Stadtteilschule Wilhelmsburg
Hier leben wir. Hier lernen wir. Hier starten wir.

Berufsorientierung mit Julia Stinshoff an der StS Wilhelmsburg

Prominente Schauspielerin stellt Berufsbild vor, beantwortet Schülerfragen und erteilt Schauspielunterricht

Braucht man das Abitur, um Schauspielerin zu werden? Was ist schwerer vor der Kamera - zu weinen oder zu lachen? Wie lange dauert es, einen Film zu drehen? Diese und viele weitere Fragen stellten am vergangenen Freitag die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8e, Stadtteilschule Wilhelmsburg, der bekannten Fernsehschauspielerin Julia Stinshoff. Geduldig und mit viel Humor beantwortete sie die Fragen der Jugendlichen und zeigte großes Interesse an ihren Gedanken.

lassenlehrerin Johanna Staade hatte den Kontakt zu Julia Stinshoff im Vorfelde hergestellt und sie in ihre Klasse eingeladen. Bereits öfters hatte die engagierte Lehrerin prominenten Besuch in ihrer Klasse, um den Horizont ihrer Schülerinnen und Schüler zu erweitern. "Diese Unterrichtsbesuche sind für alle Beteiligten sehr lohnend", erklärt Johanna Staade, "denn wir lernen gegenseitig voneinander. Zudem wird der Blick der Jugendlichen geschärft." 

Klassenlehrerin Johanna Staade (links) und Schauspielerin Julia Stinshoff (rechts).

Mucksmäuschenstill war es im Klassenraum als die erfahrene, blonde Schauspielerin Stinshoff von schwierigen Liebesszenen, langen Drehtagen und der Wandlungsfähigkeit einer Schauspielerin berichtete. "Natürlich gab es für mich  als junge Schauspielerin Szenen, bei denen ich mich überwinden musste, beispielsweise eine Todesszene. Aber wenn man es geschafft hat, wächst man daran", verrät Julia Stinshoff und lächelt.

Julia Stinshoff schaut mit der Klasse 8e hinter die Kulissen des Schauspielberufs.

Nach dem theoretischem Teil folgte die Praxis: 90 Minuten arbeitete die ausgebildete Schauspielerin konzentriert mit einem Theaterkurs der Stadtteilschule Wilhelmsburg. Hoch motiviert ließen sich die Jugendlichen auf die verschiedenen Übungen ein und hatten viel Spaß dabei, den Anweisungen von Julia Stinshoff zu folgen. Julia Stinshoff zeigte sich am Ende sehr beeindruckt von dem Engagement der Schülerinnen und Schüler: "Es ist großartig, wie ernsthaft alle mitgemacht haben, und einige sind richtig aus sich herausgekommen. Das hat sehr viel Spaß gemacht." 

Theaterspielen macht Spaß - insbesondere mit einer echten Schauspielerin.

Mathematik einmal ganz anders

Schülerinnen und Schüler des dritten und vierten Jahrgangs besuchten Mathematik-Wanderausstellung.

"Mathematik zum Anfassen“, eine Wanderausstellung des Mathematikums Gießen, so hieß das Ausflugsziel von 30 mathematikinteressierten Schülerinnen und Schülern aus den Jahrgängen 3 und 4 unserer Grundschule. Ende März machte sich die Gruppe begleitet von unserer Mathematikfachleitung Frau Dall und Frau Apitzsch bei herrlichstem Sonnenschein zu Fuß auf den Weg zur Elbinselschule, wo die Ausstellung stattfand.

Efe Sarikaya, 3b, befindet ich in einem Seifenblasenschlauch. Über das Seil steuert er die Taille des Schlauches.

An 19 Stationen konnten die Kinder 90 Minuten interaktiv experimentieren, probieren, knobeln, bauen und staunen. Nicht nur Zahlen sondern vor allen Dingen Körper, Kurven, Flächen, Muster und Spiegelungen standen im Mittelpunkt. Bei vielen Schülerinnen und Schülern rauschten die Köpfe, und manchmal wurde ihr Durchhaltevermögen hart auf die Probe gestellt, da sie einige Knobelaufgaben erst nach langem Probieren lösen konnten. Besonders stolz waren Efe und Emircan (3b), die es in der allerletzten Minute geschafft haben, das T-Rätsel zu entschlüsseln. Da half es auch einfach mal „quer“ zu denken, wie Efe meinte.

