Stadtteilschule Wilhelmsburg
Hier leben wir. Hier lernen wir. Hier starten wir.

Fröhliche Faschingssause am Perlstieg

(Ha) Darauf hatten sich die Schülerinnen und Schüler der Vor- und Grundschule der Stadtteilschule Wilhelmsburg schon seit langem gefreut: Am Rosenmontag fand ihre große Faschingsfeier in der Schule statt.

Die Kinder hatten ihre Klassenzimmer  liebevoll mit selbstgebastelten Girlanden, Luftballons und  Luftschlangen geschmückt, und die Eltern hatten selbstgebackenen Kuchen, Knabberkram und frisches Obst für das Büffet beigesteuert. 

Zu lauter Partymusik tanzten Spidermen, rosa Prinzessinnen und Clowns durcheinander. Revolverschüsse der Cowboys knallten beim Zeitungstanz, und Katzen jagten kleine Mäuse quer durchs Klassenzimmer. Wer kann am schnellsten einen Schokokuss ohne Hände verputzen? Ausgelassen feierten die verkleideten Jungnarren mit ihren Lehrerinnen in ihren Klassen.

Luftballontanz in der Klasse 4b
Wilhelmsburger Prinzessinnen: Monawara Noori und Rojin Kara, Klasse 4b
Ebrar Bal, Vorschule
Seydanur Kücükhazar, Vorschule

Tag der offenen Tür an der STS Wilhelmsburg: Lavalampe, Lieder, Leckerbissen

"Wir gehören zu Hamburgs erfolgreichsten Schulen, denn unsere Schülerinnen und Schüler haben einen hohen Lernzuwachs." Katja Schlünzen, neue Schulleiterin der Stadtteilschule Wilhelmsburg,  begrüßte am Samstag, dem 13. Januar 2018 sehr herzlich und selbstbewusst zahlreiche Eltern und Kinder am Tag der offenen Tür.

Bestes Beispiel für den großartigen Lernzuwachs  war die Musikprofilklasse 5a der Stadtteilschule Wilhelmsburg: Das Publikum staunte, was die Kinder innerhalb von vier Monaten mit lediglich einer zusätzlichen Musikstunde pro Woche  gelernt hatten. Getoppt wurde dieses noch von der Musikklasse 6e, die bereits ein Jahr länger musikalisch intensiv arbeitet. Auch im kommenden Schuljahr wird unsere Schule wieder mit einer Musikprofilklasse im Jahrgang 5 an den Start gehen. Zudem wird noch eine maritime Profiklasse mit naturwissenschaftlichem Schwerpunkt angeboten. 

Musikklasse 5a zeigte, was sie in nur vier Monaten gelernt hatten.
Schulleiterin Katja Schlünzen im Gespräch mit dem Elternratsvorsitzenden Gerald Hofmann.
NWT-Schnupperunterrichtlive und konkret: Wir "bauen" zusammen eine Lavalampe.

Einen Vorgeschmack darauf bekamen die zukünftigen Fünftklässler während des Schnupperunterrichts bei der NWT-Lehrerin Frau Liebig: Gemeinsam "bauten" sie aus Öl, Wasser, Lebensmittelfarbe und Brausetablette eine Lavalampe. Strahlende Gesichter, als rote Blubberblasen in der Vase nach oben stiegen. Auch beim Sport-, Spanisch- und Englischunterricht machten Eltern und Kindern aktiv und motiviert mit. 

Bei Kaffee und hausgemachtem Kuchen standen in der Kantine Perlstieg den interessierten Familien die Lehrkräfte der Stadtteilschule Wilhelmsburg kompetent Rede und Antwort.

Am Ende waren viele Familien von der Stadtteilschule Wilhelmsburg überzeugt. Die Anmeldewoche für die zukünftigen fünften Klassen findet vom 05. Februar bis zum 09. Februar 2018 im Sekretariat am Perlstieg statt.

Nehmen Sie uns unter die Lupe!

Abteilung 5-7 

modern. maritim. musikalisch.

Das und vieles mehr zeichnet uns aus:

- sorgfältig zusammengesetzte Klassen

- individuelles und herausforderndes Lernen

- Multiprofessionelle Teams unterrichten die Klassen

- Starkes Deutschkonzept "Ran an Deutsch" (Klasse 5: 8 Stunden in der Woche)

- Starkes Mathekonzept "Ran an Mathe" (Klasse 6: 8 Stunden in der Woche)

- Spezielle Profilangebote wie "Maritime Klasse" und "Musikklasse"

- Lernferien mit unserem preisgekrönten Ferienangebot WaterXperience

- Tolle Workshops zu Theater, Tanz und Musik mit Profis

- Training von Sozialkompetenzen

- Zweite Fremdsprachen (Spanisch, Französisch, Türkisch)

Mit Vielfalt zum Erfolg.

Das sind wir !

Anmeldung 5. Jahrgang

Hier melden Sie sich an:

Schulbüro für die Jahrgänge 5-7 am Perlstieg 1

Ihre Ansprechpartnerin

Abteilungsleitung 5-7

Gabriella Krause
Perlstieg 1
Tel.: 040-428825-221
Mail: gabriella.krause@ich-will-keinen-spambsb.hamburg.de

Weihnachtsbasar an der Stadtteilschule Wilhelmsburg war voller Erfolg

Frau Duong hat mit ihrer Klasse 1c Seife selbst hergestellt. Selin und Acelya:"Wir haben fast alles allein gemacht."

