Stadtteilschule Wilhelmsburg
Hier leben wir. Hier lernen wir. Hier starten wir.

News und Projekte aus der Sekundarstufe 1 und 2

Wilhelmsburger Insellauf bei „Sahnewetter“ – Selbstverständlich war die Stadtteilschule Wilhelmsburg dabei!

Alle Läuferinnen und Läufer unserer Sekundarstufe haben die 10km erfolgreich gemeistert.

Highlights des Tages: Von 65 auf 116 und Sneaker für den Schulsieg!

Am 7. April haben wir zum zweiten Mal an Hamburgs ältestem Laufwettkampf, dem Wilhelmsburger Insellauf, teilgenommen und dabei die Teilnehmerzahl noch einmal steigern können: Insgesamt 116 Läuferinnen und Läufer haben sich bei sommerlichen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein an die Laufstrecken gewagt.

Die Vorfreude auf den Schülerlauf, an dem unsere Grundschule teilnahm, war riesig. 101 Schülerinnen und Schüler sind mitgelaufen!!

Die große Anzahl von Läuferinnen und Läufern aus der Grundschule war bemerkenswert. Die Grundschule brachte 98 Läuferinnen und Läufern für die 1,2 km Strecke an den Start und konnte sogar drei Schüler für die 5 km Strecke gewinnen. Die oberen Jahrgänge haben die 10 km erfolgreich in Angriff genommen: Alle fünfzehn Sportlerinnen und Sportler haben die Herausforderung gemeistert und sind glücklich im Ziel angekommen!

Die Stimmung war großartig, Eltern, Lehrerinnen und Lehrer haben gemeinsam angefeuert und den Lauf ihrer Kinder gefeiert. Nach erfolgreicher Teilnahme hielten die Schülerinnen und Schüler stolz ihre Medaille in den Händen. „Hut ab“, wir haben richtige Talente dabei!

Zehra Elif Bayram, Emma Piersig und Vanda Jamilato Balde waren sichtlich stolz auf ihren Lauf. Tolle Leistung!
Jason holte ganz "entspannt" den Schulsieg!

Jason Duarte aus unserem 10. Jahrgang hat die 10 km in fantastischen 39:38 Minuten zurückgelegt und konnte seine erstaunliche Leistung vom letzten Jahr stark verbessern (Vorjahresleistung 45:22 Minuten). Er stand zusammen mit den Profis als 7. der Overall-Wertung auf dem Podest und wurde gebührend geehrt – Wilhelmsburg hat sein nächstes Großtalent, zumal ihn „lässige“ Sneaker über die Distanz trugen. Wir können uns nur allzu leicht vorstellen welche Zeiten Jason erreichen könnte, wenn er das Schuhwerk optimiert. Die Bestleistung von Triathlet Golo Röhrken war mit 36:33 Minuten nur „schlappe“ 3:05  schneller.

Jason erklärt nach dem Lauf: „Ich habe schnell mein Tempo gefunden. Anscheinend wäre Leichtathletik was für mich.“ Das können wir bestätigen, viele Vereine werden ein Auge auf ihn werfen.

Jason steht mit den Gewinnern des Insellaufes auf dem Podest!

Es herrschte eine tolle Atmosphäre auf dem Platz zwischen den Schulen an der Krieterstraße: Eltern, Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler freuten sich über die Lauferfolge. Mit den Sportleibchen und den auffallenden hellblauen Trikots, auf denen unser Schullogo zu sehen war, waren unsere Läuferinnen und Läufer auf der Strecke sofort prima zu erkennen.

Ein großer Dank geht an die Eltern, an die Läuferinnen und Läufer und an die großartige Organisation der betreuenden Lehrkräfte. Alle waren sich am Ende sicher, dass sie im nächsten Jahr 100 prozentig wieder mit dabei sind!

„Echt gepflegt“ – Aktionstag Pflege an der Stadtteilschule Wilhelmsburg

Am 25.03.2019 fand an der Stadtteilschule Wilhelmsburg der erste Hamburger Aktionstag zum Thema Pflege statt. Ziel des Aktionstags war, jungen Menschen die Vielschichtigkeit des Pflegeberufs näher zu bringen und sie für diesen Beruf zu begeistern.

Am Vormittag konnten interessierte Wilhelmsburger Schülerinnen und Schüler nachspüren, wie es sich anfühlt, wenn im Alter die Kräfte, die Gelenkigkeit und die Sehkraft schwinden. Dazu stiegen sie beispielsweise in einen Spezialanzug, der die Jugendlichen um 60 Jahre „altern“ ließ. Erfahrene Wilhelmsburger Fachkräfte aus dem Bereich Pflege, sogenannte Stadtteilbotschafter, berichteten den jungen Menschen aus ihrem Berufsalltag, warben für den Beruf und zeigten die vielen Weiterbildungsmöglichkeiten auf. Auf einem „Marktplatz“ informierten verschiedene Hamburger Krankenhäuser und Pflegedienste über ihre Pflegeberufe.

Es war sicherlich kein Zufall, dass der Aktionstag Pflege an der Stadtteilschule Wilhelmsburg stattfand. Bereits seit über einem Jahr plant die Stadtteilschule Wilhelmsburg zusammen mit dem Wilhelmsburger Krankenhaus Groß-Sand erfolgreich eine Profilklasse mit dem Schwerpunkt Pflege. Ab dem neuen Schuljahr wird unter der Leitung des Junglehrers Felix Köhn an der Stadtteilschule Wilhelmsburg die Profilklasse „Gesundheit – Mit Groß-Sand fit durchs Leben“ starten.

20 pflegeaffine Schülerinnen und Schüler werden an ihrem Profiltag einen Mix aus Theorie und Praxis rund um das Thema Gesundheit erleben: Wie sieht ein Krankenhaus von innen aus? Wie halte ich meinen Körper fit? Was kann ich als Ersthelfer an einer Unfallstelle tun? Welche Tropenkrankheiten gibt es? Weiterhin besteht für die Dreizehnjährigen die Möglichkeit, mit Fachärzten und Pflegekräften vor Ort ins Gespräch zu kommen. Im wöchentlichen Wechsel wird der Profiltag im Krankenhaus Groß-Sand oder im Klassenzimmer stattfinden. „Ich glaube, dass wir mit dieser Profilklasse den Nerv unserer Schülerinnen und Schüler getroffen haben. Weitaus mehr Jugendliche haben sich für dieses Profil beworben als Plätze vorhanden sind. Auf den Start nach den Sommerferien freue ich mich bereits riesig“, erklärt Felix Köhn freudig.