Am eindrucksvollsten war das Experiment „die Riesenseifenhaut“ zum Thema Minimalflächen: Zieht man an einem Seil, wird man von einem wunderschönen Seifentunnel eingehüllt. Zuerst hat er die Form eines Schlauches, dann bekommt er eine schmalere Taille, bis er schließlich den Besucher berührt und zerplatzt. Herrlich!

Die Eintrittsgelder für die Ausstellung hat der Schulverein dankenswerterweise übernommen!

(Text und Fotos: Kirsten Dall)

Hamburg räumt auf: Grundschüler der Stadtteilschule Wilhelmsburg helfen wieder fleißig mit.

Schüler finden gestohlenen Gullyschmutzfänger

(Ha) "Guck mal, was wir gefunden haben",  riefen Berat und Yunus Emre aus der Klasse 2b ihrer Lehrerin Frau Kellermann zu: Ein rundes, schweres Ding fast so groß wie ein Autoreifen zogen die beiden Jungen aus der Hecke in unmittelbarer Nähe des Assmannkanals.  Berat und Yunus Emre schleppten ihren Fund zurück zur Schule und wollten ihn gerade auf dem Sammelmüllplatz entsorgen, als sie ihren Hausmeister Herrn Köhler trafen. Herr Köhler traute seinen Augen nicht: "Das ist ja der Schmutzfänger von unserem Gully, der neulich geklaut wurde!", stellte er freudig fest.

Am Freitag, dem 31. März nahm wie in jedem Jahr die gesamte Vor- und Grundschule der Stadtteilschule Wilhelmsburg an Hamburgs großer Aufräumaktion "Hamburg räumt auf" teil. Rund um den Perlstieg, der Rotenhäuser Straße und der Georg-Wilhelm Straße schwärmten die fleißigen Grundschüler mit gelben Handschuhen und Müllsäcken aus, um ihren Stadtteil aufzuräumen. Dabei stießen sie auf allerlei Interessantes: Tierskelette, Auspuff, Stiefel.

Bei den jüngeren Schülern entwickelte sich bei dem Frühjahrsputz schnell der Ehrgeiz, den meisten Müll zu sammeln oder das kurioseste Fundstück zu präsentieren. Die älteren Schüler stellten sich aber auch die Frage, warum einige Wilhelmsburger Bürger ihren Müll einfach auf die Straße werfen, anstelle diesen richtig zu entsorgen.

Am Ende waren über 40 Müllsäcke von den Kindern gefüllt und an der Schule abgegeben worden. Grundschulleiter Thomas Halbrock lobte die fleißigen Helfer: "Ich finde es klasse, dass ihr so fleißig dazu beigetragen habt, Wilhelmsburg schöner zu machen."

v.l.n.r: Berat und Yunus Emre und Hausmeister Gerd Köhler freuen sich über den Fund.
Klasse 1b hat tüchtig mitgeholfen, Wilhelmsburg sauber zu machen.

Profil "Streitschlichter" (8e) in der GEOlino Zeitreise

Auch in der heutigen Zeit gibt es Vorurteile, Ausgrenzung und manchmal sogar Hass gegen Menschen mit Migrtationshintergund. Dieses Thema bearbeitete die Profilklasse "Streitschlichter" und erschien in dem Sonderheft GEOlino Zeitreise. Unsere Achtklässler berichten von ihren Erfahrungen mit Fremdenfeindlichkeit.

Wilhelmsburger Strandkrabben lassen Luftballons steigen

Profilklasse "Maritime Welten" am Perlstieg führt Kinder zu erstaunlichen Erfolgen

(Ha) "Ich denke, dass der Luftballon auf der Flasche hochgeht, wenn die Flasche ins heiße Wasser kommt", vermutet Tomme, 6 Jahre, aus der Klasse 1a der Grundschule der Stadtteilschule Wilhelmsburg. Ihre Tischnachbarin Diana nimmt die Flasche aus dem Eisbehälter und stellt sie in eine Schüssel mit heißem Wasser. Tomme schaut gebannt auf den Ballon, der sich nun tatsächlich langsam aufrichtet und senkrecht zum Stehen kommt. Die Erstklässlerin strahlt und mit ihr die anderen drei Strandkrabben, so heißt nämlich der Gruppentisch.