(Ha) "Mit diesem großen Interesse  hätten wir in unseren kühnsten Träumen nicht gerechnet!", freut sich Pinar Dalli, Lehrerin und Organisatorin des Weihnachtsbasars an der Stadtteilschule Wilhelmsburg. Am Dienstag, dem 5. Dezember hatte die Stadtteilschule Wilhelmsburg einen großen Weihnachtsbasar am Nachmittag stattfinden lassen. Von der Vorschule bis hin zur siebten Klasse, alle hatten sich eingebracht: Selbstgebastelter Weihnachtsschmuck, Kuchen- und Gebäckverkauf sowie Musikdarbietungen in der Kantine Perlstieg luden die Besucher zum Konsumieren ein. Wer hingegen aktiv sein wollte, fand in den  Klassenräumen  zahlreiche kostenlose Bastelangebote. Verschiedenste Techniken wurden offeriert: Papiere falten, Herzen nähen, Teelichter kleben, Wolle wickeln und vieles mehr.

Bei diesem gekonnten Mix waren am Ende Eltern und Kinder hochzufrieden. Nicole Hoffmeister hatte ihr Herz sofort an die zauberhaften Kerzenständer der Klasse 4b verloren: "Von dem Basar bin ich vollkommen begeistert. Ich bin hier selber zur Schule gegangen, und ich liebe diese Schule."

Zu Beginn waren noch viele Kerzenständer da: Nicole Hoffmeister, Adil Genc (Klasse 1b) und Dirk Brüggemann.

Die Geschichte der Kerzenständer ist dabei interessant. Durch den Neubau an dem Standort Perlstieg mussten einige Bäume gefällt werden. Dirk Brüggemann, Klassenlehrer der 4b, rettete das Erlenholz vor dem Häcksler, schnitt es zu, trocknete es und verarbeitete es mit seiner Klasse zu schmucken Kerzenständern. "Die gingen weg wie geschnitten Brot!", lacht er.

Tjark Nottorf aus der Klasse 3d bastelte mit seinem Vater und seiner Oma Weihnachtsschmuck. "Tolle Bastelangebote", kommentiert Vater Nottorf.
Fingerspitzengefühl gebraucht: Sterne aus Brottüten.

Neu-Schulleiterin Katja Schlünzen erlebte ihren ersten Weihnachtsbasar an der Schule: "Es ist unglaublich, was die Schüler, Lehrer und Eltern hier mit viel Herzblut auf die Beine gestellt haben. Die ganze Weihnachtsfeier verlief sehr friedlich und zugleich lebendig."

Ein Teil der eingenommenen Gelder wird dem Schulverein gespendet, der gerne beispielsweise Klassenfahrten unterstützt.

Wilhelmsburger Lesewoche an der Grundschule der Stadtteilschule Wilhelmsburg

Eine Erfolgsgeschichte in fünf Kapiteln.

Prolog

Bereits zum 14. Mal fand Anfang November die Wilhelmsburger Lesewoche statt, und wie in jedem Jahr nahm unsere Grundschule wieder sehr aktiv daran teil. In dieser Woche drehte sich in unseren Grundschulklassen alles um das Thema Lesen und Bücher - und das auf die vielfältigste Weise. Unsere Highlights.

1. Kapitel: Schulinterner Vorlesewettbewerb mit toller Überraschung am Ende

9. November 2017: Jeweils die zwei besten Vorleserinnen und Vorleser aus unseren vier vierten Klassen trafen sich zum "Vorlesebattle" in der Aula in der Rotenhäuser Straße. Jedes Kind hatte genau drei Minuten Zeit, sein Vorlesekönnen unter Beweis zu stellen. Gebannt lauschten die Klassenkameraden und die Jury den acht vorlesenden Kindern. "Hallo, ich bin Ala Moustafa aus der Klasse 4d und ich lese euch aus dem Buch Die Olchis vor." Ala überzeugte die Jury mit ihrem Können, gewann unseren schulinternen Wettbewerb und ergatterte damit die Karte für den Vorlesewettbewerb im Wilhelmsburger Bürgerhaus. Strahlende Gesichter - auch bei Alas Eltern. Herr Moustafa resümiert: "Dieser Vorlesewettbewerb motiviert die Kinder richtig gut zum Lesen."

Krönender Abschluss: Die Klasse 4b auf der Aufsichtsplattform der Elbphilharmonie mit dem Buchgeschenk.
Alas Eltern freuten sich mit ihrer Tochter über den ersten Platz.

Doch was wäre eine Lesewoche ohne Bücher? Der Rotary Club Buxtehude schenkte im Anschluss des Wettbewerbs jedem Grundschulkind der Jahrgänge zwei bis vier ein Buch! Über das neue Lesefutter freuten sich die kleinen Leseratten sehr. Vielen Dank dem Rotary Club für die tolle Bücherspende!