„Diese Kooperation ist für unsere Schülerschaft das Richtige“, weiß Katja Schlünzen, Schulleiterin der Stadtteilschule Wilhelmsburg. „Die Schülerinnen und Schüler können Berührungsängste abbauen, sich qualifizieren und Erfahrungen sammeln. Auf dieser Grundlage können sie sich dann nach der Schulzeit für oder gegen den Pflegeberuf entscheiden.“ 

Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) wies auf der anschließenden Podiumsdiskussion in der Aula auf die sehr guten Berufsaussichten hin. Es gäbe einen hohen Bedarf an Pflegekräften, da die Menschen immer älter würden. Bildungssenator Ties Rabe (SPD) erklärte den gespannt lauschenden Schülerinnen und Schüler, dass der Pflegeberuf ein sehr sinnstiftender Beruf sei. Er selber habe als junger Mensch im Bereich Pflege gearbeitet. Weiterhin machte er aber auch deutlich, dass die Ausbildung ihnen einiges abverlangen werde.

Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks, Schulleiterin Katja Schlünzen und Bildungssenator Ties Rabe waren sich einig: Schulen sind ein guter Ort, um junge Menschen für Pflegeberufe zu begeistern. (Foto: Hahn-Möller)
Alina Domazeti fand den Aktionstag sehr schön. Ihr erstes Praktikum machte sie im Altenheim. (Foto: Hahn-Möller)

Schülerin Alina Domazeti (14 Jahre) fand den Aktionstag sehr gut. „Ich habe mein erstes Praktikum im Altersheim gemacht. Ich hatte es mir schlimmer vorgestellt; es war aber eigentlich gut, denn die Pfleger und Bewohner waren sehr nett. Heute fand ich gut, dass ich nachvollziehen konnte, wie es sich anfühlt, mit einem Handicap zu leben. Ich hätte mir allerdings noch mehr Informationen über den Pflegeberuf gewünscht.“

Gesundheitssenatorin Prüfer-Storcks stellte in Aussicht, weitere Aktionstage zum Thema Pflege an Hamburger Schulen in Zukunft stattfinden zu lassen.

v.l.n.r.: Frau Christensen (Pflegekraft) Gizem, (mit Verband), Flor, Anna-Caterina Foto: HIBB
Ties Rabe und Cornelia Prüfer Storcks applaudieren allen Pflegekräften. (Foto: Hahn-Möller)

Mädchen der Stadtteilschule Wilhelmsburg treffen Aydan Özoguz

Wie frei will man leben? Welche Erwartungen habe ich an meinen Partner? Diese und weitere Fragen beschäftigten den Jahrgang 9 der Stadtteilschule Wilhelmsburg im Januar in einer Projektwoche zu den Themen Liebe, Partnerschaft und Sexualität.

Bei der Beantwortung der Fragen und Reflexion der eigenen Erwartungen gab es von rosaroten Zukunftsbeschreibungen bis hin zu stark eingeschränkter Persönlichkeitsentfaltung durchaus große Diskrepanzen. In geschlechtergetrennten Gruppen kam zum Vorschein, dass der ein oder andere Junge und auch einige Mädchen Vorstellungen über Familie, Ehe und Partnerschaft haben, die den Partner in seiner eigenen Freiheit beschränken. Dieses Spannungsverhältnis wollten die Schülerinnen des neunten Jahrgangs der Stadtteilschule weiter diskutieren. So kam die Idee, über einen Kontakt unseres Lehrers Herrn Kelber-Bretz, die Politikerin Aydan Özoguz zu uns einzuladen.

Die Schülerinnen befragten Aydan Özoguz im Pavillon der Weimarer Straße außerhalb der Schule an einem neutralen Ort, um sehr persönliche Fragen zu Familie, Partnerschaft, Ehe und Beruf zu stellen. Frau Özoguz, die wie viele unserer Schülerinnen Migrationshintergrund hat und den Spagat zwischen Familiengründung und beruflicher Karriere meisterte, nahm sich dieser Fragen sehr ausführlich an, berichtete über persönliche Erfahrungen und fasste schlussendlich mit den Schülerinnen folgenden Appell:

Führt Gespräche, wenn euch etwas stört. Entwickelt eine Haltung, sagt eure Meinung und nehmt Hilfe an. Findet Streit oder Beleidigungen nicht witzig, sondern sagt wirklich was ihr denkt. Auch bei Kleinigkeiten lohnt es sich zu reagieren!

Für beide Seiten war der Austausch sehr gewinnbringend. Die Schülerinnen der Stadtteilschule waren erleichtert viele Fragen beantwortet zu bekommen und sichtlich stolz mit einer Politikerin ein Gespräch zu führen. Dieses Format kann gerne wiederholt werden!

Knusperkeks erhält bunten Eingang 

Das Profil "Kunst und Design" bei der offiziellen Einweihung ihres Kunstwerkes.

Schülerinnen und Schüler des Profils „Kunst und Design“ spendieren dem neuen Café Knusperkeks einen Eyecatcher!

Farbenfroh und voller Kreativität - Spaziergänger und Kunden bleiben staunend am Eingang des Cafés Knusperkeks in der Veringstraße stehen. Von total bunt bis schlicht und elegant sind alle möglichen Muster, Formen und Zeichnungen vertreten. 

Das Projekt mit Frau Carla Binter, Künstlerin und Pädagogin, ist schon das dritte dieser Art mit der Stadtteilschule Wilhelmsburg. Tutorin Ines Janssen hat in vorherigen Projekten mit Frau Binter die Säule am Eingang des Schulgebäudes an der Rotenhäuser Straße und das Fliesenbild gegenüber der Mannesallee mit Schülerinnen und Schülern gestaltet.

„Die Idee ist Standorte künstlerisch in Szene zu setzen und Kindern und Jugendlichen die Chance zu ermöglichen Kunst und Kreativität im öffentlichen Raum zu zeigen und so indirekt mitzubestimmen.“ Carla Binter, Künstlerin und Pädagogin

In der Profilprojektwoche im September 2018 nahm alles seinen Lauf. Fliesen wurden in unserem Töpferkeller zurechtgeschnitten, Muster gezeichnet und Flächen modelliert. Die Schülerinnen und Schüler hätten sehr sauber, geduldig und ideenreich an ihren Fliesen gearbeitet, so Tutorin Ines Janssen und Künstlerin Carla Binter. 

Es ist klar, warum so viele Gäste und Spaziergänger kurz innehalten, denn zu sehen ist viel: eine Welt oder Seifenblasen, die aussehen wie ein Keks, dreidimensionale feine Zeichnungen oder politische Statements für Umweltschutz und gegen Rassismus. Viele Schülerinnen und Schüler haben ihren Namen für die Ewigkeit auf einer der zahlreichen Fliesen hinterlassen, sodass sie auch nach ihrer Zeit an der Stadtteilschule Wilhelmsburg ihren Familien und Freunden das wunderbare Kunstwerk zeigen können.

Die Inhaber des mit viel Liebe eingerichteten Cafés sind ehemalige Schüler der Stadtteilschule Wilhelmsburg. Ihnen gefiel das Fliesenbild gegenüber der Mannesallee und so knüpften sie den Kontakt zur Schule.