Experimente finden ein bis zweimal pro Woche statt. Tomme baut den Versuch auf.
Diana beobachtet fasziniert das Versuchsergebnis.

Seit einem dreiviertel Jahr gibt es in der Grundschule der Stadtteilschule Wilhelmsburg die Profilklasse "Maritime Welten". Diese Themenklasse hat einen naturwissenschaftlich-technischen Schwerpunkt und legt damit einen besonderen Fokus auf das Fach Sachunterricht. Das Fach wird sechs Stunden in der Woche unterrichtet; das sind zwei Stunden mehr als üblich. Somit haben die Kinder viel Zeit, sich die sachunterrichtlichen Inhalte experimentell, handlungs- und produktorientiert anzueignen.

Die Strandkrabben überlegen gemeinsam, warum sich der Ballon aufgerichtet hat. Begriffe wie heiße und kalte Luft, steigen und mehr Platz schwirren über den Tisch. Klassenlehrerin Maike Eggerstedt beobachtet die Gruppen und schlägt ein Spiel vor, das alle Kinder auf die richtige Spur bringen soll: "Wir sind jetzt Luftteilchen. Bei Kälte wollen wir eng zusammen sein." Schnell sammelt sich ein Knäuel Erstklässler um Frau Eggerstedt. Alle stehen dicht gedrängt. "Bei Wärme beginnen wir als Luftteilchen zu tanzen." Strandkrabben, Fische, Octopusse und Robben hüpfen freudig durch das gesamte Klassenzimmer. "Wann brauchten wir als Luftteilchen mehr Platz? Bei Kälte oder bei Wärme?", lässt Maike Eggerstedt die Kinder reflektieren.

Spielerisches Lernen: Kalte Luft braucht weniger Platz (links)..
...als warme Luft (rechts).

"Mindestens ein Experiment pro Woche",  erklärt Maike Eggerstedt ihre Vorstellung von Unterricht. "Und den Unterricht richte ich nach den Fragen der Kinder aus. Die grobe Richtung gebe ich natürlich vor, die Schwerpunkte setzen aber die Kinder. Mir ist wichtig, Projekte mit hohem Alltags- und Lebensweltbezug in den Mittelpunkt zu stellen." 

Viele Eltern haben die Profilklasse "Maritime Welten" bewusst für ihre Kinder ausgewählt: Tommes Vater betont: "Für uns war der maritime Schwerpunkt ausschlaggebend, denn ich selber arbeite im Hafen und bin gern und viel mit meinen Kindern an der frischen Luft. Meine Tochter ist in der Klasse glücklich, und das liegt bestimmt an dem lebendigen Unterricht  sowie den angenehmen Lehrkräften."

Es ist erstaunlich, was die Kinder nach einem dreiviertel Jahr Schule bereits alles gelernt haben: Routiniert wird das Versuchsprotokoll geschrieben, gemalt und in der Forschermappe abgeheftet. Ein Blick in Tommes Mappe zeigt: Im Herbst wurde aus Kastanien Waschpulver hergestellt und die Waschkraft an den Kindersocken getestet (Tomme: "Das hat wirklich funktioniert!"), die Oberflächenspannung des Wassers wurde mit schwarzem Pfeffer verdeutlicht und eine leere Flasche ist nur scheinbar leer. Ernsthafte Gespräche über Naturphänomene unter der Verwendung von Fachbegriffen werden auch von Kindern geführt, die erst seit 1,5 Jahren deutsch sprechen. Mehr als beachtlich. 

Harun schreibt routiniert das Gelernte im Versuchsprotokoll auf.

Es geht munter weiter: Nächste Woche werden die  Nachwuchsforscher zusammen mit Studierenden der  TU Harburg in den Messehallen im Rahmen einer Ausstellung experimentieren. Und dann müssen noch die Antwortbriefe für die Partnerhafenklasse in San Francisco geschrieben werden.