Herr Beyer vom Rotary Club Buxtehude überreicht den Klassensprechern der Klasse 4b seine Buchgeschenke.
v.l.n.r.: letzte Reihe: Organisatorinnen Christin Kellermann und Kerstin Sachau, Hatice Aydin 4c, mittlere Reihe: Chanice Fortes Tavares 4c, Attlia Sen 4a, Yasemin Sahin 4d, erste Reihe: Pervin Kabal 4d, Sara Kabal 4b, Monawara Noori 4b, Ala Moustafa 4d

2. Kapitel: Jetzt geht`s ums Ganze. Vorlesewettbewerb im Bürgerhaus

13. November 2017: Ala maß sich mit den besten Vorleserinnen und Vorlesern der Wilhelmsburger Grundschulen im Bürgerhaus. Kräftig unterstützt wurde sie von ihrer Klasse 4d, ihren Eltern sowie ihren Klassenlehrerinnen Frau Busch und Frau Folkers. Ala hatte sich prima geschlagen - leider reichte es für den ersten Platz nicht ganz. Dennoch war es für Ala eine großartige Erfahrung.

Alas Auftritt im Bürgerhaus.
"Kung Fu ist eine Kampf-Kunst und kein Kampf-Sport", weiß Autor Michael Petrowitz, selbst begeisterter Kung Fu Künstler.

3. Kapitel: Kung Fu im Turnschuh. Lesung mit Spaß und Bewegung.

14. November 2017: Eine Lesung der besonderen Art fand in der Aula in der Rotenhäuser Straße statt. Preuschof-Preisgewinner Michael Petrowitz las aus seinem Buch "Kung Fu im Turnschuh" vor: Mit einem Gong begann die Lesung, via Beamer erschienen Bilder an der Leinwand und die spannende Geschichte wurde immer wieder geschickt durch Kung Fu Mitmach-Übungen aufgelockert. Den Kindern brachte die Lesung mindestens so viel Spaß wie Michael Petrowitz, wenn nicht sogar noch mehr. Zum Schluss erhielten alle Kinder eine Kung Fu Urkunde. Grandios.

4. Kapitel: Lesewoche dehnt sich aus: Frisches Lesefutter für alle Wilhelmsburger fünften Klassen

14. November 2017: Die Übergabe der großen Lesekiste kommentierte Efe Taniş, 10 Jahre, aus der Klasse 5c so: "Das ist gut, dann haben wir mehr zu lesen. Zu Hause lese ich zwar nicht so viel, aber in der Schule lese ich gerne." Gesa Vollmer, Deutschlehrerin der 5c, freut sich ebenfalls über das zusätzliche Lesefutter: "Unser schulinternes Deutschkonzept "Ran an Deutsch" beinhaltet feste halbstündige Lesezeiten mehrmals in der Woche. Da ist es natürlich wichtig, viele anregende Bücher im Klassenzimmer anbieten zu können. Großartig an der Bücherkiste sind die vielfältigen Themen, die unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade und Genre. So ist für jeden etwas dabei." Das Projekt "Lesefit 5+", das sich als Fortführung der Wilhelmsburger Lesewoche versteht, möchte dazu beitragen, die Lesekompetenz in den fünften Klassen intensiv zu fördern. Das soll nicht nur mit den sehr gut bestückten Bücherkisten geschehen sondern zudem mit einer altersgemäßen Bücherhallenführung. Initiiert wurde das Projekt von Wilhelm Kelber, Lehrer an der StS Wilhelmsburg und Organisator der Wilhelmsburger Lesewoche in Kooperation mit den Bücherhallen Hamburg und dem Mopo Stadtteilpreis 2017.

Der Klasse 5c wurde die Bücherkiste stellvertretend für alle Wilhelmsburger fünften Klassen von Wilhelm Kelber übergeben.

5. Kapitel: Lesung in der Elbphilharmonie

17. November 2017: Zu einer Lesung in Hamburgs neuem Wahrzeichen waren die Klassen 3d und 4b vom Carlsen Verlag eingeladen. Im kleinen Saal der Elbphilharmonie fand die Lesung der bekannten Kinderbuchautorin Margit Auer statt. Wie fühlt es sich an, die lange, gebogene Rolltreppe bis zur Plattform hinaufzufahren, in nobler Umgebung exklusiv aus dem neuesten Band der bekannten Kinderbuchreihe "Die Schule der magischen Tiere" vorgelesen zu bekommen und noch die Heimatstadt von oben bei blauem Novemberhimmel bestaunen zu können? "Das war alles richtig gut", fanden Muhammed Can und Efe aus der 4b. Und: Jubelnd nahmen alle Kinder den ersten Band aus der Reihe geschenkt mit nach Hause. Auf der Rückfahrt waren fast alle Kinder in ihrem neuen Buch vertieft - Wilhelmsburger Leseratten eben!

Mit der Rolltreppe ging es hoch: Sara, Kumba, Idina.
Die Lesung fand im kleinen Saal der Elbphilharmonie statt.

Epilog

Das Lesen auf vielfältige Weise den Kindern schmackhaft zu machen, als Genuss- und Entspannungsform anzubieten sowie als Möglichkeit in andere Personen und Welten einzutauchen, das versucht unsere Grundschule stets im Schulalltag umzusetzen. Die Lesewoche bietet die Möglichkeit, dieses besonders intensiv und vielfältig zu gestalten.

Unser besonderer Dank für die fabelhafte Organisation der Lesewoche geht an Christin Kellermann und Kerstin Sachau.

Schüler der Stadtteilschule Wilhelmsburg arbeiteten freiwillig für ihren Stadtteil: Schürzen als Belohnung

(Ha) Für ihren besonderen Einsatz beim Sportevent "Make a difference day" im Inselpark erhielten  Schülerinnen und Schülern der Stadtteilschule Wilhelmsburg ein individuelles Geschenk: Eine Schürze mit eigenem Namen als Belohnung für ihr außergewöhnliches Engagement!