Die Inhaber des Café Knusperkeks sind begeistert von ihrem einzigartigen Eingang.

„Der Eingang am Kreisel ist ein richtiger Eyecatcher, gerade wenn die Sonne rauf scheint. Gäste bleiben stehen und schauen sich die Schülerarbeiten an. Es hat Spaß gemacht die Schule wieder zu sehen.“ Badou Kersten, Mitinhaber des Cafés Knusperkeks

Natalia Gafour und Semih Manaz, Schüler des Profils Kunst und Design (Klasse 8b) begrüßten die Klasse, die Künstlerin und ihre Tutorin zur offiziellen Einweihung des Kunstwerkes im Café Knusperkeks und hielten eine spontane Rede.

„Der Eingang sollte bunt und vielfältig sein, es hat sehr viel Spaß gemacht mit einer Künstlerin zusammen zu arbeiten.“ Natalia und Semih, Schüler der 8b

Demokratie lernen – Partizipation gemeinsam gestalten

Ende Februar hat unsere Schule zum dritten Mal an der pädagogischen Werkstatt „Demokratie lernen – Partizipation gemeinsam gestalten“ teilgenommen. Im Rahmen der Werkstatt erarbeiten zwölf Schulen aus Hamburg in Kooperation mit dem Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung und der Deutschen Schulakademie gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern Entwicklungsziele. An unserer Schule nehmen der Abteilungsleiter Herr Schreiter, die Verbindungslehrer Herr Lund und Herr Smarz sowie Schülerinnen und Schüler aus Jahrgang 10 teil.

Jana, Joana, Sümeyye und Awa aus Jahrgang 10 treffen sich alle zwei Wochen mit Herrn Schreiter, Herrn Lund und Herrn Smarz und entwickeln neue Ideen und Konzepte in der „demokratischen Schulgruppe“. Aktuell wird unter anderem am Klassenrat gearbeitet. Des Weiteren beschäftigt sich die Gruppe damit, wie die Meinung und das Feedback der Schülerinnen und Schüler als Rückmeldung für den Unterricht besser genutzt werden kann. 

Wir sind gespannt, welche Früchte unsere Arbeit tragen wird und sind davon überzeugt, dass unsere Schule von einer weiteren demokratischen Öffnung profitieren kann. 

Jana Zubova, Herr Smarz, Sümeyye Ekici, Herr Schreiter, Awa Djobo, Herr Lund und Joana Santos da Costa

The Voice of Wilhelmsburg – Gänsehaut pur

Marwa Belakrimi, Klasse 5b

Stadtteilschule Wilhelmsburg veranstaltet erstmals The Voice of Wilhelmsburg. Das Event ist jetzt schon ein Klassiker.

Was für ein Mut der Sängerinnen und Sänger, was für eine Stimmung in der Aula. Nach einem Vorentscheid, bei dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihren Song per Sprachnachricht an ihre Musiklehrerinnen und Musiklehrer schickten, stand fest: 16 Schülerinnen und Schüler durften sich auf das große Finale freuen.

Die Nachfrage war groß, die Karten schnell ausverkauft und die Aula der Stadtteilschule Wilhelmsburg bis auf den letzten Platz voll und ausgebucht. An einem Freitagabend wurde nun in der Schule gesungen, gefeiert, bestaunt und applaudiert. Lehrer, Schüler und Eltern rückten an diesem Abend eng zusammen und genossen die fulminante Show-Atmosphäre mit „Nebelmaschine“ und „Backgroundband“, deren Gesichter keine wenigeren waren, als die bekannten der Musiklehrerinnen und Musiklehrer unserer Schule. 

Schnell wurde klar, hier wird mit Niveau gesungen und „performt“. Die Sängerinnen und Sänger waren professionell vorbereitet und fühlten sich Stück für Stück in ihre Show, ihren Song, ein. Der Funke sprang nicht selten direkt auf das Publikum über. Die Zuschauer standen auf, klatschten, kreischten und hatten sichtlich großen Spaß und waren stolz auf ihre Freunde, Kinder und Schützlinge, die den Mut hatten vor diesem tollen Publikum aufzutreten. 

Ben Lobgesang, Musiklehrer an der Stadtteilschule Wilhelmsburg und Mitorganisator der Veranstaltung, gab sich sehr positiv. Die Vorbereitungen hätten sich wirklich gelohnt und die Erwartungen der Musikkolleginnen und Musikkollegen wurden bei weitem übertroffen.

„Die Schule rückt zusammen! The Voice of Wilhelmsburg ist eine Veranstaltung die uns Lehrer und Schüler enger zusammenbringt. Positive Stimmung, wir stellen gemeinsam etwas auf die Beine, wir verbringen einen Freitagabend in der Schule und feiern Musik.“ Ben Lobgesang, Musiklehrer und Mitorganisator

Hasan (Jahrgang 7) mit Moderator Sebastian Meyhuber (Lehrer an der Stadtteilschule Wilhelmsburg)

Besonders großen Mut erwies Hasan, der als einziger Junge am Wettbewerb teilnahm und sogar den Sieg mit dem Song „castle on the hill“ in seiner Altersgruppe feierte. Auf die Frage, wie er sich fühlte, als er mitbekam, dass er sich als einziger „Kerl“ für die Veranstaltung angemeldet hatte, antwortete er cool:

„Erst war ich schockiert, dann sprachlos und dann richtig motiviert.“ Hasan, Jahrgang 7

Der Moderator Sebastian Meyhuber, Lehrer an der Stadtteilschule Wilhelmsburg und begeisterter Musiker, sprach jetzt schon von einem Klassiker für Wilhelmsburg.

„Zum Glück habe ich ein langärmliges Hemd an, sonst würdet ihr bis hinten ins Publikum meine Gänsehaut sehen. The Voice of Wilhelmsburg ist jetzt schon ein Klassiker!“ Sebastian Meyhuber, Lehrer der Stadtteilschule Wilhelmsburg und Moderator der Veranstaltung

Katja Schlünzen (Schulleiterin) freut sich über das Sponsoring von Frau Straat-Werner und Frau Brandt vom Lions Club Hamburg
Ebenfalls in der Jury: Martina Wegner und Silke Bieberstein (Schulbüro der Stadtteilschule Wilhelmsburg) und Nina Menrad (Lehrerin)
Moderator und Lehrer Sebastian Meyhuber mit Katja Schlünzen (Schulleiterin), Eva Bader (Musiklehrerin), Johannes Bonnin (Musiklehrer), Ben Lobgesang (Musiklehrer), Christopher Fendler (Musiklehrer), Elena Deutschmann (fehlt, wertet Juryergebnisse aus)

Zum Ende der Veranstaltung wurde die Leistung aller Sängerinnen und Sänger gebührend gefeiert und die Siegerinnen und Sieger der einzelnen Altersgruppen geehrt. Die Zeit verging zu schnell, so sangen viele Zuschauer noch in den Fluren der Schule die eben showreif vorgetragenen Hits.

