder einmal rundum gelungen ist und bedanken uns herzlich bei den Schülerinnen, den Helfern aus der Musikklasse für den Videoschnitt und den Lehrerinnen Annika Gleißenberg und Sabine Rother!

Alle Darstellerinnen und Kleider auf einen Blick.
Sevin, Fatma (10f) und Frau Rother begrüßen das Publikum.
Das Musikprofil von Herrn Lobgesang hilft bei der Videoproduktion.

Europa (er-) leben: Einfach hygge

Stadtteilschule Wilhelmsburg empfängt 74 Schülerinnen und Schüler aus Dänemark

(Ha) Vom 1. bis zum 4. Mai besuchten bereits zum zweiten Mal Schülerinnen und Schüler aus dem ehemaligen Fischerdorf Humlebaek bei Kopenhagen mit ihren Lehrern die Stadtteilschule Wilhelmsburg. Wie im vergangenen Jahr erwartete die Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 16 Jahren ein vielseitiges und interessantes Angebot: Eine individuelle Stadtführung, die von den Schülerinnen und Schüler der Stadtteilschule Wilhelmsburg vorbereitet und auf Englisch durchgeführt wurde, ein Empfang und eine Führung im Hamburger Rathaus, Unterrichtsbesuche und bilinguale Erkundungstrips in Wilhelmsburg.

Ulla Schulz, Beauftragte für Auslandsaustausche an der StS Wilhelmsburg, freute sich, dass die dänischen und die Wilhelmsburger Schülerinnen und Schüler sich sehr engagiert sich auf den Austausch vorbereitet hatten. „Ich finde es sehr beachtlich, dass mein Englischkurs (Klasse 10) in den Ferien eine Stadtführung tiptop vorbereitet hat, um den dänischen Jugendlichen die Highlights Hamburgs "in English“ zeigen und erklären zu können. Alles klappte wie am Schnürchen.“

Julie und Nikoline (beide 14 Jahre alt) waren das erste Mal in Hamburg und genossen sichtlich den offiziellen Empfang im Hamburger Rathaus. Auch die individuelle Stadtführung der Wilhelmsburger Schüler fanden sie „very funny“. Mit der deutschen Kohlwurst müssen sie sich jedoch noch anfreunden. Auffällig fanden sie die vielen Obdachlosen in Hamburg.

Kulturelle Unterschiede kennenlernen und darüber miteinander sprechen – aber auch das Erkennen von Gemeinsamkeiten über Ländergrenzen hinweg ist sicherlich ein guter Weg, die europäische Gemeinschaft zu stärken und Europa zu leben. Die Stadtteilschule Wilhelmsburg macht hier einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung.

„Dieser Austausch war einfach hygge“, fasste Ulla Schulz am Ende zusammen, „denn hygge bedeutet, in herzlicher Atmosphäre das Gute des Lebens mit netten Leuten zu genießen. Wir freuen uns schon jetzt auf nächstes Jahr.“

74 Schülerinnen und Schüler sowie 6 Lehrer aus Humlebaek nahmen am Austausch teil und wurden im Hamburger Rathaus empfangen.
Für Nikoline und Julie, 14 Jahre, ist es ihr „first stay“ in Hamburg.

Unsere dänischen Besucher erhielten Einblicke in ...

... unser Kunstprofil.
... den Musikunterricht
... den Sportunterricht.
... das Fach "darstellendes Spiel".

„Wir bringen die Praxis in die Schule“

v.l.n.r.: Katja Schlünzen (Schulleiterin), Sven Wagner (Lehrer), Anna Schönal (Projektmanagerin Logistik-Initiative Hamburg), Esra Acar, Zeynep Kirimitci, Thomas Maubach (Lehrer), Ebru Ay

Stadtteilschule Wilhelmsburg geht enge Partnerschaft mit Logistikbranche ein.

(Ha) „Sie sind wichtig, weil Sie die reale Praxis in den Unterricht bringen“. Mit diesen Worten begrüßte Katja Schlünzen, Schulleiterin der Stadtteilschule Wilhelmsburg, am 1. März die zahlreichen Vertreter von namenhaften Hamburger Logistikbetrieben in den Räumen der Stadtteilschule Wilhelmsburg. Bei der Zusammenkunft handelte es sich um das erste offizielle Treffen zwischen Logistikbetrieben sowie Schülerinnen und Schülern und Lehrern der Stadtteilschule Wilhelmsburg und galt als Startschuss der Partnerschaft.

Drei Jahre hatten Anna Schönal, Projektmanagerin Personal & Qualifizierung der Logistik-Initiative Hamburg, und Gottfried Eich, Projektkoordinator der Stadtteilschule Wilhelmsburg, die Kooperation zwischen der Logistikbranche und der Schule vorbereitet und entwickelt. Entstanden ist ein Projekt, das Seinesgleichen im Bereich Logistik deutschlandweit sucht: Mit Beginn der 8. Klasse werden den Schülerinnen und Schülern der Profilklasse “Schülerfirma Jolle2” mittels verschiedener Unterrichtsmodule die Vielfalt der Berufe und Arbeitsfelder innerhalb der Logistikbranche aufgezeigt. Erlebbar und konkret wird dieses für die Schülerinnen und Schülern durch zahlreiche Besuche verschiedener Logistikunternehmen; Schulpraktika bei Logistikbetrieben lassen die Jugendlichen zudem tiefe Einblicke in den Logistikbereich gewähren. Zu Beginn der 9. Klasse bilden sich dann die “Logistics Youngsters”, eine Gruppe aus 10-15 Schülerinnen und Schülern, die großes Interesse am Thema Logistik gezeigt haben. In den folgenden zwei Jahren werden diese Jugendlichen an einem Tag in der Woche und durch gezielte Schülerpraktika intensiv in die vielschichtige Arbeitswelt der Logistik eintauchen.

