Stadtteilschule Wilhelmsburg
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News und Projekte aus der Vorschule und Grundschule

Vier-Meter-Wal durchkreuzte Wilhelmsburg am World Oceans Day

Die Klasse 2a machte spektakulär auf die Verschmutzung der Meere aufmerksam.

Grundschule der STS Wilhelmsburg ist der Plastikmüll in den Meeren nicht egal.

(Ha) Am Freitag, dem 8.6. bewegte sich ein 4 Meter langer, blauer Wal durch Wilhelmsburg. Begleitet wurde der Wal von einem lauten, bunten Demonstrationszug: Die maritime Profilklasse 2a der Stadtteilschule Wilhelmsburg zog mit Plakaten, Gesang und Verkleidung am Vormittag durch die Straßen. Der „Blauwal“ bestand aus einem riesigen Pappmascheekopf, Finne, Fluke und fünf tragenden Grundschulkindern.  „Wir wollen die Menschen heute am World Oceans Day über den Plastikmüll in den Meeren aufklären. Dazu haben wir den Wal gebastelt, Plakate und Handzettel geschrieben und Plastikkostüme gemacht“, erklärt Josefine Hübinger, 8 Jahre, selbstsicher. Begleitet wurden die Kinder von zahlreichen Eltern der Klasse. „Ich bin heute dabei, weil ich meine Tochter unterstützen will. Die Idee finde ich gut, so bekommen die Kinder ein Bewusstsein für ihre Umwelt“, meinte Herr Rasch, der Vater von Tommes. Klassenlehrerin der maritimen Profilklasse Maike Eggerstedt hatte bereits Wochen vorher zusammen mit den Kindern und den Eltern das Thema Plastikmüll in den Meeren inhaltlich erarbeitet und die Demonstration vorbereitet. 

Den Grundschülern und Eltern der STS Wilhelmsburg ist die Verschmutzung der Meere nicht egal.

In allen Grundschulklassen der Stadtteilschule Wilhelmsburg stand am World Oceans Day (WOD) die Verschmutzung durch Plastik auf dem Stundenplan. Auf vielfältigste Weisen näherten sich die Kinder dem weltweiten Problem: Bilder, Filme, Sachtexte gaben Informationen; über die Kunst konnten sie dann Emotionen und Erkenntnisse verarbeiten. Viele Klassen malten Baumwolltaschen an, die zu Hause dann die Plastiktasche ersetzen sollen. „Wir können auch unser Brot in Brotdosen mitnehmen und Wasser von zu Hause in Flaschen abfüllen“, schlug Sara vor. Die Eltern waren an diesem Tag zum Unterricht eingeladen, und viele nutzten den Tag, um einen persönlichen Einblick zu bekommen. 

Vier Kinder aus der Grundschule befanden sich am WOD sogar auf der Hochseeinsel Helgoland, wo sie zusammen mit der Helgoländer Grundschule die Touristen auf die Folgen des Plastikmülls in den Meeren aufklärten. Diese Kinder sind die „Umweltbotschafter“ der Grundschule der STS Wilhelmsburg und werden vom Alfred-Wegener-Institut unterstützt.

Unsere Projekte konnten mit Hilfe freundlicher Unterstützung durchgeführt werden:

Budnianer Hilfe e.V., das Hamburger Abendblatt, Von Mensch zu Mensch‘, Umweltstiftung Michael Otto

Vielen Dank!

Frau Ceylan, Mutter von Soydan (Klasse2c) ist gerne der Einladung gefolgt: „Ich finde die Arbeit ganz toll. Je mehr Infos die Kinder über die Umwelt haben, desto besser.“
So ist der Plastikmüll gut zu verwenden: „Bottle cap art“
Auch die ersten Klassen machten beim WOD bereits mit: Müll sammeln und klassizifieren.

News und Projekte aus der Sekundarstufe 1 und 2

Wilhelmsburger Wetterfrösche auf Beobachtungsmission

Ismail, Mehmet und Fabio montieren die Wetterstation, die ab sofort Messwerte liefern soll.