Die Jury, bestehend aus Schulleiterin Katja Schlünzen, Frau Straat-Werner und Frau Brandt (beide Lions Club Hamburg), Martina Wegner und Silke Bieberstein (Schulbüro Stadtteilschule Wilhelmsburg), Nina Menrad und Thomas Maubach (Lehrer/in der Stadtteilschule Wilhelmsburg) tat sich mit ihren Entscheidungen schwer, zumal jeder Auftritt eine große persönliche Leistung war und sich die Sängerinnen und Sänger mit Bravur verkauften. 

Ein besonderer Dank gilt dem Lions Club, ohne deren Sponsoring wir diese Veranstaltung nicht in diesem Maße durchführen könnten, den Musikkolleginnen und Musikkollegen, die „The Voice of Wilhelmsburg“ in diesem Großformat organisierten und dem Wahlpflichtkurs „Service Learning“ von Frau Bader, die das Event mit Filmaufnahmen und Bedienung der Lichttechnik tatenreich unterstützten.  

Nun freuen wir uns auf eine mögliche Fortsetzung mit The Voice of Wilhelmsburg in 2020!

Marwa aus der 5b
Melissa aus der 5b
Safa aus der 5b
Yaren und Sara aus der 5d
Beyza und Yaren aus der 5d
Melanie und Lisa aus der 6a
Princella und Danait aus der 6a
Malika und Beyonce aus der 6a
Melisa aus der 7a
Burcu aus der 7b
Amina aus der 7d
Hasan aus der 7e
Belfin und Hewan aus Jahrgang 8
Evin aus der 9e
Nelly aus der 9a
Hayat aus Jahrgang 10

Schülerinnen und Schüler diskutieren mit Spitzenpolitikern

Sich einmischen und mitsprechen – die Schülerinnen und Schüler der Stadtteilschule zeigen wie es geht und treffen sich zweimal zum Austausch mit Politikern. 

Auftakt: Diskussionsrunde im Hamburger Rathaus

Im November 2018 trafen sich unsere Schülerinnen und Schüler mit dem ersten Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Dr. Peter Tschentscher, und Elke Büdenbender (Ehefrau des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier) im Hamburger Rathaus. Das Thema der Veranstaltung, war „Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit – Hamburg 1918-1919 Aufbruch in die Demokratie“. Insgesamt haben 200 Schüler teilgenommen.

Wie Fabian Smarz, Lehrer der Stadtteilschule Wilhelmsburg und Begleiter des Projektes, sagte, war es „eine denkwürdige Veranstaltung, bei der einzig die Schülerinnen und Schüler mit Dr. Peter Tschentscher und Frau Elke Büdenberger über die Entwicklung der Demokratie in Deutschland diskutierten. Die Schülerinnen und Schüler nutzten das Forum, um kritische aber auch inspirierende Fragen zu stellen.“

Für sich selbst habe er mitgenommen, „dass es gefährlich ist, Mitbestimmung und Meinungsfreiheit nicht zu nutzen, da ein Desinteresse von einflussreichen Personen oder Gruppierungen genutzt werden könnte, um die Demokratie zu beschneiden.“

Teilnehmer Adem (10c) resümiert: „Es war gut, dass Dr. Tschentscher uns eingeladen hat und nicht nur Senatoren. Wir durften unser Wort ergreifen und unsere Ideen sagen.“

Für Jurij (10c) war die Teilnahme eine große Ehre. Es sei „ungewohnt, dass nur Schüler sprechen durften und die anwesenden Lehrer zuhören mussten. Es war eine gute Idee mit uns Schülern über Meinungsfreiheit und Demokratie zu sprechen.“ 

Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieser Veranstaltung: Jurij Sokolov, Awa Djobo und Adem Lokmani und Fabian Smarz (Lehrer)

Weitere Informationen unter http://hamburg-18-19.de

„Die Bundesrepublik Deutschland stellt Waffen her und exportiert diese auch in Länder, die nicht Mitglied der NATO sind und diese Waffen eventuell in Kriegsgebiete weitergeben. Gleichzeitig flüchten immer mehr Menschen vor Krieg und Armut nach Europa/Deutschland. Verursacht Deutschland indirekt Flucht und Armut?“ Awa Djobo, Schülervertreterin

Podiumsdiskussion mit dem Bundestagspräsidenten Dr. Wolfgang Schäuble am LI

Im Dezember kamen Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Hamburger Schulen zusammen, um mit Bundestagspräsidenten Dr. Wolfgang Schäuble im Institut für Lehrerinnen und Lehrer zu diskutieren, inwieweit es heute neue Herausforderungen für die parlamentarische Demokratie gibt.

Für Schülervertreterin Awa (10a) war „es eine spannende Erfahrung einen berühmten Politiker zu treffen. Bemerkenswert war, dass er auf die vielen Fragen (Anm.: auch ihre eigene) ehrlich, direkt und ohne Ausreden geantwortet hat.“

Die anderen Schülerinnen und Schüler fühlten sich geehrt ein Teil der Gruppe gewesen zu sein. Sie waren beeindruckt, dass sich der Bundestagspräsident für ihre Anliegen und Fragen Zeit genommen und diese ausführlich beantwortet habe. Die rhetorischen Fähigkeiten und die räumliche Präsens waren inspirierend. Fragte man sich auf der Hinreise noch, ob der Rollstuhl dazu führe, dass Herr Schäuble vielleicht nicht gesehen werde, war das Fazit des Abends, dass es nicht auf die körperliche Statur ankommt, sondern auf die Inhalte, die man zu sagen hat.

PGW-Lehrerin Frau Plantener unterstreicht: „Herr Dr. Schäuble hat sich für die Beantwortung der einzelnen und sehr unterschiedlichen Fragen viel Zeit genommen und seine Antworten mit Bedacht erläutert. Dass es ihm ein Anliegen ist, mit Jugendlichen in den Dialog zu treten und sie einzuladen an politischen Entscheidungen teilzuhaben, stellte er im Laufe des Abends immer wieder heraus – nicht zuletzt, indem er einer Verlängerung der Veranstaltung zustimmte, um noch weitere offene Punkte zu klären.“

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieser Veranstaltung: Awa Djobo, Tom Freytag, Furkan Kocabey, Selin Manaz, Gizem Taser, Alim Uzun und Frau Plantener

Weitere Informationen unter https://li.hamburg.de

Ein besonderer Dank gilt den Betreuerinnen und Betreuern dieser Veranstaltungsreihe. Die Verbindungslehrkräfte Fabian Smarz, Moritz Lund und die Abteilungsleitung Florian Schreiter (Abteilung 8-10) haben im Rahmen der pädagogischen Werkstatt „Demokratie gemeinsam gestalten“ diese und weitere Projekte begleitet.