Thema Seepferdchen fächerübergreifend in Klasse 1: Deutsch, Sachunterricht, Kunst

Im  August 2017 wird am Perlstieg eine neue erste Klasse als maritime Profilklasse starten. Profilkoordinatorin Eggerstedt plant bereits jetzt mit den zukünftigen Lehrkräften den Sachunterricht. 

„Anfassen streng erlaubt“

Wie spielt man eine Geige, ein Cello oder eine Klarinette? Bekomme ich einen Ton aus einer Tuba? Wie klingt eine Oboe? Welche Instrumente gehören überhaupt in ein Orchester?

Diesen Fragen gingen die Schülerinnen und Schüler der 3d während eines Besuches der Instrumentensammlung in der Elbphilharmonie Mitte Februar nach.

 „Anfassen streng erlaubt“ – unter diesem Motto und der Anleitung erfahrener Orchestermusiker durften alle Instrumente erkundet und ausprobiert werden. Es wurde geblasen, gestrichen, gezupft, getrommelt und manch verborgenes Talent entdeckt. Ein gemeinsames „Konzert“ beendete die Instrumentenkunde.

Der anschließende Rundgang führte uns hinter den Kulissen durch geheime Türen und normalerweise nicht zugängliche Flure auch in den großen Saal der Elbphilharmonie. Alles in allem ein beeindruckendes Erlebnis.

(Text und Fotos: Andrea Folkers)

Anthony Mensah Akwaa (9 Jahre) streicht das Cello.
Es gab jede Menge Trommeln.
Anleitung von Orchestermusikern.
Louis Doumbia (9 Jahre) spielt die Tuba.

Erfolgreiche Teilnahme unserer Grundschule an der 56. Mathematik-Olympiade

(Ha) Mathematikinteressierte Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 3 und 4 nahmen am bundesweiten Mathematik-Wettbewerb teil und schafften es bis in die zweite Runde. Mert Sarikaya (3b) hatte die Nase vorn.

"Wir haben dieses Jahr erstmalig an dem Mathe-Olympiade teilgenommen, und viele unserer Schülerinnen und Schüler sind bis in die zweite Runde gekommen", freute sich Kirsten Dall, Fachkoordinatorin Mathematik/Grundschule. "Das ist ein bemerkenswertes Ergebnis." 

Doch was verbirgt sich eigentlich hinter der Mathematik-Olympiade?

v.l.n.r. Muhammed Can Avci (3b), Hamza Gümrük (3b), Monawara Noori (3b), Akin Sarikaya (4b), Farouk Saimi (4b) hatten an der zweiten Runde erfolgreich teilgenommen. Es fehlen auf dem Bild: David Taller und Anthony Mensah Akwaa aus der 3d
David Taller und Anthony Mensah Akwaa (3d) haben mit großem Engagement die zweistündige Klausur geschrieben.
Mert Sarikaya, 8 Jahre, hatte die Nase vorn. Herzlichen Glückwunsch!

"Die Mathematik-Olympiade ist ein jährlich bundesweit angebotener Wettbewerb, an dem über 200.000 Schülerinnen und Schüler teilnehmen. Sie hat eine bis in das Schuljahr 1961/62 zurückreichende Tradition. Die Mathematik-Olympiade bietet allen interessierten Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, ihre besondere Leistungsfähigkeit auf mathematischem Gebiet unter Beweis zu stellen." (homepage Mathematik-Olympiade)

Begonnen hatte der "Mathe-Battle" bereits im September2016. 30 mathebegeisterte Schülerinnen und Schüler unserer Grundschule beteiligten sich an der ersten Runde, die Schulrunde: Unsere kleinen Mathe-Cracks mussten diverse Aufgaben lösen, die logisches Denken, Kombinationsfähigkeit und einen kreativen Umgang mit mathematischen Fähigkeiten erforderten. Diese Knobelaufgaben konnten in der Schule oder zu Hause erledigt werden.

In die zweite Runde, die Regionalrunde, hatten es dann 17 Kinder geschafft. In einer zweistündigen Klausur mussten sie Mitte November zeigen, ob sie auch schwierigere Aufgaben lösen können. "Vielen Kindern hat das Knobeln sehr viel Spaß gemacht, die Köpfe rauchten und sie entwickelten einen großartigen Ehrgeiz!", erinnerte sich Kirsten Dall. "Unserer Grundschule ist es wichtig, die leistungsstarken Schülerinnen und Schüler schon früh zu fordern und zu begeistern."