Die sechs fleißigen Helfer stammen alle aus der Profilklasse 9a "Ernährung und Gesundheit" und hatten in Zusammenarbeit mit Niels Vietheer von den Wirtschaftsjunioren Hamburg auf dem gemeinnützigen Sportevent im Sommer einen Live-Cooking-Stand betreut. Vor den Augen der Kundschaft wurden Wraps gewickelt, Waffeln gebacken und Crepes gedreht. Dass die Kunden zufrieden mit der Arbeit der Jungköche waren, wurde spätestens bei der Abrechnung deutlich: Am Ende blieb nach Abzug aller Kosten sogar noch etwas übrig! Von diesem Ertrag wurden  die Schürzen bezahlt.

v.l.n.r.: Profikoch Niels Vietheer, Abdul Hamid Akgedik, Ayse Erkan, Gül Dogan, Klassenlehrerin Hannah Gottwaldt, Awa Djobo

Klassenlehrerin Hannah Gottwaldt berichtet: "Die Planungen für dieses Event begannen in meiner Profilklasse bereits ein halbes Jahr vorher.  Da das Event an einem Sonntag stattfand, mussten die Jugendlichen nicht nur am Sonntag, sondern bereits am Freitag und Samstag bei den Vorbereitungen helfen. Ein großartiger Einsatz - und dass, obwohl es  Montag dann auf Klassenfahrt ging. Eine professionelle Unterstützung erhielten wir von der Gastronomie Pütter im Anglo-German Club e.K. , die uns Lieferwagen, Pavillon und Tische  zur Verfügung stellte. Vielen Dank."

Profi-Koch Niels Vietheer hat die Zusammenarbeit mit den Schülern der Stadtteilschule Wilhelmsburg sehr viel Spaß gemacht: "Die Schüler waren absolut zuverlässig und sehr motiviert. Respekt! Toll, dass sie das Sport-Event, bei dem viele Sportler mit Handicap teilnehmen, so prima unterstützt haben. Gerne möchte ich wiederkommen."

Darauf freut sich auch Schürzenträgerin Awa Djobo, 15 Jahre. "Herr Vietheer zeigt uns gute Tricks, zum Beispiel wie man die Kräuter schnell klein schneiden kann. Außerdem bringt es richtig Spaß, selbstständig arbeiten zu dürfen - auch wenn das am Wochenende ist. Ich bin natürlich nächstes Jahr wieder mit dabei", erklärt Awa bestimmt und bindet die Schleife der Schürze etwas fester.

Die Schürzen sind sofort nach Übergabe im Einsatz: Abdul Hamid Akgedik, Awa Djobo und Ayse Erkan aus der Klasse 9a
Live-Cooking im Juni beim Sportevent "Make a difference day".
Kräuter schneiden - aber richtig: Abdul Hamid hat es vom Profi gelernt.

Ich geh`mit meiner Laterne!

Vor- und Grundschule der Stadtteilschule Wilhelmsburg  organisiert großen Laternenlauf

(Ha) Schon seit Wochen hatten die Kinder und Lehrerinnen der Vor- und Grundschule der Stadtteilschule Wilhelmsburg auf diesen Tag hingearbeitet: Laternenlieder wurden fleißig eingeübt, die Martinsgeschichte wurde erzählt, und viele Kinder hatten eine eigene Laterne im Unterricht gebastelt. Am 6. November wurden dann die selbstgebastelten Laternen das erste Mal zum Leuchten gebracht - selbstverständlich ganz traditionell mit Kerzenlicht. 

Ungefähr 300 Kinder, Eltern und Lehrer fanden sich zur Dämmerung zunächst auf dem Schulhof am Perlstieg ein, wo alle gemeinsam zu schöner Akkordeonmusik die ersten Laternenlieder einstimmten. Stolz trugen die Kinder ihre leuchtenden Sonnen, Igel und Monde am Stecken vor sich her. In einem langen Zug ging es dann singend und leuchtend durch den Stadtteil. Für die Sicherheit sorgte der für die Grundschule zuständige Verkehrspolizist Thorsten Pagel.

Zum Abschluss gab es für alle noch eine Runde heißen Kinderpunsch unter freiem Sternenhimmel.

Nicht nur die Eltern waren vom Laternenumzug sehr begeistert. Auch die Vorschullehrerin Annika Gleißenberg  schwärmte: "Es stimmt einfach alles: Die Organisation ist super, die Musik und die vielen Laternen sind toll, und sogar das Wetter spielt mit." 

Tolle Stimmung, schöne Laternen und glückliche Kinder.
Ines, Rümeysa und Ebrunaz aus der Klasse 1a.

MathTrail App für Familien und Schüler

Unsere Schulleitung Katja Schlünzen ist auch begeistert von dem Projekt. (Foto: Ronald Sawatzki - Bild regional Hamburg)

Mathematik ist überall! Dank der MathTrail-App verwandeln sich reale Gegenstände auch in Wilhelmsburg in spannende Mathematikaufgaben. Dabei lernt ihr den Stoff aus dem regulären Lehrplan ganz praxisnah! Wir konnten den Trail selbst testen. Probiert es aus, es lohnt sich!

Bericht in der Bild

MathTrail Flyer

Hintergrundinfos zum MathTrail

Jetzt wird aufgespielt: 1000 € für die Musikklasse der Stadtteilschule Wilhelmsburg!