Jahrgang 10: Die Schüler sind jetzt fit fürs Leben!

In der Projektwoche haben die Schülerinnen und Schüler des 10. Jahrgangs vier Tage lang ihre Zukunft simuliert: Wohnung suchen, Nebenjob finden, Internetvertrag abschließen und vieles mehr. Jeden Tag kamen neue Ereignisse auf die in Gruppen agierenden Schüler zu, so zum Beispiel auch das Ereignis „Renovierung“, wo Löcher gebohrt und Wände gestrichen wurden.

Zudem gab es auch noch ein tolles Angebot von Schülern aus dem 9. Jahrgang (Profilklasse Jollehoch2). Sie haben das Spiel „Willitown- das Geld fließt“ angeleitet, welches von einer vorherigen Profilklasse entwickelt, produziert und vermarktetet wurde.

Sevginur aus der 10e sagte: „Ich finde das Spiel richtig gut und möchte auch die Klasse loben, die das entwickelt hat. Es hat richtig Spaß gemacht und man wollte gar nicht mehr aufhören. Außerdem lernt man richtig viel darüber, wie man mit Geld umgehen sollte.“

Im Großen und Ganzen sind alle Schülerinnen und Schüler sowie die beteiligten Lehrerinnen und Lehrer richtig zufrieden. „Das war eine wirklich intensive und sinnvolle Projektwoche.“

Vom Knipsen zum Fotografieren

Achtklässler der STS Wilhelmsburg präsentieren ihre Fotografien

(Ha). Am 6. Dezember eröffnete die Profilklasse „Kunst und Design“ der Stadtteilschule Wilhelmsburg ihre Fotoausstellung „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ im Sprach- und Bewegungszentrum. Eltern, Mitschüler, Schulleitung und Polizeibeamte bestaunten auf der Eröffnungsfeier die Porträt- und Landschaftsaufnahmen der meist 14 und 15jährigen Schülerinnen und Schüler. Anfang November hatten die Jugendlichen im Rahmen einer Projektwoche an einem Fotoworkshop teilgenommen, nun zeigten sie ihre Arbeitsergebnisse.

Ein Ziel des Workshops lautete, dass die Jugendlichen die Ebene des schnell gedrückten Handybilds verlassen und lernen, ihre Fotos bewusst zu gestalten. Dazu erhielten sie vom teilnehmenden Profifotografen Patrick Miller nicht nur theoretische Grundlagen, sondern auch hochwertige Spiegelreflexkameras und praktische Tipps. Mit konkreten Gestaltungsaufgaben machten sich die Nachwuchs-Fotografen dann aus dem Klassenzimmer auf, um beispielsweise in der Hafen City Portraitfotos zu schießen. Chiydem Ilhanova, 14 Jahre, hat das Projekt sehr viel Spaß gebracht: „Die Foto-Exkursionen waren toll, und es war richtig gut, dass wir bei der Motivwahl große Freiheiten hatten.“ Klassenlehrerin Ines Janssen, die die Klasse seit dem Sommer leitet, freute sich, ihre Schützlinge während der Projektwoche außerhalb des Unterrichts kennen und schätzen zu lernen. 

Ein weiteres Ziel der Projektwoche war, die Schülerinnen und Schüler in ihren sozialen, methodischen und fachlichen Kompetenzen zu schulen. „Viele Arbeitgeber legen großen Wert auf Teamfähigkeit“, erklärte Petra Wollny von Genety e.V. bei der Übergabe der Kompetenzzeugnisse an die Schülergruppe.  „Diese zertifizierten Kompetenzzeugnisse sind oft ein Türöffner, um einen Praktikumsplatz zu erhalten.“ Petra Wollny hatte bereits einige Male mit der Stadtteilschule Wilhelmsburg zusammen Projektwochen durchgeführt. „Ich schätze die pädagogische Arbeit der Stadtteilschule Wilhelmsburg, und die Schüler sind klasse und wunderbar.“ Schulleiterin Katja Schlünzen lobte die Klasse 8b. „Eure Fotografien verdeutlichen euren bewussten Umgang mit der Kamera. Ihr habt eure Fotos auf ein neues Niveau gehoben.“

Die Profilklasse Kunst und Design. Vorne Mitte: Petra Wollny, hinten links: Fotograf Patrick Miller
Klassenlehrerin Ines Janssen mit ihrer Schülerin Natalia Gafour.
Eltern der Klasse 8b betrachten die Fotografien.

Maritime Berufsorientierung - konkret

Schülerinnen und Schüler der Stadtteilschule Wilhelmsburg besuchen die internationale Leitmesse der maritimen Wirtschaft.

Das passt zu unserer maritimen Ausrichtung unserer Schule: Am 7. September machten sich 12 interessierte Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 10 und 11 auf den Weg zu den Messehallen, um der internationalen Leitmesse der maritimen Wirtschaft einen Besuch abzustatten.

Ziel war es zum einen, die vielfältigen Berufsbilder der maritimen Wirtschaft hautnah kennen zu lernen. Weiterhin nutzten viele die einmalige Chance, mit den Ausstellungsakteuren direkt ins Gespräch zu kommen und wichtige Kontakte zu knüpfen. Gern nahmen unsere Schülerinnen und Schüler an den umfangreichen Informationsveranstaltungen über die maritimen Berufsbilder und -perspektiven teil und erhielten bleibende Eindrücke über Schiffbau, Logistik auf den Weltmeeren bis hin zu Offshore-Anlagenbau. Die Teilnahme an einem maritimen Abschlussquiz brachte allen Spaß und vertiefte Gelerntes.

Besonders freuen konnte sich Mertkan Demirel aus der Klasse 10c. Er erhielt einen Preis in der Kategorie „Modellbau“. Mertkans großartige Arbeit im Bereich Schiffbau war im vergangenen Jahr ausschlaggebend für den Gewinn des Daniel-Düsentrieb-Preises, den unsere Schule einstreichen konnte. Herzlichen Glückwunsch!

„Mit dem Besuch der Ausstellungsmesse wollen wir unsere Oberstufenschülerinnen und -schüler für naturwissenschaftlich-technische Studiengänge zu begeistern und ihnen zugleich die vielfältigen Berufsfelder der maritimen Wirtschaft schmackhaft machen. Das hat richtig gut geklappt“, resümiert Tutor Martin Münning nach dem Besuch zufrieden.

Interessante Vorträge zu den maritimen Berufsfeldern wurden gerne von unseren Schülerinnen und Schülern angenommen.