Bei dieser Klausur schnitt Mert Sarikaya (3b) am besten ab. Darüber freute Mert sich sehr: "27 Punkte von 40". Leider reichte Merts Punktzahl nicht ganz, um sich für die dritte Runde (Landesrunde) zu qualifizieren.

Alle Schülerinnen und Schüler, die an der Regionalrunde teilgenommen haben, erhielten eine Anerkennungsurkunde und von der Schule einen Preis; ein kleines Spiel, das natürlich mit Mathematik zu tun hat.

Nach dem Spaß und dem Erfolg von diesem Jahr wird die Grundschule im nächsten Schuljahr auf jeden Fall wieder mit am Start sein, wenn der Startschuss für die 57. Mathematik-Olympiade fällt.

Mit der S-Bahn nach Venedig

Die Klasse 3b tauchte im Dezember in die italienische Lagunenstadt ein, führte ernsthafte Gespräche mit Gymnasiasten und kam der Rialtobrücke ganz nah.

(Ha) Nur 13 Minuten S-Bahnfahrt trennte in den vergangenen Wochen Wilhelmsburg von Venedig. Wer glaubt, um einen Eindruck von Venedig zu erhalten, müsse man mehr als 1000 km reisen, irrt gewaltig. Im Bucerius Kunstforum, gelegen am Hamburger Rathausmarkt, fand bis Mitte Januar eine Kunstausstellung zum Thema Venedig statt. 

Diese Ausstellung stand Mitte Dezember für die Klasse 3b auf dem Stundenplan. Bereits zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres nahm die Klasse an der außergewöhnlichen Führung "Schüler führen Schüler" teil. "Schüler führen Schüler" bedeutet: "Kunstprofiler" (Gymnasiasten mit dem Leistungskurs Kunst des Hamburger Wilhelm-Gymnasiums) haben es sich zur Aufgabe gemacht, jüngere Schülerinnen und Schüler durch die aktuelle Ausstellung im Bucerius Kunstforum zu führen und ihre Fragen zu beantworten. Die "Großen" wollen bei der Führung bewusst in den Dialog mit den "Kleinen" treten und interessieren sich für ihre Meinung zu den Ausstellungsstücken.

Alicja Zolnierczuk
Rojin Kara
Mert Sarikaya
Efe Sarikaya

Zu den Kunstwerken:
Im Kunstunterricht bekam die Klasse den Auftrag, die bekannte Rialtobrücke bei Nacht zu malen - natürlich mit schwarzer Gondel. Sind die Bilder unserer Nachwuchs-Künstler nicht wunderschön geworden?

Bereits vor dem Besuch der Ausstellung informierte sich die Klasse 3b über die berühmte Lagunenstadt Venedig und trug ihre Erkenntnisse zusammen: Brücken, Gondeln, Karneval, viel Wasser. Nun wollten die Kinder wissen, wie die verschiedenen Künstler ihre Eindrücke von Venedig gestalterisch umgesetzt haben.

Die Antworten darauf gab der Besuch der Ausstellung, vielmehr die Kunstprofiler vom Wilhelm-Gymnasium: Die Führung von den Gymnasiasten war für unsere Schülerinnen und Schüler sehr lehrreich und interessant, da ein "Großer" sich um einen "Kleinen" kümmerte und durch die Ausstellung führte. Bei dieser "Eins-zu-eins-Betreuung" konnten alle Fragen gestellt und fachkundig beantwortet werden.

Heute sind wir zum Museum gefahren. Dort wurden wir für die Führung aufgeteilt. Die Bilder fand ich sehr toll. Die Künstler haben sie schön gemalt. Wenn ich eine Frage hatte, haben die Jugendlichen sie beantwortet. Ich wollte zum Beispiel wissen, wie der Künstler das Bild gemalt hatte und meine Führerin hat es mir genau erklärt. [...] Idina, 3b

Dass es sich bei diesem Besuch nicht um den letzten handelte, ist für die Klasse 3b ganz klar: Kunst macht Spaß, erweitert den Horizont und inspiriert den Geist.