„Bei diesem Pilotprojekt handelt es sich um eine „Win-Win-Situation“, erklärt Anna Schönal. „Die Schülerinnen und Schülern der Stadtteilschule Wilhelmsburg lernen frühzeitig und praxisnah die unterschiedlichen Berufe im Bereich Logistik kennen, können sich ausprobieren und wertvolle Kontakte zu den Unternehmen knüpfen. Und die Logistikunternehmen besitzen die wertvolle Chance, ihre facettenreichen Berufe zu präsentieren, junge Menschen für diese Branche zu begeistern und dem Fachkräftemangel gezielt entgegenzuwirken.“

Uwe Richter, Ausbildungsleiter der Firma Kühne und Nagel, durfte bereits eine Schülergruppe in seinem Unternehmen begrüßen und findet das Konzept sehr interessant: Für ihn eine gute Möglichkeit, auf junge Menschen zuzugehen.

Dass die Jugendlichen und die Ausbildungsleiter der Logistikbetriebe großes Interesse aneinander haben, zeigte die Zusammenkunft deutlich: Um Bistrotische sammelte sich „Alt und Jung“, man spielte sich zwanglos Fragen und Antworten zu, lernte die gegenseitigen Interessen kennen und genoss Leckereien, die von Schülerinnen und Schülern des Profils ‚Ernährung und Gesundheit‘ vorbereitet wurden.

„Mit der Stadtteilschule Wilhelmsburg haben wir eine Partnerin gefunden, die bereits seit vielen Jahren stark in der Berufsqualifikation aufgestellt ist und die zugleich mutig ist, etwas Neues zu wagen. Zudem treffe ich an dieser Schule auf viele motivierte Lehrer und eine gute Atmosphäre. Die Lage der Schule ist für die Hafenlogistik ideal“, erkennt Anna Schönal.

Lehrer Thomas Maubach freut sich über die Verknüpfung zwischen Schule und Wirtschaft. Er hat ganz konkrete Vorstellungen, wie er das Thema Logistik interessant und schülergerecht im Unterricht aufbereiten wird. Sein Ziel ist, dass nach den drei Jahren möglichst viele seiner „Logistics Youngsters“ einen Ausbildungsplatz im Bereich Logistik anstreben und erhalten werden. Oder nach dem Abitur einen entsprechenden Studiengang wählen. Er begrüßt es, dass die Firmen durch das Projekt und Praktikumsplätze die Hürden für unsere Schülerinnen und Schülern abbauen und dadurch den ersten oft so schwierigen Schritt in Richtung berufliche Zukunft möglich machen.

Erfreulicherweise konnten die Firmenvertreter schon 23 Praktikumsplätze den Schülerinnen und Schülern der Stadtteilschule Wilhelmsburg für die kommenden drei Jahre anbieten.

Madeleine Dhouibi (13) und Eileen Grieger (14), Schülerinnen der Klasse 8c.
Zwangloser Austausch zwischen Ausbildungsleitung, Projektmanagerin und Schülern.

Stadtteilschule Wilhelmsburg – läuft beim Wilhelmsburger Insellauf erstmalig: Von Null auf 65!

(Ha) Am 8. April haben wir zum ersten Mal an Hamburgs ältesten Laufwettkampf, dem Wilhelmsburger Insellauf, teilgenommen und gleich einen fulminanten Start hingelegt: Insgesamt 65 Läuferinnen und Läufern haben sich bei schönstem Frühlingswetter an die Laufstrecken gewagt. Die Grundschule war auf der 1,2 km Strecke unterwegs, und die oberen Jahrgänge haben die 10 km erfolgreich in Angriff genommen: Alle sind im Ziel angekommen! Bravo! Doch nicht nur Schülerinnen und Schüler waren am Start, auch Lehrerinnen und Lehrer hatten ihre Laufschuhe geschnürt und aktiv mitgemacht. Respekt.

Aus unserer Grundschule waren Zahid aus der 4c und Eslem aus der 4a die schnellsten Läufer. Super! Bemerkenswert ist die große Anzahl von Läuferinnen und Läufern aus dem Jahrgang 1. 

Jason Duarte hat die 10 km in einer fantastischen Zeit (45:22 Minuten) geschafft und war damit der Schnellste von unserer Schule. Olivia Prastalo war das schnellste Mädchen und hat nur 1:07 h benötigt. Gratulation! Jason erklärte, dass sein Sportlehrer Herr Häusler bereits seit mehreren Wochen seinen Sportkurs auf den Lauf vorbereitet hatte. Jason: „Ich bin genau im richtigen Tempo angelaufen und hatte keinen Durchhänger.“ Lehrer Frau Liebig und Herr Freitag hatten sogar noch zusätzliche Laufeinheiten nach dem Unterricht den ehrgeizigen Läuferinnen und Läufern angeboten.

Es herrschte eine tolle Stimmung auf dem Sportplatz: Eltern, Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler freuten sich über die Lauferfolge. Mit den neuen Sportleibchen, auf denen unser Schullogo zu sehen war, waren unsere Läuferinnen und Läufer auf der Strecke sofort prima zu erkennen.

Alle waren sich am Ende sicher, dass sie im nächsten Jahr 100 prozentig wieder mit dabei sind!

Alle hatten die 10 km geschafft! Respekt.
Jason Duarte und Olivia Prastalo waren die schnellsten auf den 10 km.
Pinar Dalli mit ihren Läuferinnen und Läufern.
Kollegin Dall mit der 4b.