Stadtteilschule Wilhelmsburg verschiebt Klassenzimmer in den Spreehafen – Lernen real und konkret.

(Brecht/Ha) Jeden Dienstagmorgen machen sich neun „Wetterfrösche“ von der Stadtteilschule Wilhelmsburg zum Spreehafen auf, um dort Wetteruntersuchungen mithilfe einer professionellen Wetterstation und Naturbeobachtungen mittels eines Fernglases durchzuführen. Wetterfest gekleidet, Schreibutensilien und Proviant im Rucksack - so betreten die sechzehnjährigen Schülerinnen und Schüler gegen 8:30 Uhr ihre im Spreehafen schwimmende Pontonanlage. Auf der Pontonanlage befindet sich ein kleines Häuschen, in dem alle für den Unterricht notwendigen Gerätschaften gelagert werden. Gern tauschen die Frischluftfans für einen Tag in der Woche das gewohnte Klassenzimmer gegen einen besonderen Lernort außerhalb der Schule. 

Zwei Schülerinnen und sieben Schüler der Profilklasse „Technik“ der Stadtteilschule Wilhelmsburg machen sich mit ihrem Junglehrer Fabian Brecht auf dem Ponton sofort an die Arbeit. Die von der Wetterstation erfassten Klimadaten wie Temperatur, Niederschlagsmenge, Luftdruck, Luftfeuchtigkeit, Windrichtung und -geschwindigkeit der letzten Woche wollen abgelesen, protokolliert und ausgewertet werden. Diese Werte werden mit den Ergebnissen anderer Messstationen von Hamburger Schulen verglichen. Das Thema Klimawandel schwingt dabei immer mit.

Neben den Wetteruntersuchungen spielen die Naturbeobachtungen eine große Rolle: Gesichtete Tiere werden fotografiert, bestimmt und protokolliert. Zum Einstieg erhielten die Jugendlichen eine Einführung in die Vogelkunde von einem versierten Ornithologen. Fabian Brecht: „Es ist schon etwas anderes, einen Kampf zweier Vögel um einen Fisch live zu beobachten, als dieses in einem Biologiebuch nachzulesen. Die Tierbeobachtung hatte meine Schüler richtig beeindruckt und natürlich Interesse bei ihnen geweckt. Wir bieten unseren Schülerinnen und Schülern hier einen realen Lernort. Das kann das Klassenzimmer so real nur selten leisten.“

Die Jugendlichen hatten sich vor den Sommerferien bewusst für dieses Profil entschieden: Ausschlaggebend für ihre Wahl war der interessante Lernort Spreehafen und die Abwechslung zum Klassenzimmer.

Geplant ist für dieses Schuljahr, eine Feinstaubmesssonde zu beschaffen und fest zu installieren, um die Abhängigkeit der Feinstaubbelastung von der Windrichtung zu belegen. Die Ergebnisse sollen zum Beispiel an interessierte Wilhelmsburger Gruppen weitergereicht werden.

Junglehrer Fabian Brecht ist von Haus aus Diplom-Ingenieur, hatte aber vor einem Jahr die Entscheidung getroffen, sich über die gemeinnützige Organisation „Teach First Deutschland“ für ein gerechteres Bildungssystem einzusetzen und Jugendliche beim Lernen und beim Schulabschluss zu unterstützen. „Mir bereitet die Arbeit mit den jungen Menschen viel Spaß. Sie sind sehr lebendig, neugierig und zugleich herausfordernd. Eine wirklich starke Truppe!“

Das Projekt „Erlebniswelt Spreehafen“ ist eine Kooperation mit der Edmund-Siemers Stiftung, die das Projekt finanziell unterstützt. Was im Spreehafen gerade passiert, kann regelmäßig unter https://www.foerderwerk-elbinseln.de/erlebniswelt_spreehafen/ oder auf facebook unter @ErlebnisweltSpreehafen verfolgt werden.

Enhar beobachtet durch das Spektiv die Vogelwelt im Spreehafen.
Fabio und Ismail präsentieren stolz die aufwendig vormontierte Wetterstation.