Tag der offenen Tür mit neuem Konzept: Musikdarbietungen, Schnupperunterricht, Informationen

Abteilungsleitung 5-7, Gabriella Krause

(Ha) "Ich möchte den Wilhelmsburger Eltern und Schülern zeigen, was an der Stadtteilschule Wilhelmsburg alles Großartiges läuft und was sie erwartet, wenn sie hier nach der Grundschule zur Schule gehen." Gabriella Krause, engagierte Abteilungsleiterin der Jahrgänge 5 bis 7 der Stadtteilschule Wilhelmsburg, hatte sich für den "Tag der offenen Tür" am Samstag, dem 14. Januar in der Kantine am "Perlstieg" etwas Besonderes für die Besucher ausgedacht: Den Aufschlag machte die Musikprofilklasse 5e unter der Leitung von Ben Lobgesang. Mit zwei aktuellen Popsongs beeindruckte die Klasse die Besucher und machte deutlich, welche erstaunlichen Fortschritte sie innerhalb eines halben Jahres machen konnte. Auch im kommenden Schuljahr wird die Stadtteilschule Wilhelmsburg wieder mit einer Musikprofilklasse im Jahrgang 5 an den Start gehen.

Zudem erhielten die Besucher einen hautnahen Eindruck von dem lebendigen Unterricht an der Stadtteilschule Wilhelmsburg. Jeweils zehn Minuten schnupperten sie in verschiedene Unterrichtsfächer in wechselnden Klassenräumen: Rhythmikschulung mit leeren Plastikflaschen, Schokoladenbrötchen auf türkisch - von Schülerinnen erklärt, quick English lesson about animals, deutsche Grammatik auf spielerische Weise, Schülerprodukte aus dem Kunstunterricht. Freundliche Schülerinnen aus dem Jahrgang 7 sorgten für den reibungslosen Ablauf des Rundganges durch die Klassen.

Das Musikprofil, die Klasse 5e, singt zum Auftakt der Veranstaltung.
Schnupperstunde im Englischunterricht. Herr Kallmeyer ist auch dabei.
Schülerinnen aus dem Jahrgang 7 organisieren den Rundgang.

Nach dem Rundgang standen den Eltern und Schülern für weiterführende Fragen das Schulleitungsteam der Stadtteilschule Wilhelmsburg sowie Mitglieder des Elternrats bei Kaffee und Kuchen zugewandt zur Verfügung. 

Von dem neuen Konzept des "Tages der offenen Tür" war nicht nur Schulleiter Jörg Kallmeyer entzückt. Auch die Eltern genossen das kurzweilige Programm. "Ich habe diese Schule von meiner Verwandtschaft sowie meiner Freundin empfohlen bekommen und bin sehr begeistert von ihr!", berichtete Sandra Ribeiro. Ihre zwei Kinder besuchen bereits die Stadtteilschule Wilhelmsburg; die Tochter die Vorschule und der Sohn die Musikprofilklasse. "Diese Musikklasse ist ganz groß, und ich wurde hier sehr gut beraten. Der Schnupperunterricht war sehr interessant."

Die Anmeldewoche für die fünften Klassen findet vom 31. Januar bis zum 3. Februar 2017 im Sekretariat am Perlstieg statt.

Du in deiner Welt - Gesamter Jahrgang 5 erkundet eigenständig seinen Stadtteil

(Ha) "Es gab im Seniorenheim nur noch wenige Menschen, die die große Sturmflut von 1962 selber miterlebt haben", berichtet Malina, Klasse 5d. "Die Frau, die ich interviewt habe, konnte mir aber alles noch ganz genau berichten, wie es war, als das Wasser von allen Seiten kam und wie die Menschen versuchten, sich vor der Flut zu retten. Ich war von ihrer Erzählung sehr beeindruckt."

Wie kommt es, dass ein elfjähriges Mädchen sich auf geschichtliche Spurensuche begibt, Interviews führt, im Internet recherchiert, die Ergebnisse auf ein großes Plakat bringt und diese dann im Rahmen einer Ausstellung seinen Mitschülern erläutert?

Das Projekt "Du in deiner Welt", das am 22. Dezember in einer großen Ausstellung mündete, nahm seinen Anfang  bereits nach den Herbstferien. Wie der Name des Projektes "Du in deiner Welt" bereits verrät, ging es darum, den Schülern dazu zu verhelfen, ihre Lebensumwelt besser kennen lernen. Sie sollten eigenständig ein für sie interessantes Thema und daran selbstständig arbeiten. Doch wie geht das?