Sternekoch Stefan Marquard schwingt den Kochlöffel in unserer Kantine und ist begeistert

„Das Konzept Schüler kochen für Schüler ist genial!“

(Ha) Rundblick: Wer am vergangenen Freitag (19. Oktober) zur Mittagszeit unsere Kantine am Perlstieg betrat, traute seinen Augen nicht. Die Kantine glich einem Bienenstock: Ein geschäftiges Summen erfüllte den Raum, jeder Platz war besetzt und ein fleißige Koch-Team aus Schülerinnen und Schülern versorgten die Hungrigen mit feinen Speisen.

Teamplayer Stefan Marquard kocht, gibt Essen aus und wäscht zwischendurch auch mal ab.
Der Nachtisch schmeckte allen außerordentlich gut.
Unsere Kantine war bis auf den letzten Platz gefüllt.

Rückblick: Unsere Schulleiterin Katja Schlünzen hatte vor einem halben Jahr auf einer Schulleitertagung einen ersten Kontakt zum prominenten Sternekoch Stefan Marquard herstellen können. Mit seinem Projekt „Sterneküche macht Schule“ setzt Marquard sich in Kooperation mit der Krankenkasse „Knappschaft“ für ein gesundes Schulkantinenessen ein, indem er sein Wissen praktisch an die Schulkantinen weitergibt. Das Kantinenteam war von der Idee begeistert, und Nina Köhler (Hauswirtschaftslehrerin) schrieb einen sehr überzeugenden Antrag. 

Die Stadtteilschule Wilhelmsburg erhielt daraufhin als erste Hamburger Schule den Zuschlag: Ein Aktionstag mit Kochen in der Kantine mit Stefan Marquard, eine Schulung der Mitarbeiter, eine Nachschulung und die Aufnahme in einem Portal mit Hinweisen auf Rezepte und guten Kochmethoden sind das Ergebnis.

Unsere Schulleiterin Katja Schlünzen war selbst tatkräftig dabei.

Überblick: Jetzt ging die Organisationsarbeit richtig los: Genaue Absprachen mit Stefan Marquard über die Küchenausstattung, Lebensmittelbestellungen und Ablaufpläne erfolgten. Mit allen Kräften legte das Küchenteam der Schule mit Nina Köhler, Lea Engel und Thomas Bieser los.

Trotz der intensiven Vorbereitung standen alle unter Spannungen, ob der großen Herausforderung. „Eine Woche vorher flatterten meine Nerven. 450 Essen bestehend aus Vorspeise, Hauptgericht und Nachtisch innerhalb von drei Stunden zuzubereiten, ist kein Pappenstiel“, erklärt Nina Köhler und zurrt ihre Schürze etwas enger. „Aber dank meines Teams und der wunderbaren Schülerinnen und Schüler klappte alles wie am Schnürchen. Viertel vor zwölf standen wir mit dem Essen parat! Eine starke Leistung.“

Es gab reichlich zu tun!
Nina Köhler zeigte sich nervenstark: „Dank unserer Planung klappte alles wie am Schnürchen.“

Kennerblick: Sternekoch Stefan Marquard, der im Team mit seinem Bruder (ebenfalls Profikoch), drei Stunden lang mit 20 Jugendlichen aus unserem WP Kurs aus dem Jahrgang 8 nicht nur Berge von Gemüse geschnippelt hatte, findet unser Konzept „Schüler kochen für Schüler“ klasse. „Das Kochen hat an dieser Schule einen hohen Stellenwert. Alle haben hier Bock auf Kochen. Und die jungen Leute lernen mit dem Kochen etwas fürs Leben. Toll ist auch der Umgang der Schüler miteinander. Jeder hilft jedem“, resümiert Marquard und wäscht in rasender Geschwindigkeit dringend benötigte Tabletts ab.

Ausblick: Nachdem die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte satt die Tische verlassen hatten, begann für das Kantinenpersonal die Phase zwei: Jetzt drückten die Erwachsenen die Schulbank und lernten vom Sternekoch Marquard neue Garmethoden, optimale Verwertung von Lebensmitteln und kurze Garzeiten. „Wir haben viele gute Anregungen erhalten. Ich versuche auf jeden Fall, in Zukunft mehrere Gänge in der Kantine ROS anzubieten“, verspricht Thomas Bieser.

Lecker und frisch!
Thomas Bieser am Gemüsestand unseres Gemüselieferanten Marker oHG.
Lutz Woltemate von der Firma Marker am Mixer.

Seitenblick: Die Stadtteilschule Wilhelmsburg bedankt sich bei der Firma Marker oHG, die dieses Ereignis mit 500 € und Manpower unterstützten; Herr Lutz Woltemate bereitete Smoothies zu. Die Firma METRO Harburg sponsorte die kompletten Lebensmittel, die für den Nachtisch benötigt wurden, und Tim Mälzers „Bullerei“ lieh der Kantine Küchenequipment für den Tag aus. Unterstützung erhielt die Stadtteilschule Wilhelmsburg zudem vom Handelshof und der Caterer Passage, die kurzfristig mit Blechen aushalf. Vielen Dank für die starke Unterstützung!

Vorbildliche Berufsorientierung: Wir sind Botschafterschule!

(schr). Die Stadtteilschule Wilhelmsburg wurde im Sommer 2018 erneut als „Schule mit vorbildlicher Berufsorientierung“ ausgezeichnet, damit sind wir eine sogenannte Siegelschule. Innerhalb der Siegelschulen wurden wir als Botschafter für die Stadt Hamburg ausgewählt, um am bundesweiten Netzwerktreffen „Inklusion in der Berufsorientierung“ am 21.09.2018 in Berlin teilzunehmen. Schulen aus allen Bundesländern präsentierten ihre Projekte, Schülerfilme zu Berufsfeldern wurden präsentiert und Vertreter der Kultusministerkonferenz sowie von Arbeitgebern standen Rede und Antwort. Für die Stadtteilschule Wilhelmsburg sind Abteilungsleiter Florian Schreiter, Inklusionsbeauftragte Melanie Magoltz sowie Sonderpädagoge Fabian Smarz (der gerade in Jahrgang 10 in der inklusiven Berufsorientierung tätig ist) nach Berlin gereist und nahmen dort auch die Auszeichnung als Botschafterschule entgegen. Sie waren begeistert von schulischen Strukturen sowie besonderen Projekten und wollen einiges auch bei uns erproben.