Die Musikklasse 5a der Stadtteilschule Wilhelmsburg erhielt 1000€ von der Peter-Mählmann-Stiftung für den Kauf von Musikinstrumenten.

(Ha) So fängt das neue Schuljahr gut an: Die Musikklasse 5a der Stadtteilschule Wilhelmsburg erhielt in der zweiten Schulwoche eine großzügige finanzielle Unterstützung von der Peter-Mählmann-Stiftung. Im Rahmen einer kleinen Feier wurde der neuen Musikklasse ein Scheck im Werte von 1000€ von der Stiftung überreicht.

Über diese Spende freute sich nicht nur die musikbegeisterte Klasse sondern auch ihr Musiklehrer Christopher Fendler: "Meine Schülerinnen und Schüler erhalten von der Schule bereits ein Leihkeyboard, so dass sie zu Hause üben können. Zusätzlich bekommen sie pro Woche eine extra Musikstunde, in der ihnen drei Lehrer helfen, dass Instrumentalspiel zu erlernen. Mit der Spende ist es nun außerdem möglich, den Klassenraum einer Musikklasse angemessen zu gestalten."

Von dem Geld möchte  Christopher Fendler ein Stagepiano, eine Cajón und eine Gitarre anschaffen. "So kann ich jederzeit problemlos Musik in den regulären Unterricht einbauen." 

In den Musikklassen der Stadtteilschule Wilhelmsburg befinden sich Schülerinnen und Schüler, die großes Interesse am Fach Musik und dem Musizieren haben. Die Musikklassen starten stets mit Beginn der fünften Klasse.

Vorschulpiraten hoben Schatz und erbeuteten 3500 Taler

(Ha) Im Rahmen der alljährlich vor den Sommerferien stattfindenden "Maritimen Projektwoche" der Stadtteilschule Wilhelmsburg gelang es den jüngsten Schülerinnen und Schülern der Schule, der Vorschulklasse A, einen wertvollen Schatz zu heben. Die meist fünfjährigen Kinder führten ein großartiges Piraten-Theaterstück auf und wurden für ihre Arbeit kräftig belohnt: Nach der Aufführung übergab der Privatsender Radio Hamburg  den Piratinnen und Piraten einen Scheck über 3500 €, die er durch die Aktion "Hörer helfen Kindern" gesammelt hatte.

Ein halbes Jahr lang hatten die fünfjährigen Kinder auf diese Aufführung ausdauernd und ernsthaft hingearbeitet: Unter der Leitung der Vorschullehrerinnen Annika Gleißenberg und Daniela Schulz übten die Kinder Rollen, Lieder und Texte ein. Auch kleine Tänze wurden einstudiert. Die Vorlage ihres Theaterstücks war das Kinderbuch "Der kleine Pirat" von der bekannten Hamburger Autorin Kirsten Boie. Ein kleiner Pirat erkennt, dass er mit dem Ausrauben von Schiffen keine Freunde gewinnen kann. Zum Glück hilft ihm ein alter Kapitän, den richtigen Weg einzuschlagen...

Annika Gleißenberg zeigt sich mit der Entwicklung ihrer Schützlinge sehr zufrieden: " Über das Theaterspielen lernten die Kinder die Sprache, den Ausdruck und das Spielen der einzelnen Rollen. Von Woche zu Woche konnte ich eine große sprachliche Entwicklung bei den Kindern feststellen. Ihr Selbstbewusstsein wurde über das Theaterspielen gestärkt und der Gruppenprozess gefördert."

Co-Theatertrainerin Daniela Schulz findet das Theaterspielen für die Entwicklung der Kinder sehr wichtig: "Rollenspiele sind eine altersgerechte und natürliche Methode um Erfahrungen, Erlebnisse und Erlerntes zu reflektieren. Sie fördern spielerisch den Wortschatz, den Ausdruck und das freie Sprechen von Kindern."

Die gespendeten 3500€ kamen der gesamten Stadtteilschule Wilhelmsburg zu Gute. Das Geld wurde für die Unternehmungen und Kosten während der Maritimen Woche verwendet.

Alen und Luis haben das Komando auf der Brücke. Foto: Hannes Lintschnig
Dunya hält Ausschau nach Beuteschiffen. Foto: Hannes Lintschnig

Was nehme ich mit auf eine Insel?

Das Modell der "Wohlfühlinsel" für den Notfall schwimmt ausgezeichnet.

Das Profil Kunstschmiede (9d)  hat im letzten Schuljahr in Kooperation mit der „KlimaKunstSchule" vom BildungsCent e.V. zusammengearbeitet. Dabei haben sich die Schülerinnen und Schüler verstärkt mit dem Klimawandel beschäftigt und zusammen mit dem Künstler Joy Lohman Inseln gebaut. Als Folgeprojekt wurden eigene Inseln entwickelt. Auf das Ergebnis kann man stolz sein (siehe unten)!

Unsere "Kunstschmiede" hatte die Idee eine künstliche Insel zu bauen, die sie im Falle einer Überschwemmungskatastrophe rettet und so ausgestattet ist, dass sie sich dort wohlfühlen würden.