Alles begann mit einer sechswöchigen Einführungsphase nach den Herbstferien. Zunächst ging es darum, den Schülern wichtige Aspekte der Projektarbeit zu vermitteln: Zum Beispiel eine eigene Fragestellung zu entdecken, Projekte zeitlich zu planen oder unterschiedliche Informationsquellen kennen zu lernen. Dieses notwendige Basiswissen wurde in vier Fächern vermittelt: Gesellschaft, Kunst, NWT Und Kunst. Diese Fächer bildeten den Rahmen für die Themenwahl. Am Ende dieser sechs Wochen sollten die Schüler wissen, an welchem Thema sie in der nun anschließenden intensiven Projektphase arbeiten wollen und welche Methoden sie einsetzen müssen. Zwei Wochen lang arbeiteten die Schüler täglich in der fünften und sechsten Stunde allein oder in der Gruppe an ihrem Projekt; im Stadtteil und im Klassenzimmer. Interessant und vielfältig sind die Themen, an denen gearbeitet wurde: "Coole Orte in Wilhelmsburg", "Wilhelmsburger Bäume im Winter", "Flüchtlinge in Wilhelmsburg", "Gotteshäuser in Wilhelmsburg", "Sturmflut 1962", "Polizeiwache Wilhelmsburg", "Markante Gebäude in Wilhelmsburg", "Religiöse Feste" und vieles mehr. Fotoapparat, Aufnahmegerät, Landkarte, Lapbook, Notizblock waren nur einige Dinge, die im Rucksack der zehn- und elfjärigen auf ihrem Streifzug durch den Stadtteil zu finden waren.

Kevin Obermann (11 Jahre, 5d) hat Wilhelmsburger Kirchen und Moscheen besucht und diese mit seiner Gruppe dreidimensional nachgebaut. Stolz präsentiert er auf der Ausstellung seine Bauwerke aus Dachpappe und Pappe. "Wir haben alles allein gemacht und haben unheimlich viel geschafft. Es war zwar nicht immer einfach, sich in der Gruppe einig zu werden, aber dann haben wir das ausdiskutiert. Gern möchte ich so ein Projekt noch einmal machen." Klassenlehrerin Franziska Zeeck  genoss den Tag der Ausstellung: "Die Schüler waren bei diesem Projekt sehr motiviert dabei. Klar habe ich hier und da ein wenig geholfen, aber das meiste haben sie ganz allein gemacht und haben sich gut organisiert. Aus dem Stadtteil habe ich auch eine sehr positive Rückmeldung aus dem Stadtteil über die Schüler erhalten, und die Eltern fanden das Projekt ebenfalls richtig klasse." Beatrice Hatje, Initiatorin des Projektes, zeigte sich am Ende des Projektes sehr zufrieden. "Dank der hoch engagierten Lehrerinnen und Lehrer ist dieses neuartige Projekt sehr erfolgreich verlaufen. Kurz nach den Sommerferien begannen die Vorbereitungen, und es freut mich, dass das Projekt reibungslos ablief. Die Schüler haben sich sehr gut an die Absprachen gehalten und haben großartige Ergebnisse präsentiert."

Die Sturmflut von 1962 wurde in vielen Klassen behandelt.
Muradiye Salman und Carleen Boccanegra haben das Wilhelmsburger Schwimmbad nachgebaut.
Danial, 11, besuchte die Wilhelmsburger Polizeiwache. "Ich habe gelernt, woraus kugelsichere Westen bestehen."

Kicken für den guten Zweck – Spendenübergabe beim VSM

Das MZE und die STS Wilhelmsburg freuen sich über die großzügige Spende.

Bei einem Charity-Fußballspiel sammelten die VSM-Mitglieder (Verband für Schiffbau und Heerestechnik e.V.) durch ihren Einsatz mehr als 4000€ für Projekte an unserer Schule, die im Zusammenhang mit dem Maritimen Zentrum Elbinseln stehen.