Herr Schreiter, Frau Magoltz und Herr Smarz nehmen die Auszeichnung für unsere Schule entgegen.
Foto: Christian Lietzmann | Netzwerk Berufswahl-SIEGEL
Foto: Christian Lietzmann | Netzwerk Berufswahl-SIEGEL

Ersten Preis gemacht und Literatur-Workshop gewonnen

Erfolgsautorin Isabel Abedi besuchte Klasse 6a der Stadtteilschule Wilhelmsburg

(Ha) Am 20. September besuchte die mehrfach preisgekrönte „Lola“-Erfolgsautorin Isabel Abedi die Klasse 6a der Stadtteilschule Wilhelmsburg. Knapp zwei Stunden lauschte die Klasse aufmerksam, als Isabel Abedi ihre eigene Familiengeschichte erzählte, den Bogen zu ihrer Erfolgsreihe Lola schlug und aus dem ersten Lola-Band vorlas. Dass die Lesung die Klasse 6a in den Bann zog, merkte Frau Abedi gleich: Die Jugendlichen lachten an lustigen Stellen und stellten im Anschluss viele Fragen zum Buch aber auch zu dem Beruf der Schriftstellerin. Nur zu gut, dass Isabel Abedi den neugierigen Schülerinnen und Schülern zahlreiche private Fotos auf der Leinwand zeigen konnte, die verdeutlichten, wie umfassend das Arbeitsfeld einer Erfolgsautorin aussieht. Erstaunt stellten die Jugendlichen fest, wie Isabel Abedi ihre eigene Herkunftsgeschichte sowie ihre Reisen nach Brasilien in die Lola-Bücher geschickt einwob. Interessant war für die Klasse ebenfalls, hinter die Kulissen der Verfilmung des ersten Lola-Bandes schauen zu dürfen.

Isabel Abedi gratulierte zum ersten Platz und lies die Klasse 6a hinter die Kulissen ihrer Buchreihe Lola schauen.

Hintergrund des Besuchs war der 1. Platz der Klasse 6a der Stadtteilschule Wilhelmsburg bei dem Hamburger Schülerwettbewerb AUDIOYOU, den die Klasse vor den Sommerferien gewonnen hatte. Hamburger Kinder und Jugendliche waren damals aufgefordert, ihre Audiobeiträge zu der Frage „Wie klingt Fairness?“ einzureichen. Die Musikprofilklasse der Stadtteilschule Wilhelmsburg konnte die Jury mit ihrem knapp dreiminütigen Audiobeitrag überzeugen und den Hauptgewinn, einen Workshop mit Isabel Abedi einstreichen.

Die Jugendlichen nahmen gebannt an dem Workshop teil.

Die Erkenntnis der Schülerinnen und Schüler „Fairness ist total kompliziert“, die sie in ihrem Audiobeitrag zum Ausdruck brachten, griff Isabel Abedi zu Beginn des Workshops auf. „Der Satz hat mir total gut gefallen. Wie seid ihr darauf gekommen?“ Großes Interesse zeigte die „Halbiranerin“ Abedi zudem an der Herkunft der Schülerinnen und Schüler. „Ich finde die Vielfalt an Nationalitäten in dieser Klasse faszinierend. Die Kinder waren aufmerksam und zugleich lebendig. Ihr Klassen- und Musiklehrer Herr Fendler ist einfach cool.“

Faszinierend für die Schülerinnen und Schüler war die schillernde Persönlichkeit Abedis, die ihnen Lust auf mehr Lola bereitete. 

Die Klasse 6a genoss ihren 1. Preis des AUDIOYOU Wettbewerbs: Einen Workshop mit der Erfolgsautorin Isabel Abedi.
Isabel Abedi und Klassenlehrer Christopher Fendler sind sich einig: Die Klasse 6a ist lebendig und besitzt reichlich Potential.

Wilhelmsburger Wetterfrösche auf Beobachtungsmission

Ismail, Mehmet und Fabio montieren die Wetterstation, die ab sofort Messwerte liefern soll.

Stadtteilschule Wilhelmsburg verschiebt Klassenzimmer in den Spreehafen – Lernen real und konkret.

(Brecht/Ha) Jeden Dienstagmorgen machen sich neun „Wetterfrösche“ von der Stadtteilschule Wilhelmsburg zum Spreehafen auf, um dort Wetteruntersuchungen mithilfe einer professionellen Wetterstation und Naturbeobachtungen mittels eines Fernglases durchzuführen. Wetterfest gekleidet, Schreibutensilien und Proviant im Rucksack - so betreten die sechzehnjährigen Schülerinnen und Schüler gegen 8:30 Uhr ihre im Spreehafen schwimmende Pontonanlage. Auf der Pontonanlage befindet sich ein kleines Häuschen, in dem alle für den Unterricht notwendigen Gerätschaften gelagert werden. Gern tauschen die Frischluftfans für einen Tag in der Woche das gewohnte Klassenzimmer gegen einen besonderen Lernort außerhalb der Schule. 

Zwei Schülerinnen und sieben Schüler der Profilklasse „Technik“ der Stadtteilschule Wilhelmsburg machen sich mit ihrem Junglehrer Fabian Brecht auf dem Ponton sofort an die Arbeit. Die von der Wetterstation erfassten Klimadaten wie Temperatur, Niederschlagsmenge, Luftdruck, Luftfeuchtigkeit, Windrichtung und -geschwindigkeit der letzten Woche wollen abgelesen, protokolliert und ausgewertet werden. Diese Werte werden mit den Ergebnissen anderer Messstationen von Hamburger Schulen verglichen. Das Thema Klimawandel schwingt dabei immer mit.

Neben den Wetteruntersuchungen spielen die Naturbeobachtungen eine große Rolle: Gesichtete Tiere werden fotografiert, bestimmt und protokolliert. Zum Einstieg erhielten die Jugendlichen eine Einführung in die Vogelkunde von einem versierten Ornithologen. Fabian Brecht: „Es ist schon etwas anderes, einen Kampf zweier Vögel um einen Fisch live zu beobachten, als dieses in einem Biologiebuch nachzulesen. Die Tierbeobachtung hatte meine Schüler richtig beeindruckt und natürlich Interesse bei ihnen geweckt. Wir bieten unseren Schülerinnen und Schülern hier einen realen Lernort. Das kann das Klassenzimmer so real nur selten leisten.“

Die Jugendlichen hatten sich vor den Sommerferien bewusst für dieses Profil entschieden: Ausschlaggebend für ihre Wahl war der interessante Lernort Spreehafen und die Abwechslung zum Klassenzimmer.

Geplant ist für dieses Schuljahr, eine Feinstaubmesssonde zu beschaffen und fest zu installieren, um die Abhängigkeit der Feinstaubbelastung von der Windrichtung zu belegen. Die Ergebnisse sollen zum Beispiel an interessierte Wilhelmsburger Gruppen weitergereicht werden.

Junglehrer Fabian Brecht ist von Haus aus Diplom-Ingenieur, hatte aber vor einem Jahr die Entscheidung getroffen, sich über die gemeinnützige Organisation „Teach First Deutschland“ für ein gerechteres Bildungssystem einzusetzen und Jugendliche beim Lernen und beim Schulabschluss zu unterstützen. „Mir bereitet die Arbeit mit den jungen Menschen viel Spaß. Sie sind sehr lebendig, neugierig und zugleich herausfordernd. Eine wirklich starke Truppe!“

Das Projekt „Erlebniswelt Spreehafen“ ist eine Kooperation mit der Edmund-Siemers Stiftung, die das Projekt finanziell unterstützt. Was im Spreehafen gerade passiert, kann regelmäßig unter https://www.foerderwerk-elbinseln.de/erlebniswelt_spreehafen/ oder auf facebook unter @ErlebnisweltSpreehafen verfolgt werden.