Mithilfe von Holzkisten und Plastikflaschen wurden schwimmende Inseln gebaut und zu verschiedenen Themen gestaltet. Den SuS waren dabei folgende Aspekte wichtig:

Ernährung, Gesundheit, Natur, Freizeit

Die Insel wurde Anfang September auf dem Elsa-Bromeis-Kanal im Inselpark präsentiert. Dabei haben sich einige Passanten mit unseren Schülerinnen und Schülern über die Erderwärmung unterhalten und ihre Insel bewundert. Die Idee kam sehr gut an.

(Text und Foto: Kh)

Bodypainting einmal anders!

Klasse 9d gewinnt den 3. Platz beim „Bodypainting“ Wettbewerb vom Stromnetz Hamburg

Ziel dieser Aktion ist es, das Stadtbild zu verschönern und ein unscheinbares technisches Gehäuse der Netzstation zu bemalen. Die Schülerinnen und Schüler sollten zu dem Thema „grenzenlos“ Entwürfe einreichen. Der Entwurf von Daniela Zenner, Lysmina Saskan und Jana Zubova hat dabei den 3. Platz belegt und 200.- Euro für das Profil gewonnen. Leider werden sie keine Netzstation bemalen, stolz sind sie aber trotzdem. 

(Text und Foto: Kh)

"Meine Klasse ist 1a!"

Stimmungsvolle Einschulungsfeiern und gute Schülerzahlen an der Stadtteilschule Wilhelmsburg

(Ha) Am Dienstag, dem 5. September fanden an unserer Grundschule die Einschulungen der Erstklässler und Vorschüler statt.  Mit prall gefüllten Schultüten, bunten Ranzen und vor allem leuchtenden Augen traten die ABC-Schützen dem sogenannten "Ernst des Lebens"  entgegen. Begrüßt wurden die Schülerinnen und Schüler sowie ihre Eltern von der neuen Schulleiterin Katja Schlünzen und von Thomas Halbrock, dem Abteilungsleiter der Grundschule. Mit Tanz, Gesang und Orff-Instrumentarium hieß der Jahrgang drei die Jüngsten freudig und herzlich willkommen. Sogar lustige, plattdeutsche Texte waren zu hören und zauberten Lächeln auf die Gesichter der Besucher.

Daniar Raschid (6 Jahre) und Emma Parsig (7 Jahre) sind tüchtig aufgeregt. Emma möchte endlich lesen lernen.

Insgesamt wurden drei neue Vorschulklassen und drei erste Klassen gebildet. Wie bereits im letzten Jahr gibt es wieder eine maritime Profilklasse: Die Klasse 1c wird verstärkt zum Thema „Maritime Welten“ arbeiten. „Damit ist unser Großprojekt Maritimes Zentrum Elbinseln nun in der Grundschule fest verankert“, freut sich Thomas Halbrock.

Dass dieser wichtige Tag des Kindes mehr und mehr zu einem Familienfest geworden ist, zeigten die vollen Bänke in der Turnhalle an der Grundschule am Perlstieg. Nicht nur die Eltern sondern auch Großeltern und weitere Verwandte besuchten die Einschulungsfeier des Kindes.

Nach der Feier marschierten die Kinder dann mit ihrer Klassenlehrerin ins Klassenzimmer, um schon mal ein wenig Schulluft zu schnuppern. Die Klassenlehrerinnen der 1a, Frau Willmann und Frau Wiedenhöft,  freuen sich sehr auf die Arbeit mit den neuen Schülern: "Eine erste Klasse zu übernehmen ist immer aufregend und sehr schön."

"Meine Klasse ist 1a!", meint Frau Willmann.

Bereits einen Tag zuvor wurden in der Aula der Stadtteilschule Wilhelmsburg im Rahmen einer Einschulungsfeier die knapp 120 Schülerinnen und Schüler der neuen fünften Klassen begrüßt. Die Kinder sind auf fünf Klassen aufgeteilt. Dabei ist die Klassenzusammensetzung keineswegs zufällig: Gabriella Krause, Abteilungsleiterin der Jahrgänge 5 bis 7, hat durch Gespräche mit Eltern und Kollegen viele Informationen über ihre Schützlinge erhalten und hat diese bei der Zusammensetzung der neuen Klassen einfließen lassen, um ausgeglichene Strukturen zu erhalten.

Die Fünftklässler erwartet neben neuen Lehrern und Fächern ein weiteres Novum: Es wird der Fokus auf projektorientierten Unterricht gelegt. Und auch in diesem Jahr bietet unsere Schule wieder eine "Musikklasse" an. In dieser Klasse versammeln sich Schülerinnen und Schüler, die bereits ein Musikinstrument spielen oder großes Interesse an Musik besitzen.

Herr Fendler mit einer der neuen fünften Klassen.

Achtung, die Jugend ist los!

Neue 11. Klasse der Oberstufe zeigt selbst entwickeltes Theaterstück über sich selbst.

(Ha) "Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute [...]legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer."

Wer glaubt, dieses Zitat stamme aus der Gegenwart, irrt gewaltig. Mit diesen Worten beschrieb der griechische Philosoph Sokrates vor 2400 Jahren die Jugend. Und dennoch würden  Erwachsene heute diesem Zitat in vielen Punkten sicherlich zustimmen. Doch wie sehen die Jugendlichen sich selber? Was macht Jugend heute aus? Welche Probleme haben sie?