Der VSM setzt sich neuerdings auch sportlich auf dem Fußballfeld erfolgreich für eine verbesserte Ausbildung des zukünftigen Schiffbau-Nachwuchses ein: Das neu zusammengestellte Fußballteam aus Spielern von VSM-Mitgliedsunternehmen debütierte im Sommer 2016 und konnte sein Saisonhighlight im Spiel gegen den FC Bundestag mit 3:0 für sich entscheiden. Die Spenden der Industrie für dieses mit ebenso viel Einsatz wie Begeisterung ausgetragene Benefizspiel gingen an das Maritime Zentrum Elbinseln (MZE) der Hamburger Stadtteilschule Wilhelmsburg.

Kathrin Wittmaack, Koordinatorin Naturwissenschaften, Projektgruppe MZE und Gabriella Krause, Abteilungsleitung 5-7 an der Stadtteilschule Wilhelmsburg, freuten sich über die umfangreiche VSM-Spende. „So können wir unsere Maßnahmen in der Berufsvorbereitung auch in Zukunft abwechslungsreich und vor allem auf die jeweiligen Interessen der Schülerinnen und Schüler abgestimmt umsetzen. Konkret wird das Geld zur Hälfte für die nächste Maritime Projektwoche und zur Hälfte für das nächste waterXperience verwendet.“

(Text und Bild: VSM)

Link zum vollständigen Presseecho

Bits, Bytes und Bildübertragung beim dritten MINT-Tag

Altan, Emre, Michael und Fabio, Klasse 8c (Text & Fotos: Hannes Lintschnig)

Wie kommen eigentlich die Bilder in mein Smartphone? Dieser Frage sind die SchülerInnen der Stadtteilschule Wilhelmsburg von der zweiten Klasse bis zu den obersten Jahrgängen beim dritten Hamburger MINT-Tag nachgegangen.

In ganz Hamburg nehmen rund 1000 Klassen aus etwa 100 Schulen am MINT-Tag teil. Dieses Mal stand der MINT-Tag ganz im Zeichen der Informatik, genauer gesagt der „digitalen" Bildübertragung. Die SchülerInnen haben für den MINT-Wettbewerb selbst Bilder übertragen - allerdings ohne Technik und ohne zu sprechen, sondern nur mit Handzeichen. Dabei wurde jeweils die Zeit gestoppt, die ein/e SchülerIn benötigte, um ein Bild fehlerfrei zu übertragen.

In der Grundschule waren die Aufgaben des MINT-Wettbewerbes natürlich etwas einfacher als für die Großen. Die Kinder mussten per Handzeichen - Daumen hoch oder Daumen runter - ihren Sitznachbarn mitteilen, ob ein Feld im Binärsystem ausgemalt werden oder weiß bleiben soll.

In den höheren Jahrgängen gestalteten sich die Wettbewerbsaufgaben zunehmend schwieriger, da die zu übertragenden Bilder farbiger und komplexer wurden.

Die Profilklasse Technik (8c) der Stadtteilschule Wilhelmsburg hat bei der Preisverleihung, die am gleichen Tag stattfand, einen wichtigen Preis ergattern können: Sie hat in ihrer Kategorie "Kreative Lösung" die Jury überzeugt. Klassenlehrer der 8c, Herr Münning, war sehr beeindruckt von seiner Klasse: "Die Lösung  war einfach und elegant! Eine sensationelle Leistung!"

Die Abkürzung MINT steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik. Da Kompetenzen in diesen Fächern gute Perspektiven für die berufliche Zukunft der SchülerInnen bieten, haben die Schulen sich eine besondere Förderung der MINT-Fächer auf die Fahnen geschrieben. Die Stadtteilschule Wilhelmsburgs tut dies explizit mit ihrem „Maritimen Zentrum Elbinseln“. 

Der Hamburger MINT-Wettbewerbstag ist Teil des hamburgweiten naturwissenschaftlichen Bildungsschwerpunkts.

Impressionen vom MINT-Wettbewerbstag an der Stadtteilschule Wilhelmsburg

10. „Das vierte Feld“, möchte Narin ihrer Sitznachbarin am liebsten sagen, sie darf es aber nicht.
MINT-Tag an der Stadtteilschule Wilhelmsburg.
Alle Gewinner der MINT-Projekte.
Gewinner des Kreativpreises (unsere 8c).