Enhar beobachtet durch das Spektiv die Vogelwelt im Spreehafen.
Fabio und Ismail präsentieren stolz die aufwendig vormontierte Wetterstation.

Technovation – Schülerinnen entdecken ihre technische Seite

Mädchen der STS Wilhelmsburg werden geschult, aktuelle Probleme mittels Technologie zu lösen.

(Ha & Lu) „Das hat uns richtig Spaß gemacht“, resümierten die Mädchen des „Technovation-Kurses“ der STS Wilhelmsburg nach dem Besuch des Hamburger Firmensitzes des IT-Konzern Adobe Inc.

Mitte Juni besuchten fünf Schülerinnen aus dem Jahrgang sieben mit ihrem Lehrer Moritz Lund das amerikanische Softwareunternehmen Adobe am St. Pauli Fischmarkt. Für mehrere Stunden tauchten die dreizehnjährigen Mädchen ab in die Berufsfelder und Lebensläufe von Softwareentwicklerinnen und Designerinnen. Es fand ein lebhafter Austausch über Arbeitsbedingungen und notwendige Qualifikationen, wie Kreativität und Teamfähigkeit statt. 

Lehrer Moritz Lund lernte ebenfalls dazu: “Interessant war, dass für die Firma Adobe hauptsächlich das tatsächliche Interesse und Fachwissen der Mädchen zählt und nicht die Noten und Abschlüsse. Durch das Gespräch auf Augenhöhe fühlten sich die Mädchen gewertschätzt. Das wirkt. Zusätzlich haben die Mädchen die hochmodernen Arbeitsplätze kennengelernt.“

Seit einem Halbjahr nimmt die STS Wilhelmsburg als eine ausgewählte Schule Deutschlands aktiv an dem weltweiten Projekt „Technovation Challenge“ teil. Ziel des weltweiten Projekts ist es, in Kooperation mit IT-Unternehmen bei jungen Mädchen den technischen Unternehmergeist zu entdecken und ihre Programmierfähigkeiten zu fördern.

Die fünf Wilhelmsburger Schülerinnen erhielten die Aufgabe, eine App zu entwickeln, um mit dieser App soziale oder ökologische Probleme in ihrem Stadtteil zu lösen. Wöchentlich kommen die technikaffinen Mädchen der STS Wilhelmsburg nun seit einem halben Jahr zusammen und entwickeln mit der Unterstützung ihres Lehrers Moritz Lund und Adobe eine App zur Prävention von häuslicher Gewalt sowie zum Upcycling von Müll im eigenen Stadtteil. Bettina Reinemann und Andreas Wurf sind die ehrenamtlichen Experten von Adobe. „Die Begeisterung und Kreativität der Mädchen war ansteckend“ berichteten Frau Reinemann und Herr Wurf begeistert.

„Besser als Unterricht“, meint Sila. „Ich lerne einfach so mit dem Tablet das Programmieren mit dem MIT App-Inventor“ erklärt Hewan. „Das Zeichnen der Icons war richtig toll“ berichtet Belfin. „Dank des Kurses lernen wir auch, wie wir unsere App später verwenden und verkaufen“ freuen sich Cennet und Khadijah.

Bis Ende August sollten die fünf Tüftlerinnen ihre beiden Apps fertig haben, dann findet die Abschlussveranstaltung aller teilnehmenden Schulen statt, auf der sie ihre bisherigen Ergebnisse präsentieren dürfen.

Die Mädchen des Technovation-Kurses der STS Wilhelmsburg besuchten den Softwareriesen Adobe am Fischmarkt und erhielt wertvolle Impulse. V.l.n.r.: Hewan, Cennet, Khadijah, Belfin, Frau Reinemann, Sila, Herr Lund, Herr Wurf

Wie klingt Fairness?

Die Klasse 5a der STS Wilhelmsburg war während der Preisverleihung auf Klassenfahrt an der Nordsee. Gefreut haben sie sich riesig!

Musikklasse 5a der STS Wilhelmsburg gewinnt ersten Platz des Schülerwettbewerbs AUDIYOU

(Ha & Fen) Was tun, wenn die Gewinner des Schülerwettbewerbs AUDIYOU der Hamburger Obdachlosenzeitung Hinz & Kunzt genau am Tag der Preisverleihung auf Klassenfahrt sind? Ganz klar: Eine Live-Schaltung an die Nordsee machen. Und so konnten die über 100 Teilnehmer der Preisverleihung Ende Juni im Goldbekhaus in Winterhude die Gewinnerklasse 5a der STS Wilhelmsburg auf einer Leinwand sehen, die sichtlich aus dem Häuschen war, als sie erfuhren, dass sie mit ihrem Beitrag „Wo wir sicher sind“ ganz vorne gelandet sind.

Bereits zum achten Mal hatte Hinz & Kunzt einen Schülerwettbewerb ausgelobt. Dieses Jahr wurden die Hamburger Kinder und Jugendlichen aufgefordert, ihre Audiobeiträge zu der Frage „Wie klingt Fairness?“ einzureichen. Über zwanzig Beiträge wurden bei der Jury eingereicht.

Die Wilhelmsburger Schülerinnen und Schüler merkten in der Vorbereitungsphase schnell, dass es sich hierbei um ein vielschichtiges Thema handelt und jeder eigene Vorstellungen von Fairness hat: „Wir, die Musikklasse 5a, haben uns in sechs Doppelstunden mit dem Thema „Wie klingt Fairness“ beschäftigt. Dabei haben wir gemerkt, wie kompliziert dieses ist. Die Hälfte der Zeit haben wir damit verbracht, kurze Situationen als Hörspiele zu vertonen. Die andere Hälfte der Zeithaben wir kurze Liedtexte zu dem Thema geschrieben und daraus eigene Lieder gemacht. Weil es so viele und unterschiedliche waren, mussten wir uns auf vier Zeilen einigen. Diese sind quasi die Zusammenfassung unserer Ideen." Gewonnen haben die jungen Schülerinnen und Schüler der STS Wilhelmsburg mit ihrem knapp dreiminütigen Audiobeitrag nicht nur einen Workshop mit der prominenten Kinderbuchautorin Isabel Abedi. Ihre Erkenntnis „Fairness ist total kompliziert“ sowie der faire Umgang mit den Ideen der Mitschüler bei der Erstellung des Audiobeitrags sind sicherlich nachhaltig und lehrreich.

Musik- und Klassenlehrer Christopher Fendler erklärt: „Dieses Projekt hat uns richtig Spaß gebracht und die Klassengemeinschaft noch stärker werden lassen.“

Dieses ist der Link zu dem Gewinnerbeitrag!