Über ein halbes Jahr haben sich 16 Schülerinnen und Schüler der Klasse 11a mit dem Thema Jugend heute auseinandergesetzt, dazu gelesen, diskutiert und schließlich Theaterszenen dazu entwickelt. Am vergangenen Dienstag, dem 11.07.2017 zeigten sie dann in der schuleigenen Aula vor interessiertem Publikum 1,5 Stunden ihre tollen Ergebnisse. Dabei gelang es ihnen, ein Potpourri verschiedenster Themenbereiche zum Thema "Jugend heute" auf die Bühne zu bringen und zuweilen das Publikum sogar mit in die Szenen einzubeziehen.

Hauptthema war -wie sicherlich bereits zu Zeiten Sokrates- das Thema Liebe: Wie mache ich die Liebste auf mich aufmerksam? Gut, wenn man da einen Freund hat, der einem -natürlich gegen Bezahlung- ein paar Tricks und Kniffe zeigt. Gekonnt und witzig spielten Melvin Okafor und Mert Metli die Figuren Womanizer und Tölpel.

Joachim (Melvin Okafor) lehrt Mert, (Mert Metli) die richtigen Sprüche, um Sieglinde zu beeindrucken. Köstlich!

Weitere Themen der einzelnen Szenen waren Lehrer, Eltern, chillen, Party, Handy, Speed-Dating. Doreen Zacharias, Lehrerin des Kurses Darstellendes Spiel, war mit den Leistungen ihrer Nachwuchsschauspieler sehr zufrieden: „Die Schülerinnen und Schüler haben während des Spielens neue „Spielräume“ für sich entdeckt: Sie haben bewusst die sie umgebende Realität und die eigene Sprache infrage gestellt und eine eigene Metaebene für sich erkannt. Bestehende Gesetzmäßigkeiten und Realitäten wurden aufgebrochen. Dabei haben die Schülerinnen und Schüler auch mit der szenischen Gestaltung gespielt und bewusst Improvisations- und Dokumentarisches Theater eingesetzt.“

Interessant war, dass es den Jugendlichen prima gelang, zu sich selbst in Distanz treten und eigene, typische Verhaltensweisen und Normvorstellungen überspitzt darstellen zu können. Vielleicht ist das bereits der erste Schritt zum Erwachsenwerden.

Alles in allem: Ein toller Auftakt unserer ältesten Schülerinnen und Schüler, der Lust auf weitere Theaterstücke macht.

Wie die "Hähne" auf der Stange: Kennenlernen von Hühnern beim Speeddating.
v.l.n.r: Duygu Arslan, Melvin Okafor, Ali Inönlü, Sezer Yavuz, Eyüp Yildirim.
Die Party läuft aus dem Ruder und endet tödlich.

3. Platz beim Kicking Girls Turnier erreicht

Gespielt haben: Chanice Fortes Tavares, Beyza Coba, Sude Alisan, Yelda Odabas, Hatice Aydin, Sueda Ceylan, Elif-Zünbra Külünk und Sarita Samadi.

Am 27.6.2017 fand das große Kicking Girls Sommerturnier im Sternschanzenpark statt. 22 Mädchenfußballmannschaften aus den Hamburger Kicking Girls Standorten trafen sich, um Fußball zu spielen, Spaß zu haben und die Kräfte zu messen.

Natürlich war auch unsere Mädchenmannschaft wieder mit am Start. Unsere Mädchenmannschaft, die unter der Leitung von Herrn und Frau Radtke vom 1. Frauen-Fußball-Club Elbinsel jeden Mittwoch trainiert, erreichte in ihrer Gruppe den dritten Platz. Mit dieser Leistung war die Trainerin Radtke sehr zufrieden: "Die Mädels haben das toll gemacht, und es war eine super Stimmung. Wenn ich bedenke, dass einige Mädchen erst seit kurzem dabei sind, ist dieses Ergebnis gut. Viele Mädchen haben sich sehr gut in den letzten Monaten entwickelt."

Unsere Zweit- bis Viertklässler waren den ganzen Tag für ihren Lieblingssport auf den Beinen. Toll war, dass sogar einige unserer Eltern mitgefahren waren, um die Mannschaft anzufeuern und zu betreuen. Belohnt wurde der Einsatz der Mädchen mit einem Pokal und einem Foto mit der Fußballlegende Jens Lehmann und der mehrmaligen Weltmeisterin im Frauen-Boxen Regina Halmich.

Die Mannschaft geht von Bord

Nach drei Jahren verlassen die Schülerinnen und Schüler der Profilklasse Hafen und Schiffbau die Schule. Sie haben deutliche Spuren hinterlassen. Im Hafenmuseum Hamburg haben sie zusammen mit den Hafensenioren den durch Spendengelder der „proiuventute“ Stiftung und der Stiftung Hafenkultur e.V. finanzierten Bau der Jolle II vorangetrieben. Die Baufortschritte wurden am Montag im Rahmen der Abschiedsfeier der Klasse der Öffentlichkeit präsentiert. Mit Stolz präsentierten die Schülerinnen und Schüler ihren aktuellen und ehemaligen Lehrern sowie Interessierten die erreichten Fortschritte. Nun muss das Schiff an eine neue Klasse übergeben werden. Für uns geht es trotzdem weiter - in Ausbildung, in die Oberstufe oder an eine weiterführende Schule. Bei zauberhaftem Grillfleisch und Nudelsalat aus der T.R.U.D.E. in Barmbek, einem langjährigen Sponsor des Projektes, wurden Erinnerungen ausgetauscht und das sommerliche Wetter genossen.

Mirsat bedankt sich im Namen seiner Profilklasse.
,denn ohne die Hafensenioren wäre dieses Projekt niemals entstanden.
Die Gäste genießen die tolle Kulisse im Hafenmuseum.
Die Jolle zum Anfassen, ein echtes Meisterstück.

Wetternmacher sind keine Wettermacher

Groß und Klein arbeiten zusammen: Der Kies muss ans Ufer gebracht werden.

Eine neunte und eine erste Klasse haben gemeinsam hinter ihrer Schule am Perlstieg die Bauwiesenwettern renaturiert.

(Ha) Der Termin stand schon lange fest: Die Klasse 9c der Stadtteilschule Wilhelmsburg (Profil: Wasserklasse) hatte zur großen Präsentation ihres Naturprojektes am 22. Juni um Punkt 12 Uhr am Bauwettern eingeladen. Der Bauwettern, ein Entwässerungskanal, fließt hinter der Schule am Perlstieg in den Aßmannkanal. Dort vor Ort, direkt am Wasser, wollten die Jugendlichen dem interessierten Publikum die Ergebnisse ihrer monatelangen Arbeit  "live und in Farbe" präsentieren. Alle Stellwände standen, die Kaulquappen waren im Eimer zur Ansicht gefangen - doch dann fiel um viertel vor zwölf alles ins Wasser: Ein Unwetter mit Sturm und Starkregen zwang die Klasse, die Präsentation ins Klassenzimmer der 1a zu verlegen.

Nass trotz Gummihose: Informationen über das Blesshuhn. Von Tim...
...und Maya.

Patschnass, doch mit großem Elan, zeigten die Jugendlichen anschaulich, was sie über mehrere Monate in Zusammenarbeit mit Timm Geissler von WasserLand.net am Wasser gelernt und gearbeitet hatten.

Begonnen hatte alles bereits im November 2016: Die Klasse 9c suchte mit ihrer Klassenlehrerin Kathrin Wittmaack verschiedene schulnahe Gewässer auf und führte diverse Wasseranalysen durch. Die nächste Phase war, ein Gewässer auszuwählen, das mechanisch bearbeitet werden soll, um die Wassergütestruktur zu verbessern. Dazu wurden Teilpläne zur Renaturierung der Bauwiesenwettern erarbeitet,  Timm Geissler organisierte das notwendige Baumaterial, die Pflanzen und die Arbeitsgeräte und hielt den Kontakt mit dem Bezirksamt Mitte.

Der nächste Schritt dieses Projektes sucht Seinesgleichen in Hamburg. Die Jugendlichen involvierten in ihr Wasserprojekt eine Grundschulklasse. Die Wahl fiel auf die Klasse 1a, die Profilklasse "Maritime Welten". Klassenlehrerin der 1a, Maike Eggerstedt, war sofort begeistert: "Das Projekt passte genau in unser Profil, und der Bauwettern war schnell zu Fuß zu erreichen."

Auf die Zusammenarbeit mit den zehn Jahre jüngeren Schülerinnen und Schülern bereiteten sich die Neuntklässler perfekt vor: Sie besuchten ein sechstägiges Seminar zum Umgang mit kleinen Kindern, führten Kennenlerntage durch, spielten Spiele zusammen oder halfen den Erstklässlern beim Austeilen des Mittagessens. Ein erster gemeinsamer Ausflug führte sie in den Garten von Dominiks Opa: Am Teich erklärten die "Großen" den "Kleinen" die verschiedenen Stadien einer Kaulquappe. Genial!

Wissen zu vermitteln bringt Spaß!

Nun folgten mehrere gemeinsame Lern- und Arbeitstermine am Bauwiesenwettern. "Wir haben am Uferbereich Kieselsteine verteilt, um den Weg zum Wasser zu verbessern. Beim Verteilen der Kieselsteine haben die kleinen Kinder gut mitgeholfen. Es dauerte zwar dadurch alles ein bisschen länger aber sie waren eine tolle Hilfe. Für mich war es schön, auch mal die Lehrerrolle übernehmen zu dürfen", berichtet Maya Voß (15 Jahre). "Und wir haben Holzpfähle mit dem Vorschlaghammer ins Wasser gehauen. Am Holz sollen sich nun kleine Wasserlebewesen ansiedeln", erklärt Christian Oliviera (16 Jahre).  Allen, Groß und Klein, bleibt sicherlich das Blesshuhnküken in Erinnerung, dass sich im Wassergestrüpp verfangen hatte und vor dem Ertrinken von Maya gerettet werden konnte.

Die Initiatoren und finanziellen Unterstützer des Projektes Stefanie Schäfermeyer-Gomm vom Amt für Umweltschutz und Knut Harald Larsen vom Bezirksamt Mitte / Wasserschutz zeigten sich von der Präsentation sehr beeindruckt: "Es ist großartig, dass die Schülerinnen und Schüler bereits in so jungen Jahren an das Gewässer herangeführt werden und lernen, diesen Lebensraum zu schützen", strahlt Stefanie Schäfermeyer-Gomm. "Das ist eine gelungene Maßnahme zum Gewässerschutz in Hamburg." Ein großes Anliegen der Klasse 1a ist es, ein Schild am Bauwettern aufzustellen. Die Wilhelmsburger sollen ihren Müll nicht einfach in den Bauwettern werfen.

Hinten v.l.n.r.: Stefanie Schäfermeyer-Gomm, Timm Geißler, Knut Larsen, Klasse 9c und Klasse 1a